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Wunstorf

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Wappen Deutschlandkarte
Datei:DEU Wunstorf COA.svg
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 26′ N, 9° 26′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|03241021}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 26′ N, 9° 26′ O
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  }}
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Region Hannover
Höhe: 43 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|03241021}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahl: 31515
Vorwahlen: 05031, 05033
Kfz-Kennzeichen: H
Gemeindeschlüssel: 03 2 41 021
Stadtgliederung: 13 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Südstraße 1
31515 Wunstorf
Website: www.wunstorf.de
Bürgermeister: Carsten Piellusch (SPD)
Lage der Stadt Wunstorf in der Region Hannover
<imagemap>

Bild:Wunstorf in H.svg|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte rect 586 466 616 490 Region Hannover rect 497 396 660 549 Niedersachsen poly 235 177 222 105 261 77 291 78 294 49 357 73 333 177 Wedemark poly 338 173 429 214 465 142 463 107 354 74 Burgwedel poly 23 209 79 173 159 228 235 172 219 104 257 74 221 6 188 14 185 59 145 42 67 88 93 111 16 143 Neustadt am Rübenberge poly 426 219 424 251 519 264 531 224 505 187 520 158 465 143 Burgdorf poly 520 262 555 291 651 220 633 187 580 167 551 178 521 158 503 192 531 224 Uetze poly 427 252 401 280 407 316 500 320 517 338 546 351 550 286 492 265 457 251 Lehrte poly 328 172 329 222 359 230 360 251 418 260 420 207 Isernhagen poly 244 242 326 248 332 175 248 180 Langenhagen poly 156 229 171 255 230 276 253 240 250 181 206 183 178 191 173 215 Garbsen poly 54 274 89 239 37 238 28 216 85 179 110 184 158 235 170 253 125 307 112 266 76 287 55 278 91 235 Wunstorf poly 155 271 202 324 236 303 250 313 264 280 251 264 230 277 168 251 Seelze poly 105 342 160 274 209 326 183 341 192 369 151 408 113 380 Barsinghausen poly 399 313 385 367 414 390 455 379 489 390 517 373 522 340 506 320 456 333 439 310 Sehnde poly 249 314 272 331 267 343 277 356 316 337 329 355 345 349 382 369 390 321 407 317 396 279 420 275 418 257 360 252 357 231 333 223 326 248 251 244 241 264 256 263 267 279 259 290 266 299 255 313 Hannover poly 183 374 215 381 220 391 240 383 237 340 249 316 244 305 221 313 205 335 184 338 Gehrden poly 326 356 334 377 346 380 359 409 394 403 395 409 416 406 416 386 380 372 342 346 327 357 Laatzen poly 148 408 198 433 212 429 234 440 244 440 266 409 238 387 216 391 216 376 184 376 Wennigsen poly 237 383 267 412 287 381 282 359 272 358 272 329 250 310 233 337 Ronnenberg poly 266 401 281 409 309 402 311 386 325 389 337 373 327 353 310 337 295 345 276 357 284 358 288 378 Hemmingen poly 291 408 306 397 312 384 324 388 337 372 361 408 329 436 359 443 347 478 336 473 334 492 320 496 304 473 318 458 280 429 291 421 283 411 Pattensen poly 148 406 240 441 271 408 289 418 281 427 317 458 309 467 278 475 303 499 274 535 238 535 199 500 175 510 158 492 175 458 Springe poly 0 467 122 417 134 397 153 423 170 460 157 502 176 507 191 498 273 554 4 548 Landkreis Hameln-Pyrmont poly 2 466 80 444 129 399 109 375 99 343 126 313 104 271 66 292 51 275 89 237 73 232 0 257 Landkreis Schaumburg poly 0 248 27 238 29 213 9 207 8 198 24 200 15 158 5 143 80 115 80 104 64 85 107 61 125 58 129 45 143 36 181 55 190 41 186 22 179 25 165 1 7 5 Landkreis Nienburg/Weser poly 252 73 290 77 296 51 313 47 317 15 303 14 307 2 170 0 182 24 189 12 218 4 231 30 250 42 252 58 Heidekreis poly 310 1 315 48 452 103 449 128 627 188 626 161 663 134 664 16 Landkreis Celle poly 487 388 516 375 517 334 543 351 553 284 578 276 597 249 618 258 643 227 665 395 498 399 495 441 466 435 471 413 486 410 Landkreis Peine poly 626 178 634 171 643 175 637 197 648 210 642 226 661 241 662 139 633 160 Landkreis Gifhorn poly 279 553 250 534 278 531 301 501 278 474 303 468 327 498 347 481 357 440 332 436 387 404 397 406 414 408 419 390 462 380 484 391 484 409 466 416 465 437 496 442 493 555 Landkreis Hildesheim desc bottom-right </imagemap>

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Datei:Wunstorf Pedestrianzone.jpg
Wunstorfer Innenstadt, Fußgängerzone mit Marktplatz und Stadtkirche St. Bartholomaeus

Wunstorf ist eine Mittelstadt und selbständige Gemeinde in der Region Hannover in Niedersachsen am Steinhuder Meer, die im äußersten Norden des Calenberger Landes liegt. In Wunstorf befindet sich mit der KRH Psychiatrie Wunstorf des Klinikums Region Hannover eine große psychiatrische Klinik. Der Fliegerhorst Wunstorf mit dem Lufttransportgeschwader 62 liegt in der Gemarkung des Ortsteils Klein Heidorn.

Geografie

Nachbargemeinden

Landesbergen (Landkreis Nienburg/Weser) Neustadt am Rübenberge Wedemark
Rehburg-Loccum (Landkreis Nienburg/Weser) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Garbsen
Hagenburg (Landkreis Schaumburg) und Sachsenhagen Barsinghausen Seelze

Stadtgliederung

Zum Stadtgebiet von Wunstorf gehören die Ortschaften Blumenau (mit Liethe), Bokeloh, Großenheidorn, Klein Heidorn, Idensen (mit Idensermoor und Niengraben), Kolenfeld, Luthe, Mesmerode, Steinhude und Wunstorf. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Gewässer und Naturpark

Die Westaue, die wenige Kilometer nordöstlich bei Bordenau in die Leine mündet, durchfließt die Stadt von West nach Ost.
Im Westen liegt der Naturpark Steinhuder Meer.

Geschichte

Datei:Wunsdorf-1654-Merian.jpg
Wunstorf in einem Merian-Stich um 1654

Der altsteinzeitliche Fundplatz am Hohenholz liegt bei Wunstorf.

Der Name der Stadt leitet sich von der frühen Dorfsiedlung „Wonherestorpe“ (um 700) ab. Das Kloster „Vuonherestorp“ stellte Ludwig der Deutsche am 14. Oktober 871 unter Königschutz, indem der König das von Bischof Theoderich von Minden mit seiner Zustimmung gegründete Kanonissenstift in Wunstorf die Immunitätsrechten verlieh.<ref name="regesta" /> Die Stiftskirche wurde im Jahr 1010 durch Blitzschlag zerstört, 1181 wurde „Wunstorf“ als „civitas“ (Bürgerschaft) erwähnt; ein Graf von Wunstorf wurde erstmals 1235 in einer Urkunde erwähnt.

