Anis-Duftnessel
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| Anis-Duftnessel | ||||||||||||
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| Datei:Agastache foeniculum - Anise Hyssop 02.jpg
Anis-Duftnessel (Agastache foeniculum) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Agastache foeniculum | ||||||||||||
| (Pursh) Kuntze |
Die Anis-Duftnessel oder Anis-Riesenysop (Agastache foeniculum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Duftnesseln (Agastache) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Anis-Duftnessel ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 150 Zentimetern erreicht.<ref name="Rothmaler2008" /> Der aufrechte, vierkantige, hellgrüne Stängel verzweigt sich manchmal im oberen Bereich und ist kahl bis fein flaumig behaart.<ref name="illinoiswildflowers" />
Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Laubblätter duften nach Anis (daher die Trivialnamen).<ref name="illinoiswildflowers" /> Der Blattstiel ist bei einer Länge von 0,5 bis 2 Zentimetern relativ kurz. Die einfache Blattspreite ist herzförmig bis breit-lanzettlich. Der Blattrand ist gekerbt bis gekerbt-gesägt.<ref name="illinoiswildflowers" /> Die Blattunterseite ist weiß bis weißgrau und weist eine feine, dichte und eng anliegende Behaarung auf. Die Spreitenbasis ist gerundet oder gestutzt, bei den unteren Blättern ist sie schwach herzförmig.<ref name="Rothmaler2008" />
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von Juli bis September.<ref name="Rothmaler2008" /> Der Blütenstand besteht aus Scheinquirlen, die zu einer mehr oder weniger dichten Scheinähre zusammengesetzt sind.<ref name="illinoiswildflowers" /> Die Tragblätter sind eiförmig.<ref name="Rothmaler2008" /> Der Kelch ist röhrig und endet in 5 Zähnen. Die Blüten sind röhrenförmig und etwa 8 Millimeter lang. Sie überragen den Kelch. Sie sind blauviolett und haben eine Ober- und ein Unterlippe. Die Unterlippe ist dreiteilig mit einem größeren Mittellappen. Die 4 Staubblätter ragen aus der Blüte heraus. Die Antheren sind blauviolett. Auch der Griffel ragt aus der Blüte.<ref name="illinoiswildflowers" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.<ref name="IPCN" />
Vorkommen
Agastache foeniculum kommt im nördlichen zentralen Nordamerika in Prärien vor.<ref name="Rothmaler2008" /> Das Verbreitungsgebiet reicht von Kanada bis zu den nordwestlichen und nördlich-zentralen Vereinigten Staaten.<ref name="WCSP" />
Inhaltsstoffe
Das ätherische Öl enthält 20 verschiedene chemische Stoffe, wovon Methylchavicol die Hauptkomponente bildet und je nach geographischer Herkunft mehr als 95 % betragen kann. Daneben kommen Limonen, 1-Octen-3-ol, 1-Octen-3-ylacetat, Eugenol, n-Octanol, Linalool, β-Caryophyllen, Germacren B, Germacren D, γ-Cadinen und Spathulenol in größeren Mengen vor.<ref name="FFJ-2004-351" />
Taxonomie
Agastache foeniculum wurde 1813 von Frederick Traugott Pursh in Flora Americae Septentrionalis Band 2 Seite 407–408 als Stachys foeniculum erstbeschrieben. Die Art wurde 1891 von Carl Ernst Otto Kuntze in Revisio Generum Plantarum Band 2 Seite 511 als Agastache foeniculum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Pursh) Kuntze in die Gattung Agastache versetzt.
Synonyme für Agastache foeniculum (Pursh) Kuntze sind beispielsweise: Agastache anethiodora <templatestyles src="Person/styles.css" />(Nutt.) Britton und Agastache anisata hort.<ref name="Rothmaler2008" />
Verwendung
Ursprünglich von Indianern als Futter- und Heilpflanze verwendet, wurde sie in Europa als Futterpflanze für Bienen eingeführt. Für die Zubereitung von Salat und Likören eignen sich die frischen Blätter der Pflanze. In der Naturheilkunde wird die Duftnessel wegen entzündungshemmender und verdauungsfördernder Wirkung verwendet. Eingesetzt werden dabei die getrockneten Blätter, aus denen ein Tee zubereitet wird.<ref name="Kothe2004">Hans W. Kothe: Lexikon der Kräuter Alles Wissenswerte über Kräuter von A bis Z. Komet Verlag GmbH, 2004, ISBN 978-3-89836-406-5.</ref>
Agastache foeniculum wird selten als Zierpflanze für Sommerrabatten genutzt. Sie wird meist einjährig kultiviert.<ref name="Rothmaler2008" />
Weblinks
Einzelnachweise
<references> <ref name="IPCN"> Agastache foeniculum bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Rothmaler2008"> Agastache. In: Eckehart Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Band 5. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8. </ref> <ref name="illinoiswildflowers"> Datenblatt bei Illinois Wildflowers. </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref>
<ref name="FFJ-2004-351">G. R. Mallavarapu, R. N. Kulkarni, K. Baskaran, S. Ramesh: The essential oil composition of anise hyssop grown in India. In: Flavour and Fragrance Journal. Band 19, Nr. 4, Juli 2004, S. 351–353, doi:10.1002/ffj.1316.</ref> </references>