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Kirchdornberg

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Kirchdornberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(933)&title=Kirchdornberg 52° 3′ N, 8° 26′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(933) 52° 2′ 43″ N, 8° 26′ 22″ O
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Höhe: 140 m
Fläche: 3,13 km²
Einwohner: 933 (31. Dez. 2014)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 33619
Vorwahl: 0521
Datei:Stadtteil Kirchdornberg in Bielefeld.svg
Karte
Lage von Kirchdornberg in Dornberg
Stadt Bielefeld
Datei:Kirchdornberg (Bielefeld).jpg
Kirchdornberg (Ansicht von Westen)

Kirchdornberg ist ein Stadtteil der Stadt Bielefeld in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Stadtbezirk Dornberg. Bis zur kommunalen Gebietsreform 1973 war Kirchdornberg eine Gemeinde im Amt Dornberg des Landkreises Bielefeld.

Geografie

Das Gebiet der früheren Gemeinde Kirchdornberg ist innerhalb der Stadt Bielefeld nicht mehr verwaltungstechnisch abgegrenzt, wird aber informell als Bielefelder Ortsteil angesehen. Es gehört heute zu dem statistischen Bezirk 41 Großdornberg/Kirchdornberg.<ref>Statistische Bezirke von Bielefeld</ref>

Kirchdornberg liegt im Westen von Bielefeld im Teutoburger Wald und grenzt an die Ortsteile Hoberge-Uerentrup und Großdornberg aus dem Stadtbezirk Dornberg. Außerdem grenzt Kirchdornberg an die Stadt Werther und die Gemeinde Steinhagen aus dem Kreis Gütersloh. Die höchste Erhebung in Kirchdornberg ist der Petersberg mit 266 m.

Geschichte

Im Mittelalter war Kirchdornberg eine Bauerschaft im Amt Sparrenberg der Grafschaft Ravensberg und gleichzeitig das Kirchdorf des Kirchspiels Dornberg. Verwaltungstechnisch gehörten die Bauerschaften des Kirchspiels Dornberg zunächst zur Vogtei Brackwede und seit 1692 zur Vogtei Werther.<ref>Carl Ludwig Storch: Geographischer Büchersaal. Hrsg.: Johann Georg Hager. Vierter Band. Johann David Stößels Erben, Chemnitz 1764, Kurzgefasste Nachrichten von der Grafschaft Ravensberg, S. 274 und 286 (google.de).</ref>

Von 1807 bis 1810 gehörte Kirchdornberg zum Kanton Werther im Distrikt Bielefeld des Königreichs Westphalen, das von Jérôme, dem Bruder Napoleons regiert wurde.<ref>Eintheilung derjenigen Cantons des Districtes Bielefeld, im Weser-Departement, enthält, in welchen zwei Municipalitäten seyn sollen. 18. Mai 1808, S. 140 f, abgerufen am 23. April 2010 (Digitalisat).</ref> 1811 änderte sich die Verwaltungsgliederung, da der Norden des Distrikts Bielefeld vom Königreich Westphalen nach Frankreich umgegliedert wurde. Kirchdornberg verblieb im Königreich Westphalen und gehörte nun zum Kanton Schildesche.<ref>Territorial-Eintheilung des Districts Bielefeld. In: Gesetz-Bülletin des Königreichs Westphalen Band 2. 20. November 1812, S. 423 ff, abgerufen am 13. April 2010 (Digitalisat).</ref>

Nach der Napoleonischen Zeit gehörte Kirchdornberg seit 1816 zum Kreis Bielefeld. Im Rahmen der Einführung der neuen Westfälischen Landgemeindeordnung wurde 1843 das Amt Dornberg gegründet und 1845 wurde Kirchdornberg als eine der fünf Gemeinden des Amtes konstituiert.<ref>Verordnung Nr. 46. In: Amtsblatt der Regierung Minden. 10. Januar 1844, S. 21 (Digitalisat online [abgerufen am 22. April 2010]).</ref><ref>Gemeinde-Eintheilung des Amts Dornberg. In: Amtsblatt der Regierung Minden. 8. September 1845, abgerufen am 22. April 2010.</ref>

Durch das Gesetz zur Neugliederung des Raumes Bielefeld wurde Kirchdornberg am 1. Januar 1973 in die Stadt Bielefeld eingemeindet und ist seitdem ein Teil des Stadtbezirks Dornberg.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref>

