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Breungeshain

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Breungeshain
Stadt Schotten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(347)&title=Breungeshain 50° 30′ N, 9° 12′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(347) 50° 30′ 26″ N, 9° 12′ 23″ O
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Höhe: 555 (552–592) m ü. NHN
Fläche: 12,75 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 347 (31. Dez. 2022)<ref name="EW2022">Haushalt 2024-2025. Vorbericht: Entwicklung der Einwohnerzahlen. Abgerufen im Mai 2024.

</ref>

Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Dezember 1970
Postleitzahl: 63679
Vorwahl: 06044
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Datei:Gegen Breungeshain aus dem Hoherodskopf (Towards Breungeshain from the Hoherodskopf) - geo-en.hlipp.de - 11170.jpg
Blick vom Hoherodskopf über Breungeshain nach Schotten

Breungeshain ist ein Stadtteil von Schotten im mittelhessischen Vogelsbergkreis.

Geographie

Der Ortskern liegt am Eichelbach, zwischen dem Hoherodskopf, dem Taufstein, dem Bilstein und dem Gackerstein im Vogelsbergkreis in Mittelhessen. Das zu Breungeshain gehörige Wochenend- und Ferienhausgebiet Waldsiedlung befindet sich etwa zwei Kilometer entfernt in der Nähe des Segelfluggeländes Hoherodskopf.

Im Ort treffen sich die Kreisstraße 103 und die Landesstraße 3338. Breungeshain liegt an der Deutschen Ferienroute Alpen-Ostsee.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Breungeshain erfolgte im Jahr 1067 unter dem Namen Bruningeshacho.<ref>Manfred Stimming: Mainzer Urkundenbuch I. Darmstadt 1932, ND 1972. S. N206, Nr. 318.</ref> Die erste Kirche wurde schon um 1000 erbaut. In der Urkunde erhält die Kirche die Eigenschaft einer Mutterkirche.

Das Geschlecht der Schenck zu Schweinsberg baute im Ort eine kleine Wasserburg (Burghaus Breungeshain), die aber schon 1382 zerstört wurde.

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Breungeshain:

„Breungeshain (L. Bez. Schotten) evangel. Pfarrdorf; liegt im Vogelsberg am Bilstein, 214 St. von Schotten, hat 90 Häuser und 503 evangel. Einwohner. Unter den Einwohnern sind 55 Bauern, 15 Leineweber, 14 Zimmerleute etc. Auf Pfingsten 1785 lag der Schnee noch 6 Fuß hoch, und in Hohlwegen noch höher. Die Häuser in diesem Orte sind mit Rücksicht auf den tiefen Schnee, alle getäfelt. – Die Kirche zu Breungeshain (Bruningeshago) wurde am 25. Merz 1067 von dem Mainzer Erzbischof Siegfried dem Herrn Jesu, dem siegreichen Kreuze, der Jungfrau Maria, dem heil. Georg und dem heil. Martin zu Ehren geweiht. Diese Kirche, deren Ueberreste noch sichtbar sind, lag weiter gegen den Oberwald.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>

Zum 1. Dezember 1970 wurde Breungeshain im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis als Stadtteil nach Schotten eingegliedert.<ref>Eingliederung der Gemeinden Breungeshain, Busenborn, Eichelsachsen, Eschenrod, Götzen, Michelbach, Rainrod und Rudingshain in die Stadt Schotten, Landkreis Büdingen vom 24. November 1970. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 49, S. 2290, Punkt 2282 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,3 MB]).</ref><ref></ref> Für den Stadtteil Breungeshain wurde ein Ortsbezirk errichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 1,67 MB) § 5. In: Webauftritt. Stadt Schotten, abgerufen im Mai 2024.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Breungeshain angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Gerichte seit 1803

In der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wurde mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 das Gerichtswesen neu organisiert. Für die Provinz Oberhessen wurde das Hofgericht Gießen als Gericht der zweiten Instanz eingerichtet. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die Ämter bzw. Standesherren vorgenommen und somit war für Breungeshain das Amt Lißberg zuständig. Nach der Gründung des Großherzogtum Hessen 1806 wurden die Aufgaben der ersten Instanz 1821–1822 im Rahmen der Trennung von Rechtsprechung und Verwaltung auf die neu geschaffenen Land- bzw. Stadtgerichte übergingen. Breungeshain fiel in den Gerichtsbezirk des „Landgerichts Schotten“.

