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Kaliumphosphat

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Kristallstruktur
Elementarzelle von Kaliumphosphat.
Vorlage:Farbe K+ 0 Vorlage:Farbe P5+0 Vorlage:Farbe O2−
Kristallsystem

orthorhombisch

Raumgruppe

Pnma (Nr. 62)Vorlage:Raumgruppe/62

Gitterparameter

a = 1,123772 nm, b = 0,810461 nm und c = 0,592271 nm<ref name="Kristallstruktur-LT" />

Allgemeines
Name Kaliumphosphat
Andere Namen
Verhältnisformel K3PO4
Kurzbeschreibung

weißes, zerfließliches, körniges Pulver<ref name=roempp>Eintrag zu Kaliumphosphate. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 62657
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 212,28 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name=roempp />

Dichte

2,56 g·cm−3<ref name="alfa">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>

Schmelzpunkt

1340 °C<ref name="alfa"/>

Löslichkeit

leicht in Wasser (508 g·l−1 bei 25 °C)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 318​‐​335
P: 261​‐​271​‐​280​‐​304+340+312​‐​305+351+338​‐​403+233<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Kaliumphosphat ist ein Kaliumsalz der Phosphorsäure. Es wird hauptsächlich in Waschmitteln verwendet.

Gewinnung/Darstellung

<chem>3K+ + PO4^{3-} -> K3PO4</chem>

Kaliumphosphat entsteht auch bei dem Erhitzen von Thomasschlacke mit Kohle und Kaliumsulfat.<ref name=roempp/>

Eigenschaften

Kaliumphosphat löst sich in Wasser unter alkalischer Reaktion.<ref name="roempp" /> Das Anhydrat kristallisiert in der orthorhombischen Raumgruppe Pnma (Raumgruppen-Nr. 62)Vorlage:Raumgruppe/62 mit den Gitterkonstanten a = 1,123772 nm, b = 0,810461 nm und c = 0,592271 nm mit je vier Formeleinheiten in einer Elementarzelle.<ref name="Kristallstruktur-LT">V. I. Voronin et al.: Crystal Structure of the Low-Temperature Form of K3PO4. In: Inorganic Materials. Band 42, Nr. 8, August 2006, S. 908–913, doi:10.1134/S0020168506080206.</ref> Von diesem existiert auch eine Hochtemperaturmodifikation mit kubischer Struktur mit a = 0,811 nm.<ref name="Kristallstruktur-HT">R. Hoppe, H. M. Seyfert: Zur Kenntnis wasserfreier Orthophosphate der höheren Alkalimetalle: K3PO4 Rb3PO4, Cs3PO4. In: Zeitschrift für Naturforschung B. Band 28, Nr. 7–8, August 1973, S. 507–508, doi:10.1515/znb-1973-7-828.</ref>

Herstellung

<chem>3KOH + H3PO4 -> K3PO4 + 3H2O</chem>

Es ist nicht möglich, durch Auskristallisieren aus wässriger Lösung wasserfreies Kaliumphosphat zu gewinnen, jedoch erhält man durch Einleiten von Ammoniak in die Lösung das reine Octahydrat.<ref>G. Brauer (Hrsg.): Handbook of Preparative Inorganic Chemistry 2nd edition, volume 1, Academic Press 1963, Seite 545.</ref>

Verwendung

Phosphate werden als Zusatz in Waschmitteln verwendet. Sie sind in der Lage, durch Komplexbildung mit mehrwertigen Metallionen (Mg2+ etc.) die Wasserhärte herabzusetzen. Ihr Einsatz ist heute in einigen Ländern (unter anderem in der Schweiz) verboten. Phosphate werden auch als mineralischer Dünger eingesetzt.

In der Lebensmitteltechnik findet es als Säureregulator und als Schmelzsalz Verwendung. Es ist zusammen mit dem primären (KH2PO4) und sekundären Kaliumphosphat (K2HPO4) in der EU als Lebensmittelzusatzstoff unter der gemeinsamen Nummer E 340 („Kaliumphosphate“) für bestimmte Lebensmittel mit jeweils unterschiedlichen Höchstmengenbeschränkungen zugelassen. Nach der Zusatzstoff-Zulassungsverordnung sind dies – für die meisten zugelassenen Phosphate weitgehend einheitliche – einzelne Festlegungen für eine breite Palette mit zahlreichen unterschiedlichen Lebensmittelsorten. Die zugelassenen Höchstmengen variieren von 0,5 bis hin zu 50 Gramm pro Kilogramm (in Getränkeweißer für Automaten) oder auch dem Fehlen einer festen Beschränkung (quantum satis – nach Bedarf, bei Nahrungsergänzungsmitteln und teils bei Kaugummis).

Biologische Bedeutung

Die Folge des Einsatzes in Waschmitteln ist ein größeres Nährstoffangebot in Gewässern. Daraus resultiert ein verstärktes Algenwachstum, was zum Umkippen eines Gewässers führen kann.

Einzelnachweise

<references />