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Martin Feifel

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Martin Feifel (2017)
Unterschrift Martin Feifel (Autogramm) deutscher Schauspieler
Unterschrift Martin Feifel (Autogramm) deutscher Schauspieler

Martin Feifel (* 16. Juni 1964 in München) ist ein deutscher Schauspieler, Sprecher und Maler.

Leben

Herkunft und Ausbildung

Martin Feifel wurde als Sohn des Chirurgen und ehemaligen Mitglieds des deutschen Wissenschaftsrates Gernot Feifel und dessen Frau Ulla, geb. Bachl, in München geboren.<ref>Traueranzeige Gernot Feifel. 14. März 2019, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref> Nach dem Abitur und Gelegenheitsjobs im Zirkus Roncalli besuchte er ab 1985 für eine Grundausbildung im Bereich Theater und Artistik zunächst die Scuola Teatro Dimitri im Tessin mit dem Berufswunsch, Clown zu werden, was er jedoch nach zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen aufgab. Von 1987 bis 1990 absolvierte Feifel dann eine Schauspielausbildung an der Schauspielschule Bochum<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Martin Feifel (Memento vom 11. Mai 2015 im Internet Archive) bei der Agentur Volker Störzel, abgerufen am 2. November 2021.</ref><ref>Martin Feifel im Munzinger-Archiv, abgerufen am 2. November 2021 (Artikelanfang frei abrufbar).</ref>, ehemals Westfälische Schauspielschule.

Theater

Feifel spielte zu Beginn seiner Theaterlaufbahn das klassische Theaterrepertoire des jugendlichen Liebhabers. Von 1989 bis 1995 hatte er sein erstes Festengagement am Schauspielhaus Bochum, wo er sein Bühnendebüt als Gastarbeiter Jorgos in dem Theaterstück Katzelmacher von Rainer Werner Fassbinder in einer Inszenierung von Volker Schmalöer gab. Schmalöer besetzte Feifel auch in Frühlings Erwachen von Frank Wedekind. Unter der Regie von Jürgen Gosch spielte Feifel 1991 in Die Möwe von Anton Tschechow. Mehrmals arbeitete Feifel mit dem Regisseur Frank-Patrick Steckel zusammen. So war Feifel in dessen Inszenierungen von Troilus und Cressida, Der gute Mensch von Sezuan und 1994/1995 in der ungekürzten, etwa sechsstündigen Fassung von Hamlet in Steckels Abschiedsinszenierung am Schauspielhaus Bochum in der Titelrolle zu sehen.<ref>Stefan Budde-Siegel: Hamlet – Frank-Patrick Steckel. In: SN SONNTAGSNACHRICHTEN (sonntagsnachrichten.news). SN SONNTAGSNACHRICHTEN, abgerufen am 12. Oktober 2020.</ref> Von 1995 bis 1997 war Feifel am Thalia Theater Hamburg engagiert, wo er 1995 den Romeo in Romeo und Julia spielte. In der Rolle des Rotpeter in Franz Kafkas Ein Bericht für eine Akademie spielte er im März 2011 im Münchener Gasteig.

Von der Zeitschrift Theater heute wurde er 1995 als bester Nachwuchsschauspieler des Jahres ausgezeichnet.

Film und Fernsehen

Ab Anfang der 1990er Jahre war Feifel auch im Film und im Fernsehen zu sehen. Sein Filmdebüt gab er 1991 in einer kleinen Nebenrolle als SS-Mann in der Filmkomödie Schtonk! von Helmut Dietl. Mit Sylvie Testud spielte er 1994 in Maries Lied von Niko von Glasow. Unter der Regie von Dominik Graf drehte er 1996 die Komödie Doktor Knock. 1998 war er in Die Cellistin – Liebe und Verhängnis unter der Regie von Sherry Hormann zu sehen. In dem Film Feuerreiter von Nina Grosse aus dem Jahr 1998 versetzte er sich nach der Methode des Method Acting in den Dichter Friedrich Hölderlin, eine Rolle, die ihn körperlich und psychisch an den Rand der Erschöpfung brachte.<ref>Ulrike Maushake: Eine Art Verwandtschaft der Seelen. In: stimme.de (Heilbronner Stimme). 23. März 2009, abgerufen am 1. Dezember 2021.</ref> Davon berichtet Feifel auch in dem Dokumentarfilm Die Verwandlung, der Beruf des Schauspielers von Michel Harder, der 2019 Premiere hatte und in dem Schauspieler über ihren Beruf sprechen. 1998 spielte er gemeinsam mit Senta Berger in der Komödie Mit fünfzig küssen Männer anders, wo er als Kunstkritiker Kevin neuen Schwung in das Leben der weiblichen Hauptfigur bringt.

Weitere Filmrollen hatte Feifel in Emil und die Detektive (2001) von Franziska Buch, als jüdischer Ehemann an der Seite von Katja Riemann in Rosenstraße (2002) von Margarethe von Trotta, in Agnes und seine Brüder (2003) von Oskar Roehler, in Schneeland (2004) von Hans W. Geißendörfer, in Emmas Glück (2005) von Sven Taddicken und in Das wahre Leben (2005) von Alain Gsponer. In Heinrich Breloers Buddenbrooks-Verfilmung (2008) spielte er den Münchner Hopfenhändler Alois Permaneder.

