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Heinz Bennent

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Vorlage:Externes Bild Heinz Bennent, eigentlich Heinrich August Bennent (* 18. Juli 1921 in Stolberg-Atsch,<ref name="Munzinger">Heinz Bennent Internationales Biographisches Archiv 06/2012 vom 7. Februar 2012 (re)., im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> Deutschland; † 12. Oktober 2011 in Lausanne, Schweiz) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schauspieler der Nachkriegszeit.

Die Fachwelt schätzte ihn als einen der letzten großen, international tätigen Charakterdarsteller des Theaters.<ref>Annette Bosetti: Heinz Bennent ist tot – stiller Star auf großen Bühnen. In: Rheinische Post, 13. Oktober 2011.</ref><ref name="Stadelmaier_1">Gerhard Stadelmaier: Ein Eremit und Anarch im Theaterland: Der Schauspieler, der allein am stärksten scheint. In: FAZ, 17. Juli 2011.</ref> In der vielschichtigen Darstellung von Einzelgängern, Außenseitern und Narren entfaltete er seine größte Meisterschaft auf der Bühne.<ref name="Becker">Peter von Becker: Komik im Schatten der Trauer. Diogenes ohne Tonne: Dem Schauspieler Heinz Bennent zum 90. Geburtstag. In: Der Tagesspiegel, 17. Juli 2011.</ref> Außer im Theater trat Bennent in 110 Filmen auf.<ref>Vorlage:IMDb/1</ref> Am bekanntesten wurde er durch seine Rolle als jüdischer Theaterdirektor in François Truffauts Spielfilm Die letzte Metro, der im besetzten Paris vom Keller aus das Geschehen auf der Bühne leitet.

Leben

Heinz Bennent wurde als sechstes Kind eines Buchhalters geboren.<ref name="Munzinger" /> Er besuchte das Gymnasium bis zur Obersekunda und wurde wegen „mangelnden Gehorsams“ aus der Hitlerjugend ausgeschlossen.<ref>Huber, Hermann J.: Bennent, Heinz. In: Langen Müller's Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland, Österreich, Schweiz. Langen Müller, München 1986, ISBN 3-7844-2058-3, (abgerufen via World Biographical Information System).</ref> Bennent selbst bezeichnete sich später einmal als „äußerst allergisch gegen Autorität“.<ref name="Spiegel">Urs Jenny: Täglich eine Stunde Hölderlin. In: Der Spiegel. Nr. 38, 2000, S. 248–252 (online18. September 2000, Interview).</ref>

Bereits als Kind begeisterte sich Bennent nach eigenen Angaben für den Schauspielerberuf, absolvierte aber auf Anraten seiner Eltern<ref name="Spiegel" /> von 1938 bis 1939 eine Schlosserlehre, die er nicht beendete. Aus „Naivität“, wie er später sagte, meldete er sich freiwillig zum Wehrdienst und wurde wegen seiner Schlosserlehre zum Bodenpersonal der Luftwaffe eingezogen.<ref name="Munzinger" /> Er diente auf einem Fliegerhorst an der Ostsee und spielte dort in der Freizeit mit Kameraden Theater.<ref name="Spiegel" />

Theater

Noch vor Kriegsende legte Bennent eine Eignungsprüfung zum Schauspieler ab. Die eigentliche Schauspielausbildung erhielt Bennent nach dem Krieg von 1945 bis 1946 in Göttingen bei Felix Emmel und Karl Meixner. Sein erstes Engagement hatte er 1947<ref name="SZ">NN: Grübler und Sonderling. Zum Tod des großen Schauspielers Heinz Bennent. In: Süddeutsche Zeitung, 13. Oktober 2011, S. 11, Artikelanfang.</ref> am Badischen Staatstheater Karlsruhe als Don Karlos. Danach ging er ans Schauspielhaus Bochum, das Stadttheater Basel, das Theater Bonn, ans Niedersächsischen Staatstheater Hannover und das Hamburger Thalia-Theater (1961–1963)<ref name="Munzinger" />, um nur einige Stationen zu nennen. In der deutschen Theaterlandschaft nahm Bennent eine solitäre Stellung ein. Nach seinen Anfängen gehörte er keinem Theaterensemble mehr an. Seine Schauspielkunst galt als so einzigartig, dass er in der Lage war, damit regelmäßig die Bühne zu dominieren. Der Theaterkritiker Gerhard Stadelmaier umschrieb dies als seine Fähigkeit, vom Wesentlichen zum Oberflächlichen aufsteigen zu können, das ungeschönte Innere schließlich mit Eleganz und Witz zu bedecken.<ref name="Stadelmaier_2">Gerhard Stadelmaier: Tiefe ist gar nicht nötig. In: FAZ, 12. Oktober 2011.</ref>

