Victoria Pendleton
| Victoria Pendleton (2011) | |
| Victoria Pendleton (2011) | |
| Zur Person | |
|---|---|
| Geburtsdatum | 24. September 1980 |
| Nation | Datei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich |
| Disziplin | Bahn |
| Wichtigste Erfolge | |
| |
| Letzte Aktualisierung: 14. August 2020 | |
Victoria Louise „Vicky“ Pendleton CBE (* 24. September 1980 in Stotfold, England) ist eine ehemalige britische Radrennfahrerin. Sie ist zweifache Olympiasiegerin und wurde neun Mal Weltmeisterin in Kurzzeitdisziplinen des Bahnradsports. Sie war eine der erfolgreichsten Bahnradsportlerin in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts bis zu ihrem Rücktritt vom Leistungssport im Jahre 2012.
Sportliche Laufbahn
Victoria Pendleton begann schon früh mit dem Radsport, da sie aus einer radsportbegeisterten Familie kam. Mit neun Jahren begann sie gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Alex, Radrennen zu fahren. Mit 16 Jahren wurde Pendleton in das britische National-Team berufen, sie zog es aber vor, zu studieren. Aus Begeisterung über die olympische Goldmedaille für Jason Queally bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney entschied sie sich während ihres Studiums, das sie 2002 beendete, für den Bahnradsport. Über zwei Saisons lang trainierte sie im World Cycling Centre der Union Cycliste Internationale (UCI) in Aigle unter Frédéric Magné, siebenfacher Bahn-Weltmeister aus Frankreich.
Pendleton errang bei den Weltmeisterschaften 2005 in Los Angeles ihren ersten Titel; es war der erste Titel einer Britin seit 40 Jahren.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Victoria Pendleton Biografie. ( vom 20. Februar 2013 im Internet Archive) In: Eurosport.de</ref> Bei den Commonwealth Games 2006 in Melbourne errang sie eine Gold- sowie eine Silbermedaille.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Victoria Pendleton Biography. ( vom 5. Dezember 2011 im Internet Archive) In: Sky Sports.</ref> Bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 2007 gelang ihr der Hattrick mit drei Goldmedaillen in Keirin, Sprint und Teamsprint. Dafür wurde sie in Großbritannien als erste Radrennsportlerin überhaupt zur Sportlerin des Jahres gewählt. Diese Erfolge konnte sie 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking mit einer Goldmedaille im Einzelsprint bestätigen, der einzigen Disziplin, die für Frauen in Peking angeboten wurde. Dafür wurde sie mit der M.B.E-Ehrung von Königin Elisabeth II. ausgezeichnet. Bei der Bahn-WM 2008 in Manchester gewann Victoria Pendleton zwei Titel, im Keirin und Teamsprint, und wurde sowohl 2009 wie auch 2010 Weltmeisterin im Sprint. In der Saison 2010/2011 entschied sie die Gesamtwertung im Sprint des Bahnrad-Weltcups für sich.
Im Frühjahr 2012 errang sie bei den Bahn-Weltmeisterschaften ihren sechsten und siebten WM-Titel, im Sprint sowie im Teamsprint (mit Jessica Varnish). Zudem wurde sie Vize-Weltmeisterin im Keirin.
Bei den Olympischen Spielen 2012 in London wurde Victoria Pendleton Olympiasiegerin im Keirin, im Sprint belegte sie Rang zwei hinter der Australierin Anna Meares. Im Teamsprint wurden sie und Jessica Varnish im Halbfinale wegen eines Wechselfehlers relegiert, nachdem sie dieses Rennen zunächst siegreich absolviert hatten.<ref>Victoria Pendleton & Jess Varnish relegated from team sprint. In: BBC, 2. August 2012.</ref> Sie beendete, wie bereits vorher angekündigt, ihre Karriere mit Abschluss der olympischen Wettbewerbe im Bahnradsport.<ref>Victoria Pendleton loses to Anna Meares in last ever race. In: BBC, 7. August 2012.</ref>
Ehrungen
Vicky Pendleton wurde mit der Aufnahme in die Hall of Fame des europäischen Radsportverbandes Union Européenne de Cyclisme geehrt.
