Frank Mantek
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| Persönliche Informationen | ||||||||||||||||||||||||||||
| Name: | Frank Mantek | |||||||||||||||||||||||||||
| Nationalität: | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland | |||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsdatum: | 20. Januar 1959 | |||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort: | Jena | |||||||||||||||||||||||||||
| Größe: | 174 cm<ref>Frank Mantek in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch; archiviert vom Original)Vorlage:Abrufdatum</ref> | |||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||
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Medaillen
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Frank Mantek (* 20. Januar 1959 in Jena) ist ein ehemaliger Gewichtheber und war von 1990 bis Ende 2012 Bundestrainer sowie Sportdirektor des Bundesverbandes Deutscher Gewichtheber; von 2013 bis zu seiner Pensionierung Ende 2025 Sportdirektor.
Sportlicher Werdegang
Manteks erster internationaler Wettkampf waren im Alter von 21 Jahren die Olympischen Spiele 1980 in Moskau, die, wie damals üblich, gleichzeitig die Weltmeisterschaften für dieses Jahr darstellten. Hier konnte er mit einer Leistung von 370,0 kg (165,0/205,0 kg) im Zweikampf im Mittelschwergewicht bis 90 kg die olympische Bronzemedaille gewinnen. Nachdem David Rigert nach drei ungültigen Reißversuchen mit 170,0 kg aus dem Wettkampf ausschied und Rolf Milser wegen des Boykotts der Weststaaten nicht teilnehmen konnte, waren schon zwei der eigentlichen Titelfavoriten in dieser Gewichtsklasse ausgeschaltet.
Bei den Weltmeisterschaften 1981 in Lille gelang Mantek nach 165,0 kg im Reißen kein gültiger Versuch im Stoßen, so dass er unplatziert blieb. 1982 in Ljubljana gewann er mit 377,5 kg (170,0/207,5 kg) im Zweikampf die Bronzemedaille. Sieger wurde Blagoj Blagojew mit 415,0 kg vor Jurik Wardanjan mit 395,0 kg.
Seinen letzten internationalen Wettkampf bestritt Mantek 1983 bei der Weltmeisterschaft in Moskau, den er jedoch erneut unplatziert beenden musste. Im Alter von 25 Jahren beendete Mantek seine Karriere aufgrund von Schulterverletzungen.<ref>Steiner-Trainer Mantek: Doping-Beichte. Abgerufen am 13. April 2014.</ref> Zudem überstand er mit 36 Jahren einen schweren Herzinfarkt.<ref>Evi Simeoni: "Ich bin vor Glück fast erstickt". In: www.faz.net. FAZ, 31. Dezember 2025, abgerufen am 27. Februar 2026.</ref>
Karriere als Trainer
Mantek war von 1990 bis Dezember 2012 Sportdirektor und Bundestrainer der Männer des Bundesverband Deutscher Gewichtheber. Unter anderem führte er Matthias Steiner 2008 zu olympischem Gold im Superschwergewicht.<ref name=":0">Gewichtheben: Steiner-Coach Mantek hört als Bundestrainer auf. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 7. November 2012, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 24. August 2016]).</ref> Seit 2012 war er auf eigenen Wunsch bis zu seiner Pensionierung Ende Dezember 2025 nur noch als Sportdirektor für den Verband tätig; sein Nachfolger im Traineramt wurde Oliver Caruso.<ref name=":0" /><ref>Caruso bis Ende 2016 Gewichtheber-Bundestrainer - STIMME.de. In: Heilbronner Stimme. 21. Dezember 2012, abgerufen am 24. August 2016.</ref>
Bei den sechs Olympischen Spielen unter ihm als Cheftrainer, von 1992 in Barcelona bis 2012 in London, gewannen seine Athleten neun Medaillen, darunter zweimal Gold.<ref>Evi Simeoni: "Ich bin vor Glück fast erstickt". In: www.faz.net. FAZ, 31. Dezember 2025, abgerufen am 27. Februar 2026.</ref>
Der erste Erfolg für Frank Mantek war der Olympiasieg von Ronny Weller 1992 in Barcelona im Zweiten Schwergewicht.<ref>Ein Weltrekord reicht nicht zum Olympiasieg: Ronny Weller verliert den Kampf der Giganten. In: www.berliner-zeitung.de. Berliner Zeitung, 1. August 1996, abgerufen am 27. Februar 2026.</ref> Manteks größter Erfolg war der erstmalige Gewinn der Goldmedaille durch einen deutschen Gewichtheber im Superschwergewicht. 2008 in Peking siegte der aus Österreich eingebürgerte Matthias Steiner und machte sich damit zum „stärksten Mann der Welt“.<ref>ulz/sid/dpa: Peking 2008: Steiner gewinnt Gold im Gewichtheben. In: www.spiegel.de. Der Spiegel, 19. August 2008, abgerufen am 27. Februar 2026.</ref> Mantek hatte den gelernten Installateur entdeckt.
