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Bentierode

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Bentierode
Stadt Einbeck
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(184)&title=Bentierode 51° 51′ N, 10° 0′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(184) 51° 51′ 2″ N, 10° 0′ 7″ O
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Höhe: 168 m ü. NHN
Fläche: 4,33 km²<ref name="destatis1973" />
Einwohner: 184 (1. Okt. 2025)<ref name="Einw." />
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Eingemeindet nach: Kreiensen
Postleitzahl: 37574
Vorwahl: 05382
Lage von Bentierode in Niedersachsen
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Bentierode ist eine Ortschaft der Stadt Einbeck im südniedersächsischen Landkreis Northeim.

Geografie

Bentierode befindet sich im östlichen Teil der Stadt Einbeck an der Grenze zu Bad Gandersheim. Bentierode grenzt damit an die Gandersheimer Ortslage Drei Linden bzw. der Wüstung Rickelshausen.

Südöstlich von Bentierode befindet sich der Bentieröder Ortsteil Rimmerode mit seinem alten Rittergut.<ref>Gesine Schwarz: Die Rittersitze des alten Landes Braunschweig. 2008, S. 240.</ref> Östlich liegt der Flugplatz Bad Gandersheim. Südlich von Bentierode befindet sich Opperhausen und dazwischen liegt der zu Bentierode gehörende Oyershäuser Berg (benannt nach dem Weiler Oyershausen bei Opperhausen).<ref>Jens Kurdum: Flurnamen der Gemarkung Bentierode mit Rimmerode. Flurnamen, Forstorts-und Wegenamen als Teil der Ortsgeschichte. Einbeck 2014, S. 27.</ref> Westlich von Bentierode liegen die Einbecker Ortschaften Kreiensen und Billerbeck.

Name

Bentierode wurde urkundlich auch als Bentigherode, Bentingerode oder Bentingeroda erwähnt.<ref name="Ortsname" /> Erstmals findet sich der Name in Quellen des 14. Jahrhunderts. Er leitet sich vermutlich von „die Rodung der Leute des Benti“ ab.<ref>Bentierode war vermutlich ein gleichnamiges, mittlerweile erloschenes Adelsgeschlecht. So wurde 1309 ein Henricus de Bentigherode erwähnt (NLA HA Cal. Or. 100 Katlenburg Nr. 76). Siehe auch: UniA VEC Best. 6.4.2.5 Nr. 41.</ref><ref name=":0">Hans Adolf Schultz, Werner Flechsig, Gerhard Schridde: Kennst du die Heimat? Wissenswertes über das braunschweigische Land und seine Umgebung. In: Braunschweigische Heimat. Zeitschrift für Natur- und Heimatpflege, Landes- und Volkskunde, Geschichte, Kunst und Schrifttum Ostfalens. Band 1/2, 1965, S. 85 (tu-braunschweig.de [PDF; 22,8 MB]).</ref> Eventuell könnte sich Bentierode auch auf „Bente“ beziehen, was Binse oder Rohrkolben bedeutet.<ref>Klaus Gehmlich: Wappenbuch für den Landkreis Northeim. Clausthal-Zellerfeld 2001, S. 256.</ref>

Geschichte

Gründung und Verwaltungszugehörigkeit

Der Ort wurde im Zuge einer zweiten großen Rodungsperiode im 10. und 11. Jahrhundert im Leinetal vermutlich um 1200 gegründet.<ref name=":0" />

Der Standort des Ortes hat sich vor dem Dreißigjährigen Krieg vermutlich noch am Ort der Wüstung Rickelshausen am Kriegerweg befunden (innerhalb der heutigen Stadtgrenze von Bad Gandersheim). Zumindest ein Teil der dortigen Einwohner sind dann aufgrund der Frustration über die mehrfachen Zerstörungen marodierender Soldaten in die südlich gelegenen Sümpfe an den heutigen Standort gezogen. Bentierode ist somit aus Rickelshausen hervorgegangen.<ref>Frank Bertram, Marco Strohmeier: Die Dörfer und Flecken der Stadt Einbeck. Einbecker Geschichtsverein, Einbeck 2024, ISBN 978-3-86944-219-8, S. 43.</ref><ref>Neujahrsgrüße und Geschichte. 17. Januar 2018, abgerufen am 4. Mai 2025.</ref>

