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Werner Franke (Biologe)

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Werner Wilhelm Franke (* 31. Januar 1940 in Paderborn; † 14. November 2022<ref name="todesmeldung_zeit.de">Betrug im Spitzensport: Dopingexperte Werner Franke ist tot. In: zeit.de. 15. November 2022, abgerufen am 16. November 2022.</ref> in Heidelberg) war ein deutscher Biologe, Professor für Zell- und Molekularbiologie am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg sowie international bekannter führender Experte in Doping-Fragen. 1991 trug er maßgeblich zur Aufdeckung des staatlich verordneten Zwangsdopings im DDR-Leistungssport bei und wurde der achte Preisträger der Heidi-Krieger-Medaille des Doping-Opfer-Hilfe e. V.

Leben und Beruf

Franke besuchte in Paderborn die Grundschule Bonifatius,<ref name=":4">CURRICULUM VITAE: Werner Wilhelm Franke. (PDF) In: dkfz.de. Abgerufen am 18. März 2019.</ref> im Jahre 1959 bestand er ebenda das Abitur am Gymnasium Theodorianum.<ref>Abiturientenverzeichnis der Vereinigung ehemaliger Theodorianer 1910–1985, S. 39, 1985, Bonifatius-Druckerei, Paderborn</ref> Nach dem Wehrdienst studierte er an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg von 1960 bis 1966 Biologie, Chemie und Physik. Als Student arbeitete Franke nebenbei als Autor für das Kabarett (unter anderem Bügelbrett, Kom(m)ödchen, Die Zwiebel) sowie Fernsehen und Rundfunk.<ref name=":0">FDP Wiesloch-Südliche Bergstraße: Prof. Dr. Werner Franke: Vortrag "Doping: – Verbrechen im nationalen Interesse". 22. Januar 2016, abgerufen am 17. März 2019.</ref> Nach seiner Promotion zum Dr. rer. nat. (summa cum laude) im Februar 1967 war Franke von 1967 bis 1970 als Wissenschaftlicher Assistent an der Fakultät für Biologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg tätig. Im Januar 1971 wurde in Freiburg seine Habilitation im Fach Zellbiologie angenommen, bis 1973 war er anschließend an der Uni Freiburg als Hochschullehrer beschäftigt. 1973 wurde er als Universitätsprofessor an die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg berufen. Zwischen 1980 und 1991 hatte er das Amt des Geschäftsführenden Direktors des Instituts für Zell- und Tumorbiologie am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) inne.<ref name=":4" /> Von 1982 bis 1990 war Franke Präsident der European Cell Biology Organization (ECBO). 1975 gründete er die Deutsche Gesellschaft für Zellbiologie, wirkte als deren erster Geschäftsführer sowie später auch als ihr Präsident (1999 bis 2002), 2005 wurde er zum DGZ-Ehrenmitglied ernannt. Von 1988 bis 1994 war Franke Generalsekretär der Europäischen Konferenz für Zellbiologie (EMBC) und von 1988 bis 2000 Vorsitzender des Wissenschaftsrates des Deutschen Krebsforschungszentrums.<ref name=":4" /> Zu seinen Schwerpunkten in der Forschung zählten die Topogenese von Proteinen des Zellkerns, die Biogenese und Dynamik von Membrandomänen sowie die molekulare Charakterisierung des Zytoskeletts in normalen und transformierten Zellen.<ref>Werner Franke – Zellbiologe und Aufklärer. (PDF) BIOPRO Baden-Württemberg GmbH, 2007, abgerufen am 18. März 2019.</ref>

Franke war mit der Sportlerin und Buchautorin Brigitte Berendonk verheiratet.<ref>Brigitte Berendonk wird 70 – und ist besorgt. Badische Zeitung, 2. Mai 2012 (abgerufen am 29. Mai 2017)</ref> Er starb am 14. November 2022 im Alter von 82 Jahren infolge einer Hirnblutung.<ref name="todesmeldung_zeit.de" />

