Limonia acidissima
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Limonia acidissima | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Limonia acidissima 116485965.jpg
Indischer Holzapfel | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Limonia | ||||||||||||
| L. | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Limonia acidissima | ||||||||||||
| L. |
Limonia acidissima, auch Indischer Holzapfel oder Elefantenapfel genannt, ist die einzige Art der monotypischen Pflanzengattung Limonia innerhalb der Familie der Rautengewächse (Rutaceae). Sie ist in den trockenen Ebenen auf dem Indischen Subkontinent: Bangladesch, Indien, Pakistan, Sri Lanka und im westlichen Himalaya sowie von Südostasien bis nach Java verbreitet<ref name="FoP" />. Die Früchte werden als Obst verwendet.
Beschreibung
Erscheinungsbild und Blatt
Limonia acidissima wächst als laubabwerfender,<ref name="treknature" /> kleiner Baum, der Wuchshöhen von etwa 9 Meter erreicht.<ref name="FoP" /> Die Borke ist dick und hart.
Die wechselständig und spiralig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in kurzen Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Blattstiel und Blattrhachis sind schmal geflügelt. Die 7,5 bis 12,5 cm lange, dunkel-grünen, ledrigen Blattspreite<ref name="treknature" /> ist unpaarig gefiedert und die fünf oder sieben Fiederblättchen sind gegenständig an der Blattrhachis angeordnet.<ref name="FoP" /> Die Fiederblättchen sind bei einer Länge von 25 bis 35 mm und einer Breite von 10 bis 20 mm verkehrt-eiförmig mit glattem oder leicht gekerbtem Rand und gerundetem Ende, das eine Einkerbung besitzt. Die Blätter sind drüsig punktiert und riechen leicht nach Zitronen, wenn sie zerrieben werden.<ref name="treknature" /> Die Blattachseln sind etwa 15 mm lang bedornt.<ref name="FoP" />
Blütenstand und Blüte
Die Blütezeit reicht in Pakistan von März bis Mai.<ref name="FoP" /> Es liegt Polygamie vor.<ref name="FoP" /> jedoch sind die Blüten meist zwittrig.<ref name="treknature" /> Die Blüten stehen in end- oder seitenständigen, lockeren, rispigen Blütenständen.<ref name="treknature" />
Die duftenden Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünf-, selten vier- oder sechszählig<ref name="FoP" /> mit doppelter Blütenhülle bei einem Durchmesser von etwa 1,25 cm.<ref name="treknature" /> Die Kelchblätter sind eiförmig.<ref name="FoP" /> Die matt roten Kronblätter sind ausgebreitet, längliche bis schmal verkehrt-eiförmig oder elliptisch.<ref name="FoP" /> Es sind zwei Kreise mit fünf oder sechs Staubblättern vorhanden. Die pfriemlichen Staubfäden sind an ihrer Basis behaart. Die sitzende Narbe ist spindelförmig.<ref name="FoP" />
Frucht und Samen
Die Beeren (Panzerbeere) sind bei einem Durchmesser von 5 bis 12,5 cm rund bis oval mit einer harten, holzigen, gräulich-weißen, etwa 6 mm dicken, schorfigen Schale.<ref name="treknature" /> Der duftende, adstringierende, saure oder süßliche Fruchtpulpe ist braun und mehlig. In der Fruchtpulpe verteilt befinden sich viele, kleine, braune Samen, die wollig behaart sind.<ref name="FoP" />
Chromosomenzahl
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.<ref name="IPCN" />
Nutzung
Die Fruchtschale wird mit einem Hammer geöffnet. Die Fruchtpulpe wird roh mit oder ohne Zucker gegessen. Man verarbeitet ihn auch mit Kokosmilch oder Palmsirup zu einem Erfrischungsgetränk oder zu Eiscreme. Er wird auch in Chutneys oder Marmeladen verwendet.<ref name="treknature" />
Auch die Fruchtschale wird zu kleinen Behältern verarbeitet.<ref name="treknature" />
Die unreifen Früchte werden in Indien in der Volksmedizin verwendet. Die adstringierende Wirkung wird beispielsweise gegen Diarrhö und Dysenterie eingesetzt. Blätter, Borke, Wurzeln und Fruchtpülpe werden gegen Schlangenbisse eingesetzt.<ref name="treknature" />
Die verriebene Borke wird in Myanmar für Thanaka, ein Kosmetikum, eingesetzt.<ref>Helmut Köllner, Axel Bruns: Myanmar (Burma). Hunter Publishing, 1998, ISBN 3-88618-415-3, S. 18.</ref>
Systematik
Die Gattung Limonia wurde 1762 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 2. Auflage, S. 554<ref name="biodiversitylibrary" /> aufgestellt. Typusart und einzige Art der Gattung ist Limonia acidissima. Ein Homonym ist Limonia <templatestyles src="Person/styles.css" />Gaertn. veröffentlicht in Joseph Gaertner: De Fructibus et Seminibus Plantarum ..., Band 1, 1788, S. 278.<ref name="tropicos" /> Ein Synonym für Limonia <templatestyles src="Person/styles.css" />L. ist Feronia <templatestyles src="Person/styles.css" />Corrêa. Synonyme für Limonia acidissima <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind: Feronia elephantum <templatestyles src="Person/styles.css" />Corrêa, Feronia limonia <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Swingle, Schinus limonia <templatestyles src="Person/styles.css" />L.<ref name="GRIN" />
Die Gattung Limonia gehört zur Subtribus Citrinae aus der Tribus Aurantieae in der Unterfamilie Aurantioideae innerhalb der Familie der Rutaceae.<ref name="GRIN" />
Trivialnamen
Trivialnamen in anderen Sprachen sind:
- Englisch: Wood Apple, Elephant Apple, Monkey Fruit, Curd Fruit
- Oriya: Kaintha
- Telugu: Vellaga Pandu
- Tamil: Vilam Palam (விளாம் பழம்)
- Bengalisch: Koth Bel (কৎ বেল)
- Hindi: Kaitha (कैथा), Kath Bel
- Singhalesisch: Divul
- Marathi: KavaTH (कवठ).
- Sanskrit: Kapittha (कपित्थ)<ref name="treknature" />, Dadhistha, Surabhicchada, Kapipriya, Dadhi, Puṣpapahala, Dantasātha, Phalasugandhika, Cirapākī, Karabhithū, Kanṭī, Gandhapatra, Grāhiphala, Kaṣāyāmlaphala<ref>S. G. Joshi: Medicinal Plants. Oxford & IBH Publishing, New Delhi 2004, ISBN 81-204-1414-4, S. 347.</ref>
Einzelnachweise
<references> <ref name="FoP"> Gattung Limonia und Art Limonia acidissima in der Flora of Pakistan. </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="tropicos"> Eintrag bei Tropicos. </ref> <ref name="IPCN"> Limonia acidissima bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="treknature"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Feronia elephantum bei TrekNature ( vom 5. März 2021 im Internet Archive). </ref> </references>
Weblinks
- The Wood Apple bei Purdue (englisch)
- Limonia acidissima bei Pandanus Database (englisch).
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Walter T. Swingle: The Botany of Citrus and Its Wild Relatives. In: Walter Reuther, Herbert John Webber, Leon Dexter Batchelor (Hrsg.): The Citrus Industry. Band 1, University of California - Division of Agricultural Sciences, 1967, Kapitel 3 (englisch) ( vom 9. April 2011 im Internet Archive).