1228 wird erstmals eine Burg in Wunstorf erwähnt. Sie wurde vom Bischof von Minden und dem Grafen von Roden an einem ehemals befestigten Platz errichtet, den ihnen das Stift Wunstorf überlassen hatte. Außerhalb der Stadt lag in der Niederung der Westaue die hochmittelalterliche Spreensburg, bei der eine Identität mit der in den Quellen genannten Burg umstritten ist.

Im Jahr 1261 erhielten die Einwohner vom Mindener Bischof „für Treue und Gehorsam“ das Recht der Stadt Minden. Im Mittelalter besaßen dann die Grafen von Roden in Wunstorf die Vogteirechte.<ref name="Brinkmann" />

Im Jahr 1446 verkauften die Grafen von Wunstorf ihre Grafschaft an den Bischof von Hildesheim. Im Jahr 1570 steckten Ortjes Dove und seine Helfer ihre Stadt an zahlreichen Stellen gleichzeitig an. Von 700 Gebäuden blieben nur 208 verschont. Im Jahr 1624 plünderte das von Johann T’Serclaes von Tilly geführte Heer die Stadt. Ein Dragoner-Regiment des Prince of Wales machte die Stadt 1788 zur Garnisonsstadt. Vom Sommer 1803 bis Oktober 1805 nahmen französische Truppen in der Stadt Quartier. Danach marschierten Preußen, Schweden, Engländer und Franzosen nacheinander ein. Bis 1813 erfolgte die kommunale Verwaltung durch einen Maire. Danach rückten für zwei Jahre russische Truppen ein. Für die Jahre 1816 bis 1874 wurde Wunstorf Standort für die reitende Artillerie der neuen hannoverschen Armee.

Im Jahr 1847 wurde der Bahnhof Wunstorf als Inselbahnhof errichtet und damit Wunstorf zum Eisenbahnknoten der Bahnstrecken Hannover–Minden und Wunstorf–Bremen.

Am 31. Januar 1874 wurde das Gebäude des heutigen Hölty-Gymnasiums als Lehrerseminar eingeweiht.

Im Jahr 1880 richtete die Hannoversche Provinzialverwaltung in den freigewordenen Garnisonsgebäuden an der Südstraße eine „Korrektionsanstalt“ ein und gliederte 1883 eine Landarmenanstalt an. Ab 1885 baute die Provinz für die wachsende Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Wunstorf zahlreiche das Stadtbild prägende Gebäude.

Im November 1922 kam es wegen steigender Preise zu Unruhen, gewaltsamen Eindringen ins Rathaus und lynchartigen Zuständen auf dem Ferkelmarkt.<ref>Vor 100 Jahren: Anarchie und Aufstand wegen hoher Preise – Wunstorfer dringen ins Rathaus ein und bedrohen Bürgermeister und Stadträte in AuePost vom 27. November 2022</ref>

NS-Zeit in Wunstorf

Die nationalsozialistische Herrschaft in Wunstorf begann äußerlich am 2. Februar 1933 mit einem Fackelzug von SA, SS und Stahlhelm vom Bahnhofshotel Friese als Triumphzug zum Rathaus. Am 3. März wurden führende Funktionäre der Wunstorfer KPD verhaftet und vorübergehend ins KZ eingewiesen. Bei der Amtseinführung der neuen NS-Bürgervorsteher dominierten Braunhemden den Sitzungssaal im Rathaus. Anwesende, die sich beim „Heil auf das Deutsche Vaterland“ und dem Deutschland-Lied nicht erhoben hatten, wurden anschließend verhaftet. Am 10. April berichtete der Herausgeber und Hauptschriftleiter der Wunstorfer Zeitung Theo Oppermann in der Zeitung über diese Maßnahme, mit der er konform ging. Am 20. April erschien, das Titelblatt der Zeitung ausfüllend, ein Hitler-Bild (Linolschnitt von Oppermann), untertitelt mit "Unser Hitler!". Auch weiterhin verbreitete Oppermann nationalsozialistische Ideologie und Juden-Hetze in Wunstorf bis zum Kriegsende.<ref>Klaus Fesche, S. 200 ff.</ref> Am 4. Mai wurde die Südstraße in Adolf Hitler-Straße umbenannt, die Nordstraße in Göringstraße, die Bahnhofstraße in Hindenburgstraße.

Bei den Kommunalwahlen in Preußen am 12. März errang im Wunstorfer Bürgervorsteherkollegium an Mandaten

  • die NSDAP 6
  • die SPD 4
  • der Bürgerblock 4
  • die KPD 2.

Da der konservative Bürgerblock mit der NSDAP ein Bündnis bildete, waren SPD und KPD als Opposition in der Minderheit. Auf Kreisebene hatte die NSDAP zwei Drittel der Mandate erreicht.

Senator Paul Meier (SPD) beging drei Tage nach der Wahl Suizid. Den Platz im Kirchenvorstand übernahm der NSDAP-Ortsgruppenleiter, Rudolf Warme. Auf Meiers Stelle an der Wunstorfer Scharnhorstschule kam Otto Krawehl, der kurz zuvor nach Wunstorf gezogen und seit Dezember 1932 in der NSDAP war.

Nach dem Reichstagsbrand wurden im Rahmen der bundesweiten Verhaftungswelle am 3. März laut der Wunstorfer Zeitung acht KPD-Funktionäre wegen hochverräterischer Handlungen ins KZ Moringen eingeliefert, einige später ins KZ Oranienburg weiter geleitet. Sie standen auf der KPD-Liste zur Kommunalwahl am 12. März. Die Festgenommenen blieben bis zu eineinhalb Jahren in Haft. August Witte, einer der Festgenommener starb im KZ Moringen an Prügelstrafen. Ab Juni 1933 verbot das Gesetz gegen die Neubildung von Parteien alle Parteien außer der NSDAP. Die SPD-Mitglieder wurden von den Sitzungen der Gemeindevertretungen ausgeschlossen. Die ehemaligen Wunstorfer SPD-Funktionäre Georg Huelke, Otto Jarneik, Ernst Passier und Heinrich Lohmann mussten sich täglich bei der Wunstorfer Polizei melden. In ihren Ortsvereinen wurden Karteien und Dokumente verbrannt. Der Mesmeroder Gemeinderat Wilhelm Kräft kam in ein Umerziehungslager; er kehrte nie zurück. Am 31. August verfügte der Landrat die Auflösung des alten Wunstorfer Jägercorps mit der Begründung, dass Kommunisten eingetreten wären und bei Übungsabenden der Spielleute kommunistische Kampflieder gespielt worden seien. Der Vorstand protestierte, man habe Will Weiland sofort wegen seiner kommunistischen Vergangenheit ausgeschlossen. Der Magistrat der Stadt stimmte der Auflösung zu. Die Mitglieder seien mehr oder weniger links eingestellt gewesen und der Verein "national unzuverlässig". Der Wunstorfer Bürgermeister Hans Mentzel war Mitglied in mehreren NS-Unterorganisationen und zeigte eine klare antikommunistische Einstellung. Mentzel wurde Syndikus eines Industrieunternehmens, Leiter der Heil- und Pflegeanstalt in Schönebeck und kehrte 1954 nach Wunstorf zurück, wo er drei Jahre später starb.

Am 25. Juni 1933 wurde das neue Freibad mit 50-Meter-Bahn und 5-Meter-Turm sowie Kleinkinder- und Nichtschwimmerbecken von Bürgermeister Mentzel eingeweiht. Es ersetzte das Auebad, wurde mit Auewasser und bei Bedarf mit Frischwasser aus dem Trinkwassernetz gespeist. Der Oberpräsident der Provinz Hannover, Viktor Lutze, wünschte der neuen Anlage, „daß sie Volksgenossen heranziehe stahlhart im Körper, stahlhart im Willen“.

