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Lochen am See

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Lochen am See
Wappen Österreichkarte
Basisdaten
Staat: OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich
Land: Vorlage:AT-OÖ
Politischer Bezirk: Braunau
Kfz-Kennzeichen: BR
Hauptort: Lochen
Fläche: 33,30 km²
Koordinaten: 48° 1′ N, 13° 11′ OKoordinaten: 48° 0′ 32″ N, 13° 10′ 50″ O
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  }}
Höhe: 516 m ü. A.
Einwohner: 3.019 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 91 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5221
Vorwahl: 07745
Gemeindekennziffer: 4 04 19
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Ringstraße 14
5221 Lochen am See
Website: www.lochen.at
Politik
Bürgermeister: Alfred Scherr (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(25 Mitglieder)
12
10
3
12 10 
Insgesamt 25 Sitze
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Lochen am See ist eine österreichische Gemeinde im Bezirk Braunau im Innviertel in Oberösterreich mit 3019 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).

Geografie

Lochen am See grenzt an den Mattsee auf einem Hochplateau, wobei der Tannberg im Süden der Gemeinde liegt. Die Gemeinde hat eine Fläche von 33,3 km².

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Lochen, Oberweissau, Tannberg und Wichenham.

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 33 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand <ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft QUELLE">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>):

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Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen.

Einziger Zählsprengel ist Lochen für die ganze Gemeinde.

Nachbargemeinden

Vier der neun Nachbargemeinden liegen im Salzburger Bezirk Salzburg-Umgebung (SL).

Kirchberg bei Mattighofen Jeging Munderfing
Palting Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Lengau
Mattsee (SL)

Köstendorf (SL)

Straßwalchen (SL)

Geschichte

Bereits aus der Jüngeren Steinzeit liegen Depotfunde in Lochen, früher allgemein Lohen geschrieben,<ref>z. B. als der Linzer Bischof Rudolph Hittmair am 13. Mai 1909 den gotischen Flügelaltar von Gebertsham in Lohen-Astätt besucht; (Ein Stück Mattsee). In: Tages-Post, 15. Mai 1909, S. 5. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/tpt</ref> vor. In der Folge sind auch Funde aus der Hallstattzeit und der La-Tène-Zeit nachzuweisen, in denen Kelten das Land besiedelten. Römische Siedlungen konnten auch in Lochen gesichert werden, wobei hier die Straße nach Castra Batava (Passau) verlief. Nach der Völkerwanderungszeit besiedelten Bajuvaren ab dem 6. Jahrhundert das Gebiet.

Lochen wurde das erste Mal im Jahre 903 in einer Schenkungsurkunde des Bischofs Madalwin urkundlich erwähnt. Lochen gehörte – wie aus einer Personalzinsurkunde hervorgeht – zum Stift Mattsee. Durch den Frieden von Teschen im Jahre 1779 kam das gesamte damalige Innbaiern mit Lochen von Bayern zu Österreich. Im Zuge dieser Veränderung kam Lochen 1785 von der Diözese Passau zur 1785 neu gegründeten Diözese Linz.

Lochen wurde im Jahr 1974 als Standort für den Flughafen Salzburg vorgeschlagen.

Die Gemeinde nennt sich erst seit jüngster Zeit Lochen am See. Das soll darauf Bezug nehmen, dass sich das Gemeindegebiet bis an den Mattsee erstreckt, der zum Bundesland Salzburg gehört. Diese Tatsache ist im Raum relativ unbekannt. Der Hauptort selbst liegt nicht am See.

Bevölkerungsentwicklung

Vorlage:Einwohner B Diagramm

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Gebertsham Kirche Flügelaltar 01.jpg
Filialkirche Gebertsham, spätgotischer Flügelaltar
Datei:Astätt (Richtstätte).jpg
Köpfstattsäule in Astätt
  • Katholische Pfarrkirche Lochen am See Mariä Himmelfahrt: Mit einem barocken Hochaltar von Meinrad Guggenbichler.
  • Katholische Filialkirche Gebertsham Zum Heiligen Kreuz: Die spätgotische Kirche ist ein einschiffiger Bau mit westseitigem Dachreiter aus der Zeit um 1500. Der Gebertshamer Flügelaltar aus dem Jahre 1515/20 wird der Werkstatt des Meisters Gordian Guckh zugeschrieben. Der Altar zeigt im Mittelschrein eine figurenreiche Kreuzigungsdarstellung und auf den Tafeln der Flügelinnenseiten die Legende vom Hl. Kreuz. Im Jahr 1986 wurden in der Kirche Wandmalereien entdeckt. 178 mehrfarbige Pflanzenornamente, mehrere Weihekreuze und vier Wandbilder wurden wiederhergestellt. Im Jahr 1988 fand in der Kirche die Hochzeit von Deutschlands ehemaligem Bundespräsidenten Walter Scheel statt.
  • Katholische Filialkirche Astätt hl. Johannes der Täufer
  • Keltische Vierecksschanze: Da bei einer Grabungskampagne 2007 keine entsprechenden Funde gesichert werden konnten, dürfte die Bezeichnung La-Téne-zeitliche Vierecksschanze falsch sein, vermutlich wurde die Anlage bei den österreichisch-bayerischen Grenzstreitigkeiten im Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges errichtet.<ref>Christian K. Steingruber: Eine kritische Betrachtung des Historisch-Topographischen Handbuches der Wehranlagen und Herrensitze Oberösterreichs. Oberösterreichisches Landesarchiv, Linz 2013, S. 212.</ref>
  • Richtstättenweg Lochen: Der Weg wurde zum 30. September 2012 eingerichtet, er führt vom Kirchweg in Lochen zur Köpfstattsäule in Astätt, wo 1762 die letzte Hinrichtung stattfand.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Richtstättenweg in Lochen eröffnet (Memento des Vorlage:IconExternal vom 12. Oktober 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zukunft-om.at, zukunft-om.at;
    Lochen am See eröffnet Richtstättenweg, Barbara Eder in meinbezirk.at, 22. September 2012.</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur

