Osterflierich
Osterflierich Stadt Hamm
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Osterflierich 51° 36′ N, 7° 50′ O
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| Eingemeindung: | 1. Januar 1968 | |||||
| Eingemeindet nach: | Rhynern | |||||
| Postleitzahl: | 59069 | |||||
| Vorwahlen: | 02383, 02385 | |||||
Osterflierich ist ein bis heute ländlich geprägter Ortsteil der westfälischen Stadt Hamm.
Geographie
Lage
Osterflierich liegt im Süden der Stadt Hamm.
Gliederung
Zu Osterflierich gehören die Siedlungen Kump (im Südosten), Pedinghausen (im Südwesten), Drechen (zentral), Bänkerheide (im Nordwesten) und Opsen (im Nordosten). Einen Siedlungsschwerpunkt mit dem Namen Osterflierich gibt es nicht.
Nachbargemeinden
Osterflierich grenzte im Jahr 1967 im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Gemeinden Freiske, Rhynern und Allen (alle heute zu Hamm), Hilbeck (zu Werl), Hemmerde (zu Unna) sowie Flierich und Osterbönen (beide zu Bönen).
Geschichte
Osterflierich wurde erstmals urkundlich von 1313 bis 1338 als Ostervlerike erwähnt.<ref>Willy Timm: Die Ortschaften der Grafschaft Mark in ihren urkundlichen Früherwähnungen und politischen Zuordnung bis zu Gegenwart, Unna 1991, S. 95.</ref>
Osterflierich gehörte im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit in eigener Bauerschaft (Oisterbuyrschap) im Kirchspiel Flierich und Amt Hamm zur Grafschaft Mark. Laut dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 hatten die 23 Steuerpflichtigen in der Bauerschaft zwischen 1 oirt und 6 Goldgulden an Abgabe zu leisten.<ref>Aloys Meister: Die Grafschaft Mark. Festschrift zum Gedächtnis der 300-jährigen Vereinigung mit Brandenburg-Preußen. 2. Band, Dortmund 1909, S. 41 – Auszug aus dem Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 (Bauerschaft Osterflierich).</ref> Im Jahr 1705 waren in der vergrößerten Bauerschaft Osterflirich 44 Steuerpflichtige mit Abgaben an die Rentei Hamm im Kataster verzeichnet. Größte Steuerzahler waren Schultz zu Drechen und Schulte zum Kumpe.<ref>Westfälisches Schatzungs- und Steuerregister, Band 6, Münster 1980. Darin: Kataster der Kontribuablen Güter in der Grafschaft Mark 1705, bearb. von Willy Timm, S. 19–21.</ref>
Im 19. Jahrhundert gehörte Osterflierich bei der Errichtung der Ämter in der preußischen Provinz Westfalen zum Amt Rhynern im Kreis Hamm. Im Jahr 1885 gab es in der Landgemeinde Osterflierich auf 967 ha Fläche, davon 750 ha Ackerland, 18 ha Wiesen, 85 ha Holzungen, 4 Wohnplätze, 114 Wohnhäuser mit 117 Haushaltungen und 664 Einwohner.<ref>Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen, Berlin 1887, S. 76/77, Online-Ausgabe.[1]</ref> Anlässlich der Auskreisung der Stadt Hamm am 1. April 1901 wurde aus dem Kreis der Landkreis Hamm. Nach einer Gebietserweiterung im Jahr 1929 wurde dieser im Oktober 1930 in Kreis Unna umbenannt.<ref></ref>
Am 1. Januar 1968 wurden die Gemeinden Allen, Freiske, Hilbeck, Osterflierich, Osttünnen, Rhynern, Süddinker und Wambeln zur neuen Gemeinde Rhynern zusammengeschlossen.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 64.</ref> Diese blieb jedoch nur bis zum 31. Dezember 1974 bestehen, am folgenden Tag wurde sie aufgeteilt: Osterflierich wechselte mit dem Hauptteil dieser Gemeinde (6187 Einwohner, die auf 44,79 km² wohnten) in die kreisfreie Stadt Hamm. Der Ortsteil Hilbeck (9,96 km² mit 856 Einwohnern) wurde nach Werl im Kreis Soest umgegliedert.<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 125, 149.</ref>
Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1849<ref></ref> | 671 |
| 1910<ref>Landkreis Hamm. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. April 2023; abgerufen am 14. Februar 2026.</ref> | 707 |
| 1931<ref>Handbuch der Ämter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen, Preußischer Landgemeindetag West, Berlin 1931.</ref> | 734 |
| 1956<ref>Otto Lucas: Kreis-Atlas Unna. Unna/Münster 1957.</ref> | 904 |
| 1961<ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 235.</ref> | 741 |
Verkehr
Straßen
Die Landesstraße L 663 verbindet Osterflierich im Westen mit Flierich, Heeren-Werve und Kamen, im Osten mit der Bundesstraße B 63.
Die Kreisstraße K 3 führt zur Hammer Innenstadt. Die Kreisstraße K 43 verbindet Osterflierich im Westen mit der Landesstraße L 667, die nach Bönen führt, und im Osten mit der Bundesstraße B 63 bei Rhynern.
Öffentlicher Personennahverkehr
Osterflierich wird von der Regionallinie R 41 der Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe bedient (Haltestellen Opsen, Zehntgarbenweg und Kump). Sie verbindet den Ort auf der Bundesstraße B 63 mit Hamm und Werl.
Einzelnachweise
<references />
Hamm-Bockum-Hövel (mit Bockum, Hövel und dem westlichen Teil von Hamm-Norden)
Hamm-Heessen (mit Heessen und dem östlichen Teil von Hamm-Norden)
Hamm-Herringen (mit Herringen und Sandbochum)
Hamm-Mitte
Hamm-Pelkum (mit Lerche, Pelkum, Weetfeld und Wiescherhöfen)
Hamm-Rhynern (mit Allen, Berge, Freiske, Osterflierich, Osttünnen, Rhynern, Süddinker, Wambeln und Westtünnen)
Hamm-Uentrop (mit Braam-Ostwennemar, Frielinghausen, Haaren, Mark, Norddinker, Schmehausen, Uentrop, Vöckinghausen und Werries)