In der Feldstraße wurde in 1933 ein Reichsarbeitsdienst-Lager errichtet. Der Siedlungs- und Wohnungsbau an der Neustädter Straße und der Blumenauer Straße wurde fortgeführt. Die Eisenbahnwaggonkolonie an der Neustädter Straße wurde 1937 aufgelöst und die Bewohner in „Volkswohnungen“ in der Kleinen Südheide untergebracht.

In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannte die Synagoge in der Küsterstraße. Weil im Obergeschoss eine nichtjüdische Familie wohnte, wurde der Brand umgehend gelöscht. Alle erwachsenen jüdischen Einwohner wurden in den Rathauskeller gesperrt, acht von ihnen wurden in das KZ Buchenwald gebracht.

Ab Frühjahr 1934 war unter Geheimhaltung der Fliegerhorst Wunstorf errichtet worden. Mit einer Parade am 2. April 1936 präsentierte sich die Stadt als Garnison; der Fliegerhorst wurde seiner Bestimmung übergeben. Ab März 1936 war hier das Jagdgeschwader 2 „Boelcke“ stationiert. Andere Kampfeinheiten folgten. Ein Gelände bei Luttmersen wurde für Übungsflüge mit der Ju 52 genutzt. Dabei wurden auch das Ausfahren der Beobachtergondel und Abwürfe von Gipsbomben geübt.

Der Fliegerhorst wurde unter strenger Geheimhaltung zu einer der Aufstellungs- und Unterstützungsbasen der Legion Condor. Ab August 1936 wurden drei Flugzeugbesatzungen als „Zivilisten“ in Spanien eingesetzt, um Franco-Truppen von Marokko nach Spanien zu fliegen. An der Bombardierung von Guernica waren drei Besatzungen mit je vier Mann beteiligt.

Gegen Ende des Krieges wurde Wunstorf wiederholt aus Bordwaffen alliierter Jagdflugzeuge beschossen.<ref>Heiner Wittrock Fliegerhorst Wunstorf Teil 1: Der Fliegerhorst des Dritten Reiches (1934–1945), Satz und Druck: www.kontor3.de, 2. Auflage, S. 72 ff.</ref>

Bürgermeister wurde im April 1939 der 1934 zum Ortsgruppenleiter der NSDAP aufgestiegene Scharnhorst-Schullehrer und Mitglied der SA Otto Krawehl. Als überzeugter Nationalsozialist war er 1932 in die Partei eingetreten.

Die Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Wunstorf schickte im Herbst 1940 psychisch Kranke im Rahmen der Aktion T4 in die Tötungsanstalten. Jüdische Patienten wurden im Herbst 1940 nach Wunstorf gebracht und am 27. September am Bahnhof verladen. Sie wurden angeblich in die nicht existente "Irrenanstalt Cholm" transportiert. Tatsächlich wurden sie im KZ Brandenburg vergast. Den Angehörigen wurden die Pflegekosten weiter berechnet, bis Monate später ihnen der angeblich natürliche Tod mitgeteilt wurde. Am 15. Dezember 1941 wurden die ersten Wunstorfer Juden zusammen mit 1000 anderen Juden aus Nordwestdeutschland nach Riga deportiert. In der dortigen Kälte blieben sie zwei Wochen ohne mit Nahrungsmitteln versorgt zu werden. Drei der Wunstorfer Juden starben hier, die weiteren in den folgenden Kriegsjahren.<ref>"Gedenken an jüdische Opfer", Hannoversche Allgemeine - Leine-Zeitung, S. 1, 17. Dezember 2022</ref>

Die NS-Ortsgruppe richtete 1942 einen weihnachtlichen Feldpostbrief an die Wunstorfer Soldaten. Darin gaben der Bürgermeister Krawehl und der Stadtobersekretär Krull bekannt, Wunstorf sei seit dem Juli "frei von Juden".

Franz Balzer, der die letzten fünf Wunstorfer Juden nach Ahlem ins Sammellager fahren musste, beschwerte sich über deren schlechte Behandlung; im wurde eine Verhaftung angedroht. Die Ärzte Wilhelm Timmermann und sein Sohn Günther behandelten Juden.

Am 24. November 1939 traf die Stadt Wunstorf mit einigen Arbeitgebern eine Regelung zur Einrichtung eines Kriegsgefangenenlagers in der Scheune der Witwe Jahns. Die Stadt ließ die Scheune herrichten, für Mobiliar und Verpflegung hatten die Arbeitgeber zu sorgen. Für französische Kriegsgefangene wurde in der Haster Straße in der ehemaligen Lohmühle ein Lager eingerichtet. Auch im ehemaligen Lager des Reichsarbeitsdienstes an der Feldstraße wurden zahlreiche Kriegsgefangene aus besetzten Ländern untergebracht. Nach dem Sturz Mussolinis wurden zahlreiche Italiener im Portland-Cementwerk und im Fulguritwerk eingesetzt und untergebracht. In der Solo-Feinfrost arbeiteten 1941/42 etwa 40 Frauen aus den Niederlanden und Kroatien; in 1943 bis 1945 waren es 20 bis 30 Ukrainerinnen. Eine Gruppe russischer Kriegsgefangener starb im Juni 1945 an einer Alkoholvergiftung. Ihre Gräber werden von der Stadt als Ehrengräber unterhalten. Bestattete Franzosen wurden nach dem Krieg in ihre Heimat umgebettet.

Am 7. April 1945 marschierten britische Einheiten ein. Die Royal Air Force betrieb den Fliegerhorst weiter als Militärflugplatz.

Zugunglück

Am 4. Januar 1943 übersah der Lokomotivführer des SFR 2304 vor Wunstorf bei starkem Schneegestöber ein „Halt“ zeigendes Signal und fuhr auf den D 8 auf. 25 Menschen starben, 169 weitere wurden verletzt.<ref name="Ritzau" />

Nachkriegsjahre

Am 13. September 1946 wurde der erste Nachkriegs-Stadtrat gewählt: Die 19 Sitze verteilten sich auf SPD, NLP (später DP), CDU, KPD, FDP und Unabhängige.

1952 wurde die frühere Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Wunstorf in ein Landeskrankenhaus (LKH) umgewandelt. Hans Heinze Senior, ehemaliger T4-Gutachter, wurde im April 1954 nach seiner erfolgreichen Klage zum Leiter der Jugendpsychiatrischen Klinik beim Landeskrankenhaus Wunstorf bestellt. Er führte Arzneimittelstudien an Kindern durch.<ref>Sylvelyn Hähner-Rombach, Christine Hartig: Medikamentenversuche an Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Heimerziehung in Niedersachsen zwischen 1945 und 1978. Institut für Geschichte der Medizin, Robert Bosch Stiftung, 8. Januar 2019, abgerufen am 28. August 2022.</ref> Ab 1961 bis 1975 arbeite auch sein Sohn, Hans Heinze Junior, in dieser Psychiatrie und führte Medikamentenversuche an Kindern durch.<ref>Versuchskaninchen Heimkind - Medikamententests an Kindern in der BRD | SWR Doku; abgerufen am 27. Oktober 2025.</ref>

Unter dem Direktoriat von Asmus Finzen wurde das LKH 1976 ein Ausgangspunkt der Psychiatriereform. Andreas Spengler baute von hier aus in den Jahren 1988 bis 2008 das Versorgungsangebot der Institutsambulanz auf. Das Krankenhaus ging 2007 in den Besitz der Region Hannover über.