Neben Theaterarbeiten in Frankreich und der Schweiz war er häufig an den Münchner Kammerspielen zu sehen. Seine virtuose Persiflage gleich mehrerer Charakterdarsteller wie Will Quadflieg, Fritz Kortner, Gustaf Gründgens und Bernhard Minetti im Stück Besucher von Botho Strauß unter der Regie von Dieter Dorn begeisterte 1988 Besucher und Kritiker:<ref name="Stadelmaier_2" /> „Er parodierte Kollegen von Quadflieg bis Kortner mit so viel Bosheit und Ehrfurcht, mit so viel Witz, Verve und Tücke, daß Chargieren und Schmieren zur höchsten Kunst wurde. Der Held als Clown. Selten hat jemand so sparsam übertrieben und zugleich so schamlos untertrieben. Gesten eilten ihren Worten davon, machten sich selbständig.“<ref>Hellmuth Karasek: Gibt es ein Leben nach dem Theater? In: Der Spiegel. Nr. 41, 1988, S. 278–280 (online10. Oktober 1988).</ref> Seinen letzten Bühnenauftritt hatte er mit einer eigenen Zusammenstellung zweier früher Tschechow-Texte zu dem Solostück Ich bin der Mann meiner Frau.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ich bin der Mann meiner Frau. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 8. Februar 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.renaissance-theater.de In: Renaissance-Theater (Berlin), 2001.</ref>

Die Theaterarbeit schätzte er wesentlich mehr als Dreharbeiten: „Im Film muss man sein. Man selbst sein. Film kann jeder.“<ref>Kerstin Decker: Kein fester Halt in diesem Land. Er ist nicht von dieser Welt. Heinz Bennent hat kein Auto, keinen Fernseher, kein Faxgerät, keinen Internet-Anschluss. Aber er spielt wie nur wenige auf dieser Welt. In: Der Tagesspiegel, Die Dritte Seite, 21. September 2000, Reportage, (1.886 Wörter), Artikelanfang.</ref> Hingegen: „Auf der Bühne habe ich alles in der Hand. Dort bestimme ich den Rhythmus.“<ref>Bennent zitiert von Hilmar Bahr: «Ich feiere meinen Geburtstag nicht». In: dpa / Mitteldeutsche Zeitung vom 17. Juli 2006, abgerufen am 1. Juli 2021.</ref> Den Rhythmus seiner Texte übte er öffentlich im Gehen ein,<ref name="Spiegel" /> vor der Kamera und auf der Bühne variierte und improvisierte er dann jedes Mal aufs Neue seine Gestik und Aussprache,<ref name="Tilmann" /> die er immer sehr präzise artikulierte.<ref name="Deutschlandradio">Hartmut Krug: Lieber Narr als König Lear. Schauspieler Heinz Bennent wird 90. In: Deutschlandradio, 18. Juli 2011.</ref> Bennent vermittelte auf der Bühne immer einen reflektierten, sachlichen<ref name="Deutschlandradio" /> und hochkonzentrierten Eindruck jenseits aller Theatralik.<ref name="Stadelmaier_1" /> Gleichwohl gab sich Bennent nie ganz zufrieden mit seiner Arbeit, unablässig suchte er nach einem besseren, stimmigeren Ausdruck. Seine Wahrheitssuche umschrieb er einmal damit, dass er kein „Talent zur Selbstzufriedenheit“ habe.<ref name="Spiegel" /> Die Regisseurin Ute Wieland erlebte diese Suche positiv, für sie war er als „Schauspieler wie ein neugieriges Kind, mit Spielfreude und Neugier auf meine Vision.“<ref name="Wieland">Ute Wieland: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Abschied von Heinz Bennent. Nachruf auf ein Urgestein. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutsche-filmakademie.de Bei: Deutsche Filmakademie, 13. Oktober 2011.</ref>

