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Das weite Land

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Daten
Titel: Das weite Land
Gattung: Tragikomödie in fünf Akten
Originalsprache: Deutsch
Autor: Arthur Schnitzler
Erscheinungsjahr: 1910
Uraufführung: 2. November 1910
Ort und Zeit der Handlung: Baden bei Wien; nur im dritten Akt das Hotel am Völser Weiher. Rechts und links vom Zuschauer.
Personen
  • Friedrich Hofreiter, Fabrikant
  • Genia, seine Frau
  • Anna Meinhold-Aigner, Schauspielerin
  • Otto, ihr Sohn, Marine-Fähnrich
  • Doktor von Aigner, der geschiedene Gatte der Frau Meinhold
  • Frau Wahl
  • ihre Kinder:
    • Gustav
    • Erna
  • Natter, Bankier
  • Adele, seine Frau
  • Doktor Franz Mauer, Arzt
  • Demeter Stanzides, Oberleutnant
  • Paul Kreindl
  • Albertus Rohn, Schriftsteller
  • Marie, seine Frau
  • Serknitz
  • Doktor Meyer
  • Erster Tourist
  • Zweiter Tourist
  • Rosenstock, Portier im Hotel am Völser Weiher
  • Eine Engländerin
  • Eine Französin
  • Eine Spanierin
  • Penn, Führer
  • Die zwei Kinder der Frau Natter
  • Die Miß
  • Stubenmädchen bei Hofreiter
  • Touristen, Hotelgäste, Kellner, Boys usw.

Das weite Land ist eine Tragikomödie in fünf Akten von Arthur Schnitzler. Die Uraufführung fand am 2. November 1910<ref>Nach gregorianischem Kalender: 20. Oktober 1910</ref> am Novyj dramatičeskij teatr in Sankt Petersburg statt.<ref>Besprechungen: B–ъ.: Novinka »Novogo teatra« (Novität im »Neuen Theater«). In: Birževye vedomosti, Nr. 11.976, 19. 10. 1910/1. 11. 1910, Abendausgabe, S. 2. Smolens- kij [=A. A. Ismailov], in: Birževye vedomosti, Nr. 11.980, 21. 10. 1910/3. 11. 1910, Abendausgabe, S. 3–4.</ref> Auf Deutsch wurde es erst ein Jahr später, am 14. Oktober 1911, zugleich an mehreren Bühnen gegeben: Lessingtheater (Berlin),<ref>Oskar Seidlin (Hrsg.): Der Briefwechsel Arthur Schnitzler – Otto Brahm. Niemeyer, Tübingen 1975, S. 331.</ref> Lobe-Theater, Breslau, Residenztheater München, Deutsches Landestheater Prag, Altes Stadttheater Leipzig, Schauburg Hannover, Stadttheater Bochum und am Burgtheater in Wien.<ref>Theater und Vergnügen. K.k. Hofburgtheater. Zum erstenmal: Das weite Land. In: Neue Freie Presse, Morgenblatt, Nr. 16935/1911, 14. Oktober 1911, S. 21, oben links. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nfp sowie
W.: Feuilleton. Burgtheater. In: Neue Freie Presse, Morgenblatt, Nr. 16936/1911, 15. Oktober 1911, S. 1 ff. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nfp</ref><ref>Reinhard Urbach: Schnitzler-Kommentar zu den erzählenden und dramatischen Werken. 1. Auflage. Winkler, München 1974, S. 70. (online)</ref> Der Text erschien zeitnah zu den deutschen Premieren bei S. Fischer in Berlin.

Der Wiener Glühbirnenfabrikant Friedrich Hofreiter gibt sich abgeklärt und macht seiner Frau Genia Vorwürfe, nachdem sich ein Verehrer umgebracht hat, weil sie ihn abgewiesen hatte. Als die Frau sich das nächste Mal auf eine Affäre einlässt, ist ihm das auch nicht recht und er fordert den Liebhaber zum Duell und tötet ihn.

