Nilla Fischer
| Nilla Fischer | ||
| Datei:Sweden - Switzerland, 5 April 2015 (16860730058).jpg Fischer für Schweden (2015)
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| Personalia | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Åsa Nilla Maria Fischer | |
| Geburtstag | 2. August 1984 | |
| Geburtsort | Kristianstad, Schweden | |
| Größe | 176 cm | |
| Position | Abwehr | |
| Juniorinnen | ||
| Jahre | Station | |
| Verums GOIF | ||
| Vittsjö GIK | ||
| Frauen | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 2000–2002 | Kristianstad/Wä DFF | |
| 2003–2011 | Malmö FF/LdB FC | <ref>Berücksichtigt sind Ligaspiele ab der Saison 2008.</ref>86 (10) |
| 2012–2013 | Linköpings FC | 33 (2) |
| 2013–2019 | VfL Wolfsburg | 123 (11) |
| 2019–2022 | Linköpings FC | 71 (4) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore)2 |
| Schweden U-17 | 12 (3) | |
| Schweden U-19 | 24 (4) | |
| Schweden U-23 | 14 (1) | |
| 2001–2022 | Schweden | 189 (23) |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. Stand: Saisonende 2022 2 Stand: 30. November 2021 | ||
Åsa Nilla Maria Fischer (* 2. August 1984 in Kristianstad) ist eine ehemalige schwedische Fußballspielerin. Die Mittelfeldspielerin debütierte 2001 als 16-Jährige in der Nationalmannschaft. Sie war eine Zeit lang Kapitänin der Nationalmannschaft, u. a. bei den Olympischen Spielen in London.
Karriere
Vereine
Fischer wuchs in Verum in Nordschonen auf. Sie begann mit dem Fußballspielen bei Verums GOIF. Über Vittsjö GIK kam sie zu Kristianstad/Wä DFF, für den sie in der Damallsvenskan auflief.
2003 wechselte Fischer von Kristianstad/Wä DFF zur Frauenfußballabteilung des Malmö FF. Hier etablierte sie sich auf Anhieb als Stammspielerin. Mit der Mannschaft um Spielerinnen wie Caroline Jönsson, Malin Andersson und Karolina Westberg belegte sie Plätze im vorderen Bereich der höchsten Spielklasse, ohne zunächst die Vormachtstellung von Umeå IK durchbrechen zu können. Erst 2010 gelang der Gewinn der Meisterschaft und 2011 konnte der Titel verteidigt werden. Zur Saison 2012 wechselte sie zum Linköpings FC.
Zur Saison 2013/14 wechselte Fischer ablösefrei zum Bundesligisten VfL Wolfsburg,<ref>Nilla Fischer: Vereinslaufbahn. In: kicker. Abgerufen am 10. Juli 2023.</ref> für den sie am 7. September 2013 (1. Spieltag) beim 1:1-Unentschieden im Heimspiel gegen den FC Bayern München debütierte. Mit den „Wölfinnen“ erreichte sie das Finale der UEFA Women’s Champions League 2013/14, das mit 4:3 gegen Tyresö FF gewonnen wurde. Zudem konnte der Meistertitel verteidigt werden. 2015 und 2016 holte sie mit ihrer Mannschaft den DFB-Pokal. Nach 6 Jahren beim VfL Wolfsburg und 1 Jahr vor Ablauf ihres Vertrags gab Fischer ihren Weggang aus Wolfsburg bekannt.<ref>NDR: Kapitänin Fischer verlässt VfL-Fußballerinnen vom 2. Oktober 2018</ref> Am 2. Oktober 2018 unterschrieb Fischer bei Linköpings FC einen ab 1. Juli 2019 bis zum 30. November 2021 gültigen Vertrag, den sie im November 2021 nochmals um ein Jahr verlängerte.<ref>Aftonbladet: Klart: Nilla Fischer till Linköping efter VM vom 1. Mai 2019</ref><ref>linkopingfc.com: Nilla Fischer förlänger med LFC!</ref> Nach insgesamt 71 Spielen für Linlöping seit 2019, beendete sie im Dezember 2022 ihrer Karriere.<ref>linkopingfc.com: Nilla Fischer avslutar fotbollskarriären</ref>
Nationalmannschaft
Als großes Talent debütierte sie unter Nationaltrainerin Marika Domanski Lyfors am 12. Januar 2001 bei der 1:2-Niederlage gegen Norwegen im Rahmen eines Wintertrainingslagers in La Manga del Mar Menor, als sie in der 87. Spielminute für Karolina Rinman eingewechselt wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />svenskfotboll.se: „Dam: OS-guldlaget fick revansch mot Sverige“ ( vom 15. September 2014 im Internet Archive) (abgerufen am 28. Juli 2009)</ref> Parallel spielte sie sich in die Jugendauswahlen des Svenska Fotbollförbundet, wobei sie mitunter in den Mannschaften der ein bis zwei Jahre älteren Jahrgänge auflief.