Der hannoversche Bankier Sigmund Meyer gründete die „Wunstorfer Portland-Cementfabrik A. G.“.<ref name="Siedentopf" /> In 1889 oder 1896 folgte der Aufbau der großen Genossenschaftsmolkerei in der Hindenburgstraße. 1898 war der Baubeginn des städtischen Elektrizitätswerkes.

Im Juni 1946 trafen große Transporte mit Vertriebenen von Uelzen, dem britischen Aufnahmelager her ein. Die Flüchtlinge wurden in Schulen in Massenlagern untergebracht, die Behelfssiedlung Friedenstal wurde am Baggersee errichtet und ebenso zahlreiche Ein- und Mehrfamilienhäuser in den Folgejahren.<ref>Achim Süß Heimstatt für Heimatlose - Friedenstal: eine Behelfssiedlung zwischen Enge und Freiheit, Wunstorfer Auepost, Dezember 2020, S. 22 ff</ref>

In den Jahren 1948 und 1949 flog die Royal Air Force vom Fliegerhorst aus im Rahmen der Berliner Luftbrücke. 1950 wurde die Stadt an die Ruhrgas-Fernleitung angeschlossen, 1954 die an Stelle der alten Kapelle errichtete katholische St.-Bonifatius-Kirche eingeweiht. 1956 begann man mit dem Bau der Kanalisation. Im März 1958 übergaben die Briten den Fliegerhorst an die Luftwaffe der Bundeswehr. Zunächst wurde hier die Flugzeugführerschule S und ab 1978 das Lufttransportgeschwader 62 stationiert.

Im Jahr 1967 entstand die evangelische Corvinuskirche. Von 1970 bis 2013 gab es als zweite katholische Kirche die Heilig-Kreuz-Kirche in Luthe.

Der Hochwasserschutz wurde ab 1971 durch die Regulierung der Westaue verbessert. In diesem Zusammenhang wurden einige Brücken und Straßen neu gebaut.

Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Wunstorf zum ehemaligen Regierungsbezirk Hannover, der wie alle niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde.

Eingemeindungen

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Blumenau, Bokeloh, Großenheidorn, Idensen, Idensermoor-Niengraben, Klein Heidorn, Kolenfeld, Luthe, Mesmerode und Steinhude (Flecken) eingegliedert.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />

Einwohnerentwicklung

Datei:Einwohnerentwicklung von Wunstorf.svg
Einwohnerentwicklung von Wunstorf von 1830 bis 2016 differenziert nach Gebietsstand vor und nach 1974
  • 1830: ca. 01.910 Einwohner
  • 1840: ca. 02.300 Einwohner
  • 1871: ca. 02.455 Einwohner
  • 1885: ca. 02.963 Einwohner
  • 1905: ca. 04.523 Einwohner
  • 1949: ca. 11.610 Einwohner (davon 3490 Flüchtlinge und Vertriebene)<ref name="Holodynski 17" />
  • 1961: ca. 13.843 Einwohner<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />
  • 1970: ca. 17.178 Einwohner<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />
  • 1961: ca. 30.864 Einwohner (mit den im Jahr 1974 eingegliederten Orten)<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />
  • 1970: ca. 35.843 Einwohner (mit den im Jahr 1974 eingegliederten Orten)<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />
  • 1995: ca. 40.084 Einwohner
  • 2000: ca. 41.474 Einwohner
  • 2005: ca. 42.215 Einwohner
  • 2008: ca. 41.332 Einwohner
  • 2010: ca. 41.244 Einwohner
  • 2015: ca. 41.251 Einwohner
  • 2016: ca. 41.974 Einwohner
  • 2017: ca. 41.532 Einwohner
  • 2018: ca. 41.594 Einwohner
  • 2025: ca. 41.190 Einwohner

Religion

Datei:St. Cosmas und Damian.jpg
Stiftskirche
Datei:PICT5203 Sigwardskirche Idensen.JPG
Sigwardskirche in Idensen

Die drei evangelisch-lutherischen Kirchen in Wunstorf gehören zum Kirchenkreis Neustadt-Wunstorf:

Die Stiftskirche St. Cosmas und Damian ist eine kreuzförmige, dreischiffige Gewölbebasilika mit Westturm, deren älteste Teile aus dem 11. Jahrhundert stammen. 1853–1859 wurde der Bau umfassend erneuert.

Die Stadtkirche (auch Marktkirche genannt) St. Bartholomäi, Stiftstraße 1. Von einem Bau aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts blieben bis heute der Turm und der Chorraum bestehen. Das Langhaus wurde um 1700 als schlichte Saalkirche erneuert. Das 1989 restaurierte Innere weist noch einige ältere Ausstattungsstücke auf, darunter eine spätgotische Triumphkreuzgruppe vom Ende des 15. Jahrhunderts und eine 1520 entstandene Madonnenstatue. Die polygonale Kanzel ist 1640 und 1642 datiert.

Die Corvinuskirche von 1967 befindet sich an der Arnswalder Straße, zu ihrer Gemeinde gehört auch der benachbarte Kindergarten.

Das Gemeindezentrum St. Johannes von 1974/75 befand sich in der Albrecht-Dürer-Straße 1; es wurde im März 2012 entwidmet, um unter anderem für den 2015 fertiggestellten Neubau des diakonisch-kirchlichen Zentrums der Evangelisch-lutherischen St. Johannes Kirchengemeinde Platz zu machen. 1976 war daneben die evangelische Kindertagesstätte St. Johannes eingerichtet worden.

Weitere evangelisch-lutherische Kirchen befinden sich in zu Wunstorf eingemeindeten Ortschaften. Herauszuheben ist die Sigwardskirche im Ortsteil Idensen. Die um 1130 erbaute romanische Kirche besitzt noch die romanische Ausmalung aus der Bauzeit und die älteste Glocke Niedersachsens.

In der Gebäudezeile der KRH Psychiatrie Wunstorf an der Südstraße steht die 1885 errichtete Krankenhauskirche.

Die katholische Pfarrkirche St. Bonifatius wurde 1954 als Nachfolgebau einer im selben Jahr abgerissenen Missionskapelle von 1903 nach Plänen von Josef Fehlig erbaut. Die Filialkirche Heilig Kreuz im Ortsteil Luthe wurde 2010 profaniert und 2012 abgerissen. Weitere katholische Kirchen befinden sich in den Ortschaften Bokeloh und Steinhude.

Die Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten) wurde 1996 gegründet, 2010 übernahm sie die ehemalige neuapostolische Kirche am Amtshausweg. 2009 wurde an der Hagenburger Straße eine neue neuapostolische Kirche erbaut, ihre Gemeinde gehört zum Kirchenbezirk Hannover-Südwest.

Die „K21 – Kirche für das 21. Jahrhundert“ gehört zum Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden. Sie wurde 1993 gegründet und trug bis 2014 den Namen „Freie Christengemeinde Wunstorf“. Ferner sind die evangelisch-methodistische Kirche und die Zeugen Jehovas in Wunstorf vertreten.

