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Hiltmannsdorf

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Hiltmannsdorf
Gemeinde Seukendorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(652)&title=Hiltmannsdorf 49° 29′ N, 10° 54′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(652) 49° 28′ 55″ N, 10° 53′ 35″ O
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Höhe: 319 m ü. NHN
Einwohner: 652 (2021)<ref>(Oster) Blick in die Gemeinde Seukendorf-Hiltmannsdorf (1/2022). (PDF; 5,3 MB) S. 7, abgerufen am 15. Oktober 2023.</ref>
Postleitzahl: 90556
Vorwahl: 0911
Datei:Alte Dorfstraße 15 Hiltmannsdorf 001.jpg
Alte Dorfstraße 15: Ehemaliges Wohnstallhaus
Datei:Kriegerdenkmal Hiltmannsdorf 01.jpg
Kriegerdenkmal

Hiltmannsdorf (fränkisch: Hilbeasch-doaf<ref>W. Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth, S. 52. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hilbeʳschdoʳf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Seukendorf im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Hiltmannsdorf liegt in der Gemarkung Seukendorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Oktober 2024.</ref>

Geographie

Das Dorf liegt am Südufer des Farrnbachs und ist unmittelbar von Acker- und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand umgeben. 0,5 km südlich des Ortes liegen die Waldgebiete Langer Strich und Lochholz, 0,5 km nordöstlich die Schmalhölzer. Gemeindeverbindungsstraßen führen zur Kohlersmühle (0,7 km westlich) und dem Taubenhof (0,3 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Der Ort wurde 1241 als „Hiltmerstorff“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Hiltmar.<ref>W. Wiessner: Stadt- und Landkreis Fürth, S. 52f.</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hiltmannsdorf 14 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Cadolzburg aus, was vom Landpflegamt Nürnberg strittig gemacht wurde. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-ansbachische Kastenamt Cadolzburg. Grundherren waren das Hochstift Bamberg (Dompropsteiamt Fürth:2 Halbhöfe, 1 Haus; Amt Herzogenaurach: 1 Gut), die Reichsstadt Nürnberg (Landesalmosenamt: 2 Halbhöfe; St.-Klara-Klosteramt: 1 Gut) und Nürnberger Eigenherren (von Grundherr: 2 Halbhöfe; von Kreß: 2 Halbhöfe; von Pömer: 1 Viertelhof; von Scheurl: 1 Viertelhof; von Zeltner: 2 Güter).<ref name="H126">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 126.</ref> 1800 gab es weiterhin 14 Anwesen.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 658.</ref>

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hiltmannsdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Seukendorf zugeordnet. Es gehörte der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Seukendorf an. Von 1821 bis 1848 unterstand 1 Anwesen in der freiwilligen Gerichtsbarkeit dem Patrimonialgericht Defersdorf, 2 Anwesen unterstanden von 1823 bis 1835 dem Patrimonialgericht Boxdorf.<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 233.</ref><ref>Seukendorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 16. Mai 2025.</ref>

Baudenkmäler

  • Alte Dorfstr. 15: Ehemaliges Wohnstallhaus<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Seukendorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
  • Kriegerdenkmal<ref name="Denkmalliste"/>

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Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 88 106 91 94 86 91 82 131 118 126 589
Häuser<ref>Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 15 20 17 16 15 15 22 161
Quelle <ref>Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 40 (Digitalisat). Dort als Hildmannsdorf aufgelistet.</ref> <ref>Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 69 (Digitalisat).</ref> <ref>Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 1031, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1197, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1127 (Digitalisat).</ref> <ref>K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1196 (Digitalisat).</ref> <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1233 (Digitalisat).

</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1064 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 782 (Digitalisat).</ref> || <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 174 (Digitalisat).</ref> || <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 337 (Digitalisat).</ref>

Religion

Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Johannes der Täufer (Burgfarrnbach) gepfarrt,<ref name="H126"/> seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Katharina (Seukendorf) zuständig.<ref name="OV 1925"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Otto (Cadolzburg) gepfarrt.<ref>Struktur. In: ssb-clw.kirche-bamberg.de. Abgerufen am 16. Juli 2023.</ref>

Literatur

Weblinks

Fußnoten

<references responsive />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Gemeinde Seukendorf