Nach einem alten Bedeverzeichnis von 1418 gehörte Bentierode damals zum Amt Gandersheim.<ref>Josef Dolle: Die Schatzverzeichnisse des Fürstentums Göttingen 1418-1527. Verlag für Regionalgeschichte, 2011, S. 778.</ref> Die Zugehörigkeit zu Gandersheim dauerte zunächst bis 1651. Zwischen 1651 und 1707 war Bentierode Teil des Amtes Westerhof im Fürstentum Calenberg, danach kam Bentierode wieder zurück nach Gandersheim.<ref>Johann Georg Heinrich Hassel: Geographisch-statistische Beschreibung der Fürstenthümer Wolfenbüttel und Blankenburg. Culemann, 1802, S. 192 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>Heinrich Daniel Andreas Sonne: Erdbeschreibung des Königreichs Hannover. B. F. Voigt, 1817, S. 31 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>Ludwig Timotheus Spittler: Ludwig Timotheus Freiherrn v. Spittler's Sämmtliche Werke. Band 8. J.G. Cotta, 1827, S. 124 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>Ludwig Timotheus von Spittler: Geschichte des Fürstenthums Hannover seit den Zeiten der Reformation bis zu Ende des siebenzehnten Jahrhunderts. Hahn, 1798, S. 163 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref name="Kleinau50f" />

Der Kommunalverband zwischen Rimmerode und Bentierode wurde 1856 aufgehoben.<ref>Gesetz- und Verordnungssammlung für die Herzoglich-Braunschweigischen Lande. 1856 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> 1924 wurde Rimmerode nach Bentierode eingemeindet.<ref>NLA WO 12 Neu 13 Nr. 4586 - Materialien zum Gesetz über... - Arcinsys Detailseite. Abgerufen am 14. Juni 2022.</ref><ref name="Kleinau50f" />

Friedenskapelle in Bentierode

Die Kapelle in Bentierode wird 1524 erstmals erwähnt, während ihre Erbauung im ausgehenden Mittelalter um 1500 vermutet wird.<ref>Kapelle (Bauwerk). Abgerufen am 12. November 2024.</ref> 1751 ist urkundlich belegt, dass am Giebel der Bentieröder Kapelle Reparaturen vorgenommen wurden.<ref>Kirchenwechsel: Von Greene nach Gandersheim. 5. September 2018, abgerufen am 28. November 2023.</ref> Als die Kapelle in Rimmerode 1861 abgerissen wurde, wurden alle wertvollen Gegenstände, beispielsweise der Altar mit dem Altarbild oder der vom Gandersheimer Goldschmied Johann Balthasar Zimmermann angefertigten Abendmahlskelche<ref>Kurt Kronenberg: Häuserchronik der Stadt Bad Gandersheim. Nr. 34. A. Lax, Hildesheim 1983, S. 181.</ref>, in die Friedenskapelle überführt.<ref>Erntedank in der Friedenskapelle. 11. Oktober 2017, abgerufen am 3. Dezember 2023.</ref><ref>Hermann Oertel: Die Abendmahlsbilder im Raume Braunschweig-Wolfenbüttel und ihre niederländischen Vorlagen. 3. Teil. In: Braunschweigische Heimat. Heft 4-, 1972, S. 114 (tu-braunschweig.de [PDF]).</ref> Die Glocke der Friedenskapelle mit einem Durchmesser von 37,5 cm wurde 1886 fertiggestellt und ersetzte die ältere.<ref>Deutsche Inschriften Online: Inschriften. Abgerufen am 3. Dezember 2023.</ref> In neuerer Zeit wird die Kapelle als „Friedenskapelle“ bezeichnet.<ref>Erntedank in der Friedenskapelle. 11. Oktober 2017, abgerufen am 3. Dezember 2023.</ref>

