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Lothar Meister I

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Datei:Lothar Meister I Chemnitz.JPG
Lothar Meister 2010 anlässlich der 50. Jahresfeier der Steher-WM 1960 auf der Radrennbahn in Chemnitz

Lothar Meister, genannt Lothar Meister I, (* 26. Januar 1931 in Wittenberg; † 31. Januar 2021) war ein deutscher Radrennfahrer.

Lothar Meister, Spitzname „Lotte“, begann mit dem Radsport 1949 in Leipzig; im Alter von 18 Jahren gewann er Rund um Leipzig.<ref>Illustrierter Radsportexpress. Nr. 14/1950. Berlin 1950, S. 109.</ref> 1952 wechselte der gelernte Kfz-Schlosser nach Chemnitz und fuhr künftig für „Wismut Chemnitz“ (später SC Wismut Karl-Marx-Stadt). In jener Saison gewann er das Rennen Rund um die Hainleite. Im Jahre 1950 wurde er DDR-Vizemeister auf der Straße hinter Edgar Schatz; 1952 errang er den Titel. Zwischen 1950 und 1956 nahm er fünfmal an der Internationalen Friedensfahrt teil; 1951 wurde er Zweiter der Gesamtwertung, 1953 gehörte er zu der DDR-Mannschaft, die die Mannschaftsgesamtwertung für sich entschied, und 1956 gewann er die Etappe Görlitz–Berlin. 1950 wurde er 14., 1953 12., 1954 33., 1956 52. der Gesamtwertung. In der DDR-Rundfahrt 1951 wurde er 14. In seiner Karriere kam er auf rund 60 Siege, darunter 1956 bei Rund um Dortmund.

Im Jahr 1957 wandte sich Meister dem Stehersport zu und wurde 1959 hinter Schrittmacher Fritz Erdenberger sowie 1960 DDR-Meister. 1958 errang er in Leipzig auf der Alfred-Rosch-Kampfbahn den Weltmeistertitel, nachdem er 1958 Vizemeister der DDR geworden war. 1959 wurde er in Amsterdam Dritter; 1960 belegte er nochmal den sechsten Platz bei einer Steher-WM. Nach Beendigung seiner aktiven Laufbahn betrieb Meister ein Taxi-Unternehmen in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz), wo er fortan lebte.

Meister starb am 31. Januar 2021, kurz nach seinem 90. Geburtstag.<ref>Todesanzeige, abgerufen am 16. Februar 2021</ref>

Während Meister als Radsportler aktiv war, gab es in der DDR einen zweiten Radsportler gleichen Namens, der beim selben Verein in Karl-Marx-Stadt fuhr, dreimal die Friedensfahrt von 1955 bis 1957 bestritt und zur Unterscheidung „Lothar Meister II“ genannt wurde.

Quellen

  • Volker Kluge: Das große Lexikon der DDR-Sportler. Die 1000 erfolgreichsten und populärsten Sportlerinnen und Sportler aus der DDR, ihre Erfolge und Biographien. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2000, ISBN 3-89602-348-9, S. 264.

Weblinks

Commons: Lothar Meister I – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1951 Ronald Maraun/Erich Wedermann | 1952 Ronald Maraun/Horst Aurich | 1953 Erich Zawadski/Herbert Schondorf | 1954 Erich Stammer/Alfons Reich | 1955–1957 Bruno Zieger/Horst Aurich | 1958 Heinz Wahl/Herbert Schondorf | 1959 Lothar Meister I/Fritz Erdenberger | 1960 Lothar Meister I/Horst Aurich | 1961 Siegfried Wustrow/Erich Zawadski | 1962 Dieter Thoß/Fritz Erdenberger | 1963 Georg Stoltze/Erich Zawadski | 1964 Manfred Klieme/Heinz Stöber | 1965 Karl Kaminski/Heinz Stöber | 1966 Dieter Zuchold/Fritz Erdenberger | 1967 Carl Riedel/Hermann Kretzsch | 1968 Karl Kaminski/Erich Krüger | 1969–1972 Wolfgang Schmelzer/Heinz Stöber | 1973–1975, 1978 Karl Kaminski/Georg Sternberg | 1976 Karl Kaminski/Erich Krüger | 1977 Thomas Huschke/Georg Sternberg | 1979–1983 Günter Gottlieb/Gerhard Rüger | 1984 Jens Flohrer/Dieter Hillert | 1985–1987 Ronald Hempel/Carl Riedel | 1988–1990 Ralf Keller/Dieter Hillert

Wenn bekannt, mit Angabe der Schrittmacher Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1949 Georg Sternberg | 1950 Edgar Schatz | 1951 Werner Gallinge | 1952 Lothar Meister I | 1953 Bernhard Trefflich | 1954, 1957–1961 Täve Schur | 1955 Horst Tüller | 1956 Erich Hagen | 1962, 1963 Klaus Ampler | 1964 Rüdiger Tanneberger | 1965, 1966 Siegfried Huster | 1967 Dieter Grabe | 1968 Bernd Patzig | 1969 Dieter Mickein | 1970 Axel Peschel | 1971 Manfred Radochla | 1972 Wolfgang Wesemann | 1973 Dieter Gonschorek  | 1974, 1975 Hans-Joachim Hartnick | 1976 Detlef Kletzin | 1977, 1978 Thilo Fuhrmann | 1979, 1980, 1985, 1988 Martin Goetze | 1981 Olaf Jentzsch | 1982 Falk Boden | 1983 Bodo Straubel | 1984, 1987 Uwe Ampler | 1986, 1989 Olaf Ludwig | 1990 Jens Heppner

1949 firmierte der Wettbewerb als „Ostzonenmeisterschaft“. Vorlage:Klappleiste/Ende