Feifel wirkte auch in zahlreichen Fernsehfilmen und Fernsehserien mit. Feifel wurde im deutschen Fernsehen häufig in mundartlichen Komödien und Heimatfilmen eingesetzt, wo er meist den Rollentypus des attraktiven jugendlichen Liebhabers im bäuerlichen und ländlichen Milieu übernahm.

In einer Fernseh-Neuverfilmung des Romans Die Geierwally (2005) spielte er den in sich zerrissenen Bauernsohn Joseph Gruber an der Seite von Christine Neubauer. In dem Nachkriegsdrama Die Frau des Heimkehrers (2006) spielte er wiederum mit Christine Neubauer als Partnerin, den gutaussehenden Liebhaber Sebastian. 2006 war Feifel nochmals mit Christine Neubauer in der ARD-Fernsehreihe Die Landärztin zu sehen. Die ARD besetzte Feifel außerdem als russischen Arzt Andrej Michailov in dem Fernsehfilm Eine Liebe in St. Petersburg (2009), in dem Feifel gemeinsam mit Valerie Niehaus spielte.

Für seine Rolle in der ZDF-Verfilmung Kommissar Süden und der Luftgitarrist wurde Martin Feifel mit den Grimme-Preis 2010 ausgezeichnet. Im gleichen Jahr war er unter anderem an der Seite von Veronica Ferres und Liv Lisa Fries in dem Fernsehdrama um Jugendgewalt Sie hat es verdient und in der Kinoproduktion Der Mann der über Autos sprang zu sehen. Im Jahr 2011 spielte er den Kommissar Jennerwein im Film Föhnlage. Ein Alpenkrimi nach dem Erfolgsroman Föhnlage von Jörg Maurer. Johannes Grieser besetzte ihn im Psychothriller Mord in bester Familie (2011) als Polizeihauptkommissar Matthias Westphal.

In der schwarzen Komödie Riskante Patienten (2012) spielte er an der Seite von Devid Striesow. Von 2010 bis 2015 war er Arthur Distelmeier, der Widersacher des Bergdoktors Martin Gruber. Im Fernsehfilm Ein offener Käfig aus dem Jahr 2014 spielte er einen verurteilten Vergewaltiger. Für seine Darstellung eines verkrachten Musikers im Film Die Welt der Wunderlichs unter der Regie von Dani Levy erhielt er eine Nominierung als „Bester Nebendarsteller“ für den Deutschen Filmpreis 2017. Ed Herzog besetzte Feifel in seinem Historiendrama 3½ Stunden (2021) in der Rolle des bayerischen Kommissars Arthur Koch.

Malerei

Martin Feifel arbeitet auch als Maler. Anlässlich der HomBuch 2021 fand in der Galerie Julia Johannsen in Homburg eine Vernissage statt, bei der Bilder von ihm gezeigt wurden.<ref>Bildergalerie – HomBuch mit Theo Roos und Martin Feifel in der Galerie Julia Johannsen. In: Homburg Onlinemagazin für Homburg und die Region. 13. September 2021, abgerufen am 23. September 2021.</ref><ref>Literatur, Kunst und Musik – Die HomBuch hat wieder viele kulturelle Highlights zu bieten. In: Onlinemagazin für Homburg und die Region. 25. August 2021, abgerufen am 23. September 2021.</ref> Im Februar 2022 wurden erneut Bilder von ihm auf der Gemeinschaftsausstellung View gezeigt.<ref>Matthias Braun: Eine Frau sieht blau. Abgerufen am 19. März 2022.</ref>

Die erste Soloausstellung seiner Bilder fand am 30. Mai 2024 in der Galerie von Ecco Meineke statt.<ref>Ecco: Ausstellung Martin Feifel. Abgerufen am 31. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Leben.Live! – Mein ARD-Nachmittag: Die Sendung vom 24.05.2024. Abgerufen am 31. Mai 2024.</ref>

Privates

Feifel ist seit 2016 mit der Managerin Judith Sutter verheiratet,<ref>"Funktioniert nur noch bei mir, weil meine Frau auch verdient". Abgerufen am 7. Februar 2022.</ref> die er 1996 bei den Dreharbeiten zu Dominik Grafs Film Dr. Knock kennen gelernt hatte.

Soziales Engagement

Gemeinsam mit bayerischen Musikern, Autoren und Kollegen, u. a. dem Schauspieler Jürgen Tonkel, engagiert sich Martin Feifel für Münchner Obdachlose.<ref>Monaco Company: As Brochane Herz. Abgerufen am 23. Oktober 2021.</ref>

Filmografie (Auswahl)

Kino

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Fernsehen

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Sprechertätigkeit

Martin Feifel nahm als Sprecher zahlreiche Hörspiele und Hörbücher auf.

Hörspiele (Auswahl)

Nominierungen

Deutscher Filmpreis:

  • 2002 in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ für Was tun, wenn's brennt?
  • 2017 in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ für Die Welt der Wunderlichs

Deutscher Fernsehpreis:

  • 2002 in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ für Operation Rubikon.

Auszeichnungen

  • 1995: „Bester Nachwuchsschauspieler des Jahres“, Auszeichnung der Zeitschrift Theater heute
  • 2010: Grimme-Preis für seine Darstellung in Kommissar Süden und der Luftgitarrist

Literatur

  • Manfred Hobsch, Ralf Krämer, Klaus Rathje: Filmszene D. Die 250 wichtigsten jungen deutschen Stars aus Kino und TV. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-511-2, S. 117 f.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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