Filme

Parallel zu seiner Theaterarbeit trat Bennent ab 1954 regelmäßig im deutschen Fernsehen auf. Er beschränkte sich zunächst auf Theater- und Literaturverfilmungen,<ref name="Deutschlandradio" /> später folgten auch Fernsehserien. In der ersten Staffel der ZDF-Serie Der Anwalt (1976) spielte er die Titelrolle.

1977 war er unter der Regie von Ingmar Bergman in Das Schlangenei zu sehen, mit dem ihm auch die Theaterarbeit an Per Olov Enquists Aus dem Leben der Regenwürmer verband. Bergman ermutigte ihn, seine Gestik noch mehr auszuarbeiten.<ref name="Tilmann">Christina Tilmann: Ich bin ein Naturbursche. Der Schauspieler Heinz Bennent über Andersen, Schiller und Tschechow. In: Tagesspiegel, 15. April 2005, Interview.</ref> Erst durch Bergman sei es ihm gelungen, sich als Schauspieler anzunehmen und zu lieben, sagte Bennent.<ref>Bennent in: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bennent mal vier – Diane, Heinz, Anne und David Bennent. Porträt einer Künstlerfamilie. (Memento vom 25. März 2013 im Internet Archive). Dokumentarfilm von Georg Stefan Troller, 1998.</ref>

Nach einer Nebenrolle in Costa-GavrasDie Liebe einer Frau (1979) mit Romy Schneider und Yves Montand erhielt er durch seine Sprachkenntnisse auch Angebote im französischen Film. Eine César-Nominierung brachte ihm François Truffauts Die letzte Metro (1980) ein, in dem er neben Catherine Deneuve und Gérard Depardieu einen jüdischen Theaterleiter spielt, der sich im Paris des Zweiten Weltkriegs vor den Nazis versteckt halten muss. Weitere Rollen unter Andrzej Żuławski (Possession, 1981), Claude Goretta (Der Tod des Mario Ricci, 1983) und Régis Wargnier (Eine französische Frau, 1995) folgten, wodurch er in Frankreich mitunter populärer war als in Deutschland.<ref name="Munzinger" />

Den Bundesfilmpreis gewann Bennent 1989 für Ute Wielands Im Jahr der Schildkröte, in dem er als ein 60-jähriger verwitweter arbeitsloser Buchhalter eine quirlige Studentin kennenlernt.<ref name="Wieland" /> In seiner letzten Filmrolle war er 2004 als Sigmund Freud zu sehen, der seine Freundin und spätere Psychoanalytikerin Marie Bonaparte (Catherine Deneuve) analysiert.

Künstlerfamilie Bennent

Im Jahr 1963<ref name="Munzinger" /> heiratete Heinz Bennent die Schweizer<ref>bor/dpa/dapd: Heinz Bennent ist tot. Trauer um einen bescheidenen Bühnengiganten. In: Spiegel online, 12. Oktober 2011: „… Tänzerin Paulette Renou (Künstlername: Diane Mansart) abwechselnd in ihrer Heimatstadt Lausanne …“</ref> Tänzerin Paulette Renou (Künstlername Diane Mansart; 1928–2010),<ref>schauspieler 61. Abgerufen am 16. Februar 2023.</ref> die an der Pariser Oper auftrat.<ref>Sven Siedenberg: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ein Porträt des Schauspielers David Bennent. Little Davids große Reise. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 8. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.berliner-zeitung.de In: Berliner Zeitung, 14. September 1995.</ref> Seine Frau zog sich nach der Geburt der gemeinsamen Kinder, Anne (* 1963) und David (* 1966), aus dem Berufsleben zurück und kümmerte sich vorrangig um die Familie. Die Bennents lebten gern abgeschieden und spartanisch<ref>Katalin Fischer: Ein ewig Reisender, der aus den Koffern lebte. In: Die Welt, 12. Oktober 2011.</ref> – in einer Fischerhütte auf Mykonos, einem Bauernhof eines in 2000 Meter Höhe gelegenen Schweizer Bergdorfs sowie in der Stadtwohnung von Diane Bennents Mutter in Lausanne.<ref>Wolfgang Höbel: Becketts Idiot. In: Der Spiegel. Nr. 24, 1995, S. 228–230 (online12. Juni 1995).</ref>