Titel

Die Männer in dem Stück stehen ratlos vor einem Phänomen. Sie betrügen ihre Partnerinnen und ertragen es trotzdem nicht, betrogen zu werden. Als Erklärung fällt ihnen nur ein, nur ein, der Mensch sei ein „kompliziertes Subjekt“ und seine Seele „ein weites Land“.

Inhalt

Friedrich Hofreiter hat eine Affäre mit Adele, der Gattin seines Bankiers Natter, hinter sich. Dieser verbreitet das Gerücht, der weltberühmte russische Pianist Korsakow habe sich aus unglücklicher Liebe zu Hofreiters Frau Genia umgebracht.

Adele Natter hält Hofreiter vor, dass er mit dem 20-jährigen Fräulein Erna Wahl in geradezu unverschämter Weise flirte. Dr. Franz Mauer, den Hofreiter seinen einzigen Freund nennt, macht Erna einen Antrag, bekommt aber nicht die erhoffte Zusage. Genia versteht nicht, warum ihr Mann unerwartet mit Freunden zu einer längeren Bergtour aufbrechen will. Von Hofreiter erhält sie zur Antwort, er halte es neben einer Frau nicht aus, deren Tugend Korsakow in den Tod getrieben habe. Zuvor hatte Genia ihrem Gatten einen Brief Korsakows vorgewiesen, aus dem ihre eheliche Treue hervorging.

Hofreiter beginnt mit Erna in den Dolomiten ein Verhältnis und macht ihr darauf einen Heiratsantrag. Erna ist zwar seit ihrer Kindheit in den Fabrikanten verliebt, will aber noch ledig bleiben. Otto von Aigner, Fähnrich in der Marine, und Genia Hofreiter gestehen einander ihre Liebe. Hofreiter vermutet, Bankier Natter habe das Gerücht, nach dem Korsakow einem amerikanischen Duell zum Opfer gefallen sei, aus Rachsucht in die Welt gesetzt. Zunächst atmet er auf, als seine Frau mit dem Fähnrich Otto die Ehe gebrochen hat.

Der Bankier Natter eröffnet Hofreiter, er liebe seine Frau Adele immer noch und habe in der Tat das Gerücht von dem Duell verbreitet. Dass die Geschichte mit dem Duell nicht wahr sei, könne Hofreiter nicht beweisen. Er mag sich nicht mit Hofreiter duellieren. Genia will sich ihrem Mann offenbaren, erfährt aber zu ihrem Schrecken, dass dieser schon Bescheid weiß. Hofreiter fordert Fähnrich Otto zum Duell. Genia teilt Erna in einem Vieraugengespräch mit, dass sie von dem Abenteuer in den Dolomiten weiß. Die Mutter des Fähnrichs, ebenfalls in einem Gespräch unter vier Augen mit Genia, bringt Verständnis für die Liebesbeziehung ihres Sohnes auf.

Hofreiter tötet den Fähnrich im Duell, trifft danach zu Hause auf die beiden Frauen und verschweigt der Mutter des Toten seine Tat. Er will sich aber den Behörden stellen und gibt Erna den Laufpass.

Vorlagen

Datei:NOE Baden Villa Aichelburg Einfahrt.jpg
Baden, Villa Aichelburg

Friedrich Eckstein und seine Frau Bertha Helene Diener (1874–1948) führten im St.-Genois-Schlössl in Baden bei Wien einen Salon, in dem Peter Altenberg, Arthur Schnitzler, Karl Kraus und Adolf Loos verkehrten. Schnitzler verwendete für sein Drama Das weite Land die Ecksteinvilla in Baden und den 1899 geborenen Sohn Percy Eckstein als Vorlage. Im Tagebuch nennt Schnitzler Theodor Christomannos als Vorlage für den Hotelier und Bergsteiger „Dr. von Aigner“ (31. Jänner 1911). Eckstein tritt im 3. Akt als „Gustl Wahl“ auf, mit dem man sich über Buddhismus unterhält. Diese ›Entschlüsselung‹ findet sich auch in einem Brief Richard Beer-Hofmanns an Schnitzler.<ref>Richard Beer-Hofmann an Arthur Schnitzler, 7. 7. 1910. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Martin Anton Müller, Gerd-Hermann Susen, Laura Untner, 7. Juli 1910, abgerufen am 12. Mai 2023.</ref>

