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Limonia acidissima

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Limonia acidissima
Datei:Limonia acidissima 116485965.jpg

Indischer Holzapfel

Systematik
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Rautengewächse (Rutaceae)
Unterfamilie: Aurantioideae
Tribus: Citreae
Gattung: Limonia
Art: Limonia acidissima
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Limonia
L.
Wissenschaftlicher Name der Art
Limonia acidissima
L.

Limonia acidissima, auch Indischer Holzapfel oder Elefantenapfel genannt, ist die einzige Art der monotypischen Pflanzengattung Limonia innerhalb der Familie der Rautengewächse (Rutaceae). Sie ist in den trockenen Ebenen auf dem Indischen Subkontinent: Bangladesch, Indien, Pakistan, Sri Lanka und im westlichen Himalaya sowie von Südostasien bis nach Java verbreitet<ref name="FoP" />. Die Früchte werden als Obst verwendet.

Beschreibung

Datei:Indian Copal (Vateria indica L.); branch with flowers, leave Wellcome V0042605.jpg
Kolorierter Kupferstich aus dem vierten Band des Hortus Malabaricus (Tafel 15) von 1683
Datei:Limonia acidissima syn Limonia elephantum or Fernonia limonia (wood-apple) in Talakona forest, AP W IMG 8335.jpg
Borke
Datei:Limonia acidissima syn Limonia elephantum or Fernonia limonia (wood-apple) in Talakona forest, AP W IMG 8336.jpg
Zweig mit Laubblättern
Datei:Limonia acidissima syn Limonia elephantum or Fernonia limonia (wood-apple) in Talakona forest, AP W IMG 8333.jpg
Frucht am Baum
Datei:Limonia Acidissima Fructus.jpg
Geöffnete Frucht mit Samen in der Fruchtpulpe

Erscheinungsbild und Blatt

Limonia acidissima wächst als laubabwerfender,<ref name="treknature" /> kleiner Baum, der Wuchshöhen von etwa 9 Meter erreicht.<ref name="FoP" /> Die Borke ist dick und hart.

Die wechselständig und spiralig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in kurzen Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Blattstiel und Blattrhachis sind schmal geflügelt. Die 7,5 bis 12,5 cm lange, dunkel-grünen, ledrigen Blattspreite<ref name="treknature" /> ist unpaarig gefiedert und die fünf oder sieben Fiederblättchen sind gegenständig an der Blattrhachis angeordnet.<ref name="FoP" /> Die Fiederblättchen sind bei einer Länge von 25 bis 35 mm und einer Breite von 10 bis 20 mm verkehrt-eiförmig mit glattem oder leicht gekerbtem Rand und gerundetem Ende, das eine Einkerbung besitzt. Die Blätter sind drüsig punktiert und riechen leicht nach Zitronen, wenn sie zerrieben werden.<ref name="treknature" /> Die Blattachseln sind etwa 15 mm lang bedornt.<ref name="FoP" />

Blütenstand und Blüte

Die Blütezeit reicht in Pakistan von März bis Mai.<ref name="FoP" /> Es liegt Polygamie vor.<ref name="FoP" /> jedoch sind die Blüten meist zwittrig.<ref name="treknature" /> Die Blüten stehen in end- oder seitenständigen, lockeren, rispigen Blütenständen.<ref name="treknature" />

Die duftenden Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünf-, selten vier- oder sechszählig<ref name="FoP" /> mit doppelter Blütenhülle bei einem Durchmesser von etwa 1,25 cm.<ref name="treknature" /> Die Kelchblätter sind eiförmig.<ref name="FoP" /> Die matt roten Kronblätter sind ausgebreitet, längliche bis schmal verkehrt-eiförmig oder elliptisch.<ref name="FoP" /> Es sind zwei Kreise mit fünf oder sechs Staubblättern vorhanden. Die pfriemlichen Staubfäden sind an ihrer Basis behaart. Die sitzende Narbe ist spindelförmig.<ref name="FoP" />