Die Moschee Aksa Camii des türkisch-islamischen Kulturvereins besteht seit 1989. Sie gehört zur DITIB, der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion.<ref>Daniel Schneider: In der Wunstorfer Aksa-Moschee. 12. Juni 2017, abgerufen am 25. Juli 2021.</ref>

Politik

Am 13. September 1946 wurde der erste Nachkriegs-Stadtrat gewählt: Die 19 Sitze verteilten sich auf SPD, NLP (später DP), CDU, KPD, FDP und Unabhängige. Bis zum 31. Dezember 2004 gehörte Wunstorf zum ehemaligen Regierungsbezirk Hannover, der wie alle niedersächsischen Regierungsbezirke aufgelöst wurde.

Rat der Stadt Wunstorf

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Kommunalwahl 2021
Wahlbeteiligung: 60,75 %
 %
50
40
30
20
10
0
40,22 %
31,65 %
16,42 %
5,4 %
5,28 %
n. k. %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
+1,62 %p
−1,15 %p
+6,72 %p
−4,8 %p
−0,12 %p
−2,7 %p

Kommunalwahl 2021

Bei der Kommunalwahl am 12. September 2021 gingen in Wunstorf 60,75 % der Wahlberechtigten zur Wahl. Sie ergab diese Sitzverteilung: SPD 16 Sitze, CDU 13 Sitze, GRÜNE 7 Sitze, FDP 2 Sitze und AfD 2 Sitze. Von den 40 gewählten Ratsmitgliedern sind 17 Frauen.<ref>Wahlergebnisse.Region.Hannover.de, Abruf am 24. November 2021</ref>

Kommunalwahl 2016

Die Kommunalwahl am 11. September 2016 hatte zu folgender Sitzverteilung geführt: SPD 16 Sitze, CDU 13 Sitze, Grüne 4 Sitze, FDP 2 Sitze, AfD 4 Sitze. Hinzu kam ein fraktionsloses Ratsmitglied.<ref>WahlenRegionHannover.de, Abruf am 24. November 2021</ref>

Mit dem Bürgermeister ergibt dies 41 Sitze.<ref>Sitzverteilung auf Wunstorf.de</ref>

Bürgermeister

Bei den Kommunalwahlen am 12. September 2021 wurde Carsten Piellusch (SPD) zum Bürgermeister gewählt. Er erreichte 55,15 % der Stimmen, so dass eine Stichwahl nicht notwendig wurde.<ref>Übersicht auf Wahlergebnisse.Hannover.de, Abruf am 24. November 2021</ref> Pielluschs Amtszeit begann am 1. November 2021.<ref>Bürgermeister auf Wunstorf.de, Abruf am 24. November 2021</ref>

Von 1999 bis 31. Oktober 2021 war Rolf-Axel Eberhardt (CDU) Bürgermeister. Er war 2006 und 2014 im Amt bestätigt worden und trat 2021 nicht noch einmal an.<ref name="Bürgermeister" /> Er wirkt nunmehr als Mitglied der Regionsversammlung der Region Hannover.<ref>Bericht auf CDU-Fraktion-Region-Hannover.de, Abruf am 24. November 2021</ref> Seine Stellvertreter waren bis dahin Ulrich Troschke (SPD), Birgit Mares (Grüne) und Martin Pavel (CDU).<ref name="Rat" /> Jugendbürgermeister ist seit 2021 Xander Brockmann.<ref name="Jugendbürgermeister" />

Ortsräte

Die Stadtteile der Stadt Wunstorf werden durch insgesamt 78 Ratsmitglieder in zehn Ortsräten vertreten. Seit der Kommunalwahl 2021 verteilen diese sich wie folgt:<ref>Ergebnisse Kommunalwahl 2021 Wunstorf. Abgerufen am 27. Juni 2022.</ref>

Stadtteile SPD CDU Grüne FDP AfD
Blumenau 2 2 1 - - 5
Bokeloh 2 4 1 - - 7
Großenheidorn 3 2 1 1 - 7
Idensen 3 2 - - - 5
Klein Heidorn 4 1 1 1 - 7
Kolenfeld 5 2 - - - 7
Luthe 5 3 1 - - 9
Mesmerode 3 2 - - - 5
Steinhude 3 4 1 1 - 9
Wunstorf 8 4 3 1 1 17
38 26 9 4 1 78

Wappen

Der Entwurf des Kommunalwappens von Wunstorf stammt vom Vorsitzenden des damaligen Verkehrs- und Werbevereins e. V. Werner Schwippert<ref name="Schwippert" /> und von dem Heraldiker und Wappenmaler Gustav Völker, der zahlreiche Wappen in der Region Hannover geschaffen hat.<ref name="Wappen" />

  • Die Genehmigung des Wappens wurde am 3. Juni 1957 durch den Niedersächsischen Minister des Innern erteilt.<ref name="Wappen" />
  • Die am 1. März 1974 durch Gesetz neugebildete Stadt Wunstorf hat das Wappen der bisherigen Stadt Wunstorf übernommen, das vom Regierungspräsidenten in Hannover am 26. April 1974 genehmigt wurde.<ref name="Wappen" />
[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Wunstorf]] Blasonierung: „In Blau eine silberne Burg mit geöffneten Tortüren und zwei spitzbedachten Türmen, von denen der rechte eckig und mit einem Vierpass verziert, der linke rund und von zwei Fenstern durchbrochen ist. Zwischen den Türmen befindet sich ein schreitender, gekrönter, rot-bezungter, goldener Löwe, der nur mit den Hinterpranken die Zinnen der Mauer berührt.“<ref name="Wappen">Landkreis Hannover (Hrsg.): Wappenbuch des Landkreises Hannover: 100 Jahre Landkreis Hannover. Selbstverlag, Hannover 1985, OCLC 256065728, S. 528–529 (543 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. [abgerufen am 28. Februar 2022]).</ref>
Wappenbegründung: Der rechte Turm mit Zinnenkranz und Vierpassfenster deutet auf den Stadt- oder Marktplatzkirchturm hin, der linke mit den hohen und schmalen Rundbogenöffnungen dagegen auf die Stiftskirche. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass Stift und Stadt Wegbegleiter für das heutige Wunstorf waren. Der Löwe über den Zinnen ist das Wahrzeichen der Grafen von Roden-Wunstorf, die einst die Gerichtsbarkeit in der Stadt ausübten. Das Wappen wurde nach einem im Staatsarchiv Hannover vorhandenen Siegelabdruck der „Burgensium in Wunstorpe“ aus dem Jahre 1311 gestaltet und ersetzt das bis zum Jahre 1957 geführte Wappen der Stadt Wunstorf.

Städtepartnerschaften

Städtepartnerschaften bestehen mit:

Die letztere Patenschaft wurde „zur Bekräftigung des für alle Zeiten gültigen und unabdingbaren Anspruchs auf die deutschen Gebiete des Ostens übernommen“, so die Begründung in der Urkunde.

