Hoberge-Uerentrup
Hoberge-Uerentrup Stadtbezirk Dornberg
Stadt Bielefeld | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3627)&title=Hoberge-Uerentrup 52° 1′ N, 8° 29′ O
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| Höhe: | 190 m | |||||
| Fläche: | 6,03 km² | |||||
| Einwohner: | 3627 (31. Dez. 2024)[Ohne Beleg] | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1973 | |||||
| Postleitzahl: | 33619 | |||||
| Vorwahl: | 0521 | |||||
Lage von Hoberge-Uerentrup in Dornberg
Stadt Bielefeld | ||||||
Hoberge-Uerentrup ist ein Stadtteil der Stadt Bielefeld in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Stadtbezirk Dornberg. Bis zur kommunalen Gebietsreform 1973 war Hoberge-Uerentrup eine Gemeinde im Amt Dornberg des Landkreises Bielefeld.
Geografie
Die Stadt Bielefeld ist unterhalb der zehn Bezirke nicht weiter in administrative Einheiten gegliedert. Der informelle Stadtteil Hoberge-Uerentrup wird heute durch den statistischen Bezirk 39 Hoberge-Uerentrup/Wolfskuhle definiert.<ref>Statistische Bezirke von Bielefeld</ref>
Hoberge-Uerentrup liegt im Westen von Bielefeld in einem Längstal des Teutoburger Waldes und grenzt an die Ortsteile Kirchdornberg und Großdornberg aus dem Stadtbezirk Dornberg sowie an die Stadtbezirke Schildesche, Gadderbaum und Brackwede. Außerdem grenzt Hoberge-Uerentrup im Süden an die Gemeinde Steinhagen aus dem Kreis Gütersloh. Der Kamm des Teutoburger Waldes nimmt in Hoberge-Uerentrup Höhen bis circa 300 m an. Fließgewässer sind der Johannisbach, der Twellbach und der Paderbach.
Geschichte
Hoberge war im Mittelalter eine Bauerschaft, während Uerentrup (auch Urentrup oder Uhrendorf) ein großer Gutshof war, der dem Kloster Marienfeld gehörte. Sowohl die Bauerschaft Hoberge als auch das Gut Uerentrup gehörten zum Kirchspiel Dornberg, das zunächst der Vogtei Brackwede und seit 1692 der Vogtei Werther im Amt Sparrenberg der Grafschaft Ravensberg unterstand.<ref>Carl Ludwig Storch: Geographischer Büchersaal. Hrsg.: Johann Georg Hager. Vierter Band. Johann David Stößels Erben, Chemnitz 1764, Kurzgefasste Nachrichten von der Grafschaft Ravensberg, S. 274 und 286 (google.de).</ref>
Von 1807 bis 1810 gehörten Hoberge und Uerentrup zum Kanton Werther im Distrikt Bielefeld des Königreichs Westphalen, das von Jérôme, dem Bruder Napoleons regiert wurde.<ref>Eintheilung derjenigen Cantons des Districtes Bielefeld, im Weser-Departement, enthält, in welchen zwei Municipalitäten seyn sollen. 18. Mai 1808, S. 140 f, abgerufen am 23. April 2010 (Digitalisat).</ref> 1811 änderte sich die Verwaltungsgliederung, da der Norden des Distrikts Bielefeld von Frankreich annektiert wurde. Hoberge und Uerentrup verblieben im Königreich Westphalen und gehörten nun zum Kanton Schildesche.<ref>Territorial-Eintheilung des Districts Bielefeld. In: Gesetz-Bülletin des Königreichs Westphalen Band 2. 20. November 1812, S. 423 ff, abgerufen am 13. April 2010 (Digitalisat).</ref> Nach der Napoleonischen Zeit gehörten Hoberge und Uerentrup seit 1816 zum Kreis Bielefeld. Im Rahmen der Einführung der neuen Westfälischen Landgemeindeordnung wurde 1843 das Amt Dornberg eingerichtet und 1845 die Gemeinde Hoberge-Uerentrup konstituiert.<ref>Verordnung Nr. 46. In: Amtsblatt der Regierung Minden. 10. Januar 1844, S. 21 (Digitalisat online [abgerufen am 22. April 2010]).</ref><ref>Gemeinde-Eintheilung des Amts Dornberg. In: Amtsblatt der Regierung Minden. 8. September 1845, abgerufen am 22. April 2010.</ref> Hoberge umfasste ungefähr die westliche und Uerentrup die östliche Hälfte der Gemeinde.<ref>Listen und Karten bei bi.westfalenhoefe.de</ref>
Am 1. Oktober 1930 wurde ein Gebiet im Osten der Gemeinde mit der Siedlung Wolfskuhle in die Stadt Bielefeld eingegliedert.<ref>Gesetz über die Erweiterung des Stadtkreises Bielefeld. (PDF; 7 kB) In: Gesetz-Sammlung für die Königlichen Preußischen Staaten. 11. Juni 1930, S. § 1, abgerufen am 14. April 2010.</ref>
Durch das Gesetz zur Neugliederung des Raumes Bielefeld wurde der größere nördlich des Kammes des Teutoburger Waldes liegende Teil der Gemeinde Hoberge-Uerentrup am 1. Januar 1973 nach Bielefeld eingemeindet und ist seitdem ein Teil des Stadtbezirks Dornberg. Der kleinere, südlich des Hauptkammes des Teutoburger Waldes liegende Teil, wurde gemäß § 3 des Bielefeld-Gesetzes der Gemeinde Steinhagen angegliedert.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref> Das Gebiet Wolfskuhle kam zum Stadtbezirk Dornberg.
Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1799 | 584 | <ref>Peter Florens Weddigen: Westphälischer historisch-geographischer National-Kalender. Kleinenbremen 1805, § 1 Das Amt Sparrenberg, S. 54 (google.de).</ref> |
| 1812 | 372 | <ref>Westfalen unter Hieronymus Napoleon. (Digitalisat) 1812, S. 47, abgerufen am 20. April 2010.</ref> |
| 1822 | 413 | <ref name="topo1821">Statistisch-Topographische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Minden 1821. In: Digitale Sammlungen ULB Münster. S. 41, abgerufen am 9. Januar 2025.</ref> |
| 1843 | 625 | <ref name="seemann">Seemann: Geographisch-statistisch-topographische Übersicht des Regierungsbezirks Minden. (PDF) 1843, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. April 2024. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> |
| 1864 | 647 | <ref>Topographisch-statistisches Handbuch des Regierungs-Bezirks Minden. (Digitalisat) 1866, S. 10, abgerufen am 22. April 2010.</ref> |
| 1885 | 639 | <ref name="nrw2">Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1871–1961. Düsseldorf 1966</ref> |
| 1910 | 857 | <ref>Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Oktober 2018; abgerufen am 22. Mai 2009.</ref> |
| 1939 | 1195 | <ref name="rademacher">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> |
| 1950 | 1873 | <ref name="isys">Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)</ref> |
| 1961 | 2127 | <ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" /> |
| 1966 | 2391 | <ref name="Kreis">Landkreis Bielefeld (Hrsg.): 150 Jahre Landkreis Bielefeld. 1966.</ref> |
| 1970 | 2434 | <ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" /> |
| 1972 | 2564 | <ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 97 und 100.</ref> |
| 2008 | 3502 | <ref>Sozialleistungsbericht 2008. (PDF; 9,5 MB) Stadt Bielefeld, 31. Dezember 2008, S. 185, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Januar 2012; abgerufen am 25. Mai 2010: „Einwohnerzahl der Statistischen Bezirke 448 Hoberge-Uerentrup und 449 Wolfskuhle“</ref> |
| 2014 | 3570 | <ref>Statistischer Bezirk Wolfskuhle und Hoberger-Uerentrup. Stadt Bielefeld Amt für Demographie und Statistik, abgerufen am 13. Oktober 2015.</ref> |
| 2019 | 3640 | <ref>Daten der Stadt Bielefeld</ref> |
| 2024 | 3627 | <ref name="s2024">Stadt Bielefeld: Demographie und statistische Gebietsgliederung</ref> |
Bauwerke
Die 1963 erbaute evangelische Markuskirche ist mit ihrer Natursteinfassade das Zentrum der evangelischen Kirchengemeinde Hoberge-Uerentrup, die 1965 selbstständig wurde.<ref>Webseite des Kirchenkreises Bielefeld: Markuskirche in Hoberge-Uerentrup</ref>
Von weitem sichtbar ist der Fernmeldeturm Hünenburg auf dem Kamm des Teutoburger Waldes neben der historischen Hünenburg. Der Fernsehturm selbst liegt jedoch unmittelbar hinter der Grenze des Ortsteils in Quelle.
Naturdenkmäler
- Eiche beim Golfplatz mit einem Brusthöhenumfang von 7,50 m (2014).<ref>Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen.Vorlage:Abrufdatum</ref>
Bildung
Die evangelische Kirchengemeinde unterhält einen Kindergarten mit vier Gruppen. Es werden alle drei Betreuungszeiten (25, 35 und 45 Stunden) angeboten.<ref>Evangelische KiTa Hoberge-Uerentrup</ref> Ferner gibt es eine einzügige evangelische Bekenntnis-Grundschule in städtischer Trägerschaft im Stadtteil. Ein Trägerverein nimmt die Aufgaben als Offene Ganztagsgrundschule wahr.
Verkehr
Hoberge-Uerentrup ist über die Dornberger Straße mit der Bielefelder Innenstadt verbunden. Im öffentlichen Nahverkehr stellt die Buslinie 24 eine direkte Verbindung in die Bielefelder Innenstadt her.
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang
| Brackwede: | ||
| Dornberg: |
Babenhausen | Großdornberg | Hoberge-Uerentrup | Kirchdornberg | Niederdornberg-Deppendorf | Schröttinghausen | |
| Gadderbaum: | ||
| Heepen: |
Altenhagen | Baumheide | Brake | Brönninghausen | Heepen | Milse | Oldentrup | |
| Jöllenbeck: |
Jöllenbeck | Theesen | Vilsendorf | |
| Mitte: |
(keine Gliederung in Stadtteile) | |
| Schildesche: |
Gellershagen | Sudbrack | Schildesche | |
| Senne: | ||
| Sennestadt: |
Dalbke | Eckardtsheim | Heideblümchen | Sennestadt | |
| Stieghorst: |
Hillegossen | Lämershagen-Gräfinghagen | Sieker | Stieghorst | Ubbedissen |
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