Unter Nationaltrainer Thomas Dennerby nahm sie bei der Weltmeisterschaft 2007 erstmals an einem Endrundenturnier teil, scheiterte jedoch mit der Auswahl hinter der Auswahl der Vereinigten Staaten und der nordkoreanischen Nationalmannschaft bereits in der Gruppenphase. An der Seite ihrer Vereinsspielerinnen Linda Forsberg und Therese Sjögran kam sie auch beim olympischen Fußballturnier 2008 zum Einsatz. In der Vorrunde gelang ihr dabei beim 1:0-Erfolg über Argentinien der spielentscheidende Treffer.
Mit der Nationalmannschaft nahm sie auch an der EM-Endrunde 2009 teil, bei der sie im Viertelfinale gegen Norwegen ausschied; die Platzierung reichte allerdings für die Nominierung zur WM 2011.<ref>Dam: Sveriges VM-trupp</ref> In den ersten beiden Gruppenspielen wurde sie jeweils eingewechselt. Im Spiel um den Gruppensieg gegen die USA stand sie als Vertreterin für die gelb-gesperrte Spielführerin Caroline Seger in der Startelf. Mittels eines abgefälschten Freistoßes erzielte sie in der 35. Minute die 2:0-Führung für Schweden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />FIFA.com: Schweden schlägt die U.S.-Girls ( vom 10. Juli 2011 im Internet Archive)</ref> Mit dem Sieg gegen die Vereinigten Staaten erreichte Schweden ungeschlagen das Viertelfinale, in dem Australien der nächste Gegner war. In diesem Spiel wurde sie in der 67. Minute eingewechselt. Da sie in der 81. Minute ihre zweite Gelbe Karte im Turnier erhielt, war sie für das Halbfinale, das mit 1:3 gegen Japan verloren wurde, gesperrt. Am 16. Juli 2011 gewann sie mit der Mannschaft das Spiel um Platz 3 mit 2:1 gegen Frankreich. Sie stand im schwedischen Kader für das olympische Fußballturnier 2012 und kam in drei Spielen zum Einsatz.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />FIFA.com: Olympisches Fussballturnier der Frauen London 2012 Kader Schweden ( vom 28. August 2012 im Internet Archive)</ref> Beim 4:1 gegen Südafrika erzielte sie das erste Turniertor für die Schwedinnen. Auch im Viertelfinale gegen Frankreich brachte sie Schweden mit 1:0 in Führung, musste aber nach zwei Gegentreffern das Ausscheiden hinnehmen.
Am 1. Juni 2013 absolvierte sie beim 2:1-Sieg gegen Norwegen ihr 100. Länderspiel.<ref>svenskfotboll.se: Sverige vände och vann mot Norge</ref>
Sie stand im Kader für die EM-Endrunde 2013. Im Eröffnungsspiel gegen Dänemark gelang ihr der Treffer zum 1:1-Endstand. Beim 5:0-Sieg gegen die Auswahl Finnlands gelangen ihr die ersten beiden Tore und nach einem 3:1 gegen die Auswahl Italiens erreichte sie mit ihrer Mannschaft das Viertelfinale gegen die Auswahl Islands, das mit 4:0 gewonnen wurde. Damit gingen die Schwedinnen als Favorit ins Halbfinale gegen die Auswahl Deutschlands, konnten aber erneut ein K.-o.-Spiel gegen Deutschland nicht gewinnen und schieden aus.
Im Mai 2015 wurde sie für die WM 2015 nominiert.<ref>svenskfotboll.se: „Sundhages VM-trupp spikad“</ref> Sie wurde in den vier Spielen eingesetzt, erzielte im Gruppenspiel gegen Nigeria ein Tor, schied aber mit ihrer Mannschaft im Achtelfinale gegen Deutschland aus. Dadurch verpassten die Schwedinnen auch die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016, konnten diese aber beim Qualifikationsturnier im März 2016 nachholen. Beim Turnier in Brasilien, bei dem sie in allen sechs Spielen eingesetzt wurde, erreichte sie mit ihrer Mannschaft das Finale, wodurch die Schwedinnen erstmals eine olympische Medaille gewannen. Auf dem Weg dorthin erzielte sie beim einzigen Sieg der Schwedinnen in der Gruppenphase gegen Südafrika das einzige Tor. Danach schalteten sie in der K.-o.-Runde jeweils Titelverteidiger USA und Gastgeber Brasilien im Elfmeterschießen aus, wobei Fischer gegen Brasilien zu den erfolgreichen Schützinnen gehörte.<ref>Brazil vs. Schweden 0 - 0</ref> Das Finale, in dem sie ihr 150. Länderspiel bestritt, verloren sie aber gegen Deutschland mit 1:2.