Kapelle in Rimmerode

Die Kapelle in Rimmerode bestand vermutlich schon länger als die in Bentierode, wurde aber seit der Reformation nicht mehr genutzt. Im Jahre 1595 wurde die Kapelle in Rimmerode wiederhergestellt.<ref>NLA WO 139 Urk Nr. 152 - Heinrich Julius, Herzog zu ... - Arcinsys Detailseite. Abgerufen am 28. November 2023.</ref>

Dorfschule

Seit der Reformation gab es in Greene für die 10 Dörfer<ref>Hierzu gehörten die Dörfer Bentierode, Bruchhof, Kreiensen, Billerbeck, Haieshausen, Orxhausen, Beulshausen, Ippensen, Olxheim und Greene selbst.</ref> des Kirchspiels Greene, zu dem auch Bentierode gehörte, eine Schule.<ref name=":3">Walter Messerschmidt: Die Schulen im Raum Kreiensen gestern und heute. Stolzenau 1975, S. 36 f., 46 f.</ref> 1649 beschloss die Dorfgemeinschaft von Kreiensen und einiger umliegender Dörfer<ref>Neben Kreiensen waren die Dorfgemeinschaften von Orxhausen, Beulshausen, Billerbeck, Bentierode, Haieshausen und Olxheim an der Entscheidung beteiligt.</ref>, eine Dorfschule zu gründen, die 1650 gebaut wurde. Die Kreienser Schule konnte auch von Kindern aus Bentierode besucht werden.<ref name=":3" /><ref>Waltraut Wittkopp: Chronik von Greene : bis zum Jahre 1982. Heimatverein Greene, 1983, S. 91.</ref> 1691 beschloss die Gemeindeversammlung, in Bentierode eine eigene Schule zu gründen. Der erste Schulmeister Zacharias aus Dankelsheim musste sich noch zusätzlich als Schneider und Kleinbauer verdingen.<ref name=":2">Friedrich Freitag: Die Schulen im Leinetal. 11. Aus Bentierodes Schulgeschichte. In: Gandersheimer Chronikblätter. Band 8. Gandersheimer Kreisblatt, Bad Gandersheim 1972, S. 62–64.</ref> Das noch heute in der Dorfmitte existierende Schulhaus wurde wohl um 1750 gebaut.<ref>Schule. Abgerufen am 12. November 2024.</ref> 1963 wurde die Dorfschule geschlossen.<ref>Hans Adolf Schultz, Werner Flechsig, Gerhard Schridde: Wissenswertes über das braunschweigische Land und seine Umgebung. In: Braunschweigische Heimat. Zeitschrift für Natur- und Heimatpflege, Landes- und Volkskunde, Geschichte, Kunst und Schrifttum Ostfalens. Nr. 1/2, 1965, S. 80 ff.</ref><ref>Friedrich Freitag: Die Schulen im Leinetal. 11. Aus Bentierodes Schulgeschichte (Fortsetzung). In: Gandersheimer Chronikblätter. Band 1. Gandersheimer Kreisblatt, Bad Gandersheim 1973, S. 6–7.</ref>

Friedhof

Die Einwohner von Bentierode wurden in der Vergangenheit wohl häufig noch in Greene auf dem Kirchhof der St.-Martins-Kirche beerdigt.<ref>Hans Ehlers. Abgerufen am 28. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Es ist jedoch urkundlich belegt, dass zumindest bereits Anfang des 18. Jahrhunderts die Einwohner wohl in Bentierode selbst beerdigt wurden.<ref>In einem Erbregister vom Amte Westerhof heisst es zu Bentierode: "Die Kirche in dem Dorffe gehöret in die Kirche zu Grene, haben hierselbst auch die Tauffe und Begräbniß, (...)", siehe die Archivalie hier. </ref> Erstmals wird ein Friedhof 1823 erwähnt. Es ist ein Beleg dafür, dass wohl am heute noch existierenden Ort ein Friedhof angelegt wurde.<ref>Anlage eines Begräbnisplatzes in der Gemeinde Bentierode. 1823, abgerufen am 22. Oktober 2024.</ref> Dieser wurde im Jahr 1851 erweitert.<ref>NLA WO 129 Neu 46 Nr. 12 - Vergrößerung des Begräbnisp... - Arcinsys Detailseite. Abgerufen am 11. Dezember 2023.</ref> Auf der Separationskarte von Bentierode aus dem Jahr 1864 ist er am heutigen Standort verzeichnet.<ref>NLA WO K 5302 - Karte von dem Dorfe und der... - Arcinsys Detailseite. Abgerufen am 11. Dezember 2023.</ref><ref>Jens Kurdum: Flurnamen der Gemarkung Bentierode mit Rimmerode Flurnamen, Forstorts- und Wegenamen als Teil der Ortsgeschichte. S. 14.</ref>

