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Better Place

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Better Place

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Rechtsform
Gründung 29. Oktober 2007
Auflösung Ende 2013
Sitz Palo Alto, Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA
Leitung
  • Aliza Peleg (VP of Operations)
  • Joe Paluska (CMO)
  • Moshe Kaplinsky (BP Israel CEO)
  • Evan Thornley (BP Australia CEO)
  • Jens Moberg (BP Denmark CEO)
Branche Infrastruktur für Elektroautos
Datei:Better Place Charging Station IMG 6670.jpg
Batterie-Wechselstation von Better Place 2013 in Israel

Better Place war ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Palo Alto, das eine flächendeckende Infrastruktur von Batteriewechselstationen für Elektroautos aufbauen wollte. Das Unternehmen wurde 2007 von Ex-SAP-Manager Shai Agassi gegründet, der aber im Oktober 2012 seine Funktionen im Unternehmen niederlegte. Ende Mai 2013 stellte das Unternehmen in Israel einen Insolvenzantrag, nachdem letzte Finanzierungsgespräche gescheitert waren.<ref>betterplace.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Better Place Files Court Motion in Israel for Appointment of a Temporary Liquidator (Memento vom 18. August 2013 im Internet Archive)</ref> Die Reste wurden im November 2013 an den Konkurrenten Grngy für 450.000 US-Dollar verkauft.<ref name="gnrgy1">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Gnrgy buys Better Place for the price of an apartment in Tel Aviv.] Green Prophet, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Zeitweise hatte das Unternehmen Investments im Umfang von 850 Millionen angezogen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Another Clean Tech Startup Goes Down: Better Place Is Bankrupt.] The Atlantic, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Mai 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Geschäftsmodell

Gemäß Shai Agassi ist der Unternehmensname, ursprünglich Project Better Place, aus einer Frage von Klaus Schwab auf dem Weltwirtschaftsforum 2005 hervorgegangen:

“How do you make the world a better place by 2020?”

„Wie können wir bis 2020 die Welt zu einem besseren Ort machen?“

Agassi sah eine Lösung dieser Frage in der Abkehr vom Erdöl für den Individualverkehr.<ref>betterplace.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Meet Our Team: Shai Agassi (Memento vom 17. Februar 2012 im Internet Archive)</ref>

Mehrere Städte und Länder konnten von den Realisierungschancen der Unternehmensphilosophie überzeugt werden – zu ihnen gehörten Israel (Inbetriebnahme 2011), Dänemark und Japan (Feldversuch mit Akkuwechselstationen seit Mai 2009).<ref>Auto-Magazin 2.0: „Better Place: Feldversuch mit Batterie-Wechselanlage startet“</ref> In der Planungsphase befanden sich auch Hawaii, San Francisco Bay Area, Ontario und die Südostküste Australiens; allerdings gab das Unternehmen im Januar 2013 bekannt, sich zunächst auf Israel und Dänemark konzentrieren zu wollen.

Im Einzelnen sollte das Geschäft wie folgt funktionieren:

  • Der Kunde kauft ein Elektroauto ohne Antriebsbatterie von einem beliebigen Fahrzeughersteller (beim Pilotprojekt war es der Renault Fluence), der Akkumulator dagegen ist Eigentum von Better Place.<ref name="ZDF">ZDF: Abenteuer Wissen: „Weg vom Öl – Flächendeckendes Elektrotankstellen-Netz in Israel geplant“. In: zdf.de. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 11. April 2022.@1@2Vorlage:Toter Link/abenteuerwissen.zdf.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
  • Die für das Fahren benötigte Energie (Akku und Strom) wird von Better Place angeboten. Mit der Unterstützung einer ausgefeilten Software bezahlt der Kunde aber nur gefahrene Kilometer, analog zu einem Mobilfunk-Vertrag.<ref name="ZDF" />
  • Geplant sind Akkus mit einer Reichweite von ca. 160 km. Diese werden beim Kunden zuhause, am Arbeitsplatz oder auf öffentlichen Parkplätzen mit eigens dafür errichteten Stationen aufgeladen.<ref name="BP charging">betterplace.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />charging (Memento vom 12. Mai 2009 im Internet Archive)</ref>
  • Für längere Strecken werden vollautomatische Akkumulatorwechsel-Stationen aufgebaut, in denen der erschöpfte Akku automatisch durch einen geladenen ersetzt wird.<ref name="BP charging" />
  • Die Fahrzeuge werden grundsätzlich von umweltfreundlich erzeugtem Strom aus Windkraftanlagen und Solarkraftwerken angetrieben.<ref>betterplace.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />energy (Memento vom 12. Mai 2009 im Internet Archive)</ref>

Förderlich für das Geschäftsmodell war die Ausgliederung der hohen Preise für Antriebsbatterien aus den Anschaffungskosten, die allerdings stetig fallen sollten,<ref>Elektroauto, Februar 2012: Batterien für Elektroautos werden immer günstiger, eingefügt 27. April 2012.</ref> sowie die Verlagerung des Lebensdauerrisikos vom Nutzer auf den Betreiber. Geht man davon aus, dass die Wechselstationen eine größere Anzahl von wenigen Akkutypen bereithalten, hätten diese eine wichtige Rolle für die Pufferung von Leistungsspitzen im Stromnetz spielen können. Die Abrechnung der ausgetauschten Energie wäre in diesem Fall sehr einfach gewesen. Für den Endnutzer wäre der rasche automatisierte „Tank-Vorgang“ und die Gewissheit, auch lange Strecken per E-Mobil zurücklegen zu können, von Vorteil gewesen.