Form

Schnitzler stellt zwar Hofreiter als den Bösewicht im Stück hin, doch der Protagonist zeigt immerhin Schuldbewusstsein, wovon auch der Schluss zeugt. Erna will Hofreiter bedingungslos folgen. Aber er gehöre „niemandem auf der Welt… Will auch nicht“. Als der Sohn Percy aus England kommt, wird Hofreiter schmerzlich bewusst, was er verloren hat.<ref>Quelle, S. 124.</ref>

Schnitzler hat die Geschehnisse mit Geschick auf die Bühne gestellt. Als Mittel verwendet er Gerüchte, den Botenbericht und kleinere und größere zeitliche Lücken zwischen den Akten. Letztere Technik regt den Zuschauer zum Nachdenken über die Vorgänge hinter den Kulissen an. Überhaupt erweist sich Schnitzler im Weiten Land als Meister der indirekten Aussage. Wenig Bestimmtes kommt zur Sprache und doch wird dem Zuschauer alles klar, obwohl er zeitweise auf falsche Fährten gelockt wird.<ref>Siehe zum Beispiel Quelle, S. 44, 3. Z.v.u. oder S. 88, 12. Z.v.u.</ref>

Zitate

  • „Es gibt Herzen, in denen nichts verjährt.“<ref>Quelle S. 53, 1. Z.v.u.</ref>
  • „Es gibt vielleicht wirklich nur ein schweres [Wort] auf der Welt – und das heißt Lüge.“<ref>Quelle S. 110, 2. Z.v.u.</ref>

Besetzung der Wiener Erstaufführung

Laut Theaterzettel:<ref>Theater und Vergnügen. K.k. Hofburgtheater. Zum erstenmal: Das weite Land. In: Neue Freie Presse, Morgenblatt, Nr. 16935/1911, 14. Oktober 1911, S. 21, oben links. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nfp</ref>

  • Arnold Korff (1870–1944); Friedrich Hofreiter
  • Lili Marberg (1876–1962); Hofreiters Ehefrau, Genia
  • Hedwig Bleibtreu (1868–1958); Anna Meinhold-Aigner, Schauspielerin
  • Alfred Gerasch (1877–1955); Otto, Sohn von Anna Meinhold-Aigner, Marine-Fähnrich
  • Max Devrient (1857–1929); Dr. von Aigner, geschiedener Ehemann von Anna Meinhold
  • Babette Devrient-Reinhold (1863–1940); Frau Wahl
  • Eugen Frank, eigentlich Eugen Krauspe (1876–1942); Gustav, Sohn von Frau Wahl
  • Mizzi (Marie) Hofteufel (1884–?); Erna, Tochter von Frau Wahl
  • Albert Heine (1867–1949); Natter, Bankier
  • Gisela Wilke (1882–1958); Adele, Natters Ehefrau
  • Max Paulsen (1876–1956); Dr. Franz Mauer, Arzt
  • Georg Muratori (1875–1921); Demeter Stanzides, Oberleutnant
  • Franz Höbling (1886–1965); Paul Kreindl
  • Otto Tressler, eigentlich Otto Mayer (1871–1965); Albertus Rhon, Schriftsteller
  • Camilla Gerzhofer (1888–1961); Marie, Rhons Ehefrau
  • Carl von Zeska (1862–1938); Serknitz
  • Josef Moser (1864–1936); Doktor Meyer
  • Armin Seydelmann (1872–1946); Erster Tourist
  • Alexander Elmhorst, eigentlich Alexander Epstein (1867–1924); Zweiter Tourist
  • Hugo Thimig (1854–1944); Rosenstock, Portier im Hotel am Völser Weiher <ref group="Anm.">Text, Besetzung und Maske dürften auf den im Jänner des Premierenjahres verstorbenen Südtiroler Fremdenverkehrspionier Theodor Christomannos haben zielen wollen. – Siehe: W.: Feuilleton. Burgtheater. In: Neue Freie Presse, Morgenblatt, Nr. 16936/1911, 15. Oktober 1911, S. 2, unten rechts. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nfp</ref>
  • Robert von Balajthy (1855–1924); Penn, Führer
  • Marie Kasznica (um 1870–?); eine Engländerin
  • Rosa Moncza (?–?); Stubenmädchen bei Hofreiter