Bevölkerungsentwicklung

Die Einwohnerzahl von Bentierode stieg über die Jahrhunderte vergleichsweise langsam, machte Ende des 18. Jahrhunderts einen größeren Sprung und sank im 20. Jahrhundert wieder. Wenn keine genauen Angaben zur Einwohnerzahl vorlagen, kann von einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von etwa 5 Personen im Spätmittelalter und Frühen Neuzeit ausgegangen werden.<ref>Werner Rösener: Die bäuerliche Familie des Spätmittelalters – Familienstruktur, Haushalt und Wirtschaftsverhältnisse. 2009 (uni-heidelberg.de).</ref>

Die ältesten Urkunden, die über einzelne Einwohner Auskunft geben, sind Verzeichnisse aus dem 15. Jahrhundert.<ref>Josef Dolle: Die Schatzverzeichnisse des Fürstentums Göttingen 1418 - 1527 Teil 1. Edition. Bielefeld 2011 (In der von Dolle edierten Quelle sind für 1418 De Tegkessche, Hans Tagken, De Bödersche, Courd Schelme, Tile Hentzen, Albrecht Boden und für 1448 Hans Boden, Hans Egilof, Cord Wressing, Henning Wressing, Ludeke Portenhagen als Einwohner genannt.).</ref>

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohnerzahl, Hofanzahl oder anderer Hinweis auf Einwohnerzahl
1418 6 Haushalte<ref>Josef Dolle: Die Schatzverzeichnisse des Fürstentums Göttingen 1418-1527. Verlag für Regionalgeschichte, 2011, S. 87.</ref>, geschätzt 30 Einwohner
1448 6 Haushalte<ref>Josef Dolle: Die Schatzverzeichnisse des Fürstentums Göttingen 1418-1527. Verlag für Regionalgeschichte, 2011, S. 163.</ref>, geschätzt 30 Einwohner
1524 1 Bauhof, 2 Höfe, 4 Kothöfe<ref name="Kleinau50f" /><ref>NLA WO 19 Alt Nr. 50 - Erbregister des Gerichts Ga... - Arcinsys Detailseite. Abgerufen am 14. Juni 2022.</ref>, geschätzt 35 Einwohner
1539 7 Männer (Haushalte)<ref name="Kleinau50f" />, geschätzt 35 Einwohner
1552 7 Männer (Haushalte)<ref name="Kleinau50f" />, geschätzt 35 Einwohner
1581 3 Dienstackerhöfe, 1 freier Ackerhof, 3 Dienst-Köter<ref name="Kleinau50f" />, geschätzt 35 Einwohner
1687 9 Männer/Haushalte,<ref>NLA HA Cal. Br. 19 Nr. 1102 - Rauchsteuerbeschreibung der... - Arcinsys Detailseite. Abgerufen am 12. Juli 2022.</ref> geschätzt 45 Einwohner
1758 3 Halbspänner, 1 Drittelspänner, 1 Viertelspänner, 3 Großköter, 3 Kleinköter, 1 Brinksitzer, 2 Neuanbauer<ref name="Kleinau50f" />, 16 Hofstellen<ref>NLA WO K 3141 - Grundriß von der Feldmark B... - Arcinsys Detailseite. Abgerufen am 14. Juni 2022.</ref>, geschätzt 80 Einwohner
1774 16 Feuerstellen (Wohngebäude) und 101 Einwohner<ref name="Kleinau50f" />
1799 18 Feuerstellen und 178 Einwohner<ref>Georg Hassel: Geographisch-statistische beschreibung der fürstenthümer Wolfenbüttel und Blankenburg von G. Hassel und R. Bege ... Eulemann, März 1802, S. 195.</ref>
1863 29 Feuerstellen, 252 Einwohner<ref>August Lambrecht: Das Herzogthum Braunschweig geographisch, geschichtlich und statistisch dargestellt zum Gebrauch für Haus und Schule. Stichtenoth, 1863, S. 625.</ref>
1864 34 Hofstellen<ref>NLA WO K 5302 - Karte von dem Dorfe und der... - Arcinsys Detailseite. Abgerufen am 14. Juni 2022.</ref>
1877 241 Einwohner<ref>Karl Andree: Geographie des Welthandels. Keller, 1912, S. 754.</ref>
1900 266 Einwohner<ref>Der Kreis Gandersheim im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Mai 2022; abgerufen am 7. Februar 2026.</ref>
1925 301 Einwohner<ref name=":1">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1933 292 Einwohner<ref name=":1" />
1939 260 Einwohner<ref name="Kleinau50f" />
1956 338 Einwohner<ref name="GEM"> Gemeindeverzeichnisse. Abgerufen am 15. Juni 2022.</ref>
1970 222 Einwohner<ref name="GEM" />
2011 176 Einwohner<ref name="Einw." />