Sonstiges
Im Juni 2015 gab Victoria Pendleton bekannt, dass sie beabsichtige eine Lizenz zu beantragen, um im März 2016 am Foxhunters Chase Rennen im Rahmen des Cheltenham Festivals in Cheltenham ihr Debüt als Jockey zu geben.<ref>Cycling champion Victoria Pendleton to make debut as amateur jockey in: The Guardian, 4. Juni 2015, abgerufen am 4. Juni 2015</ref> Bei ihren ersten Rennen 2015 erreichte sie mit Mighty Mambo in einem Flachrennen in Newbury den achten Platz.<ref>Victoria Pendleton: Olympic champion eighth on jockey debut, BBC, 3. Juli 2015</ref> 2017 betätigte sie sich auch bei mittelalterlichen Turnierkämpfen, dem Tjost.<ref name="co-Olympian">Olympian Victoria Pendleton on her latest sporting challenge: medieval jousting. In: telegraph.co.uk. 21. Juli 2017, abgerufen am 18. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auch nahm sie an dem Fernseh-Tanzwettbewerb Strictly Come Dancing teil.<ref name="daily" /><ref>Victoria Pendleton: My Day as a Jousting Knight, English Heritage, 19. Juli 2017</ref>
Bis 2018 hatte Pendleton eine zehnjährige Beziehung zu einem früheren Trainer der britischen Bahnnationalmannschaft, der 2008 deshalb zunächst seine Anstellung bei British Cycling verloren hatte. Im Juli 2018 berichtete sie in einem Interview, dass sie nach einem vergeblichen Versuch, den Mount Everest zu besteigen und nach der Trennung von ihrem Ehemann an schweren Depressionen gelitten habe.<ref name="daily">Double Olympic gold medal winning cyclist Victoria Pendleton opens up about her 'crushing' depression amid break-up from husband and former coach after five-year relationship. In: Daily Mail. 29. Juli 2018, abgerufen am 2. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Pendleton wurde zur Botschafterin Laureus Waves Project, bei dem Kinder mit psychischen Problemen das Surfen lernen.<ref name="daily" />
Erfolge
- 2002
- Datei:MaillotReinoUnido.PNG Britische Meisterin – Sprint, 500-Meter-Zeitfahren
- 2003
Weltcup in Sydney – Scratch- Datei:MaillotReinoUnido.PNG Britische Meisterin – Sprint, Keirin, 500-Meter-Zeitfahren, Scratch
- 2004
Weltcup in Manchester – Sprint- Datei:MaillotReinoUnido.PNG Britische Meisterin – Sprint, 500-Meter-Zeitfahren
- 2005
- Regenbogentrikot Weltmeisterin – Sprint
Weltcup in Manchester – Sprint
Weltcup in Los Angeles – Keirin- Datei:MaillotReinoUnido.PNG Britische Meisterin – Sprint, Keirin, 500-Meter-Zeitfahren, Scratch
- 2006
- Silbermedaille Weltmeisterschaft – Sprint
Weltcup in Moskau – Sprint
Siegerin Commonwealth Games – Sprint- Silbermedaille Commonwealth Games – 500-Meter-Zeitfahren
- Datei:MaillotReinoUnido.PNG Britische Meisterin – Sprint, Keirin, 500-Meter-Zeitfahren, Scratch
- 2007
- Regenbogentrikot Weltmeisterin – Sprint, Keirin, Teamsprint (mit Shanaze Reade)
Weltcup in Manchester – Sprint, Keirin, 500-Meter-Zeitfahren
Weltcup in Sydney – Keirin- Datei:MaillotReinoUnido.PNG Britische Meisterin – Sprint, Keirin, 500-Meter-Zeitfahren
- 2008
- Gold Olympiasiegerin – Sprint
- Regenbogentrikot Weltmeisterin – Sprint, Teamsprint (mit Shanaze Reade)