Kurz nach den Olympischen Spielen qualifizierte sie sich mit ihrer Mannschaft für die Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2017. Fischer kam in den Gruppenspielen gegen Deutschland (erstes Remis zwischen beiden Mannschaften) und Russland (2:0) sowie im Viertelfinale, in dem die Schwedinnen den Niederländerinnen 0:2 unterlagen, zum Einsatz.
In der anschließenden Qualifikation zur WM 2019 kam sie in den sieben ausgetragenen Spielen der Schwedinnen zum Einsatz und qualifizierte sich mit ihrer Mannschaft für die WM. Am 16. Mai wurde sie auch für die WM nominiert.<ref>svenskfotboll.se: Gerhardssons VM-trupp presenterad</ref> Bei der WM wurde sie nur im Gruppenfinale gegen die USA nicht eingesetzt, das mit 0:2 verloren wurde. Als Gruppenzweite erreichten sie die K.-o.-Runde, wo sie im Viertelfinale nach 24 Jahren wieder ein Pflichtspiel gegen die deutsche Mannschaft gewannen und sich damit für die Olympischen Spiele 2020 qualifizierten. Im Halbfinale unterlagen sie Europameister Niederlande nach Verlängerung, konnten dann aber das Spiel um Platz 3 gegen England gewinnen.
Am 27. September 2022 gab sie das Ende ihrer Nationalmannschaftskarriere bekannt.<ref>svenskfotboll.se: Nilla Fischer avslutar landslagskarriären </ref>
Erfolge
- Dritte der Weltmeisterschaft 2011 und 2019
- Schwedischer Meister 2010, 2011
- Champions-League-Siegerin 2014
- Deutsche Meisterin 2014, 2017, 2018, 2019
- Deutsche Pokalsiegerin 2015, 2016, 2017, 2018, 2019
- Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2016
Auszeichnungen
- Wahl in das All-Star-Team der EM 2013<ref>News vom 30. Juli 2013 auf uefa.com</ref>
- Silberner Schuh bei der EM 2013
- Nominiert für die Wahl zur Weltfußballerin des Jahres 2013<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />fifa.com: „FIFA Ballon d'Or“ ( vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive)</ref>
- Dritte bei der Wahl zu Europas Fußballerin des Jahres 2014
- Olympische Spiele 2016: Fairplaypreis als Mitglied der schwedischen Mannschaft
- Schwedens Fußballerin des Jahres 2018<ref>Nilla Fischer vann Diamantbollen SVT, 12. November 2018.</ref>
Sonstiges
Ende 2022 gab Nilla Fischer bekannt, dass sie ihre Fußballkarriere beendet und eine Ausbildung bei der Polizei begonnen hat.<ref>Truls Hartelius: Allt om Nilla Fischer: Fru, Maka, Bröllop, Lön och mer! In: sport247. 26. März 2023, abgerufen am 9. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Fischer ist seit November 2013 mit ihrer Ehefrau Mariah-Michaela verheiratet,<ref>Kicker online: Fischer fehlt und feiert Hochzeit, 31. Oktober 2013, abgerufen am 26. März 2018.</ref> die im Dezember 2017 den gemeinsamen Sohn zur Welt brachte.<ref>L-MAG Online: K-Word #232: Neues aus der Lesbenwelt, 29. Dezember 2017, abgerufen am 26. März 2018.</ref>
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- Vorlage:Svenskfotboll.se
- Vorlage:Metavorlage Fußballdatenbank
- Nilla Fischer. In: vfl-wolfsburg.de. 2. Juni 2019, abgerufen am 29. Oktober 2022.
- Diamantbollen 2018 Schwedischer Fußballverband
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Fußballer des Jahres:
1946: Gren |
1947: G. Nordahl |
1948: B. Nordahl |
1949: K. Nordahl |
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1978: Hellström |
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1981: Ravelli |
1982: T. Nilsson |
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1989: Thern |
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1991: Limpar |
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2002: H. Ljungberg |
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2004: Bengtsson |
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2018: Fischer |
2019: Seger |
2020: Eriksson |
2021–2022: Rolfö |
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2024: Johanna Rytting Kaneryd
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fischer, Nilla |
| ALTERNATIVNAMEN | Fischer, Åsa Nilla Maria |
| KURZBESCHREIBUNG | schwedische Fußballspielerin |
| GEBURTSDATUM | 2. August 1984 |
| GEBURTSORT | Kristianstad, Schweden |
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- Fußballnationalspieler (Schweden)
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- Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2012
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