Uetze
| Wappen | Deutschlandkarte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:DEU Uetze COA.svg |
| |||||
| Basisdaten | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 28′ N, 10° 12′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|03241018}}
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| Bundesland: | Niedersachsen | |||||
| Landkreis: | Region Hannover | |||||
| Höhe: | 51 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km² | |||||
| Einwohner: | {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|03241018}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | QUELLE}}</ref> | ||||
| Bevölkerungsdichte: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km² | |||||
| Postleitzahl: | 31311 | |||||
| Vorwahlen: | 05147, 05173, 05177, 05175 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | H | |||||
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 41 018 | |||||
| LOCODE: | DE ZHX | |||||
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Marktstraße 9 31311 Uetze | |||||
| Website: | www.uetze.de | |||||
| Bürgermeister: | Florian Gahre (SPD) | |||||
| Lage der Gemeinde Uetze in der Region Hannover | ||||||
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Bild:Uetze in H.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte rect 586 466 616 490 Region Hannover rect 497 396 660 549 Niedersachsen poly 235 177 222 105 261 77 291 78 294 49 357 73 333 177 Wedemark poly 338 173 429 214 465 142 463 107 354 74 Burgwedel poly 23 209 79 173 159 228 235 172 219 104 257 74 221 6 188 14 185 59 145 42 67 88 93 111 16 143 Neustadt am Rübenberge poly 426 219 424 251 519 264 531 224 505 187 520 158 465 143 Burgdorf poly 520 262 555 291 651 220 633 187 580 167 551 178 521 158 503 192 531 224 Uetze poly 427 252 401 280 407 316 500 320 517 338 546 351 550 286 492 265 457 251 Lehrte poly 328 172 329 222 359 230 360 251 418 260 420 207 Isernhagen poly 244 242 326 248 332 175 248 180 Langenhagen poly 156 229 171 255 230 276 253 240 250 181 206 183 178 191 173 215 Garbsen poly 54 274 89 239 37 238 28 216 85 179 110 184 158 235 170 253 125 307 112 266 76 287 55 278 91 235 Wunstorf poly 155 271 202 324 236 303 250 313 264 280 251 264 230 277 168 251 Seelze poly 105 342 160 274 209 326 183 341 192 369 151 408 113 380 Barsinghausen poly 399 313 385 367 414 390 455 379 489 390 517 373 522 340 506 320 456 333 439 310 Sehnde poly 249 314 272 331 267 343 277 356 316 337 329 355 345 349 382 369 390 321 407 317 396 279 420 275 418 257 360 252 357 231 333 223 326 248 251 244 241 264 256 263 267 279 259 290 266 299 255 313 Hannover poly 183 374 215 381 220 391 240 383 237 340 249 316 244 305 221 313 205 335 184 338 Gehrden poly 326 356 334 377 346 380 359 409 394 403 395 409 416 406 416 386 380 372 342 346 327 357 Laatzen poly 148 408 198 433 212 429 234 440 244 440 266 409 238 387 216 391 216 376 184 376 Wennigsen poly 237 383 267 412 287 381 282 359 272 358 272 329 250 310 233 337 Ronnenberg poly 266 401 281 409 309 402 311 386 325 389 337 373 327 353 310 337 295 345 276 357 284 358 288 378 Hemmingen poly 291 408 306 397 312 384 324 388 337 372 361 408 329 436 359 443 347 478 336 473 334 492 320 496 304 473 318 458 280 429 291 421 283 411 Pattensen poly 148 406 240 441 271 408 289 418 281 427 317 458 309 467 278 475 303 499 274 535 238 535 199 500 175 510 158 492 175 458 Springe poly 0 467 122 417 134 397 153 423 170 460 157 502 176 507 191 498 273 554 4 548 Landkreis Hameln-Pyrmont poly 2 466 80 444 129 399 109 375 99 343 126 313 104 271 66 292 51 275 89 237 73 232 0 257 Landkreis Schaumburg poly 0 248 27 238 29 213 9 207 8 198 24 200 15 158 5 143 80 115 80 104 64 85 107 61 125 58 129 45 143 36 181 55 190 41 186 22 179 25 165 1 7 5 Landkreis Nienburg/Weser poly 252 73 290 77 296 51 313 47 317 15 303 14 307 2 170 0 182 24 189 12 218 4 231 30 250 42 252 58 Heidekreis poly 310 1 315 48 452 103 449 128 627 188 626 161 663 134 664 16 Landkreis Celle poly 487 388 516 375 517 334 543 351 553 284 578 276 597 249 618 258 643 227 665 395 498 399 495 441 466 435 471 413 486 410 Landkreis Peine poly 626 178 634 171 643 175 637 197 648 210 642 226 661 241 662 139 633 160 Landkreis Gifhorn poly 279 553 250 534 278 531 301 501 278 474 303 468 327 498 347 481 357 440 332 436 387 404 397 406 414 408 419 390 462 380 484 391 484 409 466 416 465 437 496 442 493 555 Landkreis Hildesheim desc bottom-right </imagemap> | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Uetze [<templatestyles src="IPA/styles.css" />] ist eine selbständige Gemeinde in der niedersächsischen Region Hannover.
