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Georg Stoltze (Radsportler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Georg Stoltze (cropped).jpg
Stoltze, Dritter der DDR-Stehermeisterschaften 1961

Georg Stoltze (* 13. Februar 1931 in Erfurt<ref>Präsidium der Sektion Radsport der DDR (Hrsg.): Radsport-Woche. Nr. 1/1958. Berlin 1958, S. 5.</ref>; † 6. Juli 2007 in Berlin) war ein deutscher Radsportler, der in der DDR aktiv war.

Sportliche Laufbahn

Georg Stoltze war ein sehr vielseitiger Radrennfahrer. Zu seiner aktiven Zeit gehörte er in der DDR gleichzeitig den Nationalkadern der Straßen- und Bahnfahrer sowie der Hallenradsportler an.

Er begann 1947 seine sportliche Laufbahn bei der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Post Erfurt. Als Jugendfahrer gewann er drei DDR-Meistertitel auf der Bahn.<ref name=":0">Deutscher Radsport-Verband der DDR (Hrsg.): Der Radsportler. Nr. 47/1969. Berlin 1969, S. 8.</ref> In der Männerklasse gewann er jeweils mit Bruno Zieger 1950 im Zweier-Mannschaftsfahren und 1952 im Tandem die DDR-Meisterschaft, sowie mit seinem Verein die Meisterschaft in der Mannschaftsverfolgung 1951. Ab 1952 startete Stoltze auch bei Straßenrennen, wo er bis 1955 dreimal an der DDR-Rundfahrt teilnahm. Dort fuhr er 1952 und 1955 für die Sportvereinigung Lokomotive, 1953 war er Mitglied der 2. DDR-Nationalmannschaft und schaffte mit Platz zwei in der Endwertung sein bestes Rundfahrtergebnis. Als Mitglied der BSG Lokomotive Erfurt qualifizierte sich Stoltze 1954 für die Teilnahme an der Internationalen Friedensfahrt. Nachdem er bereits auf der zweiten Etappe aussichtslos um über zehn Minuten zurückgefallen war, schied er nach der sechsten Etappe auf Platz 73 mit 2:05 Stunden Rückstand wegen einer Magenerkrankung aus. Er war bereits 1953 für die Mannschaft vorgesehen, wurde aber nach seinem Ausscheiden beim Rennen Berlin–Cottbus–Berlin (welches man ihm vom Trainerstab als mangelnden Einsatz anrechnete) nur als Ersatzfahrer nominiert.<ref name=":1">Präsidium der Sektion Radsport der DDR (Hrsg.): Radsport-Woche. Nr. 4/1954. Sportverlag, Berlin 1954, S. 7.</ref> 1956 zog er aus familiären Gründen nach Ost-Berlin und schloss sich dem SC Einheit Berlin an. Er nahm von 1956 bis 1958 an der Ägypten-Rundfahrt teil, bei der er 1956 zwei Etappensiege feierte (Gesamtwertung 23. 1956 und 16. 1958) und 1958 als Mannschaftskapitän fungierte. Außerdem gewann er 1958 das Eintagesrennen Berlin–Angermünde–Berlin.

Ab 1960 fuhr Stoltze wieder erfolgreich Bahnrennen. In diesem Jahr errang er mit dem Weltmeistertitel im Amateur-Steherrennen auf der Leipziger Alfred-Rosch-Kampfbahn den größten Erfolg seiner Sportkarriere. Ein Jahr später gewann er bei der WM Bronze in derselben Disziplin. 1960 gewann er den Großen Preis der Stadt Leipzig im Steherrennen. Bei den Stehermeisterschaften der DDR gewann er 1963 den Titel, nachdem er zuvor zweimal Dritter geworden war. Laut Berliner Zeitung vom 7. April 2007 „...feierte er in 755 Radrennen mehr als 250 Siege auf Bahn und Straße.“

Familiäres

Georg („Schorschl“)<ref name=":0" /> Stoltze entstammte einer Radsport-Dynastie. Sein Großvater, der ebenfalls Georg hieß, gehörte zu den Mitbegründern des Rennens Rund um die Hainleite. Sein Vater, ebenfalls Georg Stoltze, wurde 1928 Radball-Europameister, zusammen mit seinem Bruder Walter.

