Stauf (Neumarkt in der Oberpfalz)
Stauf Große Kreisstadt Neumarkt in der Oberpfalz
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(807)&title=Stauf 49° 16′ N, 11° 26′ O
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| Einwohner: | 807 (31. Dez. 2022)<ref>Neumarkt in der Oberpfalz – Zahlenspiegel 2023. (PDF; 8,6 MB) S. 4, abgerufen im Oktober 2024.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 92318 | |||||
| Vorwahl: | 09181 | |||||
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Stauf (<templatestyles src="IPA/styles.css" />) ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Neumarkt in der Oberpfalz.
Geographie
Das Kirchdorf Stauf liegt auf einer Höhe von 450 m ü. NHN südwestlich von Neumarkt, am Fuß des 512 Meter hohen Staufer Berges, und hat 807 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2022).<ref>Neumarkt in der Oberpfalz – Zahlenspiegel 2023. (PDF; 8,6 MB) S. 4, abgerufen im Oktober 2024.</ref> Über den Staufer Berg führt die Europäische Hauptwasserscheide, die Main/Donau-Wasserscheide, welche hier ebenso in der Nähe des Ortes den Ludwig-Donau-Main-Kanal kreuzt.<ref>BayernAtlas. In: BayernAtlas. Bundesland Bayern, Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung; München, abgerufen am 11. März 2025.</ref>
Geschichte
Auf dem Staufer Berg befinden sich die Reste des Burgstalles Stauf, der zum Besitz der Familie Stauff von Stauffenberg gehörte, über die jedoch nur wenig bekannt ist. Ein Hans Staff von Stauffenberg ist 1424 Beisitzer beim Landgericht Hirschberg, 1427 folgt ihm ein Dietrich von Stauffenberg.
Der Ort selbst entwickelte sich ab etwa 1100, 1269 wird unter den zum Amt Berngau gehörigen Orten auch ein „Steuffleyn“ erwähnt. 1326 wird „Steufflein“ als Dorf mit 4 Huben und einem Lehen beschrieben. Im Sommer 1633, also im Dreißigjährigen Krieg, hielt sich in der Nähe von Stauf ein 600 Mann starkes Infanterieregiment des österreichischen Generals Ernesto Montecuccoli auf, die sich am 27. Juni 1633 ein Gefecht mit schwedischen Truppen lieferten. Als die Schweden kurz darauf nach starkem Beschuss in Neumarkt eindrangen, kam es in den umliegenden Orten zu Plünderungen, so auch in Stauf.
Die Gemeinde Stauf
Mit dem königlichen Gemeindeedikt vom 17. Mai 1818 entstand die Ruralgemeinde Stauf, der neben dem Dorf Stauf auch der Ort Buchberg und die Einöde Hofbuchberg angehörten.<ref>Vollständiges Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875 / Spalten 885 und 886 / Verlag Adolf Ackermann / München 1877. In: MDZ Münchener DigitalisierungsZentrum / Digitale Bibliothek. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. März 2026.</ref>
Für den Bau des Ludwig-Donau-Main-Kanals trat die Gemeinde Stauf 1845 den Rosenweiher ab und erhielt dafür 700 Gulden, mit denen 1852 eine Kapelle errichtet wurde.
Im Zweiten Weltkrieg blieb Stauf weitgehend von Zerstörungen verschont. Beim Kampf um Neumarkt im April 1945 errichtete eine SS-Einheit eine Feuerstellung auf dem Staufer Berg, die beim Heranrücken der amerikanischen Truppen jedoch aufgegeben wurde.
| Berichtszeitpunkt | Gemeinde Stauf<ref name="HistGV52" /> | Kirchdorf Stauf<ref name="Ortsverzeichnis 1987" /> | ||
|---|---|---|---|---|
| 1871 | 284 | 148 | ||
| 1925 | 312 | 180 | ||
| 1950 | 412 | 264 |
Gebietsreform und Eingemeindung
Bei der Gemeindegebietsreform, die am 1. Juli 1972 in Kraft trat, wurde die Gemeinde Stauf aufgelöst. Während das Dorf Stauf der Kreisstadt Neumarkt angegliedert wurde, fiel der Ortsteil Buchberg an die Gemeinde Sengenthal.<ref></ref>
Seit jeher gehörte Stauf zur Pfarrgemeinde Berngau. 1976 wurde Stauf dann in die Pfarrei Woffenbach eingegliedert. In 1979 erfolgte die Grundsteinlegung für die neue Kirche St. Walburga, die 1980 fertiggestellt wurde.<ref>Website des Pfarrverbands West, abgerufen am 17. März 2026.</ref>
Einwohnerentwicklung
Von 1840 bis 1970 handelt es sich um Zahlen der ehemaligen Gemeinde Stauf.<timeline> Colors =
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1840 bis 1950<ref name="HistGV52">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 113, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> / 1961<ref name="Ortsverzeichnis 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 553 (Digitalisat).</ref> / 1970<ref name="Ortsverzeichnis 1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 128 (Digitalisat).</ref> / 1987<ref name="Ortsverzeichnis 1987">Ortsdatenbank. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 17. März 2026.</ref> / 31. Dezember 2022<ref name="einwohner-2022">Neumarkt in der Oberpfalz – Zahlenspiegel 2023. (PDF; 8,6 MB) S. 4, abgerufen im Oktober 2024.</ref>
Verkehr und Infrastruktur
Die Staatsstraße 2238, die Neumarkt mit Freystadt und der Bundesautobahn 9 verbindet, führte bis 1993 durch Stauf. Sie ist heute über eine Umgehungsstraße an die Neumarkter Stadtumgehung angeschlossen, wodurch der Straßenverkehr in Stauf erheblich reduziert werden konnte. Die Buslinie 569 verbindet Stauf mit dem Stadtzentrum und dem Bahnhof.
Stauf verfügt über nur wenig Infrastruktur. Einkaufsmöglichkeiten des täglichen Bedarfs, Ärzte, Kindergärten und Schulen befinden sich in Neumarkt selber oder im benachbarten Gemeindeteil Woffenbach. Südlich von Stauf liegt seit 1999 das Gewerbegebiet Stauf-Süd, in dem sich verschiedene Unternehmen ansiedelten.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kirchliche Einrichtungen
- Dorfkapelle „Unbefleckte Empfängnis Mariä“<ref>Denkmalnummer D-3-73-147-91 „Unbefleckte Empfängnis Mariä“</ref>
- Filialkirche St. Walburga
Bodendenkmäler (lt. Bayerischer Denkmalliste)
- Mittelalterlicher Burgstall<ref>Denkmalnummer: D-3-6734-0038 Mittelalterlicher Burgstall</ref>
- Vorgeschichtliche Siedlung<ref>Denkmalnummer: D-3-6734-0064 Vorgeschichtliche Siedlung</ref>
Vereinsleben
Beim ältesten Verein des Dorfes handelt es sich um die 1897 gegründete Freiwillige Feuerwehr. Daneben sind die 1965 aus der Taufe gehobenen Burgschützen Stauf im Stadtteil sehr aktiv. Der im Jahre 1980 ins Leben gerufene SV Stauf, der zunächst in der Buchberger Straße seine Spielstätte hatte und später am Staufer Weiher eine Sportanlage erhielt, zeichnet für sportliche Belange verantwortlich. Der in 1986 gegründete Verein für Gartenbau und Heimatpflege rundet das Vereinsspektrum Staufs ab.<ref>Webseiten der Vereine, abgerufen am 17. März 2026.</ref>
Weblinks
Belege
<references />
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