Selbstzeugnisse

In Schnitzlers Tagebuch:

  • 31. Mai 1909: „Exposition matt, noch manches schnarrende im Dialog ― als ganzes mein bestgebautes Stück, eine glänzende und so gut wie neue Hauptgestalt, inhaltlich viel zukunftweisendes; in Nebendingen manches conventionell und billig.―“<ref>Montag, 31. Mai 1909. Abgerufen am 16. Februar 2022.</ref>
  • 26. April 1910: „Finde das Stück gut ― ja möglicherweise zu gut für einen Theatererfolg.“<ref>Dienstag, 26. April 1910. Abgerufen am 16. Februar 2022.</ref>
  • 14. Oktober 1911 anlässlich der Wiener Premiere: „Ins Theater. Loge mit O[lga]., Julius Helene. Nach 1. Akt Reimers, vom 2. an ich [hervorgerufen]. Im ganzen 24mal. 1. Akt zuwartend, 2. mäßig, eher gut, 3. fast etwas steigend, 4. schlug mächtig ein, 5. wirkte tief.―“<ref>Samstag, 14. Oktober 1911. Abgerufen am 16. Februar 2022.</ref>
  • 14. Juni 1915: „Das Stück eins der sehr wenigen zu dem ich mich bedingungslos bekenne. Dieses wird bleiben ― ja man könnte fast sagen: es wird erst kommen. Empfind ich bei so vielem von mir, dass ich etwas weniger bin, als das was ich selbst einen „Künstler“ nenne;― hier bin ich ― etwas mehr.“<ref>Montag, 14. Juni 1915. Abgerufen am 16. Februar 2022.</ref>

und in der Korrespondenz:

  • An Richard Beer-Hofmann, 12. Juli 1910: „Ich freu mich sehr, dass Sie das Stück gut finden und glaube auch gern Ihrer Voraussage, dass ich noch Freude an meiner Tragikomödie haben werde – nur bin ich nicht sicher, ob das schon bei Gelegenheit der ersten Aufführung sein wird . . was ebensowohl mit Publikumspsychologie als mit Schauspielerconstellation zusammenhängt.“<ref>Arthur Schnitzler an Richard Beer-Hofmann, 12. 7. 1910. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, 12. Juli 1910, abgerufen am 28. Dezember 2025.</ref>
  • An Felix Salten, 20. Oktober 1911: „Darf ich Ihnen ein verwunderliches Missverstaendnis aufklaeren, das Ihr Feuilleton im »Lloyd« enthaelt? Hofreiter denkt nicht daran am Schluss des Stueckes »ein braver Kindesvater« zu werden, so wenig ich daran gedacht habe, das irgendwen glauben zu machen. Und es liegt nicht der leiseste Grund vor, mir so etwas, was wirklich eine Banalitaet waere, zuzumuten. (Ausser bei Ihnen habe ich diese Zumutung nur unter Dutzenden ein einziges Mal gefunden). Erinnern Sie sich nur: Genia in ihrem letzten Gespraech mit Hofreiter besinnt sich ploetzlich: »Percy kommt«. Darauf er: »Den erwart ich noch – denn die Andern – na! (Handbewegung)«. Er ist also jedenfalls entschlossen ihn zu erwarten; und dass er dann, wenn die Stimme Percys im Garten toent, so weit bewegt ist (gerade in der Empfindung: nun ist das auch zu Ende), um leise aufzuwimmern, das ist meines Erachtens kein Anlass zu vermuten, dass damit eine Art innerer Umkehr eingeleitet oder angedeutet sein sollte. Ich war himmelweit davon entfernt ein solches Missverstaendnis auch nur fuer moeglich zu halten. (Sonst haette ich Hofreiter am Schlusse ausrufen lassen: »Nun auf nach Amerika«).“<ref>Arthur Schnitzler an Felix Salten, 20. 10. 1911. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Martin Anton Müller mit Gerd-Hermann Susen, Laura Untner und Selma Jahnke, 20. Oktober 1911, abgerufen am 28. Dezember 2025.</ref>

