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Jan Charouz

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Datei:Jan Charouz Driver of Sébastien Loeb Racing's Oreca 03 Nissan (13997788104).jpg
Jan Charouz 2014

Jana „Jan“ Charouz (* 17. Juli 1987 in Prag) ist ein ehemaliger tschechischer Rennfahrer und der Sohn des Rennfahrers Antonín Charouz. Er war 2006 Meister der F3000 International Masters sowie 2009 Meister der Le Mans Series. Er fuhr 2010 und 2011 in der Formel Renault 3.5.

Karriere

Charouz begann seine Motorsportkarriere im Alter von sieben Jahren im Kartsport, in dem er bis 2002 aktiv war. 2003 wechselte er in den Formelsport in die deutsche Formel BMW. Nachdem er in seiner ersten Saison keine Punkte hatte holen können, wurde er 2004 21. in der Gesamtwertung. 2005 wechselte er in die italienische Formel 3000, in der er den elften Gesamtrang belegte. Nachdem er im Winter in der A1-Grand-Prix-Serie an zwei Rennen teilgenommen hatte, ging er 2006 in der F3000 International Masters, der Vorgängerserie der internationalen Formel Master an den Start und gewann mit zwei Siegen den Meistertitel. Außerdem startete er bei zwei Rennen des Renault Mégane Eurocups und der FIA-GT-Meisterschaft.

Datei:Charouz Aston Martin Front.jpg
Charouz 2008 im Lola B08/60 beim 1000-km-Rennen von Silverstone 2008

Nachdem er im Winter erneut an zwei Rennen der A1GP-Serie teilgenommen hatte, kehrte er dem Formelsport zunächst den Rücken. Maßgebend für den Entschluss war sein Studium an dem Regent’s College. Er entschied sich 2007 für Le Mans Series, bei der er gegenüber Sprintrennserien deutlich weniger Meisterschaftsläufe absolvieren musste und daher mehr Zeit in seine Ausbildung investieren konnte. Zudem äußerte er sich 2009 zu seinen Beweggründen:

“I think that the LMP1s are the best cars after the F1 single-seaters and that's another reason why I chose endurance. All the young drivers dream of Formula 1, but the budget necessary is too high for someone from a small country like the Czech Republic.<ref>2009 Le Mans Series Yearbook. 2009, S. 126</ref>”

„Ich denke die LMP1 sind die besten Fahrzeuge hinter den F1-Monopostos und das ist ein weiterer Grund warum ich Langstreckenrennen auswählte. All die jungen Fahrer träumen von der Formel 1, aber das notwendige Budget ist zu hoch für jemanden aus einem kleinen Land wie der Tschechischen Republik.“

Sein Vater Antonín, für dessen Team er bereits in der italienischen Formel 3000 fuhr, plante für die Saison 2007 den Einstieg in den Prototypensport. So teilten sich Charouz und Stefan Mücke nun einen Le-Mans-Prototyp, mit dem sie am Jahresende den achten Gesamtrang belegte. Außerdem wurde er Achter beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. 2008 verbesserte sich Charouz auf den fünften Gesamtrang der Le Mans Series. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans wurde er dieses Jahr nur Neunter. Nachdem Charouz Racing Systems mit dem Einsatz eines Aston-Martin-Triebwerks in der Saison 2008 kontakt zu Aston Martin Racing und Prodrive geknüpft hatten, wurde der Tscheche 2009 ins Werksteam von Aston Martin aufgenommen. Mit Mücke und Landsmann Tomáš Enge beendete er sein drittes Jahr in der Le Mans Series und gewann mit zwei Siegen den Meistertitel. Außerdem erzielte er beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans als Vierter sein bislang bestes Resultat.

Datei:Jan Charouz Nürburgring 2011.JPG
Jan Charouz für Gravity-Charouz in der Formel Renault 3.5 auf dem Nürburgring 2011