Kampf gegen das Doping

Werner Franke war im Kampf gegen Doping im Leistungssport tätig und einer der schärfsten Kritiker einer dopingvertuschenden Sportberichterstattung. „Ich mache das nicht hauptberuflich, sehe das aber als Verantwortung des Wissenschaftlers“, sagte er über seinen Kampf gegen das Doping.<ref name=":1">Doping-Experte Werner Franke im Wortlaut. (PDF) In: Vorarlberg Online (VOL.at). Abgerufen am 17. März 2019.</ref> Gemeinsam mit seiner Ehefrau Brigitte Berendonk, einer ehemaligen Diskuswerferin und Kugelstoßerin, engagierte sich Franke viele Jahre in der Bekämpfung des Dopings. Die beiden seien aufgrund ihres Einsatzes im Spitzensport als „Verräter, Nestbeschmutzer“ angesehen worden, sagte Franke 2006.<ref name=":6">Lothar Gorris, Maik Großekathöfer, Udo Ludwig: : „Nur die ganz Dummen“. In: Der Spiegel. Band 33, 14. August 2006 (spiegel.de [abgerufen am 19. März 2019]).</ref> Nach Einschätzung von Sporthistoriker Giselher Spitzer haben die Eheleute Berendonk und Franke „das Verdienst, in der Bundesrepublik Deutschland die öffentliche Debatte um Anabolika in Gang gesetzt zu haben.“<ref>Giselher Spitzer: „Doping in Deutschland von 1950 bis heute“: Ausgewählte Projekt-Ergebnisse. In: Doping. Das Anti-Doping Magazin für Wettkampfsportler, Vereine und Verbände. Band 2. INGER Verlagsgesellschaft GmbH, Osnabrück 2017, S. 88–93.</ref> Im April 1977 veröffentlichte Franke den Aufsatz „Anabolika im Sport“, in dem er auf gesundheitliche Gefahren der Einnahme von Anabolika hinwies und Sportmediziner kritisierte, die die Verabreichung solcher Mittel als unbedenklich einstuften oder Athleten „zum Zweck der sportlichen Leistungssteigerung“ verschrieben, und zwar Frankes Einschätzung nach „ohne jede medizinische Indikation, ohne jede angemessene Güterabwägung und gegen die Regeln der olympischen Sportarten selbst“.<ref>Werner Franke: Anabolika im Sport. In: Doping. Das Anti-Doping Magazin für Wettkampfsportler, Vereine und Verbände. Band 2. INGER Verlagsgesellschaft GmbH, Osnabrück 2017, S. 102–105.</ref>

Franke half bei der Beschaffung<ref>Frank Bachner: Ausgerechnet Chef-Doper Manfred Höppner war der wichtigste Informant der Kriminalpolizei. In: tagesspiegel.de. 28. April 2000, abgerufen am 26. Mai 2021.</ref> und Auswertung von Quellen für das 1991 von Brigitte Berendonk veröffentlichte Buch Doping-Dokumente. Von der Forschung zum Betrug, in dem sie das langjährige systematische Zwangsdoping im Leistungssport der DDR aufdeckte. Bereits im Dezember 1990 war es Berendonk und Franke dafür unter anderem gelungen, Dokumente (darunter 30 geheime Doktorarbeiten) in der Militärmedizinischen Akademie der DDR in Bad Saarow zu sichern.<ref>Barbara Bürer und Nils Klawitter: Seit 1990 schmückt sich der Westen mit den Sportlern aus DDR-Produktion. Ihre Schöpfer stehen nun vor Gericht. In: Die Zeit. 19. März 1998, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 17. März 2019]).</ref> Die im Rahmen der Ausarbeitung des Buches gesicherten Dokumente spielten bei der späteren juristischen Aufarbeitung des DDR-Dopings eine wichtige Rolle.<ref>Jutta Braun: Gutachten zum Themenfeld "Sport" für die Enquete-Kommission 5/1 "Aufarbeitung der Geschichte und Bewältigung von Folgen der SED-Diktatur und des Übergangs in einen demokratischen Rechtsstaat im Land Brandenburg". (PDF) Zentrum deutsche Sportgeschichte Berlin-Brandenburg (ZdS), archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Dezember 2021; abgerufen am 17. März 2019.</ref> 1991 stellte Franke Anzeige gegen DDR-Dopingverantwortliche.<ref>Ludwig und: DOPING: Puzzlespiele im Sumpf. In: Der Spiegel. Band 24, 9. Juni 1997 (spiegel.de [abgerufen am 17. März 2019]).</ref> Alle späteren Anklagen in diesem Bereich bauten eigener Aussage nach darauf auf.<ref>Peter Ehrenberg: Aufklärung ist wie ein Virus. 26. April 2000 (welt.de [abgerufen am 17. März 2019]).</ref>