Hemmend für das Geschäftsmodell war die notwendige Festlegung auf einen oder wenige Akkumulatortypen sowie die notwendige Lagerhaltung und der notwendige einheitliche Tauschmechanismus, wodurch die Konstruktionsfreiheit der Hersteller und deren Einfluss auf den Antriebsakku als teuerstes Einzelbauteil stark eingeschränkt wurde. Auch die für die Abrechnung notwendige Überwachung der Fahrzeuge wurde aus Datenschutzgründen kritisch gesehen.<ref>ftd.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ladehemmung für den Autobatterie-Wechsler (Memento vom 16. Mai 2012 im Internet Archive)</ref>

Elektrofahrzeuge

Für die Entwicklung von Elektroautos hatte Better Place das Unternehmen Renault-Nissan gewonnen, dessen PKW-Modell Renault Fluence in einer Version mit wechselbarer Batterie angeboten wurde. Bei der Entwicklung der Batterie arbeitete Better Place mit A123 Systems und der Automotive Energy Supply Corporation (AESC) zusammen.<ref>betterplace.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />partners and investors (Memento vom 10. Mai 2012 im Internet Archive)</ref> Genutzt werden sollten Lithium-Ionen-Akkumulatoren, die eine Reichweite von 100 Meilen/160 km gewährleisten sollten.<ref>betterplace.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />batteries (Memento vom 10. Mai 2012 im Internet Archive)</ref>

Z.E. Concept

Z.E. steht dabei für Zero Emission (Null Abgase). Von Renault wurden mehrere Elektroautos für das Projekt vorgestellt, beispielsweise der Renault Fluence Z.E., der Kangoo Z.E. oder der Renault Zoe. Zur Optimierung der Reichweite waren die Stromverbraucher neben dem Motor wie Licht, Heizung, Klimaanlage besonders sparsam ausgelegt.<ref>Renault: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Renault Z.E. Concept: Das Elektroauto für die Mobilität von Morgen“ (Memento vom 22. November 2008 im Internet Archive)</ref> Patrick Pelato von Renault kündigte die Produktion von 20.000 bis 40.000 Elektroautos ab 2011 und mehr als 100.000 für 2012 an.<ref>CNET: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Electric vehicles are charging into Europe (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref>

Investoren

Finanziert wurde das Unternehmen durch Wagniskapitalanlagegesellschaften, u. a. von Acorns to Oaks II, Esarbee Investments Canada, GC Investments, HSBC, Israel Cleantech Ventures, Lazard, Macquarie Capital, Maniv Energy Capital, Morgan Stanley, Musea Ventures, Ofer Brothers Group, VantagePoint Venture Partners, Vayikra Partners und Wolfensohn & Co. Hauptaktionär war zuletzt Israel Corp.

Länderprojekte

Israel

Shai Agassi, selbst ein Israeli, startete das Unternehmen mit einem Projekt in Israel. Das Land mit einer maximalen Entfernung von 150 km zwischen den städtischen Zentren und mit einer Bevölkerung, bei der 90 % der Autobesitzer täglich unter 70 km Fahrtweg haben, schien ideal geeignet für die konzipierten Autos mit ihrer Reichweite von 160 km. Die Regierung unter Präsident Shimon Peres und Premierminister Ehud Olmert unterzeichneten mit Better Place und Renault-Nissan einen Vertrag mit dem Ziel, bis 2020 eine Infrastruktur aufzubauen, die Israel bis 2020 vom Erdöl unabhängig machen sollte.<ref>betterplace.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Better Place Plugs First Charge Spot to Electric Car (Memento vom 25. Mai 2009 im Internet Archive)</ref>

CEO von Better Place Israel war Generalmajor a. D. Moshe Kaplinsky, früher Stellvertretender Chef des israelischen Generalstabs.<ref>betterplace.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />leadership team: Moshe Kaplinsky (Memento vom 16. Mai 2009 im Internet Archive)</ref>

Im März 2011 legte Better Place die Planungen für den Aufbau von 40 Batteriewechselstationen vor. Hinzu kamen 400 Abkommen über Ladepunkte, 200 Ladepunkte sollten bis Ende 2011 realisiert werden.<ref>betterplace.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Better Place Unveils Network Deployment Roadmap for Israel, Offering Electric Car Drivers Complete Nationwide Coverage by End of Year (Memento vom 11. Mai 2011 im Internet Archive)</ref> Als Better Place im Mai 2013 Insolvenz anmeldete, waren 940 „Renault Fluence“-Fahrzeuge in Betrieb, die mit Batterien von Better Place ausgestattet waren.<ref>Israelischer Elektroauto-Anbieter insolvent. focus.de, 27. Mai 2013</ref> Die Batterietauschstationen wurden 2013 stillgelegt.<ref>MAX CHAFKIN: A Broken Place The Spectacular Failure, 4. Juli 2014</ref>

Dänemark

Auch Dänemark wurde als Land angesehen, das eine für das Batteriewechselprojekt sinnvolle Größe aufweist. Vertragspartner von Better Place waren hier ebenfalls Renault und als Energielieferant Dong Energy (Danish Oil & Natural Gas).

Von Dänemark aus sollte mit einem Kapitaleinsatz von 103 Mio. Euro das europäische Projekt realisiert werden. Der frühere IBM-Manager Jens Moberg, CEO von Better Place Denmark, wurde deshalb auch Chef der Unternehmenseinheit Better Place Europe, Middle East and Africa Business Development ernannt.<ref>betterplace.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Aarhus paves the way for electric cars (Memento vom 25. Dezember 2010 im Internet Archive)</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: Better Place – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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