Mit dem Abschluss seines Studiums als Master, kehrte Charouz 2010 in den Formelsport zurück und ging für P1 Motorsport als Teamkollege von Walter Grubmüller in der Formel Renault 3.5 an den Start.<ref>„Charouz neuer Grubmüller-Teamkollege“ (Motorsport-Total.com am 16. Dezember 2009)</ref> Beim zweiten Rennen kam er als Zweiter ins Ziel, wurde aber, weil er im Parc Fermé weniger als die erforderlichen drei Liter Benzin im Tank hatte, disqualifiziert.<ref>“Charouz excluded from second place” (autosport.com am 18. April 2010)</ref> An diese Leistung konnte er im weiteren Verlauf der Saison nicht mehr anschließen und zwei siebte Plätze waren seine besten Resultate. Charouz, der verletzungsbedingt ein Rennwochenende pausieren musste, belegte am Saisonende den 18. Gesamtrang. Parallel zu seinem Engagement in der Formel Renault 3.5 trat er in der Saison 2010 für das Team seines Vaters in der Auto GP, in der er bereits 2005, als die Serie italienische Formel 3000 hieß, gestartete war, an.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />“Gravity-Charouz Racing driver line-up” (Memento vom 27. November 2010 im Internet Archive) (motorsport.com am 24. März 2010)</ref> Als bester Pilot seines Teams belegte er am Saisonende den vierten Platz im Gesamtklassement. Außerdem war er in der Saison 2010 ein Testfahrer des Renault-Formel-1-Teams.<ref>„Renault startet mit R30 in neue Ära“ (Motorsport-Total.com am 31. Januar 2010)</ref> 2011 absolvierte Charouz für das Team seines Vaters die zweite Saison in der Formel Renault 3.5.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />“Gravity-Charouz Racing signs J. Charouz and B. Hartley for Formula Renault 3.5 in 2010” (Memento vom 15. Dezember 2014 im Internet Archive) (charouz.cz am 16. Februar 2011)</ref> Am Saisonende belegte er den 25. Gesamtrang, während sein Teamkollege Brendon Hartley 7. wurde. Nach der Saison nahm Charouz für Carlin am GP2 Final 2011 teil<ref>“Jan Charouz joins Max Chilton in Carlin GP2 line-up for Abu Dhabi” (autosport.com am 4. November 2011)</ref> und wurde 25. Außerdem war Charouz 2011 erneut Formel-1-Testfahrer bei Renault.<ref>„Renault R31: Schwarz, Gold und viel Hoffnung“ (Motorsport-Total.com am 31. Januar 2011)</ref> In dieser Funktion absolvierte er einen Testtag für Renault.<ref>„Renault: Die Zukunft stand im Mittelpunkt“ (Motorsport-Total.com am 17. November 2011)</ref> Darüber hinaus testete er für HRT<ref>„HRT: Charouz sichert sich Superlizenz in Abu Dhabi“ (Motorsport-Total.com am 16. November 2011)</ref> und nahm für diesen Rennstall am ersten freien Training des Großen Preises von Brasilien teil.<ref>„HRT: Charouz am Freitag im Einsatz“ (Motorsport-Total.com am 24. November 2011)</ref>

Statistik

Karrierestationen

Le-Mans-Ergebnisse

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2007 TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Charouz Racing System Lola B07/17 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Stefan Mücke MalaysiaDatei:Flag of Malaysia.svg Alex Yoong Rang 8
2008 TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Charouz Racing System Lola B08/60 DeutschlandDeutschland Stefan Mücke TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Tomáš Enge Rang 9
2009 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Aston Martin Racing Lola-Aston Martin LMP1 DeutschlandDeutschland Stefan Mücke TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Tomáš Enge Rang 4
2010 FrankreichDatei:Flag of France.svg OAK Racing Pescarolo 01 FrankreichDatei:Flag of France.svg Matthieu Lahaye FrankreichDatei:Flag of France.svg Guillaume Moreau Rang 7
2011 FrankreichFrankreich OAK Racing Pescarolo 01 JapanJapan Shinji Nakano BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Nicolas De Crem Rang 14
2012 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich ADR-Delta Oreca 03 AustralienAustralien John Martin ThailandDatei:Flag of Thailand.svg Tor Graves Rang 13
2013 TschechienDatei:Flag of the Czech Republic.svg Lotus Lotus T128 DeutschlandDeutschland Thomas Holzer OsterreichÖsterreich Dominik Kraihamer Ausfall Kupplungsschaden
2014 FrankreichFrankreich Sébastien Loeb Racing Oreca 03R FrankreichFrankreich Vincent Capillaire DeutschlandDeutschland René Rast Rang 8

Sebring-Ergebnisse

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2012 Vereinigte Arabische EmirateDatei:Flag of the United Arab Emirates.svg Gulf AMR Middle East Lola B12/80 FrankreichFrankreich Maxime Jousse FrankreichFrankreich Fabien Giroix Rang 44

Einzelergebnisse in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8
2012 Gulf AMR
ADR-Delta
Lola B12/80
Oreca 03
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg SEB BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg SPA FrankreichDatei:Flag of France.svg LEM Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg SIL BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg SAO BahrainDatei:Flag of Bahrain.svg BAH JapanDatei:Flag of Japan.svg FUJ China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg SHA
44 13 8 12 DNF
2013 Lotus Lotus T128 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg SIL BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg SPA FrankreichDatei:Flag of France.svg LEM BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg SAO Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg AUS JapanDatei:Flag of Japan.svg FUJ China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg SHA BahrainDatei:Flag of Bahrain.svg BAH
DNF 14 DNF DNF 7 11 11 DNF
2014 Loeb Racing Oreca 03 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg SIL BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg SPA FrankreichDatei:Flag of France.svg LEM Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg AUS JapanDatei:Flag of Japan.svg FUJ China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg SHA BahrainDatei:Flag of Bahrain.svg BAH BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg SAO
8

Weblinks

Commons: Jan Charouz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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