2005 kündigte Franke seinen Rückzug aus dem Kampf gegen das Doping an,<ref>Doping-Fahnder Werner Franke: „Leute, helft euch selbst“. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 19. März 2019]).</ref> setzte diesen dann aber aufgrund der Dopingfälle im Radsport fort.<ref name=":6" />

Eigener Angabe nach wurden Berendonk und Franke rund 35 Mal (Stand Januar 2016) wegen ihrer Dopingveröffentlichungen verklagt.<ref name=":0" /> Darunter befand sich auch eine Klage der neun ARD-Anstalten sowie des Journalisten Hagen Boßdorf, die im April 2006 verhandelt wurde. Franke war die Behauptung zur Last gelegt worden, die ARD und Boßdorf unterstützten indirekt Dopingvergehen im Radsport<ref>Hannah Pilarczyk: Der unfreiwillige Zeuge. In: Die Tageszeitung: taz. 13. Juni 2006, ISSN 0931-9085, S. 15 (taz.de [abgerufen am 17. März 2019]).</ref> und verbreiteten „systematisch Lügen“.<ref>Udo Ludwig, Gerhard Pfeil: DOPING: „Journalistische Korruption“. In: Der Spiegel. Band 14, 3. April 2006 (spiegel.de [abgerufen am 17. März 2019]).</ref> Der eintägige Gerichtsprozess endete mit der Feststellung, dass Franke nicht habe behaupten wollen, dass die ARD und Boßdorf „Sachverhalte zum Doping im Programm“ falsch dargestellt hätten. Nach Einschätzung Frankes habe er sich vor Gericht lediglich von etwas distanziert, was er nie behauptet habe.<ref>Doping-Prozeß: Sport ohne Doping. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 17. März 2019]).</ref>

Im Juni 2006 nannte er den Radsport „eine einzige rollende hochkriminelle Szene, ein mafiöses System mit Schweigepflicht und allem, was zum organisierten Verbrechen dazugehört“.<ref>Werner Franke: Das Doping der Anderen. 29. Juni 2006 (welt.de [abgerufen am 17. März 2019]).</ref> Er beschuldigte im selben Jahr anlässlich des Dopingskandals Fuentes, bei dem er nach eigener Aussage Einsicht in die Ermittlungsakten der spanischen Polizei hatte, den Radprofi Jan Ullrich des Dopings. Dieser erwirkte im Februar 2007 eine einstweilige Verfügung vor dem Oberlandesgericht Hamburg gegen Franke, die es diesem verbot, zu behaupten, Ullrich habe innerhalb eines Jahres dem spanischen Arzt Eufemiano Fuentes 35.000 Euro zur Anschaffung von illegalen Substanzen bezahlt.<ref>Jan Ullrich gewinnt Prozess gegen Dopingexperten Franke Sächsische Zeitung, 14. Februar 2007.</ref> Im Hauptsacheverfahren wies das OLG Hamburg Ullrichs Unterlassungsklage gegen Franke jedoch ab, da Frankes Behauptung „hinsichtlich ihres tatsächlichen Gehalts als wahr anzusehen sei und den Kläger nicht in seinem allgemeinen Persönlichkeitsrecht verletze“.<ref>sueddeutsche.de: Stark ausgebrannt, 18. August 2010.</ref>

Franke stellte im Februar 2008 Strafanzeige wegen Betrugs gegen die Tour-de-France-2006-Teilnehmer der Radsport-Mannschaft T-Mobile und den damaligen Teamchef Olaf Ludwig.<ref name="sport.zdf.de">https://www.welt.de/sport/article1718456/Dopingjaeger-Franke-zeigt-Kloeden-und-Co-an.html</ref> Er warf den angezeigten Fahrern vor, im Verlauf der Rundfahrt Eigenblut-Transfusionen am Universitätsklinikum Freiburg erhalten zu haben, um eine betrügerische Leistungssteigerung während des sportlichen Wettbewerbs herbeizuführen.