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20. und 21. Jahrhundert

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, am 1. März 1974 vollzogen, wurde die zuvor selbstständige Gemeinde Bentierode in die Gemeinde Kreiensen eingegliedert.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" /> Als Teil dieser Gemeinde wurde Bentierode am 1. Januar 2013 eine Ortschaft der neugebildeten Stadt Einbeck.<ref name="Vereinigung" />

Politik

Ortsrat

Bentierode hat einen Ortsrat, der fünf Mitglieder umfasst. Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:<ref>Ergebnis Ortsratswahl 2021. Abgerufen am 9. Juli 2022.</ref>

  • Wgem. Bentierode: fünf Sitze

Ortsbürgermeister

Der Ortsbürgermeister ist Uwe Probst (WG).<ref name="Rat" />

Religion

Kapelle und ehemaliges Schulgebäude in Bentierode
Friedenskapelle und ehemaliges Schulgebäude in Bentierode

Kirchlich gehörte Bentierode bis um 1300 zum Archidiakonat Nörten, danach zum Archidiakonat Einbeck des Erzbistums Mainz.<ref>Adolf Bertram: Geschichte des Bisthums Hildesheim. A. Lax, 1899, S. 523 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>Heinrich Böttger: Diöcesan- und Gau-Grenzen Norddeutschlands zwischen Oder, Main, jenseits des Rheins, der Nord- und Ostsee, von Ort zu Ort schreitend festgestellt: nebst einer Gau- und einer dieselbe begründenden Diöcesankarte. Buchh. des Waisenhauses, 1874, S. 277 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Von 1542 bis 1568 gehörte Bentierode kirchlich zu Gandersheim.<ref>NLA WO 19 Alt Nr. 50 - Erbregister des Gerichts Ga... - Arcinsys Detailseite. Abgerufen am 14. Juni 2022.</ref>

Nach der Einführung der Reformation gehörte Bentierode spätestens ab 1651 zum Kirchspiel Greene.<ref name="Kleinau50f">Hermann Kleinau: Geschichtliches Ortsverzeichnis von Niedersachsen. August Lax Verlagsbuchhandlung, Hildesheim 1967, S. 50 f.</ref><ref>Karl Steinacker: Stift Gandersheim. Anlage 2. Verlegung und Benennung des Stiftes. In: Paul Zimmermann (Hrsg.): Jahrbuch des Geschichtsvereins für das Herzogtum Braunschweig. Band 8. Wolfenbüttel 1909, S. 36 (google.de [abgerufen am 30. November 2023]).</ref> Kirchliche Handlungen wie Taufe und Beerdigungen wurden aber schon zumindest seit Anfang des 18. Jahrhunderts in Bentierode vorgenommen.<ref>http://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v5263102</ref> 1891 kam Bentierode zurück in die Parochie Gandersheim.<ref>Kirchenwechsel: Von Greene nach Gandersheim. 5. September 2018, abgerufen am 28. November 2023.</ref>