Anlässlich des 50. Jahrestages der Bombardierung von Guernica am 26. April 1987, an der zahlreiche Flieger vom Fliegerhorst Wunstorf beteiligt waren, wurde eine Partnerschaft mit der spanischen Stadt angeregt. Eine Verbindungsaufnahme seitens der Stadt oder des Stadtrates unterblieb. Eine der ablehnenden Begründungen lautete: „Bindungen zwischen den Bürgern beider Städte könnten auf Grund der Unterschiede in der Kultur nicht entstehen“. (J. Grobelny, CDU).<ref>Leine-Zeitung vom 18. September 1987, zitiert in Hubert Brieden, S. 107</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Wunstorf Kuhbrunnen.jpg
Kuhbrunnen in der Lange Straße (Fußgängerzone)
Datei:Wunstorf Abtei.jpg
Die Abtei, Ausstellungshaus und Stadtbibliothek
Datei:Mühle Paula in Steinhude (Wunstorf) IMG 6611.jpg
Mühle Paula im Ortsteil Steinhude
Datei:PICT6607 Hölty-Gymnasium Wunstorf.JPG
Hölty-Gymnasium

Bauwerke

  • Rathaus, Südstraße 1. Das alte, ursprünglich neben dem ehemaligen Ratskeller gelegene Rathaus wurde 1870 abgebrochen. 1904 entstand der Neubau an der Ecke Südstraße in romanisierenden Formen, die Giebel und die Ecktürmchen zeigen gotisierende Formen. Zuvor wurde das Hollesche Haus (auch Röbbigsturm genannt; siehe unten) genutzt.
  • Ratskeller, Lange Straße 12. Um 1520/21 wurde der ehemalige Ratskeller in seiner jetzigen Form errichtet. Die ältesten Gebäudeteile des zweigeschossigen Fachwerkbaus mit Satteldach stammen jedoch bereits von 1501. Im Kellerbereich blieb ein tonnengewölbter Raum erhalten, der bereits im 14. Jahrhundert entstanden sein dürfte. 1735 wurde ein Anbau für den Wunstorfer Stadtvogt erstellt, der hier eine Amtswohnung erhielt. Dieser wurde im Zuge der ab 1987 durchgeführten Sanierung zugunsten eines verputzten Neubaus abgebrochen. Die massiven Stützpfeiler an der Längsseite wurden im 19. Jahrhundert eingebaut, um dem Bau zusätzliche Stabilität zu verleihen.
  • Ehemalige Abtei (Stadtbibliothek), Wasserzucht 1. Der zweigeschossige Fachwerkbau wurde dendrochronologisch auf das Jahr 1518 datiert. 1710 wurde das Dach verändert und der First um 90 Grad gedreht. Aus dieser Zeit stammt auch der seitliche Anbau. Bei der 1985–1987 durchgeführten Sanierung erhielt das Dach wieder seine frühere Ausrichtung, außerdem wurden die ursprünglichen Steilgiebel rekonstruiert.
  • Die nähere Umgebung der Stiftskirche wird noch heute von den Bauten des ehemaligen Stiftes geprägt:
    • Stiftsstraße 5 (Pastorenhaus). Zweigeschossiges Fachwerkhaus mit übergiebeltem Mittelteil, Ende des 18. Jahrhunderts
    • Stiftsstraße 5a (Pfarrwitwenhaus). Fachwerk-Dielenhaus, bezeichnet 1584. Die Utlucht wurde erst nachträglich angefügt. Um 1800 wurde der Bau um drei Gefache verlängert.
    • Stiftsstraße 7 (Pfarrhaus). Zweigeschossiger Fachwerkbau mit Walmdach, datiert 1664.
    • Stiftsstraße 10. Das eingeschossige Wandständerhaus wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet. Im 19. Jahrhundert diente es nach einem Umbau als Gärtnerhaus.
    • Stiftsstraße 11, 1628 dendrochronologisch datiert.
    • Stiftsstraße 14–16 (Alte Dechanei). Traufständiger Fachwerkbau mit Ziegelziersetzung, im Kern 17. Jahrhundert
  • Bürgerhäuser. Die Lange Straße wurde einstmals von giebelständigen Fachwerkbauten gesäumt, von denen nach Abbrüchen und Sanierungsmaßnahmen nur wenige überliefert sind. Vielfach wurden die Erdgeschosse durch Ladeneinbauten verändert. In jüngster Zeit kam es zu erheblichen Eingriffen in die historische Bausubstanz: 2009 wurde das ehemalige Möbelhaus Kruse (Lange Straße 52), ein stattliches Fachwerkhaus mit mehrfach vorkragendem Giebel von 1687 abgebrochen und durch einen Geschäftsneubau (C & A) ersetzt. Im Herbst des darauf folgenden Jahres verschwand mit dem Haus Herborth (Lange Straße 36, „Altstadtgrill“) eines der ältesten Häuser der Stadt (Kern 16. Jh.). Mittlerweile ist es dem historisch interessierten Besucher der Stadt kaum noch möglich, die ursprüngliche bauliche Situation dieses bedeutenden Straßenzuges nachzuvollziehen, zumal weitere Fachwerkhäuser verfallen und vom Abbruch bedroht sind.
    • Lange Straße 13. Das Fachwerk-Giebelhaus ist in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstanden. Das Hinterhaus zeigt Reste eines unterkellerten Saales.
    • Lange Straße 15, bezeichnet 1604.
    • Lange Straße 17. Fachwerk-Giebelhaus, bezeichnet 1534. Das Erdgeschoss wurde durch Ladeneinbauten verändert.
    • Stiftsstraße 2. Der zweigeschossige Fachwerkbau mit Krüppelwalmdach wurde im 18. Jahrhundert unter der Verwendung älterer, aus dem 16. Jahrhundert stammender Bauhölzer errichtet. Der ebenfalls wiederverwendete Dachstuhl wurde 1525/26 dendrodatiert.
  • Adelshöfe. Der Bereich südlich und nördlich der Langen Straße war ursprünglich den Adelshöfen vorbehalten. In jüngster Zeit wurden dieser nur locker bebaute und von größeren Freiflächen geprägte Bereich stark überformt. Von den Höfen blieben nur mehr drei erhalten:
    • An der Wassermühle 2 (Adelshof von Haus). Schlichter zweigeschossiger Fachwerkbau mit hohem Walmdach, vermutlich noch vor 1800 entstanden.
    • Mittelstraße 3 (Lenthescher Burgmannenhof, heute „Hotel am Burgmannshof“). Das im Kern aus dem 16. Jahrhundert stammende Fachwerk-Dielenhaus wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts traufseitig erweitert und 1911 zum Teil massiv erneuert. Bis 2009 wurde der Bau umfassend saniert und in ein Hotel umgewandelt. Im Zuge der Baumaßnahmen wurde das Mauerwerk weitgehend ausgetauscht und der seitliche Anbau erhöht.
    • Stiftsstraße 12, das Hollesches Haus (auch Röbbigsturm genannt) wurde für den herzoglichen Obristen Johann von Holle nach einem Brand 1569 errichtet. Es ist als dreigeschossiger Wohnturm der älteste profane Steinbau Wunstorfs und diente im 19. Jahrhundert als Kornspeicher des Stifts und von 1883 bis 1907 als Wunstorfer Rathaus.
  • Südstraße 24: Ehemaliges Offizierheim (Fachwerkgebäude).
  • Das Hölty-Gymnasium (Hindenburgstraße 25), 1874 als Lehrerseminar eingeweiht, davor das Denkmal der Germania.<ref>Germania Wunstorf</ref>
  • Das Bahnhofsgebäude.
  • Hindenburgpfad, öffentlicher Lehrpfad in der Hindenburgstraße mit vier Informationstafeln. Die Idee zum Hindenburgpfad war aus dem Höty-Gymnasium heraus initiiert worden, als man sich mit einer möglichen Umbenennung der Hindenburgstraße beschäftigt hatte.<ref>[1]</ref>

Skulpturen

  • Brunnen Klappsmühle bei den Steinskulpturen vor dem Cafe Cura, Bistro und Kaffeteria des Landeskrankenhauses (LKH).
  • die drei Brunnen in der Fußgängerzone und das Wasserspiel am Alter Markt.