Rezeption

  • Brahm nennt am 21. Juni 1910 in einem Brief an Schnitzler das Stück „durchaus neuartig im Stil“, den er „als pointillistisch“ bezeichnet.<ref>Zitiert bei Farese, S. 152, 3. Z.v.u.</ref>
  • Brandes am 19. Oktober 1911: „in der hier vorgeführten, sehr reichen und schillernden Welt, ist aber jedes Vertrauen unmöglich; alle arbeiten sich von ihren Neigungen und Bänden los.“<ref>Georg Brandes an Arthur Schnitzler, 19. 10. 1911. In: Arthur Schnitzler: Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren. Martin Anton Müller, Gerd-Hermann Susen, Laura Untner, 19. Oktober 1911, abgerufen am 12. Mai 2023.</ref>
  • Polgar bezeichnet das Stück als ein „wohlorganisiertes Konzert der Würmer im Holz“.<ref>Zitiert bei Sprengel, S. 472, 2. Z.v.o.</ref> Grossmann und Kraus<ref>Le Rider, S. 30, 10. Z.v.o.</ref> warfen Schnitzler Nähe zum Pariser Boulevardtheater vor.
  • 29. Oktober bis 17. November 1911: Schnitzler begibt sich an Aufführungsorte seines Stückes; wird in Prag, Berlin, Hamburg und München gefeiert.<ref>Farese, S. 154 unten.</ref>
  • Nach Sabler hat Schnitzler die Grenze des Darstellbaren hinausgeschoben: Die außereheliche Beziehung wird in Form von Konversation auf die Bühne gestellt.<ref>Sabler S. 96, 17. Z.v.o.</ref>
  • Der Protagonist vom neuen Typus ist in dem Stück bezeichnenderweise ein Glühbirnenfabrikant. Das Faszinosum an diesem Hofreiter sei nicht seine Persönlichkeit, sondern die Courage, mit der er das Althergebrachte beseitigt.<ref>Scheible, S. 100.</ref>
  • Das Ehepaar Hofreiter stecke in einer Midlife-Crisis.<ref>Perlmann S. 92 unten.</ref>
  • Furtmüller hat das Stück psychoanalytisch zergliedert.<ref>Le Rider, S. 119, 2. Z.v.o.</ref>
  • Pankau nennt weiter führende Stellen zum Studium des Stücks (Christian Benne, Alfred Doppler, Konstanze Fliedl, Heike Söhnlein, Reinhard Urbach und Heiner Willenberg).<ref>Pankau S. 146 f.</ref> Arnold gibt noch die Arbeit von Patricia Howe (New York 1990) an.<ref>Arnold (1998), S. 167, linke Spalte, Kap. 3.5.34.</ref> Zudem weist Perlmann<ref>Perlmann, S. 107, zweiter Eintrag.</ref> auf Arbeiten von Sol Liptzin (1931), Anna Stroka (1971), Kilian (1972), Offermanns (1973), Rena Schlein (1973), Martin Swales (1977), Cäcilie Madl (1979) und Kurt Bergel (1986) hin.