Geographie
Lage
Uetze liegt am Südrand der Lüneburger Heide und hat überwiegend sandige Böden. Es wird von den Flüssen Fuhse und Erse, die aus dem Harzvorland kommen und in ungefähr nördlicher Richtung strömen, durchquert. Nordwestlich von Uetze mündet die Erse in die Fuhse, die bei Celle in die Aller mündet.
Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von etwa 140 km².
Gemeindegliederung
Uetze ist eine Einheitsgemeinde und besteht aus den Ortschaften (ehemalige Gemeinden) Altmerdingsen, Dedenhausen, Dollbergen, Eltze, Hänigsen, Katensen, Obershagen, Schwüblingsen sowie dem Kernort Uetze und hat über 20.000 Einwohner.
Jede der Ortschaften verfügt über einen eigenen Ortsrat.
Zur Ortschaft Uetze gehören die Wohnplätze Abbeile, Benrode, Dahrenhorst und Wackerwinkel.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1022 als „Utisson“ im Bezirk Flotwedel unter Verwaltung von Dankmar.<ref>Hermann Adolf Lüntzel: Geschichte der Diöcese und Stadt Hildesheim, Erster Teil. Hildesheim 1858, S. 95. Vgl. Georg von Holle: Beiträge zur Kunde der älteren Erdbeschreibung des Königreichs Hannover, namentlich zur Erläuterung der Stiftungs-Urkunde des St.-Michaelis-Klosters zu Hildesheim. In: Neues vaterländisches Archiv, oder Beiträge zur allseitigen Kenntniß des Königreichs Hannover wie es war und ist. Hrsg.: Verein Vaterländischer Geschichtsfreunde, Lüneburg 1824, S. 214.</ref> Die Ersterwähnung Uetzes vor 1000 Jahren geht auf ein seit langer Zeit umstrittene Quelle des Hildesheimer Klosters St. Michaelis zurück, die als Fälschung des frühen 12. Jahrhunderts bekannt ist, (im Güterverzeichnis des Bischofs Bernward im Zeitraum 1013 – 1022).<ref>1000 Jahre Uetze?!, Anmerkungen zur Ersterwähnung, Ralf Bierdod, 2016</ref> Im Jahre 1215 wurde der Ort mit „Utessem“ bezeichnet.<ref>UB Gosl. 2 Nr. 535 (Bodo de Utessem). Vgl. Heinemann, Otto von: Geschichte von Braunschweig und Hannover, Band 1–2, Gotha 1882, S. 325: „Die Stellung eines Kämmerers am Hofe Wilhelms versah ein gewisser Luderus, bei dem Pfalzgrafen Heinrich aber und Otto dem Kinde Herwig von Uetze (Utessem).“</ref> Erwähnungen Uetzes im 12. und 13. Jahrhundert sind mit der Familie von Ütze verbunden, die als Zeugen bei Beurkundungen auftreten oder deren Landbesitz beurkundet wird.<ref> Ulrich Schwart, Die Entstehung des Landes Braunschweig (1252–1495). In: die braunschweigische Landesgeschichte. Jahrtausendrückblicke einer Region. 2 Auflage Braunschweig2001, S. 255</ref> Vom Namen des Ortes leitet sich auch der des Gutsherrengeschlechts „von Uttensen“ ab. Das Gut besteht 1208 mit Hartwicus von Uttensen als dem ersten Gutsherr, der 1218 im Gefolge Kaiser Ottos IV. genannt wird. Ein Haus (der „Neue Garten“) neben dem ehemaligen Sitz „derer von Uttensen“ wird seit seinem Bau nahezu ununterbrochen als Gasthaus benutzt und ist ältestes Gebäude der Ortschaft Uetze.