- Silbermedaille Weltmeisterschaft – Keirin
Weltcup in Manchester – Sprint, Keirin, 500-Meter-Zeitfahren- Datei:MaillotReinoUnido.PNG Britische Meisterin – Sprint, Keirin, Teamsprint (mit Anna Blyth)
- 2009
- Regenbogentrikot Weltmeisterin – Sprint
- Silbermedaille Weltmeisterschaft – Teamsprint (mit Shanaze Reade)
- Bronzemedaille Weltmeisterschaft – 500-Meter-Zeitfahren
- Datei:MaillotReinoUnido.PNG Britische Meisterin – Sprint, Keirin, 500-Meter-Zeitfahren
- 2010
- Regenbogentrikot Weltmeisterin – Sprint
- Silbermedaille Weltmeisterschaft – Keirin
Weltcup in Cali – Keirin, Teamsprint (mit Jessica Varnish)- Silbermedaille Europameisterschaft – Teamsprint (mit Jessica Varnish)
- Datei:MaillotReinoUnido.PNG Britische Meisterin – Sprint, Keirin, 500-Meter-Zeitfahren
- 2011
- Silbermedaille Weltmeisterschaft – Teamsprint (mit Jessica Varnish)
- Bronzemedaille Weltmeisterschaft – Sprint
- Europameister-Trikot Europameisterin – Keirin, Teamsprint (mit Jessica Varnish)
- 2012
- Gold Olympiasiegerin – Keirin
- Silber Olympische Spiele – Sprint
- Regenbogentrikot Weltmeisterin – Sprint
Weltcup in London – Teamsprint (mit Jessica Varnish)
Weblinks
- Victoria Pendleton in der Datenbank von Radsportseiten.com
- Vorlage:Olympedia
- ‘Cycling’s Golden Girl’- BBC-Dokumentation über Victoria Pendleton
- MS V.L. Pendleton. In: British Horseracing Authority. Abgerufen am 3. März 2016.
Einzelnachweise
<references />
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1988: [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Erika Salumäe | 1992: Datei:Flag of Estonia.svg Erika Salumäe | 1996: Frankreich Félicia Ballanger | 2000: Frankreich Félicia Ballanger | 2004: Datei:Flag of Canada (Pantone).svg Lori-Ann Muenzer | 2008: Vereinigtes Königreich Victoria Pendleton | 2012: Australien Anna Meares | 2016: Deutschland Kristina Vogel | 2020: Datei:Flag of Canada (Pantone).svg Kelsey Mitchell | 2024: Datei:Flag of New Zealand.svg Ellesse Andrews
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2012: Vereinigtes Königreich Victoria Pendleton | 2016: Niederlande Elis Ligtlee | 2020: Niederlande Shanne Braspennincx | 2024: Datei:Flag of New Zealand.svg Ellesse Andrews
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1958, 1959, 1960, 1961, 1963, 1972 Galina Jermolajewa | 1962, 1965, 1967 Walentina Sawina | 1964, 1966 Irina Kiritschenko | 1968 Alla Bagijanz | 1969, 1970, 1971, 1977, 1978, 1979 Galina Zarjowa | 1973, 1976, 1981 Sheila Young | 1974 Tamara Pilschtschikowa | 1975, 1980 Sue Novara | 1982, 1983, 1984, 1990 Connie Paraskevin-Young | 1985 Isabelle Nicoloso | 1986 Christa Rothenburger | 1987, 1989 Erika Salumäe | 1991 Ingrid Haringa | 1993 Tanya Dubnicoff | 1994 Galina Jenjuchina | 1995, 1996, 1997, 1998, 1999 Félicia Ballanger | 2000, 2002, 2006 Natallja Zylinskaja | 2001, 2003, 2004 Swetlana Grankowskaja | 2005, 2007, 2008, 2009, 2010, 2012 Victoria Pendleton | 2011 Anna Meares | 2013 Rebecca James | 2014, 2015, 2017, 2018 Kristina Vogel | 2016 Zhong Tianshi | 2019 Lee Wai-sze | 2020, 2021 Emma Hinze | 2022 Mathilde Gros | 2023, 2024 Emma Finucane | 2025 Hetty van de Wouw