Zweimal Silber gewann Marc Huster, in Atlanta 1996 und in Sydney 2000. Bronze unter Frank Mantek gewannen Andreas Behm und Manfred Nerlinger 1992 in Barcelona, dazu der spätere Bundestrainer Oliver Caruso in Atlanta 1996.<ref>Marc Huster. In: olympiamedia.org. Olympymedia, abgerufen am 27. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In seiner gesamten Karriere als Cheftrainer war Mantek für den Gewinn von 124 internationalen Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften verantwortlich.<ref name=":0" />
Sein erster großer Wettkampf für Mantek, der die erste Führungspersönlichkeit aus den damals neuen Bundesländern im vereinigten deutschen Sport wurde, waren die Heim-Weltmeisterschaften 1991 in Donaueschingen. Eine besondere Ehre wurde Frank Mantek bei den Weltmeisterschaften 2025 in Norwegen zuteil. Der Weltverband nahm ihn im Rahmen einer persönlichen Ehrung auf der WM-Bühne in die Hall of Fame der Gewichtheber auf. „Damit hat meine Lebensleistung eine würdige Anerkennung erhalten“, kommentierte er.<ref>Julia Schwarzbach: wm-forde-frank-mantek-in-hall-of-fame-aufgenommen/, WM Førde: Frank Mantek in Hall of Fame aufgenommen. In: https://german-weightlifting.de. Bundesverband Deutscher Gewichtheber, 6. Oktober 2025, abgerufen am 27. Februar 2026.</ref>
Doping in der DDR
Mantek gestand die Einnahme von Oral-Turinabol während seiner aktiven Zeit als Sportler in der DDR.<ref>Evi Simeoni: Gewichthebertrainer Frank Mantek: Die vergessenen Jahre. In: FAZ. 16. Juni 2009, abgerufen am 13. April 2014.</ref> Nach Aussage des Doping-Experten Werner Franke war Mantek mit einer Dosis von 7600 Milligramm jährlich „der zweithöchst Gedopte der DDR-Geschichte.“<ref>Mantek kontert Franke-Attacke. In: N24. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. September 2012; abgerufen am 13. April 2014.</ref> Schon vor Beginn seiner Tätigkeit im BVDG legte er diese eigene Dopingmanipulation offen. Im Zuge seiner Tätigkeit wurde er im internationalen Gewichtheben zu einem Gegner des Dopings, um auch seinen Athleten Chancengleichheit im internationalen Wettbewerb zu ermöglichen. In Deutschland gab es im Gegensatz zum Welt-Gewichtheben schon ein dichtes Netz an unangemeldeten Kontrollen auch in den Trainingsphasen, die die Aussichten der Deutschen im internationalen Vergleich deutlich schmälerten.<ref>BVDG-Sportdirektor Frank Mantek ist schockiert. In: https://www.spox.com. Spox, 8. Juni 2016, abgerufen am 27. Februar 2026.</ref>
Persönliche Bestleistungen
- Reißen: 170,0 kg in der Klasse bis 90 kg bei der Weltmeisterschaft 1982 in Ljubljana
- Stoßen: 207,5 kg in der Klasse bis 90 kg bei der Weltmeisterschaft 1982 in Ljubljana
- Zweikampf: 377,5 kg in der Klasse bis 90 kg bei der Weltmeisterschaft 1982 in Ljubljana
Weblinks
- Porträt von Frank Mantek auf chidlovski.net
- Frank Mantek beim Institut für Angewandte Trainingswissenschaft
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mantek, Frank |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Gewichtheber |
| GEBURTSDATUM | 20. Januar 1959 |
| GEBURTSORT | Jena |