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Prototheca wickerhamii

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Prototheca wickerhamii
Datei:Prototheca wickerhamii.gif

Prototheca wickerhamii (Gram-Färbung) aus dem Blut eines 79-jährigen Mannes mit Sepsis

Systematik
ohne Rang: Chlorophyta
ohne Rang: Trebouxiophyceae
Ordnung: Chlorellales
Familie: Chlorellaceae
Gattung: Prototheca
Art: Prototheca wickerhamii
Wissenschaftlicher Name
Prototheca wickerhamii
Tsubaki & Soneda

Prototheca wickerhamii ist eine ubiquitär vorkommende Grünalge, die über kein Chlorophyll verfügt. Sie ist in der normalen Umgebung weit verbreitet und kann beim Menschen in seltenen Fällen eine Erkrankung, die Protothekose auslösen, die sich meist in Form von Hautläsionen äußert.<ref name="Curbelo">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Die Spezies wurde erstmals 1959 beschrieben.<ref>K. Tsubaki und M. Soneda: Cultural and taxonomical studies on Prototheca. In: Nagaoa 1959:25-34</ref>

Biologie

P. wickerhamii ist eine einzellige Alge von kugelförmiger bis elliptischer Form und 3 bis 10 μm Durchmesser. Die dickwandige Zelle (Theca) besitzt eine Zellwand mit zwei elektronenmikroskopisch unterscheidbaren Schichten und enthält 2 bis 20 symmetrisch, maulbeerartig angeordnete Endosporen. Die Vermehrung erfolgt asexuell durch Zerstörung der Mutterzelle und Freisetzen der Sporen, die sich zu neuen adulten Zellen entwickeln. Die Sporenfreisetzung erfolgt unter Idealbedingungen alle 5 bis 6 Stunden.<ref Name = Lass>Lass-Flörl C, Mayr A. Human protothecosis. Clin Microbiol Rev. 2007 Apr;20(2):230-42. Review. PMID 17428884</ref>

P. wickerhamii besitzt weder Chloroplasten noch Chlorophyll. Die Alge kann daher keine Photosynthese betreiben, sondern lebt heterotroph.<ref Name = Lass />

Identifikation

Das Vorkommen von P. wickerhamii als Krankheitserreger kann durch die Kultur infizierter Flüssigkeit in Sabouraud-Dextrose-Agar oder durch eine mikroskopische Untersuchung von Gewebeproben auf Sporangien untersucht werden.

Antimikrobielle Therapie

Die Behandlung von Infektionen mit P. wickerhamii ist nicht standardisiert. Amphotericin B, Itraconazol, Posaconazol und Voriconazol wurden eingesetzt.<ref name="Curbelo"/>

Einzelnachweise

<references />