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Blumenau (Wunstorf)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Blumenau
Stadt Wunstorf
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1500)&title=Blumenau 52° 26′ N, 9° 27′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1500) 52° 26′ 10″ N, 9° 27′ 8″ O
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Höhe: 47 m ü. NHN
Fläche: 6,98 km²<ref name="destatis1973" />
Einwohner: 1500 (15. März 2022)<ref name="Einw.2022" />
Bevölkerungsdichte: 215 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 31515
Vorwahl: 05031
Lage von Blumenau in Niedersachsen
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Das Dorf Blumenau ist eine nördlich liegende Ortschaft der Mittelstadt Wunstorf in der niedersächsischen Region Hannover.

Geografie

Lage

Zwischen den beiden Ortsteilen Blumenau und Liethe fließt die Westaue. Nachbarn sind im Westen Klein Heidorn, im Norden Bordenau und im Südosten Luthe. Von Luthe aus führt die Kreisstraße 333 durch Blumenau nach Liethe.

Ortsgliederung

Die Ortschaft gliedert sich in folgenden Ortsteile:

Geschichte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Blumenau 1317 in einem Vergleichsdokument als „Borstelde“. Schon in Urkunden der Jahre 1320 und 1321 fand sich der neue Name in der Schreibform „Blomenow“ oder „Blomenowe“ für die Lage im blumenreichen Flusstal. Liethe wurde bereits 1297 als „Grevincborstelde“ genannt und fand erst 1547 seine heutige Bezeichnung. Nachdem Blumenau in Besitz der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg gekommen war, entstand das Amt Blumenau. Im Jahr 1790 bekam das Amt die Vogtei über die Stadt Wunstorf übertragen, 1819 übernahm es zusätzlich die Aufgaben des Amtes Bokeloh. Es behielt seine Funktion über 400 Jahre bis zur Auflösung 1859. Anschließend erfolgte die Eingliederung in das Amt Neustadt, dem späteren Kreis Neustadt.<ref name="Ortsporträt" />

Eine gravierende Veränderung im Ort ergab sich 1936, als das Reichskriegsministerium gegen den Blumenauer Protest Bauern aus der Lüneburger Heide umsiedelte, um den Truppenübungsplatz Munster auszubauen. Sie erhielten 22 Hofstellen in Blumenau.

Stützpunkt der Räuberbande des Nikol List

Ein liiertes Wirtshaus in Blumenau diente der beinahe deutschlandweit berühmt-berüchtigten Räuberbande des Nikol List als Anlaufstelle für seine weitausgreifenden Unternehmungen. Hinzu kommt eine stattliche Anzahl ortsansässiger Mitglieder seines Gauner-Syndikats, welches neben zahlreichen Unternehmungen in der Nachbarschaft (etwa hinsichtlich der Heimsuchung der Wunstorfer Stiftskirche in der Nacht zum 27. März 1696) in kurzem zeitlichen Abstand großes Aufsehen mit gelungenen Beraubungen des Hamburger Doms, der Braunschweiger Katharinenkirche und der Lüneburger Goldenen Tafel hervorrief. Der Wirt des erwähnten Blumenauer Wirtshauses schaffte etwa mit seinem Vierspänner die Beute aus Braunschweig herbei, und in seinem Lokal wurde die Beute unter illustrer Gesellschaft aufgeteilt.<ref name="Räuber" />

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen, die am 1. März 1974 stattfand, wurde die zuvor selbständige Gemeinde Blumenau in die Stadt Wunstorf eingegliedert.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />

Einwohnerentwicklung

Jahr 1910 1925 1933 1939 1950 1956 1973 2018 2020
Einwohner 163 163 253 305 594 494 445 1553 1523
Quelle <ref name="Gemeindeverzeichnis" /> <ref name="Rademacher" /> <ref name="Gemeindeverzeichnis1956" /> <ref name="destatis1973" /> <ref name="Einw.2018" /> <ref name="Einw.2020" />
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Politik

Ortsrat

Der Ortsrat von Blumenau setzt sich aus zwei Ratsfrauen und drei Ratsherren folgender Parteien zusammen:<ref name="Rat" />

(Stand: Kommunalwahl 11. September 2021)

Ortsbürgermeister

Der Ortsbürgermeister ist Frank Zülich (SPD). Sein Stellvertreter ist Jan-Frerk Mandel (SPD).<ref name="HAZ20211112">Streit um den Posten: Ortsrat Blumenau wählt Frank Zülich statt Dagmar von Hörsten zum Bürgermeister, haz.de, 12. November 2021, abgerufen am 24. Januar 2023</ref>