Die Familie von Uetze war zu Beginn des 16. Jahrhunderts ohne Nachkommen geblieben und so war das Gut nach dem Tod des Jasper von Uetze 1503 über die von Veltheim und die von Saldern im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts an die Familie von Lüneburg gekommen. Uetze war im frühen 17. Jahrhundert der mit Abstand größte Ort im Amt Meinersen – vor Hänigsen.<ref>Helmut Buchholz, Amt Meinersen, Gifhorn 1985, Seite 169–186</ref> 1552 war Uetze Sitz einer Vogtei, sie war dem Amt Meinersen unterstellt. Diese Zugehörigkeit bestand bis 1885. 1695 wurde Uetze zum Marktflecken.
Am Ortsrand von Uetze wohnte der für den Bereich des Amtes Meinersen zuständige Scharfrichter, wo er vorwiegend das Abdeckereigewerbe betrieb. Ein Schriftstück vom 6. Juni 1823 konkretisiert: „… Wie 1. Zu Ütze hiesigen Amts eine Halbmeisterey sich befindet, welche im Jahre 1650 zuerst vom Hertzogen Christian Ludwig zu Braunschweig dem Scharfrichter Claus Fröhlich zu Braunschweig verliehen worden …“ Zwei lange ansässige Scharfrichtersippen hießen Frölich und Funke. Gertrud Schumacher, frühere Vorsitzende des Heimatbundes Uetze, weiß über die Abdecker in Uetze zu berichten, dass sie geschwärzte Hände hatten und geächtete Personen waren, die nur auf den paar billigen Plätzen unter dem Turm, wo keine Nummern an den Plätzen waren, sitzen durften.<ref>Ausführlich: Matthias Blazek: Die Hinrichtungsstätte des Amtes Meinersen – Eine Quellensammlung. Stuttgart 2008, S. 55ff., ISBN 978-3-89821-957-0.</ref>
Ein Großbrand vernichtete am Nachmittag des 21. April 1863 fast das ganze Dorf; erhalten blieben nur der Junkernhof und umliegende Gebäude.<ref>Ausführlich: Matthias Blazek: Das Löschwesen im Bereich des ehemaligen Fürstentums Lüneburg von den Anfängen bis 1900. Adelheidsdorf 2006, S. 226 ff., ISBN 978-3-00-019837-3.</ref> Die Freiwillige Feuerwehr wurde am 5. Juni 1880 gegründet.<ref>Ausführlich: Matthias Blazek: Das Löschwesen im Bereich des ehemaligen Fürstentums Lüneburg von den Anfängen bis 1900. Adelheidsdorf 2006, S. 404 ff.</ref>
1885 wurde das Amt Meinersen aufgelöst, Uetze kam zum Landkreis Burgdorf.<ref>Helmut Buchholz: Das Amt Meinersen von 1532–1885 – mit dem Erbregister von 1616. Hrsg.: Gemeinde Meinersen. Meinersen 1983–1985.</ref>
Am 16. Mai 1966 wurde in Uetze die letzte Handvermittlung auf dem Gebiet der Deutschen Bundespost abgeschaltet. 1971 schloss sich Uetze mit den Gemeinden Dollbergen und Katensen zu einer Samtgemeinde zusammen, die schon drei Jahre später mit der Bildung der jetzigen Einheitsgemeinde Uetze wieder aufgelöst wurde.