Anlässlich der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes mit Wirkung vom 1. Oktober 1879, infolge derer die bisherigen großherzoglichen Landgerichte durch Amtsgerichte an gleicher Stelle ersetzt wurden, während die neu geschaffenen Landgerichte nun als Obergerichte fungierten, kam es zur Umbenennung in „Amtsgericht Schotten“ und Zuteilung zum Bezirk des Landgerichts Gießen.<ref>Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze vom 14. Mai 1879. In: Großherzog von Hessen und bei Rhein (Hrsg.): Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt. 1879 Nr. 15, S. 197–211 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 17,8 MB]).</ref>

Mit Wirkung zum 1. Juli 1968 erfolgte die Auflösung des Amtsgerichts Schotten und Breungeshain kam zum Gerichtsbezirk des Amtsgerichts Nidda.<ref>Zweites Gesetz zur Änderung des Gerichtsorganisationsgesetzes (Ändert GVBl. II 210–16) vom 12. Februar 1968. In: Der Hessische Minister der Justiz (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1968 Nr. 4, S. 41–44, Artikel 1, Abs. 2 f) und Artikel 2, Abs. 4 e) (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 298 kB]).</ref> Zum 1. Januar 2012 wurde auch das Amtsgericht Nidda gemäß Beschluss des hessischen Landtags aufgelöst<ref>Gesetz zur Änderung gerichtsorganisatorischer Regelungen (Artikel 1.1, $3 c)) vom 16. September 2011. In: Der Hessische Minister der Justiz (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 2011 Nr. 17, S. 409 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 574 kB]). Bezieht sich auf das Gesetz über den Sitz und den Bezirk der Gerichte der ordentlichen Gerichtsbarkeit und der Staatsanwaltschaften (Gerichtlichesorganisationsgesetz) (GVBl. I S. 98) vom 1. Februar 2005. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 2005 Nr. 5, S. 98 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 235 kB]).</ref> und Breungeshain dem Amtsgericht Büdingen zugeteilt.

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Breungeshain 372 Einwohner. Darunter waren 6 (1,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 63 Einwohner unter 18 Jahren, 144 zwischen 18 und 49, 87 zwischen 50 und 64 und 78 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 192 Haushalten. Davon waren 54 Singlehaushalte, 63 Paare ohne Kinder und 54 Paare mit Kindern, sowie 15 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 51 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 114 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

• 1791: 457 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD" />
• 1800: 463 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD-1800" />
• 1806: 476 Einwohner, 96 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
• 1829: 503 Einwohner, 90 Häuser<ref name="GW" />
• 1867: 337 Einwohner, 81 bewohnte Gebäude<ref name="WP">Vorlage:BibOCLC</ref>
• 1875: 314 Einwohner, 73 bewohnte Gebäude<ref name="WP75">Vorlage:BibOCLC</ref>
Breungeshain: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2020
Jahr  Einwohner
1791
  
456
1800
  
463
1806
  
476
1829
  
503
1834
  
519
1840
  
501
1846
  
521
1852
  
546
1858
  
420
1864
  
368
1871
  
316
1875
  
314
1885
  
320
1895
  
311
1905
  
302
1910
  
330
1925
  
345
1939
  
335
1946
  
409
1950
  
390
1956
  
351
1961
  
358
1967
  
436
1970
  
361
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2004
  
399
2010
  
390
2011
  
372
2015
  
348
2020
  
346
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Einwohnerzahlen nach 2000:<ref name="EW2014" /><ref name="DF" /><ref name="EW2020" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1829: 502 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="GW" />
• 1961: 335 evangelische (= 93,58 %), 19 katholische (= 5,31 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Politik

Für Breungeshain besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Breungeshain) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung 64,51 %. Alle Kandidaten gehören der „Bürgerliste Breungeshain“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Breungeshain. In: Votemanager. Stadt Schotten, abgerufen im Mai 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Alexander Linker zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Breungeshain. In: Ratsinformationssystem. Stadt Schotten, abgerufen im Mai 2024.</ref>

Kultur

In der Liste der Kulturdenkmäler in Schotten sind für Breungeshain 21 einzelne unter Denkmalschutz stehende Kulturdenkmäler aufgeführt.

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 205 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 225 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 272 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Amt Nidda"> Die Zugehörigkeit des Amtes Nidda anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567-1604., Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604-1638. und Hessen-Darmstadt 1567-1866. </ref> <ref name="EW2014"> Zahlen – Daten – Fakten – Wissenswertes. Stadt Schotten, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. April 2016; abgerufen im April 2016. </ref> <ref name="lagis">Breungeshain, Vogelsbergkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="NLVK"> Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 420 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="STH-Oberhessen"> Georg W. Wagner: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Oberhessen. Band 3. Carl Wilhelm Leske, Darmstadt 1830, S. 262 ff. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="DF"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. In: Internetauftritt der Stadt Schotten. Abgerufen im April 2020. </ref> <ref name="EW2020">Haushalt 2022-2023. Vorbericht: Entwicklung der Einwohnerzahlen. Abgerufen im Mai 2024. </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 40 und 80, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

Literatur

Weblinks

Commons: Breungeshain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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