Bennents Tochter und Sohn traten ebenfalls frühzeitig als Schauspieler in Erscheinung. Häufig standen sie gemeinsam auf der Bühne oder traten zusammen in Filmen auf. In Geißendörfers Drama Die Eltern (1973) agierte die gesamte Familie und spielte das Gegenbild zu einer heilen Familie.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Eltern (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/gff-film.de bei geissendörfer film- und fernsehproduktion (gff)</ref> Der bekannteste gemeinsame Auftritt war in Volker Schlöndorffs Verfilmung des Bestsellers Die Blechtrommel von Günter Grass. Heinz Bennent stellte einen Gemüsehändler dar, Sohn David hatte die Hauptrolle des kleinwüchsigen Trommlers Oskar Matzerath. Anne Bennent trat von 1989 an auch als Chanson-Sängerin auf.<ref>Chanson. Pour Maman. In: Konau 25, Frohe Zukunft e. V., 24. April 2010.</ref><ref>Anne Bennent „Pour Maman“. In: Berliner Zeitung, 7. März 2001.</ref>

Eine herausragende Theaterproduktion der Familie war Samuel Becketts Endspiel, mit dem Heinz und David Bennent ab 1995 auf Tournee in ganz Europa zu sehen waren. Heinz Bennent bezeichnete dieses Drama als „das Stück meines Lebens.“<ref name="Tilmann" /> Von 1997 bis 2010 war er gemeinsam mit David auf einer weiteren Tournee unterwegs: Nachdem dieser Heiner Müllers Bildbeschreibung auswendig vorgetragen hatte, rezitierte Heinz Bennent Hölderlins Briefroman Hyperion.<ref name="Deutschlandradio" /> Seine Begeisterung für Hölderlin äußerte er oft: „An Hölderlin kann man ein Leben lang arbeiten, bis man das Wesentliche trifft. Für mich sind große Texte und große Autoren eine Beglückung.“<ref name="Merkur">Gisela Stein in: Heinz Bennent: Der erfolgreiche Außenseiter. In: Münchner Merkur, 12. Oktober 2011.</ref> Und: „Für mich gibt es keinen Tag ohne Hölderlin. […] Er ist und bleibt mein Brevier, mein tägliches Brot.“<ref name="Spiegel" />

Bennent zog Anfang der 1970er Jahre in die Schweiz, wo er zwischen seinen Engagements und Tourneen bis zu seinem Tode lebte. Die Sommermonate verbrachte die Familie auf Mykonos, da ihnen die Einwohner dort zu Bennents Hochzeit 1963 ein Haus gebaut und geschenkt hatten.<ref>Horst Schwartz: Der Mann seiner Frau …, 13. Oktober 2011.</ref> Bennent lebte zuletzt in Pully, Schweiz. Er starb am 12. Oktober 2011 im Kreise seiner Familie in Lausanne. Beinahe ein Jahr zuvor war seine Ehefrau Diane am 10. Dezember 2010 im Alter von 82 Jahren gestorben.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Anne Bennent – „Pour maman“ (Memento vom 15. April 2015 im Internet Archive), Chansonabend mit Anne Bennent und Joachim Kuntzsch, 2011. In: Kloster Und.</ref> Beide wurden auf dem Gemeindefriedhof Chandolin in Anniviers bestattet.<ref>schauspieler 61. Abgerufen am 16. Februar 2023.</ref><ref>Heinz Bennent ist tot - Er ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Abgerufen am 16. Februar 2023.</ref>