Uetze gehörte zum Fürstentum Lüneburg und ist daher traditionell eher nach Celle als nach Hannover orientiert. Es gehörte zum Landkreis Burgdorf und wurde bei der Gebietsreform in Niedersachsen 1974 mit den anderen Gemeinden dieses Landkreises in den Landkreis Hannover eingegliedert. Die Altgemeinden Dedenhausen und Eltze gehörten vor der Gebietsreform 1974 zum Landkreis Peine. Im Gespräch war auch eine Zugehörigkeit zum Landkreis Peine oder zum Landkreis Celle, da die Städte Peine und Celle wesentlich näher liegen und Uetze in diesen Landkreisen mehr Einfluss auf zukünftige Entscheidungen gehabt hätte. Der Landkreis Hannover wurde am 1. November 2001 aufgelöst und durch die mit der Stadt Hannover gemeinsam gebildete Region Hannover ersetzt.
Eingemeindungen
Am 17. Oktober 1928 wurden die Gemeinden Abbeile, Benrode, Dahrenhorst und Wackerwinkel eingemeindet.<ref>Amtsblatt der Regierung Lüneburg 1928, S. 254</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, die am 1. März 1974 stattfand, wurden die Gemeinden Altmerdingsen, Dedenhausen, Dollbergen, Eltze, Hänigsen, Katensen, Obershagen und Schwüblingsen in die Gemeinde Uetze eingegliedert.<ref name=Gemeindeverzeichnis1970bis1982></ref>
Einwohnerentwicklung
(1961: am 6. Juni, 1970: am 27. Mai (Ergebnisse der Volkszählungen, bei der Gemeinde: einschließlich der später eingemeindeten Orte), sonst jeweils am 31. Dezember)
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Gemeinde Uetze
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Laut Zensus 2011 hatte Uetze am 9. Mai 2011 19.923 Einwohner.
Ortschaft Uetze
- 1781: 984<ref> Helmut Bucholz, Das Amt Meinersen, Gifhorn 1985, S. 310</ref>
- 1907: 2367
- 1925: 2480<ref>Statistik des Deutschen Reichs. Band 401</ref>
- 1933: 2752
- 1939: 3020
- 1957: 5572
- 1961: 5190<ref name= Gemeindeverzeichnis1970bis1982 />
- 1970: 5478<ref name= Gemeindeverzeichnis1970bis1982 />
- 1982: 5600
- 1997: 6958
- 2007: 7493
- 2012: 7264<ref>Anzeiger für Burgdorf & Uetze, 17. Januar 2013.</ref>
- 2013: 7227<ref name=":1">Anzeiger für Burgdorf & Uetze, 8. Januar 2014, S. 6.</ref>
- 2016: 7370<ref name=":0">Friedrich-Wilhelm Schiller: Die Gemeinde schrumpft nicht mehr. In: Internetseite Hannoversche Allgemeine Zeitung. 9. Januar 2018, abgerufen am 12. Oktober 2018.</ref>
- 2017: 7457<ref name=":0" />
Religion
Seit der Reformation ist die Mehrheit der Bevölkerung evangelisch-lutherisch. Mit Stand Juni 2018 waren von den 20.608 Einwohnern 51,0 % (10.501) evangelisch und 7,4 % katholisch.<ref>Katholisch in der Region Hannover Seite 1</ref> Die derzeitige „Johannes-der-Täufer-Kirche“ an der Kirchstraße stammt aus dem Jahr 1867, nachdem der Vorgängerbau von 1837 im großen Brand von 1863 zerstört worden war. Baumeister war Conrad Wilhelm Hase. Der Turm ist 65 m hoch. Die Kirchengemeinde Uetze-Katensen gehört zum Kirchenkreis Burgdorf.
Die katholische Kirche St. Matthias, benannt nach dem Apostel Matthias, befindet sich an der Marienstraße. 1955/56 wurde sie von Josef Fehlig errichtet und im Herbst 1956 geweiht. Seit dem 1. November 2006 gehört die Kirche zur Pfarrgemeinde St. Nikolaus in Burgdorf. Die ehemalige Filialkirche St. Barbara in Hänigsen wurde 2012 profaniert und im Herbst 2013 abgerissen, das Grundstück ab 2014 mit Wohnhäusern bebaut.
Zur Adventgemeinde Uetze gehört die Kirche an der Westerkampstraße, zur neuapostolischen Gemeinde Uetze gehört die Kirche am Katenser Weg; an der Burgdorfer Straße befindet sich die Freie evangelische Gemeinde Uetze (ehemals Katenser Weg).