Lochen am See ist eine Agrargemeinde. Von den 122 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 waren 68 Haupterwerbsbauern. Im Produktionssektor waren 2011 beinahe 200 Menschen beschäftigt, hauptsächlich im Bereich Herstellung von Waren und in der Bauwirtschaft. Der wichtigste Arbeitgeber war der Dienstleistungssektor mit über 300 Arbeitnehmern. Jeweils über 100 Arbeitnehmer arbeiteten in den Bereichen Handel und soziale&öffentliche Dienste.<ref>Ein Blick auf die Gemeinde Lochen am See, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 22. Dezember 2022.</ref><ref>Zahlen und Fakten. Lochen am See, abgerufen am 22. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bildung

In der Gemeinde befinden sich neben einem Kindergarten und einer Volksschule auch eine Mittelschule.<ref>Mittelschule. Gemeinde Lochen am See, abgerufen am 22. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Politik

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Die Wikipedia wünscht sich an dieser Stelle ein Bild vom hier behandelten Ort.

Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Der Gemeinderat hat 25 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen:

  • 2003: 15 ÖVP, 8 SPÖ und 2 FPÖ.
  • 2009: 13 ÖVP, 8 SPÖ und 4 FPÖ.
  • 2015: 13 ÖVP, 6 SPÖ und 6 FPÖ.
  • 2021: 12 ÖVP, 10 SPÖ und 3 FPÖ.<ref>Wahlen Oberösterreich 2021. In: orf.at. Abgerufen am 15. März 2024.</ref>

Bürgermeister

Wappen

Datei:Coat of Arms Lochen.svg

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:

In Silber auf grünem Schildfuß zwischen zwei grünen Hügeln eine grüne, stammlose, bis zum Schildrand reichende, dreieckförmige Tanne.

Die Gemeindefarben sind Weiß-Grün.

Regionalpolitik

Lochen gehört zur Leaderregion Oberinnviertel–Mattigtal.<ref>Verein Zukunft Oberinnviertel-Mattigtal (zukunft-om.at).</ref>

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Peter E. Steiner (1926–2025), Professor für Schrift und Typografie, entwarf fast 70 Briefmarken und -stempel für die Deutsche Bundespost, später der Deutschen Post AG.
  • Albert Anglberger (1942), Komponist, Kirchenmusiker und Universitätsprofessor
  • Harald Unverdorben (* 1981), Fußballspieler
  • Tobias Pötzelsberger (* 1983), Journalist und Singer-Songwriter

Literatur

  • Reinhard Weidl: Lochen – Gebertsham – Astätt (= Christliche Kunststätten Österreichs. Nr. 145). Verlag St. Peter, Salzburg 1985 (zweite Auflage 1993, dritte Auflage 2002).

Weblinks

Commons: Lochen am See – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Anfang

Katastralgemeinden: Lochen | Oberweissau | Tannberg | Wichenham

Ortschaften: Ainhausen | Astätt | Babenham | Bergham | Daxjuden | Dirnham | Edenplain | Feldbach | Gebertsham | Gunzing | Gutferding | Hofstätt | Intenham | Kerschham | Koppelstätt | Kranzing | Lasberg | Lochen | Niedertrum | Oberhaft | Oberweißau | Petersham | Rackersing | Reitsham | Scherschham | Schimmerljuden | Sprinzenberg | Stein | Stullerding | Tannberg | Unterlochen | Wichenham | Zeisental

Dörfer: Astätt • Babenham • Bergham • Feldbach • Intenham • Kerschham • Lochen • Oberhaft • Oberweißau • Scherschham • Stullerding • Tannberg • Wichenham | Weiler: Daxjuden • Dirnham • Edenplain • Hofstätt • Oberkranzing • Unterlochen | Rotten: Ainhausen • Bergröd • Gebertsham • Gunzing • Gutferding • Koppelstätt • Kranzing • Lasberg • Petersham • Rackersing • Roßwinkel • Stein | Zerstreute Häuser: Niedertrum • Reitsham | Sonstige Ortslagen: Unterkranzing • Schimmerljuden • Sprinzenberg • Zeisental

Zählsprengel: Lochen

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