Fotogalerie

Vereine

Der Turn- und Sportverein von 1862 Wunstorf e. V. ist mit etwa 3000 Mitgliedern der mitgliederstärkste. Der zweitgrößte Verein ist der 1. FC Wunstorf v. 1919 e. V. Der Kneipp-Verein Wunstorf hat etwa 800 Mitgliedern. Der Modelleisenbahn-Club Luthe (MEC-Luthe) präsentiert regelmäßig seine Spur-N Anlage.<ref>HAZ-Bericht 11/2019 über MEC</ref>

Das Vereinsregister Wunstorf verzeichnet über 270 Einträge.<ref>Vereine Wunstorf</ref>

Regelmäßige Veranstaltungen

Im Mai oder Juni findet das Schützenfest statt.<ref>HAZ-Bericht zum Fest Mai 2019</ref>

Auf dem Fliegerhorst in Wunstorf fanden bis in die 90er Jahre Autorennen zur Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) und zur Formel 3 statt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Datei:Wunstorfer Margarine-Werke J. G. Renner Wunstor-Bahnhof Rechnung an E. A. Griesbach in Lauenau Detail 1897-12-19 600dpi.jpg
Briefbogen der Wunstorfer Margarine Werke;
1897 von A. Harbers & Brager produziert

Ehemalige Unternehmen

Bis über die Mitte des 20. Jahrhunderts hinaus war Wunstorf geprägt durch Großbetriebe wie die Zementfabrik (Portlandzement, mit Mergelgrube an der A 2), der Molkerei in der Hindenburgstraße, die Wunstorfer Margarine-Werke (später Margarinewerke Union, dann SOLO- bzw. IGLO – Feinfrost GmbH, zuletzt VION Convenience GmbH mit Schließung des Standortes zum 31. März 2014)<ref name="Vion" /> und den asbestverarbeitenden Betrieb Fulgurit-Werk Luthe.<ref name="Weiss" /> Weitere Arbeitgeber waren die Deutsche Bundesbahn, Heinz Kettler, die Steinhuder Meer-Bahn und das Kaliwerk Sigmundshall im Ortsteil Bokeloh. Mitte 2015 hatte es ca. 770 Beschäftigte. Der Bergbau wurde am 21. Dezember 2018 wegen Erschöpfung der Vorräte eingestellt.<ref>Mensch und Technik an der Grenze: K+S schließt Sigmundshall. n-tv, 29. November 2018, abgerufen am 24. Mai 2019.</ref>

Heutige Betriebe/Arbeitgeber

Öffentliche Einrichtungen

  • Wunstorf hat eine Vielzahl von Einrichtungen im Bereich der Jugendarbeit. Der Stadtjugendring Wunstorf ist ein Ring aus mehreren gemeinnützigen Einrichtungen und Vereinen. Auch das Projekt kurze Wege von St. Johannes, das Kinder- und Jugendzentrum „Der Bau-Hof“ und die Stadtjugendpflege der Stadt Wunstorf, sowie das Jugendparlament, die Volkshochschule Hannover Land, die Wohnwelt Wunstorf (gegründet von dem Verein Lebenstraum e. V.) und das Team Jugendarbeit Region Hannover gehören zu Wunstorfs Jugendeinrichtungen.
  • Das Jugendparlament der Stadt Wunstorf besteht aus 17 Mitgliedern, die in unabhängiger Wahl von Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren gewählt werden. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Das Jugendparlament wurde 2001 gegründet und wird von der Verwaltung der Stadt Wunstorf unterstützt.

Bildung

Das Hölty-Gymnasium, nach dem Dichter Ludwig Hölty benannt, ist eines der größten Gymnasien der Region. Es gibt eine Haupt- und Realschule, eine evangelische Integrierte Gesamtschule (IGS), neun Grundschulen und zwei Förderschulen, die Musikschule Wunstorf<ref>Musikschule Wunstorf. Abgerufen am 27. Januar 2023.</ref>, die Volkshochschule (VHS) Hannover Land in Wunstorf und die Kunstschule Wunstorf. Bis zum Jahr 2020 gab es ebenfalls ein Schulzentrum im Ortsteil Steinhude, in welchem eine Realschule (bis 2020) und ein Gymnasium (bis 2019) untergebracht war.

Verkehr

Wunstorf liegt an den Bundesstraßen 441 und 442. Die Bundesautobahn A 2 befindet sich in unmittelbarer Nähe mit den Anschlussstellen Wunstorf-Luthe und Wunstorf-Kolenfeld.

Am Wunstorfer Bahnhof, der der Preisklasse 3 angehört, halten Regional-Express-Züge und S-Bahnen der Bahnstrecke Hannover–Minden und der Bahnstrecke nach Bremen. Von der Strecke der Steinhuder Meer-Bahn (StMB), die früher teilweise durch die Stadt führte, besteht noch das Gleis nach Bokeloh für den Güterverkehr zum Kaliwerk Sigmundshall der K+S AG.

Mehrere Buslinien des Großraum-Verkehrs Hannover bedienen in Wunstorf etwa 100 Haltestellen. Die meisten dieser Linien sind am Bahnhof mit dem Bahnverkehr verknüpft.

Der Fliegerhorst Wunstorf dient fast ausschließlich militärischen Zwecken; Sportfliegerei findet nur in beschränktem Umfang statt.<ref name="Aeroclub" />

Für die Freizeit- und Berufsschifffahrt gibt es die Häfen Wunstorfs.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen

  • Emil Kraft (1871–1943), Holzhändler und Senator der Stadt Wunstorf, in Auschwitz ermordet
  • Ernst Jünger (1895–1998), Schriftsteller, besuchte 1907–1911 die Scharnhorst-Realschule in Wunstorf
  • Billy Mo (1923–2004), Jazz-Trompeter und Schlagersänger, lebte seit den 1970er Jahren in Wunstorf
  • Henning Rischbieter (1927–2013), Theaterwissenschaftler, Theaterkritiker und Publizist, lebte in Wunstorf
  • Nikolaus Wyrwoll (* 1938), katholischer Priester, kam im Juni 1946 mit seiner Großfamilie aus Oberschlesien nach Wunstorf
  • Andreas Spengler (* 1947), Psychiater und Psychotherapeut, Ärztlicher Direktor am Niedersächsischen Landeskrankenhaus Wunstorf von 1988 bis 2008
  • Axel Brockmann (* 1964), Landespolizeipräsident<ref name="Brockmann" />, lebt in Wunstorf
  • Christian Rickens (* 1971), Journalist und Schriftsteller, wuchs u. a. in Wunstorf auf
  • Jessica Schülke (* 1984), Politikerin (AfD), lebt in Wunstorf