Ab 2007 gehörte Werner Franke der „Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin“<ref>Evaluierungskommission Freiburger Sportmedizin — Evaluierungskommission-Freiburger-Sportmedizin.</ref> an, welche sich mit der Dopingvergangenheit des Universitätsklinikums Freiburg beschäftigt. Am 1. März 2012 gab Franke an, die Kommission verlassen zu wollen. Damit kam er einer Aufforderung der Kommissionsvorsitzenden Letizia Paoli nach, die Franke beschuldigte, Kommissionsgeheimnisse verletzt zu haben.<ref>Sportpolitik: Freiburg: Doping-Bekämpfer Franke verlässt Uni-Kommission – badische-zeitung.de.</ref> Nach Medienberichten kam Franke hiermit einer Entlassung zuvor.<ref>Sport Allgemein: Dopingjäger Franke kam mit Rückzug Demission zuvor ; Zeit Online.</ref> Franke kritisierte später, dass Ergebnisse geheim gehalten werden sollten. Und er habe nach eigener Aussage gemerkt, dass die Universität Freiburg „gegen die Aufklärung“ gearbeitet habe. Er kritisierte, dass einzelne Mitglieder der Kommission schriftlich erklärt hätten, gewisse Ergebnisse der Kommission nicht zu veröffentlichen. Franke sagte, er habe das nicht unterschrieben und erklärte seinen Rückzug aus der Kommission auch mit seinem Selbstverständnis: „Ich bin Wissenschaftler. Ich schaffe Wissen und publiziere es… Ich halte das sogar für sträflich, denn wenn ich merke: Hier wurden diese Mittel gegeben, die zu Schäden führen können, dann muss ich doch darüber informieren.“<ref name=":2" />

Er kritisierte, dass bei Dopingfällen oft die Sportler („Die Sportler sind in dem Sinne Opfer, (…) weil sie vorher nicht adäquat aufgeklärt werden“), aber selten Hintermänner wie Ärzte rechtlich belangt werden.<ref>►Doping im Spitzensport | System oder Einzeltäter (HD Deutsch). In: Youtube.com. 3. März 2019, abgerufen am 17. März 2019.</ref> Als seine Gegner sehe er nicht die Sportler, „sondern die Ärzte, die verantwortlichen politischen Stellen und Teile der Journalistik, die darüber hinweg gehen“, so Franke 2015.<ref name=":3" /> Noch 2017 warf er Bundesinnenministerium und Deutschem Olympischem Sportbund fehlenden Willen zur Aufklärung und Aufarbeitung des westdeutschen Dopings vor.<ref>„Der westdeutsche Staat stand voll hinter allem“. In: saechsische.de. Abgerufen am 17. März 2019.</ref> Er beklagte, dass gegen Doping-Verantwortliche aus der Bundesrepublik anders als solche aus der DDR nicht gerichtlich vorgegangen wurde, obwohl diese laut Franke „genau dasselbe gemacht haben.“<ref name=":2">Franke, Prof. Werner (Molekularbiologe und Doping-Experte. Kämpft seit langem gegen Betrug im Sport und kennt die Fußball-Vorwürfe) | Programm | SWR1 Baden-Württemberg. In: swr.de. 5. März 2015, abgerufen am 17. März 2019.</ref> Franke sprach sich ebenfalls für ein unabhängiges Dopingkontrollsystem aus und kritisierte im März 2015: „Es kann doch nicht sein, dass die Sportverbände diejenigen bezahlen dürfen, können, sollen, die sie selbst kontrollieren.“<ref name=":2" />