Inszenierungen (Auswahl)

Verfilmungen

Eintrag 39 in: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verfilmungen (Memento vom 5. April 2010 im Internet Archive)

Hörspiele

Eintrag 90 bis 93 in: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hörspiele (Memento vom 5. Dezember 2008 im Internet Archive)

Literatur

Erstausgabe

  • Arthur Schnitzler: Das weite Land. Tragikomödie in fünf Akten. Erste Auflage. S. Fischer, Berlin 1911, online.

Ausgaben

  • Arthur Schnitzler: Das weite Land. Tragikomödie in fünf Akten S. 7 bis 124 in Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Arthur Schnitzler: Komödie der Verführung. Zeitstücke 1909 - 1924. Mit einem Nachwort von Hermann Korte. S. Fischer, Frankfurt am Main 1961 (Ausgabe 2000, im Text als „Quelle“ zitiert). 553 Seiten, ISBN 3-10-073559-5. (Quelle)
  • Arthur Schnitzler: Das weite Land. Tragikomödie in fünf Akten. Hrsg. Reinhard Urbach. Reclams Universal-Bibliothek, Band 18161, ZDB-ID 134899-1. Reclam, Stuttgart (u. a.) 2012, ISBN 978-3-15-018161-4.

Sekundärliteratur

  • Hartmut Scheible: Arthur Schnitzler. rowohlts monographien. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg Februar 1976 (Aufl. Dezember 1990). 160 Seiten, ISBN 3-499-50235-6
  • Therese Nickl (Hrsg.), Heinrich Schnitzler (Hrsg.): Arthur Schnitzler. Jugend in Wien. Eine Autobiographie. Mit einem Nachwort von Friedrich Torberg. Fischer Taschenbuch. Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-596-16852-1. (© Verlag Fritz Molden, Wien 1968).
  • Michaela L. Perlmann: Arthur Schnitzler. Sammlung Metzler, Band 239, ISSN 0558-3667. Metzler, Stuttgart (u. a.) 1987, ISBN 3-476-10239-4.
  • Wolfgang Sabler: Moderne und Boulevardtheater. Bemerkung zur Wirkung und zum dramatischen Werk Arthur Schnitzlers. S. 89–101 in: Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Arthur Schnitzler. Verlag edition text + kritik, Zeitschrift für Literatur, Heft 138/139, April 1998, 174 Seiten, ISBN 3-88377-577-0
  • Heinz Ludwig Arnold (Hrsg.): Arthur Schnitzler. Verlag edition text + kritik, Zeitschrift für Literatur, Heft 138/139, April 1998, 174 Seiten, ISBN 3-88377-577-0
  • Giuseppe Farese: Arthur Schnitzler. Ein Leben in Wien. 1862 - 1931. Aus dem Italienischen von Karin Krieger. C. H. Beck München 1999. 360 Seiten, ISBN 3-406-45292-2. Original: Arthur Schnitzler. Una vita a Vienna. 1862 - 1931. Mondadori Mailand 1997
  • Peter Sprengel: Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1900 - 1918. München 2004. 924 Seiten, ISBN 3-406-52178-9
  • Gero von Wilpert: Lexikon der Weltliteratur. Deutsche Autoren A – Z. S. 555, 2. Spalte, 14. Z.v.u. Stuttgart 2004. 698 Seiten, ISBN 3-520-83704-8
  • Johannes G. Pankau: Das weite Land. Das Natürliche als Chaos. S. 134–147 in Hee-Ju Kim und Günter Saße (Hrsg.): Interpretationen. Arthur Schnitzler. Dramen und Erzählungen. Reclams Universal-Bibliothek Nr. 17352. Stuttgart 2007. 270 Seiten, ISBN 978-3-15-017532-3
  • Jacques Le Rider: Arthur Schnitzler oder Die Wiener Belle Époque. Aus dem Französischen von Christian Winterhalter. Passagen Verlag Wien 2007. 242 Seiten, ISBN 978-3-85165-767-8
  • Reinhard Urbach: Arthur Schnitzler. Das weite Land. Genia. Lesarten und Sichtweisen. Anmerkungen zu einer spekulativen Dramaturgie. In: Überschreitungen. Dialoge zwischen Literatur- und Theaterwissenschaft, Architektur und Bildender Kunst. Festschrift für Leonhard M. Fiedler zum 60. Geburtstag. Hg. Jörg Sader und Anette Wörner. Würzburg: Königshausen und Neumann 2002, S. 127–137.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Anmerkungen