Literatur

  • Klaus Fesche: Geschichte Wunstorfs. Die Stadt, der Flecken und die Dörfer. Dietrich zu Klampen Verlag, Springe 2010, ISBN 978-3-86674-141-6.
  • Vorlage:MerianTopo
  • Heinrich Ohlendorf: Geschichte der Stadt Wunstorf. Im Auftrage der Stadtverwaltung zu Wunstorf [posthum] unter Mitarbeit von Armin Mandel und Kurt Schmidt-Clausen. Wilhelm Hartmann Verlag, Wunstorf 1957.
  • Oskar Karpa: Die Kunstdenkmale Niedersachsens. Die Kunstdenkmale des Kreises Neustadt am Rübenberge. 2 Bände. Deutscher Kunstverlag, Hannover 1958.
  • Stadt Wunstorf (Hrsg.): 1100 Jahre Wunstorf – Jahrbuch 1971. Goetz-Druck KG, Wunstorf 1971.
  • Edfried Bühler u. a.: Heimatchronik des Kreises Neustadt am Rübenberge (= Heimatchroniken der Städte und Kreise des Bundesgebietes. Band 44). Archiv für Deutsche Heimatpflege GmbH, Köln 1974.
  • Konrad Maier: Landkreis Hannover. Kunst und Kultur beiderseits der Leine. Deutscher Kunstverlag, München 1981.
  • Erwin Holodynski, Armin Mandel: Neue Heimat Wunstorf – Ein Bericht über die Notzeit Ende 1944 und die ersten Nachkriegsjahre in Wunstorf. Heimatverein Wunstorf, Wunstorf 1981.
  • Siegfried Neuenhausen: Graben nach verschütteter Kreativität. Hrsg.: Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Braunschweig 1992, ISBN 3-88895-006-6.
  • Heiner Wittrock: Landeskrankenhaus Wunstorf – von der Korrektionsanstalt zum modernen Fachkrankenhaus (1880–2005). Selbstverlag, Wunstorf 2005.
  • Hans Sagatz: Militär-Geschichte der Stadt Wunstorf, Wunstorf, Heimatverein Wunstorf, 1979
  • Hubert Brieden, Heidi Dettinger, Marion Hirschfeld, D. Strege, S. Weigang: Fliegerhorst Wunstorf 1933–1939, Hrsg.: Arbeitskreis Regionalgeschichte, Hannover: Aurora-Verlag, 1984, ISBN 3-923296-04-5
  • Heiner Wittrock: Fliegerhorst Wunstorf, Teil 1: Der Fliegerhorst des Dritten Reiches (1934–1945), Wunstorf, Stadt Wunstorf, 1995. Teil 2: Von der Royal Air Force zum Lufttransportgeschwader 62 (1945–1998), Wunstorf 2010
  • Hubert Brieden, Heidi Dettinger, Marion Hirschfeld: „Ein voller Erfolg der Luftwaffe.“ Die Vernichtung Guernicas und deutsche Traditionspflege. Wunstorf, Pforzheim, Bonn (= Schwarze Reihe zur Regionalgeschichte, Band 7), hrsg. vom Arbeitskreis Regionalgeschichte e. V., Neustadt am Rübenberge, Verlag Region und Geschichte, 1997, ISBN 978-3-930726-03-5 und ISBN 3-930726-03-3
  • Carolin Krumm, Christiane Segers-Glocke: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen. Region Hannover. Nördlicher und östlicher Teil (Teil 2). Band 13.2. Niemeyer Verlag, Hameln 2005, ISBN 3-8271-8255-7.
  • Eberhard Kaus: A. Wunstorf [Grafen von]; B. Wunstorf[Grafschaft]. In: Werner Paravicini (Hrsg.): Höfe und Residenzen im Spätmittelalterlichen Reich. 15.4 Grafen und Herren bearb. von Jan Hirschbiegel, Anna Paulina Orlowska und Jörg Wettlaufer. Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2012, ISBN 978-3-7995-4525-9, S. 1735–1739.

Weblinks

Commons: Wunstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen

<references responsive> <ref name="Aeroclub"> Aeroclub Steinhuder Meer e. V. In: www.aeroclub-steinhudermeer.de. Abgerufen am 28. März 2018. </ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"> </ref> <ref name="Brinkmann"> Jan Brinkmann: Unter der Knute von Rivalen. In: Land&Forst.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Dezember 2007; abgerufen am 28. März 2018. </ref> <ref name="Brockmann"> Michael B. Berger: Axel Brockmann wird neuer Polizeipräsident. In: Internetseite Hannoversche Allgemeine Zeitung. 26. Februar 2018, abgerufen am 28. März 2018. </ref> <ref name="Bürgermeister"> Der Bürgermeister der Stadt Wunstorf. In: Internetseite der Stadt Wunstorf. Abgerufen am 28. März 2018. </ref> <ref name="Holodynski 17"> Erwin Holodynski, Armin Mandel: Neue Heimat Wunstorf – Ein Bericht über die Notzeit Ende 1944 und die ersten Nachkriegsjahre in Wunstorf. Heimatverein Wunstorf, Wunstorf 1981, S. 17. </ref> <ref name="Holodynski 75"> Erwin Holodynski, Armin Mandel: Neue Heimat Wunstorf – Ein Bericht über die Notzeit Ende 1944 und die ersten Nachkriegsjahre in Wunstorf. Heimatverein Wunstorf, Wunstorf 1981, S. 75 (Patenschafts-Urkunde vom 19. Juni 1960: „Die Patenschaft(en) wurde(n) … zur Bekräftigung des für alle Zeiten gültigen und unabdingbaren Anspruchs auf die deutschen Gebiete des Ostens übernommen.“). </ref> <ref name="Jugendbürgermeister"> Kathrin Götze: Lareen Bernhardt ist Jugendbürgermeisterin. In: Internetseite Hannoversche Allgemeine Zeitung. 28. März 2017, abgerufen am 28. März 2018. </ref> <ref name="Rat"> Städtische Gremien. (PDF; 176 kB) In: Internetseite der Stadt Wunstorf. 20. September 2018, abgerufen am 8. November 2018. </ref> <ref name="regesta"> Inhalt der Urkunde zu Ludwig der Deutsche – RI I n. 1489. In: Internetseite Regestendatenbank Regesta Imperii. Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, abgerufen am 28. März 2018. </ref> <ref name="Ritzau"> Hans Joachim Ritzau: Eisenbahn-Katastrophen in Deutschland. Splitter deutscher Geschichte. Band 1. Zeit und Eisenbahn Verlag, Landsberg-Pürgen 1979, S. 93. </ref> <ref name="Schwippert"> Seit fast vierzig Jahren der treibende Motor in der Innenstadt. In: Internetseite Wunstorfer Stadtanzeiger. 5. Dezember 2009, abgerufen am 28. März 2018. </ref> <ref name="Siedentopf"> Paul Siedentopf: Das Buch der alten Firmen der Stadt Hannover im Jahr 1927. Jubiläums-Verlag Walter Gerlach, Leipzig 1927, S. 152 (Bankhaus Adolph Meyer). </ref> <ref name="Vion"> Albert Tugendheim: Vion – In wenigen Tagen ist Schluss. In: Internetseite Hannoversche Allgemeine Zeitung. 4. März 2014, abgerufen am 28. März 2018. </ref> <ref name="Weiss"> Marlene Weiss: 7000 Laster voll Problemmüll. In: Süddeutsche Zeitung. 27. April 2012, S. 6 (Anmerkung: „Die in über 100 Jahren gewachsene Asbest-Abfallhalde soll versiegelt oder zur Endlagerung abtransportiert werden. Der Streit über die Gefährlichkeit der Transporte hat die Gerichte erreicht“.). </ref> </references>

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