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Axamer Lizum

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Axamer Lizum (Zerstreute Häuser)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Innsbruck-Land (IL), Tirol
Gerichtsbezirk Innsbruck (Land)
Pol. Gemeinde Axams  (KG Axams)
Koordinaten 47° 11′ 38″ N, 11° 18′ 8″ OKoordinaten: 47° 11′ 38″ N, 11° 18′ 8″ O
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Höhe 1564 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 16 (1. Jänner 2017)
Gebäudestand 24 (2001f1)
Postleitzahl 6094 Axams
Offizielle Website
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 16471
Zählsprengel/ -bezirk Axams-Umgebung (70304 001)
Bild
Die Axamer Lizum gegen Norden
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Die Axamer Lizum ist ein Ort in den Stubaier Alpen in Tirol, und eine Ortschaft der Gemeinde Axams im Bezirk Innsbruck-Land. Die Alm ist als Wintersportort bekannt.

Geographie

Axamer Lizum bezeichnet ein Gebiet im hinteren Tal des Axamer Bachs, etwa elf Kilometer südwestlich der Innsbrucker Stadtmitte. Eine Lizum (Betonung auf dem „u“) bezeichnet im Tirolerischen eine 'kotige Weidefläche‘. Gegen Süden zu wird die Axamer Lizum von den Kalkkögeln begrenzt, gegen Norden, zum vier Kilometer entfernten Axams, erstreckt sich ein unbesiedeltes Engtal.

Die Streusiedlung auf rund 1550 m ü. A. Höhe umfasst die etwa 25 Gebäude des Schigebiets, einschließlich des Hotel Olympia,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hotel Olympia Axams (Memento vom 1. Dezember 2012 im Internet Archive)</ref> der Lizumalm, und der nördlich erhöht liegenden Schafalm.

Talorte
Axams000Götzens
(Gemeinden)
Neu-Götzens
(Gem. Götzens)
Mutters
(Gem.)
Kemater Alm
(Gem. Grinzens)
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Telfes im Stubai (Gem.)

Bergkapelle Axamer Lizum

Datei:Kapelle in der Axamer Lizum 01.jpg
Bergkapelle

Im Mai 1962 wurde der Bauverein Bergkapelle Axams Lizum gegründet. Dieser organisierte ehrenamtlich die Errichtung einer Kapelle in der Axamer Lizum im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 1964. Das Grundstück wurde von den Grundeigentümern kostenlos zur Verfügung gestellt. Planung und Bauleitung der Kapelle übernahm Horst Parson. Der Bau erfolgte im Jahr 1963 vorwiegend mit Materialien aus der Umgebung sowie Axamer Firmen und Bauarbeitern. Die Baukosten von etwa 500.000 Österreichischen Schilling wurden durch verschiedene Spenden bzw. Zuwendungen sowie einem Darlehen abgedeckt. Am 20. Dezember 1963 weihte Alois Stöger die fertiggestellte Kapelle. Zum 25-jährigen Bestehen der Kapelle wurde eine Glocke bei der Glockengießerei Grassmayr angeschafft.<ref>40 Jahre Bergkapelle Axamer Lizum 1963-2003. Bauverein Bergkapelle Axams Lizum, 9. Januar 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 4. Juni 2017.</ref>

Skigebiet Axamer Lizum

Datei:Lizum01.jpg
Schönbodenbahn
Datei:Lizum02.jpg
Oberster Abschnitt und Bergstation der Olympiabahn
Datei:Freeriding Snowboarder in Axamer Lizum in Austria.jpeg
Ein Snowboarder beim Tiefschneefahren abseits der Piste. Im Hintergrund die Olympiabahn.
Datei:Axamer Lizum Parkplatz 1966.jpg
Parkplatz des Skigebietes im Jahr 1966, mit dem zur Olympiade 1964 gebauten Großhotel Olympia, aber noch ohne die (rechts davon gelegene) Talstation der von 1973 bis 1975 gebauten Olympiabahn.