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2002 Li Na | 2003 Swetlana Grankowskaja | 2004, 2005 Clara Sanchez | 2006 Christin Muche | 2007 Victoria Pendleton | 2008 Jennie Reed | 2009 Guo Shuang | 2010 Simona Krupeckaitė | 2011, 2012, 2015 Anna Meares | 2013 Rebecca James | 2014, 2016, 2017 Kristina Vogel | 2018 Nicky Degrendele | 2019 Lee Wai-sze | 2020 Emma Hinze | 2021, 2022 Lea Sophie Friedrich | 2023 Ellesse Andrews | 2024, 2025 Mina Satō
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2007, 2008 Pendleton/Reade | 2009–2011 McCulloch/Meares | 2012–2014 Vogel/Welte | 2015 Gong/Zhong | 2016, 2017 Schmeljowa/Woinowa | 2018 Grabosch/Vogel/Welte | 2019 McCulloch/Morton | 2020–2023 Grabosch/Hinze/Friedrich | 2024 Capewell/Finucane/Marchant | 2025 Kalee/van de Wouw/van der Peet
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2010 Olga Panarina | 2011 Victoria Pendleton | 2012 Simona Krupeckaitė | 2013, 2015 Elis Ligtlee | 2014, 2017 Kristina Vogel | 2016 Ljubow Bassowa | 2018, 2019 Mathilde Gros | 2020 Olena Starykowa | 2021–2024 Lea Sophie Friedrich | 2025 Steffie van der Peet | 2026 Alina Lyssenko
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2010 Clair/Sanchez | 2011 Pendleton/Varnish | 2012 Krupeckaitė/Gaivenytė | 2013 Breschniwa/Strelzowa | 2014 Breschniwa/Woinowa | 2015–2018 Schmeljowa/Woinowa | 2019 Schmeljowa/Woinowa/Rogowaja | 2020 Woinowa/Schmeljowa/Antonowa | 2021 Braspennincx/Lamberink/van de Wouw/van der Peet | 2022, 2024 Hinze/Grabosch/Friedrich | 2023 Hinze/Grabosch/Friedrich/Pröpster | 2025 Kalee/van de Wouw/van der Peet | 2025 Friedrich/Grabosch/Schneider
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1972–1977 Faith Murray | 1999, 2000 Wendy Everson | 2001 Denise Hampson | 2002–2010 Victoria Pendleton | 2011, 2012 Rebecca James | 2013, 2014 Jessica Varnish | 2015 Katy Marchant | 2017 Jessica Crampton | 2018 Katy Marchant | 2019 Sophie Capewell | 2020 Lauren Bate | 2022 Rhian Edmunds | 2023, 2026 Emma Finucane | 2024, 2025 Lauren Bell
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pendleton, Victoria |
| ALTERNATIVNAMEN | Pendleton, Vicky (Kurzname); Pendleton, Victoria Louise (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | britische Radrennfahrerin |
| GEBURTSDATUM | 24. September 1980 |
| GEBURTSORT | Stotfold |
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- Radsportler (Großbritannien)
- Olympiasieger (Radsport)
- Olympiateilnehmer (Vereinigtes Königreich)
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2004
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2008
- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2012
- Weltmeister (Radsport)
- Europameister (Radsport)
- Britischer Meister (Radsport)
- Sieger bei den Commonwealth Games (Radsport)
- Bahnradfahrer
- Commander des Order of the British Empire
- Brite
- Geboren 1980
- Frau
- Teilnehmer an den Commonwealth Games (England)
- Pferdesportler (Vereinigtes Königreich)
- Tjost
- Jockey