Politik
Rat
- Wahl 2021
Der Rat der Gemeinde Uetze setzt sich aus 34 Ratsmitgliedern und dem Bürgermeister zusammen. Die Kommunalwahl am 12. September 2021 führte bei einer Wahlbeteiligung von 57,31 % zu folgendem Ergebnis:<ref name=":2">Gemeinde Uetze, Gemeinderatswahl 12. September 2021, Amtliches Endergebnis, abgerufen am 2. November 2021</ref>
| Jahr | SPD | CDU | GRÜNE | FDP | Linke | FW | FWK* | Gesamt |
| 2021 | 13 | 10 | 4 | 1 | 1 | 4 | 1 | 34 Sitze |
| 39,1 % | 28,9 % | 11,9 % | 4,3 % | 1,5 % | 11,2 % | 2,1 % |
* Freie Wählergemeinschaft Katensen
- Wahl 2016
Der vorherige Rat der Gemeinde Uetze setzte sich aus 28 Ratsmitgliedern und dem Bürgermeister zusammen. Bei der Kommunalwahl am 11. September 2016 ergab sich folgende Sitzverteilung:<ref name="Rat">Rat der Gemeinde Uetze. In: Internetseite der Gemeinde Uetze. Abgerufen am 12. Oktober 2018.</ref>
| Jahr | SPD | CDU | GRÜNE | FDF* | BALU** | Gesamt |
| 2016 | 11 | 10 | 3 | 2 | 2 | 28 Sitze |
Wahl 2011
Die Kommunalwahl am 11. September 2011 ergab folgende Sitzverteilung:
| Jahr | SPD | CDU | GRÜNE | FDP | FWK*** | GFE**** | Gesamt |
| 2011 | 12 | 9 | 4 | 1 | 1 | 1 | 28 Sitze |
* Fraktion der Freien ** Fraktion BALU
*** Freie Wählergemeinschaft Katensen **** Gemeinsam für Eltze
Bürgermeister
Bürgermeister der Gemeinde Uetze war von 2001 bis 2021 Werner Backeberg (SPD).<ref name="Rat" /> Er wurde abgelöst von Florian Gahre (SPD), der bei der Kommunalwahl 2021 bei einer Wahlbeteiligung von 57,21 % mit 60,01 % der gültigen Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt wurde.<ref>Gemeinde Uetze, Wahl des Bürgermeisters am 12. September 2021, Amtliches Endergebnis, abgerufen am 2. November 2021</ref>
Ortsbürgermeister
Ortsbürgermeister ist Hartwig Schumacher (CDU).<ref name="Ortsrat">Ortsrat Uetze. In: Internetseite der Gemeinde Uetze. Abgerufen am 12. Oktober 2018.</ref>
Ortsräte
Die Ortsteile der Gemeinde Uetze werden durch insgesamt 51 Ratsmitglieder in neun Ortsräten vertreten. Seit der Kommunalwahl 2021 verteilen diese sich wie folgt:<ref name=":2" />
| Ortsteile | SPD | CDU | FW | Grüne | FDP | WG | ∑ |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Altmerdingsen | - | - | - | - | - | 5* | 5 |
| Dedenhausen | 3 | 1 | - | - | 1 | - | 5 |
| Dollbergen | 4 | 1 | 1 | 1 | - | - | 7 |
| Eltze | 3 | 2 | 2 | - | - | - | 7 |
| Hänigsen | 4 | 3 | 1 | 1 | - | - | 9 |
| Katensen | - | - | - | - | - | 5** | 5 |
| Obershagen | 2 | 3 | - | - | - | - | 5 |
| Schwüblingsen | 2 | 3 | - | - | - | - | 5 |
| Uetze | 3 | 3 | 2 | 1 | - | - | 9 |
| ∑ | 21 | 16 | 6 | 3 | 1 | 10 | 51 |
*Wählergemeinschaft Altmerdingsen, **Freie Wählergemeinschaft Katensen
Wappen
Das Gemeindewappen zeigt eine geschweifte, achtmal blau/gold gespaltene, nach oben laufende Spitze. Die neun Bestandteile der geschweiften Spitze stellen die Ortschaften dar. Die Farben sind ein Hinweis auf die frühere gemeinsame Zugehörigkeit zum welfisch-lüneburgischen Land.