Das Skigebiet Axamer Lizum wurde anlässlich der Olympischen Winterspiele 1964 errichtet (Olympiahotel, ehemalige Sportunterkünfte, erbaut von Erwin Klein)<ref>Die Sieger ergriffen die Flucht. Peter Brügge auf dem Olympia-Ball. Der Spiegel 7/1964, 12. Februar 1964 (online-repro, spiegel.de)</ref> und zu den Spielen 1976 ausgebaut, unter anderem mit einer Standseilbahn auf den 2340 m ü. A. hohen Hoadl (Olympiabahn). Es umfasst heute den Kamm Pleisen–Hoadl im Westen (Salfeinskamm, zum Grinzener Sendersbachtal, ohne Pistenabfahrt), wie auch die Gebiete um das Birgitzköpfl (1982 m ü. A.) und das hinterste Geroldsbachtal unterhalb der Saile (Nockspitze, 2404 m ü. A.).

Seit 1997 besteht eine Beschneiungsanlage mit einem Speicherteich „Lizum Tal“; im Jahr 2017 wurde ein neuer Teich „Dohlennest“ mit einem Volumen von 255.000 m³ errichtet.<ref>[%5B%5B:Vorlage:Wasserbuch%20Tirol%5D%5D Beschneiungsanlage Axamer Lizum.] In: Wasserbuch. Land Tirol, abgerufen am 26. Dezember 2017.</ref>

Das Skigebiet wird – in Analogie zum „goldenen“ Dachl – auch das „weiße Dachl Innsbrucks“ genannt.<ref>Olympiaskigebiet Axamer Lizum. (innsbruck.info [abgerufen am 26. Dezember 2017]): „Das „weiße Dachl“ Innsbrucks und Golden Roof Park“ <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Olympiaskigebiet Axamer Lizum (Memento vom 27. Dezember 2017 im Internet Archive)</ref> Auch der Freestylepark Golden Roofpark<ref>Golden Roofpark. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2020; abgerufen am 6. März 2020.</ref> am Schönboden hat seinen Namen davon. Die Axamer Lizum ist das größte Skigebiet in Innsbrucks näherer Umgebung. Bei guter Schneelage ist die Abfahrt bis zu den Orten Axams, Götzens oder Mutters möglich, wobei die Abfahrten nach Götzens und Mutters durch die Wiedererrichtung des Skigebietes Muttereralmbahn künstlich beschneit und somit den größten Teil der Wintersaison befahrbar sind (Anschluss über die Birgitzköpflhütte). Zurück geht es mit dem Skibus von der Talstation in Mutters oder Götzens.<ref>skiresort.de Mutters-Götzens/Mutterer Alm</ref> Die Schönbodenbahn und die Sesselbahn Hoadl II wurden zur Wintersaison 2022/23 durch eine 10er-Einseilumlaufbahn ersetzt. Die neue Hoadlbahn ist am 25. November 2022 offiziell eingeweiht worden.<ref>In der Lizum kommt die Hoadlbahn NEU. meinbezirk.at vom 7. Jänner 2022, abgerufen am 17. April 2022</ref><ref>Axamer Lizum neue Bahn abgerufen am 17. Mai 2022</ref><ref>Ab 26. November: In der Axamer Lizum laufen bald die Bahnen anders. 2. Oktober 2022, abgerufen am 25. November 2022.</ref>

Zusammenschluss mit Muttereralmbahn

Eine direkte Sesselbahn (Birgitzbahn, 4er-Hochgeschwindigkeitsbahn kuppelbar)<ref>Lifte/Bahnen Axamer Lizum, skiresort.de</ref> über das Birgitzköpfl war nach langen Verhandlungen<ref>Umweltverträglichkeitserklärung „UVE - Skiverbindung Mutterer Alm - Axamer Lizum“, seilbahn.net</ref><ref>Mutterer Alm/Lizum: Vor Einigung über Seilbahntrasse – Skiarena Mutterer Alm und Axamer Lizum nimmt Gestalt an: Von der Bergstation der Almbahn soll eine Seilbahn aufs Birgitzköpfl führen. In: Tiroler Tageszeitung, 2. Juni 2012 (online tt.com).</ref>[veraltet]Bitte nutze in Fällen, in denen die Jahreszahl bereits in der Vergangenheit liegt, {{Veraltet}} anstatt {{Zukunft}} eine Zeitlang vorgesehen, befindet sich aber (Stand Feber 2017) nicht in konkreter Planung.<ref>https://www.skiresort.de/lifte-bahnen/in-planung/europa/oesterreich/tirol/</ref>