Datei:Peterskirche Kirchdornberg1.JPG
Turm von St. Peter

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1799 0472 <ref>Peter Florens Weddigen: Westphälischer historisch-geographischer National-Kalender. Kleinenbremen 1805, § 1 Das Amt Sparrenberg, S. 54 (google.de).</ref>
1822 0594 <ref name="topo1821">Statistisch-Topographische Uebersicht des Regierungs-Bezirks Minden 1821. In: Digitale Sammlungen ULB Münster. S. 41, abgerufen am 9. Januar 2025.</ref>
1843 0759 <ref name="seemann">Seemann: Geographisch-statistisch-topographische Übersicht des Regierungsbezirks Minden. (PDF) 1843, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Dezember 2024; abgerufen am 23. April 2024.</ref>
1864 0660 <ref>Topographisch-statistisches Handbuch des Regierungs-Bezirks Minden. 1866, S. 10 (Digitalisat online [abgerufen am 22. April 2010]).</ref>
1885 0579 <ref name="nrw2">Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen: Gemeindestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen: Bevölkerungsentwicklung 1871–1961. Düsseldorf 1966</ref>
1910 0537 <ref>Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Oktober 2018; abgerufen am 22. Mai 2009.</ref>
1939 0599 <ref name="rademacher">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1950 0806 <ref name="isys">Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)</ref>
1961 0987 <ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />
1966 1024 <ref name="Kreis">Landkreis Bielefeld (Hrsg.): 150 Jahre Landkreis Bielefeld. 1966.</ref>
1970 1023 <ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />
1972 1160 <ref>Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X, S. 97 f.</ref>
2008 0989 <ref>Sozialleistungsbericht 2008. (PDF; 9,5 MB) Stadt Bielefeld, 31. Dezember 2008, S. 185, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Januar 2012; abgerufen am 25. Mai 2010: „Einwohnerzahl des Statistischen Bezirks 447 Kirchdornberg“</ref>
2014 0933 <ref>Statistischer Bezirk Kirchdornberg. Stadt Bielefeld Amt für Demographie und Statistik, abgerufen am 13. Oktober 2015.</ref>

Die Stadt Bielefeld weist für den Ortsteil Kirchdornberg heute keine eigene Einwohnerzahl mehr aus.<ref name="s2024">Stadt Bielefeld: Demographie und statistische Gebietsgliederung</ref>

Verkehr

Kirchdornberg ist durch die Dornberger Straße mit der Bielefelder Innenstadt verbunden. Im öffentlichen Nahverkehr stellt die Buslinie 24 eine direkte Verbindung in die Bielefelder Innenstadt her.

Bauwerke

Die evangelische Peterskirche entstand im 14. Jahrhundert als dreijochige gotische Saalkirche und ist damit die älteste Kirche in Bielefeld. Der romanische Kirchturm ist aus dem 11. Jahrhundert und hat ein frühgotisches Obergeschoss. Im Inneren der Kirche haben sich ein Schnitzaltar mit Kreuzigungsgruppe, der aus dem 13. Jahrhundert stammt, sowie eine Barockkanzel und ein Taufstein aus dem Jahr 1685 erhalten. Reste von Gewölbe- und Wandmalereien lassen sich in das 14. bis 16. Jahrhundert datieren.

Weblinks

Commons: Kirchdornberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Brackwede:

Brackwede | Holtkamp | Quelle | Ummeln

Dornberg:

Babenhausen | Großdornberg | Hoberge-Uerentrup | Kirchdornberg | Niederdornberg-Deppendorf | Schröttinghausen

Gadderbaum:

Bethel

Heepen:

Altenhagen | Baumheide | Brake | Brönninghausen | Heepen | Milse | Oldentrup

Jöllenbeck:

Jöllenbeck | Theesen | Vilsendorf

Mitte:

(keine Gliederung in Stadtteile)

Schildesche:

Gellershagen | Sudbrack | Schildesche

Senne:

Buschkamp | Windelsbleiche | Windflöte

Sennestadt:

Dalbke | Eckardtsheim | Heideblümchen | Sennestadt

Stieghorst:

Hillegossen | Lämershagen-Gräfinghagen | Sieker | Stieghorst | Ubbedissen

Vorlage:Klappleiste/Ende