Berufliches

Stoltze war gelernter Kraftfahrzeugschlosser und in einem großen kommunalen Kraftfahrzeugunternehmen in Erfurt angestellt.<ref name=":1" />

Literatur

  • Klaus Ullrich. Jedesmal im Mai. Sportverlag Berlin, 1987, ISBN 3-328-00177-8
  • Deutsches Sportecho. Ausgaben vom 23. April 1954 und 14. März 1958 mit Kurzbiografien

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Georg Stoltze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1951 Ronald Maraun/Erich Wedermann | 1952 Ronald Maraun/Horst Aurich | 1953 Erich Zawadski/Herbert Schondorf | 1954 Erich Stammer/Alfons Reich | 1955–1957 Bruno Zieger/Horst Aurich | 1958 Heinz Wahl/Herbert Schondorf | 1959 Lothar Meister I/Fritz Erdenberger | 1960 Lothar Meister I/Horst Aurich | 1961 Siegfried Wustrow/Erich Zawadski | 1962 Dieter Thoß/Fritz Erdenberger | 1963 Georg Stoltze/Erich Zawadski | 1964 Manfred Klieme/Heinz Stöber | 1965 Karl Kaminski/Heinz Stöber | 1966 Dieter Zuchold/Fritz Erdenberger | 1967 Carl Riedel/Hermann Kretzsch | 1968 Karl Kaminski/Erich Krüger | 1969–1972 Wolfgang Schmelzer/Heinz Stöber | 1973–1975, 1978 Karl Kaminski/Georg Sternberg | 1976 Karl Kaminski/Erich Krüger | 1977 Thomas Huschke/Georg Sternberg | 1979–1983 Günter Gottlieb/Gerhard Rüger | 1984 Jens Flohrer/Dieter Hillert | 1985–1987 Ronald Hempel/Carl Riedel | 1988–1990 Ralf Keller/Dieter Hillert

Wenn bekannt, mit Angabe der Schrittmacher Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1949 Horst Heinemann/Paul Scherner | 1950 Bruno Zieger/Georg Stoltze | 1951 Günter Oldenburg/Heinz Busse | 1952 Rolf Nitzsche/Heinz Rölke | 1953 Günter Fleck/Erich Mähne | 1954 Jürgen Simon/Schmidt | 1955 Ronald Maraun/Fritz Jährling | 1956 Horst Tüller/Fritz Jährling | 1957 Heinz Wahl/Hans Wagner | 1958 Siegfried Köhler/Werner Malitz | 1959 Rainer Pluskat/Harry Seidel | 1960 Konrad Irmschler/Konrad Nentwig | 1961, 1963, 1965–1967 Siegfried Köhler/Wolfgang Schmelzer | 1962 Bernd Barleben/Manfred Klieme | 1964 Kurt Pommerenke/Jürgen Wanzlick | 1968 Heinz Richter/Günter Weihe | 1969 Hans-Joachim Haustein/Horst Willgruber | 1970–1972 Heinz Richter/Thomas Huschke | 1973 Manfred Ulbricht/Herbert Richter | 1974 Klaus-Dieter Greil/Horst Wagner | 1975 Helmut Taudte/Klaus-Dieter Schenk | 1976 Thomas Huschke/Uwe Unterwalder | 1979 Helmut Taudte/Thomas Helbig | 1980 Volker Winkler/Dieter Stein | 1981 Dieter Stein/Frank Kühn | 1982 Hans-Joachim Pohl/Thomas Schnelle | 1983 Gerald Mortag/Jörg Köhler | 1984 Axel Grosser/Jens Wittek Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste DDR-Meister im TandemrennenVorlage:Navigationsleiste Gewinner des Radrennens Berlin-Angermünde-Berlin