Laut Geschäftsbericht 2017 des Tourismusverbandes Innsbruck Tourismus wurden „die Gespräche […] im August gestoppt, weil die vorgeschlagene Variante von der Axamer Lizum strikt abgelehnt wurde, nun liegt das Projekt auf Eis.“<ref>Innsbruck Touristik (Hrsg.): Geschäftsbericht Region Innsbruck 2017. November 2017, S. 39 (innsbruck.info [PDF]).</ref>

Beim Verkauf der Muttereralmbahn an das slowakische Unternehmen Tatry Mountain Resorts im Jahr 2021 wurde der Kaufspreis abhängig von einer Genehmigung für den Zusammenschluss verhandelt.<ref>Muttereralmbahn: Voller Kaufpreis nur, wenn Verbindung fix ist. In: Tiroler Tageszeitung Online. 10. Dezember 2020, abgerufen am 8. April 2021.</ref>

Im November 2025 war der Zusammenschluss über das Birgitzköpfl noch nicht realisiert; an dessen Umsetzung werde nach wie vor gearbeitet.<ref>Zusammenschluss lässt auf sich warten. In: tirol.orf.at. 21. November 2025, abgerufen am 22. November 2025.</ref>

Zusammenschluss mit Schlick 2000

In den Jahren 2009–2015 wurde ein Zusammenschluss des Skigebiets mit der Schlick 2000 heftig und kontrovers diskutiert.<ref>Österreichischer Alpenverein: Der Erschließungsdruck steigt. ots.at, 21. Dezember 2009, abgerufen am 15. März 2016.</ref> Das Projekt wurde unter dem Titel Brückenschlag ausgearbeitet.<ref>Home - brueckenschlags Webseite! In: www.brueckenschlag-tirol.com. Abgerufen am 15. März 2016.</ref> Weil der zu bauende Lift durch das Ruhegebiet Kalkkögel führte, wurde das Projekt von diversen Institutionen wie dem Österreichischen Alpenverein, den Naturfreunden stark kritisiert.<ref>Österreichischer Alpenverein: Naturschutzpolitik außer Rand und Band. In: ots.at. 5. April 2010, abgerufen am 15. März 2016.</ref><ref>Österreichischer Alpenverein: Kalkkögel: Naturschutz in Tirol auf der Verliererstraße. In: ots.at. 4. November 2010, abgerufen am 15. März 2016.</ref><ref>Österreichischer Alpenverein: Kalkkögel: Naturschutz in Tirol auf der Verliererstraße. In: ots.at. 10. Juli 2014, abgerufen am 15. März 2016.</ref><ref>Österreichischer Alpenverein: Hilferuf der Alpen - Wann ist es endlich genug? In: ots.at. 17. Oktober 2014, abgerufen am 15. März 2016.</ref>