Das Wappen der Ortschaft Uetze ist halbiert. Die rechte Hälfte zeigt das Wappen des Hauses Lüneburg, das ab dem 17. Jahrhundert in Uetze ansässig war: im oberen Teil den über rote Herzen gelegten blauen Braunschweiger Löwen. Das rechte untere Viertel ist lediglich rot, um zu zeigen, dass das Haus durch eine bürgerliche Mutter begründet wurde. Die linke Hälfte des Wappens zeigt drei nach oben weisende schwarze Pfeile auf gelbem Grund. Diese Wappenhälfte rührt noch aus der Zeit ab 1329 und zuvor, als Zeichen der Herren von Uetze („Uttensen“).
Gemeindepartnerschaften
- Frohburg, Sachsen: Zwischen der evangelischen Pfarrgemeinde der Stadt Frohburg und der Ortschaft Uetze entstand eine partnerschaftliche Beziehung, aus der die Partnerschaft zwischen Frohburg und Uetze sich nach der Wiedervereinigung entwickelte. Am 7. September 1990 wurde die Partnerschaftsvereinbarung unterschrieben. Die Verantwortung für diese Partnerschaft wurde auf den Ortsrat Uetze übertragen, der gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde, dem Gesangverein „Liederkranz Concordia“ und der Freiwilligen Feuerwehr der Ortschaft Uetze den Bestand der Partnerschaft sichert.
- Balatongyörök, Ungarn: Die Teilnahme der Ungarn am alljährlich in Uetze stattfindenden Zwiebelfest ist eine Selbstverständlichkeit.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke und Bodendenkmale
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- Junkernhof: 1635 entstandenes zweigeschossiges Fachwerkhaus in U-Form. Gutshaus der Herren von Uttensen
- Johannes-der-Täufer-Kirche: 1863 gebaut, unter Einbeziehung der Reste der beim Brand zerstörten Kirche von 1837. Architekt war Conrad Wilhelm Hase. Vorhanden sind noch ein Taufdeckel aus dem Jahr 1666 und ein altes Johannes-Bild.
- Zweiständerhaus in Wackerwinkel: erbaut 1596, heute Heimatmuseum.
Seen
Nahe Uetze unmittelbar an der B 188 liegt ein 120 ha großes Naherholungsgebiet mit Badestrand, Campingplatz und Stellplatz für Mobilheime. Zentrum sind zwei künstlich geschaffene Wasserflächen. Es handelt sich um den größeren Badesee Irenensee und eine Seenfläche mit verschiedenen Armen, die unter Spreewaldseen firmiert. An deren Ufern befinden sich Wochenendhäuser mit Bootsanlegestellen. Dieses Gebiet wurde in jüngerer Zeit in ein Wohngebiet mit etwa 200 auf Inseln gelegenen Grundstücken umgewandelt.
Freizeit
Östlich von Uetze befindet sich der Freizeitpark Erse-Park an der Bundesstraße 188. Ein gut ausgebautes und beschildertes Radwegenetz führt entlang der Flüsse oder durch die weitläufigen Wälder zu markanten Punkten wie etwa der Hänigser Bockwindmühle oder den drei Wassermühlen der Gemeinde.
In den Ortschaften Uetze und Hänigsen gibt es beheizbare Freibäder und am Irenensee einen Naturbadestrand.
Regelmäßige Veranstaltungen
Das Zwiebelfest findet seit 2003 an jedem zweiten Septemberwochenende statt. Es beginnt üblicherweise am späten Samstagnachmittag, in jedem zweiten Jahr mit einem Tag der Ehrenamtlichen, und wird am Sonntag mit einem Open-Air-Gottesdienst auf dem Hindenburgplatz fortgesetzt. Anschließend laden Vereine, Aussteller und Partnerkommunen zu verschiedenen Zwiebelgerichten und dazu passenden Getränken ein.
Uetze ist eines der größten deutschen Zwiebelanbaugebiete, besonders für Silberzwiebeln.
Kulinarische Spezialitäten
- Die Gegend um Uetze ist Spargelanbaugebiet, und so führt die Niedersächsische Spargelstraße durch Uetze.