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Romane
Frau Bertha Garlan | Der Weg ins Freie | Therese. Chronik eines Frauenlebens | Roman-Fragment (Theaterroman)

Erzählungen
Welch eine Melodie | Er wartet auf den vazierenden Gott | Amerika | Erbschaft | Der Fürst ist im Hause | Mein Freund Ypsilon | Der Andere | Reichtum | Die drei Elixire | Die Braut | Sterben | Der Sohn | Die Komödiantinnen | Die kleine Komödie | Spaziergang | Blumen | Später Ruhm | Der Witwer | Der Empfindsame | Der Andere. Aus dem Tagebuch eines Hinterbliebenen | Ein Abschied | Die Frau des Weisen | Der Ehrentag | Die Toten schweigen | Die Nächste | Um eine Stunde | Ein Erfolg | Legende | Lieutenant Gustl | Der blinde Geronimo und sein Bruder | Wohltaten, still und rein gegeben | Andreas Thameyers letzter Brief | Die grüne Krawatte | Boxeraufstand | Die griechische Tänzerin | Die Fremde | Exzentrik | Das Schicksal des Freiherrn von Leisenbohg | Die Weissagung | Abendspaziergang | Das neue Lied | Der Tod des Junggesellen | Der tote Gabriel | Geschichte eines Genies | Das Tagebuch der Redegonda | Der Mörder | Die dreifache Warnung | Die Hirtenflöte | Frau Beate und ihr Sohn | Flucht in die Finsternis | Doktor Gräsler, Badearzt | Der letzte Brief eines Literaten | Ich | Casanovas Heimfahrt | Fräulein Else | Die Frau des Richters | Traumnovelle | Spiel im Morgengrauen | Abenteurernovelle | Der Sekundant

Theaterstücke
Das Abenteuer seines Lebens | Alkandi’s Lied | Das Märchen | Anatol | Die überspannte Person | Halbzwei | Liebelei | Freiwild | Reigen. Zehn Dialoge | Das Vermächtnis | Paracelsus | Der grüne Kakadu | Die Gefährtin | Der Schleier der Beatrice | Sylvesternacht | Lebendige Stunden (Einakterzyklus): Lebendige Stunden (Einakter), Die Frau mit dem Dolche, Die letzten Masken, Literatur | Der einsame Weg | Der Puppenspieler | Der tapfere Cassian | Zum großen Wurstel | Das Haus Delorme | Zwischenspiel | Der Ruf des Lebens | Komtesse Mizzi oder Der Familientag | Die Verwandlungen des Pierrot | Der tapfere Kassian | Der junge Medardus | Das weite Land | Professor Bernhardi | Komödie der Worte | Fink und Fliederbusch | Die Schwestern oder Casanova in Spa | Der Gang zum Weiher | Komödie der Verführung | Im Spiel der Sommerlüfte | Das Wort | Zug der Schatten | Ritterlichkeit

Aphorismen
Buch der Sprüche und Bedenken | Der Geist im Wort und Der Geist in der Tat

Autobiografisches
Jugend in Wien | Tagebuch | Korrespondenz | Nachlass

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