Im Jahr 2014 formierte sich unter Rettet die Kalkkögel! eine Petition gegen den Zusammenschluss, welche von 20 Vereinen oder anderen Institutionen gestützt wurde.<ref>Schützen wir die Kalkkögel! In: www.kalkkoegel-retten.at. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. März 2016; abgerufen am 15. März 2016.</ref> Es wurden über 33.000 Unterschriften gesammelt.<ref>Tiroler Tageszeitung Online: Mehr als 33.000 Unterschriften für den Erhalt der Kalkkögel. In: Tiroler Tageszeitung Online. 26. Februar 2015, abgerufen am 9. März 2020.</ref> Zwischenzeitlich wurde eine Volksbefragung zu diesem Thema in Betracht gezogen.<ref>Tiroler Tageszeitung Online: Volksbefragung zu Kalkkögeln auf Eis gelegt. In: Tiroler Tageszeitung Online. 11. November 2014, abgerufen am 12. März 2020.</ref> Eine Studie, wonach nur größere Skigebiete im Großraum Innsbruck eine Überlebenschance haben, bekräftigte die Befürworter.<ref>Perspektiven für Lifte rund um Innsbruck - tirol.ORF.at. In: tirol.orf.at. 29. April 2014, abgerufen am 15. März 2016.</ref><ref>Tiroler Tageszeitung Online: Zusammenschluss Schlick/Lizum: Offensiv über die Kalkkögel drüber. In: Tiroler Tageszeitung Online. 30. April 2014, abgerufen am 12. März 2020.</ref> Im März 2015 gab die Tiroler Landesregierung bekannt, dass das Projekt rechtlich nicht umsetzbar ist.<ref>"Brückenschlag": Für ÖVP nicht umsetzbar - tirol.ORF.at. In: tirol.orf.at. 3. März 2015, abgerufen am 15. März 2016.</ref><ref>Tiroler Tageszeitung Online: Gutachten zu Kalkkögel: Projekt Brückenschlag nicht möglich. In: Tiroler Tageszeitung Online. 2. März 2015, abgerufen am 20. März 2020.</ref><ref>Aus für Seilbahn über Tirols Kalkkögel. In: derStandard.at. 3. März 2015, abgerufen am 15. März 2016.</ref> Die Projektwerber gaben bekannt, dass sie das Projekt nicht aufgeben.<ref>Tiroler Tageszeitung Online: Projektwerber klammern sich an Strohhalm. In: Tiroler Tageszeitung Online. 5. März 2015, abgerufen am 12. März 2020.</ref><ref>Kalkkögel: Neues Gutachten erklärt Seilbahn im Schutzgebiet für möglich. In: derStandard.at. 19. März 2015, abgerufen am 15. März 2016.</ref>

Rodelbahnen

Eine unbeleuchtete Rodelbahn führt von der Talstation der Liftbetriebe durch das Axamer Tal bis nach Axams.<ref>Axamer Lizum – Winterrodeln. In: www.winterrodeln.org. Abgerufen am 15. März 2016.</ref> Im Jahr 2008 wurde eine weitere Rodelbahn Pleisenhütte – Axamer Lizum eröffnet.<ref>Pleisenhütte Axamer Lizum – Winterrodeln. In: www.winterrodeln.org. Abgerufen am 15. März 2016.</ref>

Weblinks

Commons: Axamer Lizum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Katastralgemeinde: Axams

Ortschaften: Axamer Lizum | Axams | Bachl | Kristen

Dörfer: Axams • Kalchgruben • Knappenhof • Omes | Rotten: Bachl • Kristen • Wollbell • Zifres | Zerstreute Häuser: Axamer Lizum | Sonstige Ortslagen: Birgitzköpflhütte • Olympiahotel • Pafnitz

Almen: Schafalm

Zählsprengel: Axams-Zentrum | Axams-Umgebung | Axams-Zentrum-Umg.-Ost | Axams-Zentrum-Umg.-West

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Wettkampfstätten der Olympischen Winterspiele 1964Vorlage:Navigationsleiste Wettkampfstätten der Olympischen Winterspiele 1976Vorlage:Klappleiste/Anfang Eisenbahnen (Normalspur), in Betrieb: Unterinntalbahn | Salzburg-Tiroler-Bahn | Brennerbahn | Arlbergbahn | Außerfernbahn | Mittenwaldbahn | Umfahrung Innsbruck | nicht ausgeführt: Reschenscheideckbahn | in Bau: neue Unterinntalbahn | Brennerbasistunnel

Eisenbahnen (Schmalspur), in Betrieb: Stubaitalbahn | Straßenbahn Innsbruck | Innsbrucker Mittelgebirgsbahn (heute Teil der Straßenbahn Innsbruck) | Zillertalbahn | Wachtlbahn | eingestellt: Kufstein–Schwoich | Lokalbahn Innsbruck–Hall in Tirol

Zahnrad- und Standseilbahnen: Achenseebahn | Hungerburgbahn | Panoramabahn Kaiser Maximilian | Olympiabahn | Standseilbahn Rosshütte | Gletscherexpress | eingestellt: Alte Hungerburgbahn | Hartkaiserbahn Vorlage:Klappleiste/Ende

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