Wirtschaft und Infrastruktur
Bildung
Uetze besitzt ein Schulzentrum mit Gymnasium und einer Integrierten Gesamtschule (IGS), die seit 2014 besteht, wobei das Gymnasium seine Eigenständigkeit behielt. Der Einzugsbereich des Gymnasiums Unter den Eichen Uetze reicht über die Gemeindegrenzen hinaus. Eine Orientierungsstufe war bis 2004 (Abschaffung der Orientierungsstufe in Niedersachsen) dort mit angesiedelt. Mit der Gründung der IGS liefen die ebenfalls im Schulzentrum angesiedelten Hauptschule und Realschule aus, beide bestanden bis Sommer 2019 mit dem Abschluss der letzten Jahrgänge. Die Hauptschule hatte bis 2006 ihren Standort in Hänigsen und wurde dann in einen Neubau am Schulzentrum umgesiedelt.
Bis 2015 gab es in einem über hundert Jahre alten Schulgebäude (ehemalige Volksschule) nahe dem alten Ortskern die Stötzner-Schule, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen.
Grundschulen gibt es in den Ortsteilen Dollbergen, Eltze, Hänigsen und Uetze, wobei die Eltzer Schule seit 2014 eine Außenstelle der Grundschule Uetze ist.
Verkehr
Uetze liegt an der Bundesstraße B 188 von Burgdorf nach Meinersen, Gifhorn und Wolfsburg. Wenige Kilometer östlich von Uetze am „Kreuzkrug“ kreuzen sich mit der B 188 die B 214 von Braunschweig nach Celle und die B 444 von Peine und Edemissen. Eine wichtige Landstraße verbindet Uetze außerdem mit Bröckel und Eicklingen, eine weitere mit Dollbergen und eine dritte mit Wehnsen.
Von 1923 bis 1991 hatte Uetze einen Bahnhof an der Bahnstrecke Celle–Braunschweig.
Im Gemeindegebiet liegen die Bahnhöfe Dollbergen und Dedenhausen an der Bahnstrecke Berlin–Lehrte.
Die Verbindung der Ortsteile untereinander sowie mit Nachbarorten stellen sechs Buslinien des Großraum-Verkehrs Hannover sicher, die in allen Uetzer Ortsteilen zusammen 52 Haltestellen bedienen. Ergänzt werden sie zu bestimmten Zeiten von Ruftaxis und von einer Nachtbuslinie.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Georg Friedrich Wreede (um 1635–1672), Gouverneur der damals niederländischen Insel Mauritius von 1665 bis 1672, mit einer Unterbrechung 1668–1669, wurde auch bekannt als Verfasser der ersten schriftlichen Unterlagen über das Khoekhoegowab
- Albrecht Friedrich Ludolph Lasius (1752–1819), lutherischer Theologe, Präsident des Landeskonsistoriums in Osnabrück
- Ernst Amme (1863–1930), Ingenieur und Industrieller
- Ernst Nottbohm (1879–1942), Lebensmittelchemiker
Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen
- Günter Radtke (1920–2018), Pressezeichner
- Wolfgang Mierswa (* 1947), Pädagoge, Fußballschiedsrichter und Schiedsrichterfunktionär, lebt in der Ortschaft Hänigsen
- Achim Amme (* 1949), Autor, Schauspieler und Musiker
- Sven Pfizenmaier (* 1991), Schriftsteller<ref>Hannoversche Allgemeine Zeitung: Hannover: Sven Pfizenmaier legt seinen Debütroman „Draußen feiern die Leute“ vor. 10. Dezember 2024, abgerufen am 11. Dezember 2024.</ref>
Literatur
- Urban Friedrich Christoph Manecke: Geschichte des K. Amts Meinersen, im Lüneburgschen. In: Vaterländisches Archiv, Dritter Band, Hannover 1820, S. 239 ff.
- Heinrich Lütkemann: Uetze. Buchdruckerei des Stephanstifts, Hannover, 1889.
- Dorothea und Günter Radtke (Hrsg.): Chronik Uetze. Ein Dorf im Wandel der Jahrhunderte. Uetze o. J. (1997).
Weblinks
Einzelnachweise
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