Rezeption

„Er hörte früh auf, irgendwo fest dazuzugehören. Er ist unter den deutschen Schauspielern der größte Freie. Ein Andersspieler, der keinem Haus, vielmehr einer Haltung angehört. Große Schauspieler zeigen ja gewöhnlich gerne, was an Tiefe in ihnen steckt: Sie steigen sozusagen von der Oberfläche hinunter und graben stolz ihre Abgründe aus. Heinz Bennent ging den umgekehrten Weg. Scheint immer zuerst ganz Tiefe, Seele, Schmerz, Abgrund, ein nicht ungefährliches Bündel an Anarchie. Dann aber zieht er die Oberfläche über sich wie ein wundervolles Cape, kommt zu sich, kriegt sich in die Gewalt. Er spielt von unten nach oben. Seine Figuren: Wölfe, auf deren Schafspelz allein Verlass ist. Er ist immer ganz geheuer oben. Seine Außenseiter, Sonderlinge, Randexistenzen, Schillers Prinzen, Shakespeares Narren, Schnitzlers Maler, Becketts Clowns haben auf wehtuende Weise Contenance.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Gerhard Stadelmaier, 2011<ref name="Stadelmaier_1" />

„Bennent spielte vor allem ein inneres Drama. Seine bezaubernden Anflüge von ironischer Melancholie glichen stillen Explosionen. Man könnte Heinz Bennent mit Fug als Star bezeichnen – und tut ihm doch nicht recht. Denn dieser in der persönlichen Begegnung höchst bescheidene Mann, den zugleich eine Aura des Künstlers und Antibourgeois umweht, ist keiner für die Oberfläche. Bei ihm kommt auch der Glamour von innen, aus einem eigensinnigen Charakter, in dem es brennt ohne Rauch. Man spürt nur seine Intensität. Wie seine Komik, die im Schatten der Trauer leuchtet.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Peter von Becker, 2011<ref name="Becker" />

„Seine größten Erfolge hatte Bennent, der im Kino auf melancholische Sonderlinge abonniert war, allerdings auf der Bühne. Auch wenn er immer wieder Ausflüge auf die Leinwand unternommen hat – bei Schlöndorff als Chef und Anwalt in Die verlorene Ehre der Katharina Blum, oder als Gemüsehändler Greff in Die Blechtrommel, jenem Film, der seinen Sohn David berühmt machte. […] Bennent galt auch jenseits seiner Rollen als Grübler, als schwieriger Asket. Bevor er in den siebziger Jahren seinen Durchbruch hatte, bei dem das Kino und das Fernsehen letztlich doch eine Rolle spielten, war er dreißig Jahre lang von Bühne zu Bühne gezogen.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />N.N., 2011<ref name="SZ" />

„Seine präsente Bühnen-Erotik ist faszinierend. […] Seine für mich kreativen Störungen und seine absolute Rücksichtslosigkeit, allem und jedem gegenüber, machen ihn als Mitspieler zum Ärgernis. Für mich zum positiven Ärgernis. Er setzt einfach voraus, dass man ihm folgt, wenn er auf seiner Klaviatur grenzenlos spielt. Ich war immer erstaunt, wohin mich die Reise gebracht hat.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Gisela Stein, 2001<ref name="Merkur" />

Filmografie (Auswahl)

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Theaterarbeiten (Auswahl)

Tonträger

Hörspiele

Auszeichnungen (Auswahl)

Dokumentarfilme

  • Bennent mal vier – Diane, Heinz, Anne und David Bennent. Porträt einer Künstlerfamilie. Dokumentarfilm, Deutschland, 1998, 45 Min., Buch und Regie: Georg Stefan Troller, Produktion: Kick Film in Koproduktion mit WDR und NDR, Erstsendung: 6. Dezember 1998 auf Nord 3, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Inhaltsangabe von Kick Film, (Memento vom 25. März 2013 im Internet Archive).
  • Abgeschminkt: Heinz Bennent. Fernseh-Portrait, Deutschland, 2002, 15 Min., Buch und Regie: Johanna Schickentanz, Produktion: ZDF, Reihe: abgeschminkt, Folge 10, Erstsendung: 2. Mai 2002 beim ZDFtheaterkanal, Filmdaten.

Theaterdokumentation

Literatur

Weblinks

Nachrufe

Einzelnachweise

<references />

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