Seine oft gewählte Vorgehensweise, mit plakativen und mitunter drastischen Aussprüchen (beispielsweise „Die IAAF hat einen an der Klatsche“,<ref>"Diese Art von Sport ist total versaut". In: Tagesspiegel. Abgerufen am 17. März 2019.</ref> „Da passieren Sauereien am laufenden Band. Ein Beispiel ist die ‚ungarische Arschrinne‘“,<ref name=":1" /> „Jeder weiß doch, dass nur Besoffene und Doofe da anreisen mit positiven Befunden“,<ref>Franke kritisiert erneut das Doping-Kontrollsystem. In: Tagesspiegel. 26. August 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar);.</ref> „Gedopt wie ’ne Sau“<ref>Doping-Jäger Werner Franke greift Kristin Otto an: "Gedopt wie eine Sau". In: RTL. Abgerufen am 17. März 2019.</ref> oder „Typische freundschaftliche Südwest-Korruption von Freiburg bis Stuttgart“<ref name=":2" />) auf Missstände hinzuweisen, begründete er 2015 wie folgt: „Es hat keinen Zweck, man muss proletarisch direkt reden, um gehört zu werden. (…) Ich erschrecke die Menschen mit meinem Vokabular.“<ref name=":3">Süddeutsche de GmbH, Munich Germany: Doping-Aufklärer und Provokateur: Werner Franke wird 75 – Politik-News. Süddeutsche Zeitung, 1. Februar 2015, abgerufen am 25. August 2020.</ref> Franke nannte das „eine viele Leute verstörende satirische Schärfe“.<ref name=":0" /> Die Deutsche Presse-Agentur schrieb Franke 2020 eine „fundierte Haudrauf-Mentalität“ zu.<ref name=":7">Werner Franke: Der scharfzüngige Kämpfer gegen Doping wird 80. In: Rhein-Neckar-Zeitung. Abgerufen am 1. Februar 2020.</ref>

2018 forderte Franke gemeinsam mit Gerhard Treutlein, Claudia Lepping und Henner Misersky in einem Brief an den Sportausschuss des Bundestages eine Änderung des Dopingopferhilfegesetzes. Die Gruppe um Franke zweifelte die These des Doping-Opfer-Hilfevereins (DOH) an, dass die Schädigungen von DDR-Dopingopfern vererbt sein könnten,<ref>FOCUS Online: Streit um Doping-Opfer-Hilfeverein geht weiter. Abgerufen am 17. März 2019.</ref> und forderte, die Gutachten der Antragssteller zu hinterfragen.<ref>Anno Hecker: Doping-Kommentar: Der Furor des alten Kämpfers. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 17. März 2019]).</ref> Es entwickelte sich daraus ein öffentlicher Streit um die Arbeit des DOH und die Vergabe von Hilfszahlungen für Dopingopfer.<ref>Javier Cáceres Berlin: Bis das Blut schmerzt. In: sueddeutsche.de. 31. Januar 2019, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 17. März 2019]).</ref> Als Franke 2019 der Zutritt zu einer Veranstaltung des Vereins verwehrt wurde, wehrte er sich dagegen.<ref>Süddeutsche Zeitung: Werner Franke: Deutschlands bekanntester Dopingjäger ist tot. Abgerufen am 22. November 2022.</ref>

Anlässlich Frankes 80. Geburtstags ordnete Treutlein dessen Verdienste mit den Worten ein: „Um den Kampf gegen Doping und für Sauberkeit im Sport würde es viel schlimmer stehen, wenn es ihn und Brigitte Berendonk nicht gegeben hätte“.<ref name=":7" />

Auszeichnungen und Ehrungen

Veröffentlichungen

  • mit Udo Ludwig: Der verratene Sport. Zabert-Sandmann-Verlag, München 2007, ISBN 978-3-89883-185-7.

Im April 1994 veröffentlichte die Berliner Zeitung eine sechsteilige Serie Doping in der DDR von Franke:

  1. Kollektiver Zwang zum Schweigen
  2. Bartwuchs bei Sportlerinnen und Abtreibungen auf Kommando
  3. Ein zuckerkranker Sportler wurde zum körperlichen Wrack gespritzt
  4. Kinder – Spielbälle für Mediziner und Trainer
  5. Das Gesetz war für die Ärzte keine Hürde
  6. Aus Jena rund um den Globus

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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