Labersricht
Labersricht Große Kreisstadt Neumarkt in der Oberpfalz
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(278)&title=Labersricht 49° 18′ N, 11° 29′ O
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| Höhe: | 454 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 278 (31. Dez. 2022)<ref>Neumarkt in der Oberpfalz – Zahlenspiegel 2023. (PDF; 8,6 MB) S. 4, abgerufen im Oktober 2024.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 92318 | |||||
| Vorwahl: | 09181 | |||||
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Labersricht ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref>
Geografie
Das Dorf befindet sich rund 500 m nordöstlich des Hauptortes Neumarkt. Die Bundesstraße 299 verläuft ca. 300 m östlich von Labersricht.<ref name=":0">Ortslage. In: BayernAtlas. Kartenviewer des Freistaates Bayern, abgerufen am 10. Februar 2026.</ref>
Geschichte
Das Gebiet von Labersricht war bereits in der Bronzezeit besiedelt, wie entsprechende Grabfunde belegen.<ref>Gustav Fuchs: Der Königshof Altenhof. Ein Beitrag zur Vorgeschichte der Stadt Neumarkt. In: blogspot.com. 27. Juli 2017, abgerufen am 25. Juni 2023.</ref> So enthielt ein Hügelgrab bei Labersricht die sterblichen Überreste einer Frau der Mittelbronzezeit mit Schmuck.<ref>Ingrid Ittner: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die gesellschaftliche Stellung der Frau in der Bronzezeit Süddeutschlands ( vom 23. September 2017 im Internet Archive; PDF; 5,5 MB). In: Abhandlungen der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg. Band 44, 2001, S. 232.</ref>
Erstmals urkundlich erwähnt wird Labersricht in einer Urkunde des Klosters Seligenporten des Jahres 1329, wo der Dorfadelige "Heinrich von Luboldtsrut" in Erscheinung tritt. In einer Kurbayerischen Urkunde wird das Dorf in der Schreibweise "Lewboczreut" im Jahre 1359 benannt.<ref>Sarah Rathgeb und Wolfgang Janka: Ortsgeschichte. Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 10. Februar 2026.</ref>
Ehemalige Gemeinde Labersricht
Mit dem königlichen Gemeindeedikt vom 17. Mai 1818 entstand die Ruralgemeinde Labersricht, die zunächst aus 6 und später aus 7 Ortsteilen bestand<ref>Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13.09.1950 (Seite 745-746). In: Bayerische Staatsbibliothek. Bayerisches Statistisches Landesamt, 1952, abgerufen am 10. Februar 2026.</ref> und eine Fläche von 557,85 Hektar aufwies.<ref name="VZ1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 550 (Digitalisat).</ref>
| Ortsteile der Gemeinde Labersricht | ||||
|---|---|---|---|---|
| Fuchsberg | Weiler | Schafhof | Dorf | |
| Karhof | Weiler | Wolfstein | Weiler | |
| Labersricht | Dorf | Wolfstein | Siedlung | |
| Ottosau | Weiler | |||
Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Labersricht im Rahmen der Bayerischen Gemeindegebietsreform nach Neumarkt eingemeindet<ref> </ref> und bildet dort den Statistikbezirk 22 im Nordosten der Stadt.<ref>Zahlenspiegel 2023-2024 (Seite 4). Stadt Neumarkt in der Oberpfalz, abgerufen am 11. Februar 2026.</ref>
Einwohnerzahlen
Die Gemeinde und der Ort Labersricht wiesen folgende Einwohnerzahlen auf:
| Berichtsjahr | Gemeinde Labersricht | Dorf Labersricht | ||
|---|---|---|---|---|
| 1871 | 163<ref name=":1">Ortsdatenbank. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 10. Februar 2026.</ref> | 51<ref name=":2">Ortsdatenbank. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 10. Februar 2026.</ref> | ||
| 1925 | 212<ref name=":1" /> | 64<ref name=":2" /> | ||
| 1950 | 568<ref name=":1" /> | 87<ref name=":2" /> | ||
| 1961 | 1.247<ref name="VZ1961" /> | 150<ref name="VZ1961" /> | ||
| 1987 | --- | 216<ref name=":2" /> |
Wirtschaft
Labersricht war eine stark agrarische Klein- und Mittelbauerngemeinde am Stufenrand der Flächenalb. Der trockenere Boden der Fränkischen Alp verminderte die Möglichkeit der Viehhaltung und begünstigte eher den Ackerbau. Nebenerwerbslandwirtschaft setzte relativ spät ein.<ref>Joseph Gebhard: Die Agrarstruktur im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in ihrer räumlichen Differenzierung. In: Mitteilungen der Fränkischen Geographischen Gesellschaft. Band 19, 1972, S. 226 (234).</ref>
Soziales Leben
Der Ort verfügt über eine eigene Freiwillige Feuerwehr, die 2025 ihr 125-jähriges Bestehen feierte.<ref>Maria Krauß: Feuerwehr Labersricht feiert 125 Jahre: großes Jubiläum mit Festzug und Rocknacht, Nürnberger Nachrichten vom -4. Mai 2025</ref>
Sehenswürdigkeiten
In der Liste der Baudenkmäler in Neumarkt in der Oberpfalz ist für Labersricht die Dorfkapelle St. Maria als einziges Baudenkmal aufgeführt.
Weblinks
- www.ff-labersricht.de Örtliche Feuerwehr gegründet in Labersricht
Einzelnachweise
<references />
Altenhof | Auhof | Autobahnmeisterei Neumarkt i.d.OPf. | Beckenmühle | Blomenhof | Bodenhof | Bodenmühle | Eichenmühle | Frickenhofen | Friedlmühle | Fuchsberg | Großwiesenhof | Guglhof | Habersmühle | Helena | Höhenberg | Höhenberg im Tal | Holzheim | Iberlsmühle | Ischhofen | Karhof | Kohlenbrunnermühle | Koppenmühle | Labersricht | Lähr | Lampertshofen | Lippertshofen | Neumarkt in der Oberpfalz | Ottosau | Pelchenhofen | Pölling | Rittershof | Rödelberg | Schafhof | Schleifmühle | Schmermühle | Schönmühle | Stauf | Steinberg | Tiefenbrunn | Ungenricht | Voggenthal | Woffenbach | Wolfstein | Wolfstein