Wappen

Der Entwurf des Kommunalwappens von Blumenau stammt von dem Heraldiker und Autor Werner Kaemling,<ref name="ZVAB" /><ref name="Kaemling" /> der sämtliche Wappen in der Region Hannover entworfen hat. Die Genehmigung des Wappens wurde durch den Regierungspräsidenten in Hannover am 29. Juni 1970 erteilt.<ref name="Wappen" />

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Blumenau]] Blasonierung: „Auf blauem, schräglinks durch silbernen Wellenbalken geteiltem Schild im rechten, oberen Feld der Oberkörper eines nach rechts gerichteten, steigenden, goldenen, rot-bewehrten Löwen, fünfzackig gekrönt; im linken unteren Feld zwei gekreuzte, stilisierte, goldene Pferdeköpfe.“<ref name="Wappen">Landkreis Hannover (Hrsg.): Wappenbuch Landkreis Hannover. Selbstverlag, Hannover 1985, S. 530–531.</ref>
Wappenbegründung: In dem Wappenbuch des Landkreises Hannover steht hierzu:<ref name="Wappen" />

„Der silberne Wellenbalken steht für den Aue-Fluss, der die Gemarkung Blumenau durchfließt. Der Löwe nimmt Bezug auf das Geschlecht der Grafen von Roden-Wunstorf, das hier im Mittelalter ein festes Haus besaß und deutet gleichermaßen für die jahrhundertelange Rolle Blumenaus als Sitz eines braunschweig-lüneburgischen bzw. königlich-hannoverschen Amtes hin. Die Pferdeköpfe als Zeichen des niedersächsischen Bauernstandes symbolisieren die 1936 erfolgte Aufteilung der Domäne Blumenau und die damit verbundene Ansiedlung von 22 Bauernfamilien, die ihre Besitzungen in der Lüneburger Heide verlassen mussten, als dort ein Truppenübungsplatz entstand.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

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Naturdenkmale

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  • Galgenberg (bronzezeitliches Hügelgrab)
  • Mammutbaum

Fotogalerie

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

Personen, die mit dem Ort in Verbindung stehen

Literatur

Weblinks

Commons: Blumenau – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references> <ref name="destatis1973"> Niedersächsisches Landesverwaltungsamt (Hrsg.): Gemeindeverzeichnis für Niedersachsen. Gemeinden und Gemeindefreie Gebiete. Eigenverlag, Hannover 1. Januar 1973, S. 24, Landkreis Neustadt am Rübenberge (Digitalisat [PDF; 21,3 MB; abgerufen am 10. Dezember 2019]). </ref> <ref name="Einw.2018"> Zahlen, Daten, Fakten. (PDF; 167 kB) In: Webseite Stadt Wunstorf. 1. März 2018, S. 1, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 7. Oktober 2020.@1@2Vorlage:Toter Link/www.wunstorf.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive ) </ref> <ref name="Einw.2020"> Zahlen Daten Fakten. (PDF; 332 kB) In: Webseite Stadt Wunstorf. 1. März 2020, S. 1, abgerufen am 7. Oktober 2020. </ref> <ref name="Einw.2022">

Zahlen Daten Fakten. (PDF; 332 KB) In: Webseite Stadt Wunstorf. 15. März 2022, S. 1, abgerufen am 22. Januar 2023.

</ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis"> Ulrich Schubert: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Landkreis Neustadt am Rübenberge. Angaben vom 1. Dezember 1910. In: gemeindeverzeichnis.de. 5. Januar 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. Juni 2023; abgerufen am 7. Oktober 2020. </ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1956"> Vorlage:Gemeindeverzeichnis Deutschland 1956 </ref> <ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"> </ref> <ref name="Kaemling"> Wappenentwürfe von Werner Kaemling. In: Wikimedia Commons. Abgerufen am 9. August 2017. </ref> <ref name="Ortsporträt"> Ortsporträt Blumenau. In: Webseite Stadt Wunstorf. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. Januar 2015; abgerufen am 10. Dezember 2019. </ref> <ref name="Rademacher"> Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de </ref> <ref name="Räuber"> Joachim Lehrmann: Räuberbanden zwischen Harz und Weser – Braunschweig, Hannover, Hildesheim und Südniedersachsen. Ein historischer Rückblick. Lehrmann Verlag, Lehrte 2004, ISBN 3-9803642-4-0, S. 86 ff. (304 S.). </ref> <ref name="Rat"> Ortsrat Blumenau. (PDF; 86 kB) In: Webseite Stadt Wunstorf. 1. August 2019, S. 5, abgerufen am 7. Oktober 2020. </ref> <ref name="ZVAB"> Verschiedene Buchtitel des Autors Werner Kaemling. In: Webseite ZVAB. Abgerufen am 10. Dezember 2019. </ref> </references>

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