Kultur

Für Bentierode und die nähere Umgebung sind Sagen und Legenden überliefert. Hierzu gehört beispielsweise die Legende vom Sleppetewe, einem riesigen schwarzen Hund, der in den Wäldern von Bentierode sein Unwesen trieb und in der Sage als Spukgestalt (Höllenhund) auftritt.<ref>Th Voges, Theodor Voges: Sagen aus dem Lande Braunschweig. Goeritz, 1895, S. 140 (google.de [abgerufen am 4. Mai 2025]).</ref> Ein anderes Beispiel ist die Sage von der weißen Jungfrau.<ref>Georg Schambach: Niedersächsische Sagen und Märchen: aus dem Munde dem Volkes gesammelt. Vandenhoeck und Ruprecht, 1855, S. 247 (google.de [abgerufen am 4. Mai 2025]).</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Über die Kreisstraße 627 ist das Dorf an die Bundesstraße 445 angeschlossen.

Im Westen des Ortes verläuft der Hopfenbergtunnel, der die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg der Bahn durch den Hopfenberg führt.

Bentierode hat seit 1860 eine freiwillige Feuerwehr<ref>Chronik. Abgerufen am 28. November 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und ist seit 1884 an das öffentliche Wassernetz angeschlossen.<ref>R. Blasius, H. Beckurts: Über die Centrale Wasserversorgung der Gemeinden des Herzogthums Braunschweig. In: Fest-Schrift der Herzoglichen Technischen Hochschule Carolo-Wilhelmina. Vieweg+Teubner Verlag, Wiesbaden 1897, ISBN 3-663-06311-9, S. 397–449, doi:10.1007/978-3-663-07224-9_13.</ref>

Persönlichkeiten

Bekannte Personen, die entweder in Bentierode geboren oder gestorben sind bzw. längere Zeit in Bentierode gelebt haben:

  • Gustav Koch (1895–1975), Politiker
  • Klaus Meyer (1937–2014), Fußballspieler
  • Ernst-August Steinhoff (1917–1998), Tenor
  • Heinrich Steinhoff (1871–1939), Mitglied des Braunschweigischen Landtages und Lokalpolitiker<ref>Beatrix Herlemann: Biographisches Lexikon niedersächsischer Parlamentarier. 1919 – 1945. Hannover 2004, S. 349.</ref>

Weblinks

Literatur

  • Frank Bertram, Marco Strohmeier: Die Dörfer und Flecken der Stadt Einbeck. Hrsg.: Einbecker Geschichtsverein e.V. 2. Auflage. Mecke Druck und Verlag, Duderstadt 2025, ISBN 978-3-86944-219-8, S. 43 ff.

Einzelnachweise

<references> <ref name="destatis1973">

Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 56, Landkreis Gandersheim (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 18. Juni 2021]).

</ref> <ref name="Einw."> Zahlen, Daten, Fakten. (PDF; 2,5 MB) In: Webseite Stadt Einbeck. 28. Februar 2021, S. 2, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juni 2021; abgerufen am 18. Juni 2021.

</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"> </ref> <ref name="Ortsname">

Jürgen Udolph (Hrsg.): Niedersächsisches Ortsnamenbuch. Teil V. Die Ortsnamen des Landkreises Northeim. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2005, ISBN 3-89534-607-1, S. 50 ff.

</ref> <ref name="Rat"> Ortsrat Bentierode. (PDF; 32 kB) In: Webseite Stadt Einbeck. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juni 2021; abgerufen am 18. Juni 2021. </ref> <ref name="Vereinigung">

Gesetz über die Vereinigung der Gemeinde Kreiensen und der Stadt Einbeck, Landkreis Northeim. In: Niedersächsische Staatskanzlei (Hrsg.): Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.). Nr. 16/2012. Hannover 18. Juli 2012, S. 268, S. 18 (Digitalisat [PDF; 290 kB; abgerufen am 18. Juni 2021]).

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