Frucht und Samen

Die Beeren (Panzerbeere) sind bei einem Durchmesser von 5 bis 12,5 cm rund bis oval mit einer harten, holzigen, gräulich-weißen, etwa 6 mm dicken, schorfigen Schale.<ref name="treknature" /> Der duftende, adstringierende, saure oder süßliche Fruchtpulpe ist braun und mehlig. In der Fruchtpulpe verteilt befinden sich viele, kleine, braune Samen, die wollig behaart sind.<ref name="FoP" />

Chromosomenzahl

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.<ref name="IPCN" />

Nutzung

Die Fruchtschale wird mit einem Hammer geöffnet. Die Fruchtpulpe wird roh mit oder ohne Zucker gegessen. Man verarbeitet ihn auch mit Kokosmilch oder Palmsirup zu einem Erfrischungsgetränk oder zu Eiscreme. Er wird auch in Chutneys oder Marmeladen verwendet.<ref name="treknature" />

Auch die Fruchtschale wird zu kleinen Behältern verarbeitet.<ref name="treknature" />

Die unreifen Früchte werden in Indien in der Volksmedizin verwendet. Die adstringierende Wirkung wird beispielsweise gegen Diarrhö und Dysenterie eingesetzt. Blätter, Borke, Wurzeln und Fruchtpülpe werden gegen Schlangenbisse eingesetzt.<ref name="treknature" />

Die verriebene Borke wird in Myanmar für Thanaka, ein Kosmetikum, eingesetzt.<ref>Helmut Köllner, Axel Bruns: Myanmar (Burma). Hunter Publishing, 1998, ISBN 3-88618-415-3, S. 18.</ref>

Systematik

Die Gattung Limonia wurde 1762 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 2. Auflage, S. 554<ref name="biodiversitylibrary" /> aufgestellt. Typusart und einzige Art der Gattung ist Limonia acidissima. Ein Homonym ist Limonia <templatestyles src="Person/styles.css" />Gaertn. veröffentlicht in Joseph Gaertner: De Fructibus et Seminibus Plantarum ..., Band 1, 1788, S. 278.<ref name="tropicos" /> Ein Synonym für Limonia <templatestyles src="Person/styles.css" />L. ist Feronia <templatestyles src="Person/styles.css" />Corrêa. Synonyme für Limonia acidissima <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind: Feronia elephantum <templatestyles src="Person/styles.css" />Corrêa, Feronia limonia <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Swingle, Schinus limonia <templatestyles src="Person/styles.css" />L.<ref name="GRIN" />

Die Gattung Limonia gehört zur Subtribus Citrinae aus der Tribus Aurantieae in der Unterfamilie Aurantioideae innerhalb der Familie der Rutaceae.<ref name="GRIN" />

Trivialnamen

Trivialnamen in anderen Sprachen sind:

  • Englisch: Wood Apple, Elephant Apple, Monkey Fruit, Curd Fruit
  • Oriya: Kaintha
  • Telugu: Vellaga Pandu
  • Tamil: Vilam Palam (விளாம் பழம்)
  • Bengalisch: Koth Bel (কৎ বেল)
  • Hindi: Kaitha (कैथा), Kath Bel
  • Singhalesisch: Divul
  • Marathi: KavaTH (कवठ).
  • Sanskrit: Kapittha (कपित्थ)<ref name="treknature" />, Dadhistha, Surabhicchada, Kapipriya, Dadhi, Puṣpapahala, Dantasātha, Phalasugandhika, Cirapākī, Karabhithū, Kanṭī, Gandhapatra, Grāhiphala, Kaṣāyāmlaphala<ref>S. G. Joshi: Medicinal Plants. Oxford & IBH Publishing, New Delhi 2004, ISBN 81-204-1414-4, S. 347.</ref>

Einzelnachweise

<references> <ref name="FoP"> Gattung Limonia und Art Limonia acidissima in der Flora of Pakistan. </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="tropicos"> Eintrag bei Tropicos. </ref> <ref name="IPCN"> Limonia acidissima bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="treknature"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Feronia elephantum bei TrekNature (Memento vom 5. März 2021 im Internet Archive). </ref> </references>

Weblinks

Commons: Limonia acidissima – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien