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Bundesautobahn 84

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Bundesautobahn 84 in Deutschland
Bundesautobahn
Karte
Datei:Map D A84 in 1976 planning.svg
Verlauf der A 84
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Bundesrepublik Deutschland

Bundesland:

Baden-Württemberg

Status: Planung verworfen

Bundesautobahn 84 (Abkürzung: BAB 84) – Kurzform: Autobahn 84 (Abkürzung: A 84) – wie die BAB 86 auch Schwarzwaldautobahn genannt, war der Projektname einer geplanten Autobahn in Baden-Württemberg, die aus dem Raum nördlich Straßburg über Freudenstadt, Tübingen, Reutlingen nach Kirchheim unter Teck bis zur A 8 verlaufen und damit den Schwarzwald in Ost-West-Richtung queren sollte.

Planungsgeschichte

Bereits während der Weimarer Republik wurde über die Schwarzwaldquerung bei Freudenstadt im sogenannten „Spitzennetz“ nachgedacht.<ref>Vorentwurf zu einem Kraftwagenstraßennetz Deutschlands – Spitzennetz</ref> In den Netzplänen der Nationalsozialisten fand sich jedoch die Planung einer Reichsautobahn für diese Strecke zunächst bis Ende 1940 nicht.<ref>Reichsautobahnen 1935. Abgerufen am 30. November 2014 (Bilddatei).</ref><ref>Reichsautobahnen Stand 31.12.1935. Abgerufen am 30. November 2014 (Bilddatei).</ref><ref>Netzkarte von 1938. Abgerufen am 5. Oktober 2014 (Bilddatei).</ref><ref>Autobahn-Übersichtskarte, Stand: 1940. Abgerufen am 5. Oktober 2014 (Bilddatei).</ref> Im Jahre 1941 änderte sich dies: nunmehr war an eine Reichsautobahn von Mutzig im ElsaßStraßburg – Raum Horb am Neckar gedacht.<ref>Autobahn-Übersichtskarte, Stand 01.01.1941. Abgerufen am 13. November 2014 (Karte).</ref> 1941 wurde die Linienführung der Strecke Stuttgart – Donaueschingen dahingehend modifiziert, dass die Autobahn nunmehr über den Raum Freudenstadt verlaufen sollte. Hier war ein Abzweig für die Schwarzwaldquerung nach Straßburg vorgesehen.<ref>Autobahn-Übersichtskarte, Stand 01.05.1941. Abgerufen am 13. November 2014 (Karte).</ref>

Der Ausbauplan für die Bundesfernstraßen des Gesetzes vom 27. Juli 1957<ref>Bundesgesetzblatt, Jg. 1957, Teil I, S. 1189</ref> sah zwar den Bau einer Bundesautobahn noch nicht vor. Doch wurde die Bundesstraße 28 Kehl – Freudenstadt – Herrenberg – Tübingen in das Blaue Netz der auszubauenden Bundesstraßen aufgenommen.<ref>Ausbauplan für die Bundesfernstraßen. Aufgestellt vom Bundesminister für Verkehr. Bundesdruckerei, Bonn 1957, Anlage 1</ref>

Der Bedarfsplan des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 vom 30. Juni 1971<ref>Bundesgesetzblatt Jg. 1971, Teil I, S. 873</ref> enthielt nun den vierstreifigen Neubau der B 28n und der B 297 von der Bundesgrenze Deutschland/Frankreich südlich Rheinau über Renchen (Kreuz mit der A 5), nördlich Oberkirch, südlich Freudenstadt, Dornstetten, nördlich Horb (Kreuz mit der heute als A 81) bezeichneten Strecke an der AS Rottenburg am Neckar, nördlich Rottenburg, südlich Tübingen (Kreuz mit der B 27/A 83), Kreuz mit der B 28 südlich Wannweil, nördlich Reutlingen (Kreuz mit der B 312), nördlich Metzingen (Kreuz mit der A 85) nach Kirchheim unter Teck (Kreuz mit der A 8 – nördlich Weiterführung als „Autobahn 13“ bzw. A 45 nach Dortmund). Das Vorhaben gliederte sich in folgende Teilprojekte:

Kurzbezeichnung Abschnitt Ausbau Stand
B 28n Bundesgrenze D/F – südwestlich Freudenstadt vierstreifig Stufe III
B 28n südwestlich Freudenstadt – Kreuz Rottenburg am Neckar vierstreifig 1. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe I, 2. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe III
B 28n Kreuz Rottenburg am Neckar – Kreuz mit der B 28 südlich Wannweil vierstreifig Stufe II
B 297 Kreuz mit der B 28 südlich Wannweil – Kreuz mit der B 312 nördlich Reutlingen vierstreifig Stufe III
B 297 Kreuz mit der B 312 nördlich Reutlingen – Kreuz mit der A 8 bei Kirchheim unter Teck vierstreifig, Stufe II<ref>Bauleistungen auf Bundesfernstraßen im Jahre 1972. Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985. Anlage zum Straßenbaubericht 1972. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 31. März 2013 (Kartenausschnitt).</ref><ref>Bauleistungen auf Bundesfernstraßen im Jahre 1972. Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985. Anlage zum Straßenbaubericht 1972. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 31. März 2013 (Kartenausschnitt).</ref>

Mit der Neustrukturierung des Netzes der Bundesautobahnen, die mit Wirkung ab 1. Januar 1975 eingeführt wurde, wurde der Streckenzug unter der einheitlichen Bezeichnung als „Bundesautobahn 84“ zusammengefasst.<ref>Struktur und Nummerierung der Bundesautobahnen. Vorgesehenes Gesamtnetz. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, 15. Juni 1974, abgerufen am 18. September 2013 (Kartenausschnitt).</ref>

In der Netzkarte der Bundesregierung vom 1. Januar 1976 war die A 84 unverändert enthalten.<ref>Netz der Bundesautobahnen und Bundesstraßen. Stand 1. Januar 1976. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 31. März 2013 (Kartenausschnitt).</ref><ref>Netz der Bundesautobahnen und Bundesstraßen. Stand 1. Januar 1976. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 31. März 2013 (Kartenausschnitt).</ref>

Der Bedarfsplan des Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 vom 5. August 1976<ref>Bundesgesetzblatt Jg. 1976, Teil I, S. 2093</ref> wies zwar die A 84 unverändert aus, doch wurde die Dringlichkeit einzelner Strecken abgestuft:

Abschnitt Ausbau Stand
Bundesgrenze D/F – südwestlich Freudenstadt vierstreifig möglicher weiterer Bedarf
südwestlich Freudenstadt – nördlich Horb vierstreifig 1. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe Ib, 2. Fahrbahn als möglicher weiterer Bedarf
nördlich Horb – Bondorf vierstreifig 1. Fahrbahn in Dringlichkeitsstufe Ia, 2. Fahrbahn als möglicher weiterer Bedarf
Bondorf – Rottenburg am Neckar: vierstreifig 1. Fahrbahn als laufendes Vorhaben, 2. Fahrbahn als möglicher weiterer Bedarf
Rottenburg am Neckar – Kirchheim unter Teck vierstreifig möglicher weiterer Bedarf

Mit dem Zweiten Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 vom 25. August 1980<ref>Bundesgesetzblatt Jg. 1980, Teil I, S. 1614</ref> kam das Aus für die A 84. Im Bedarfsplan waren noch folgende Bundesstraßenneubauprojekte auf der bisher für die A 84 vorgesehenen Trasse enthalten:

  • B 28: südwestlich Freudenstadt – Bondorf (zweistreifig, Dringlichkeitsstufe I)
  • B 28: Rottenburg am Neckar – Tübingen (zweistreifig, Dringlichkeitsstufe II)

Das Dritte Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen vom 21. April 1986<ref>Bundesgesetzblatt Jg. 1986, Teil I, S. 557</ref> führte zu keiner Wiederaufnahme der A 84 in den Bedarfsplan. Folgende Bundesstraßenneubauprojekte im Zusammenhang mit der aufgegebenen Planung zur A 84 waren noch vorgesehen:

Kurzbezeichnung Abschnitt Ausbau Stand
B 28 OU Freudenstadt ? modifiziert
B 28a Dornstetten – Schopfloch (modifiziert) zweistreifig Stufe I
B 28a Schopfloch – Horb zweistreifig, Stufe II
B 28a Horb – Bondorf zweistreifig laufendes Vorhaben
B 28 Rottenburg am Neckar – Tübingen zweistreifig Stufe II

Im Bedarfsplan des Vierten Gesetzes zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes vom 15. November 1993<ref>Bundesgesetzblatt Jg. 1993, Teil I, S. 1877</ref> war die A 84 weiterhin nicht enthalten. Von der einstigen Planung blieben folgende Bundesstraßenneubauvorhaben übrig:

  • B 28a: Aach – Dornstetten – Schopfloch – Horb – Bondorf (tlw. modifiziert, zweistreifig, tlw. laufendes Vorhaben, tlw. vordringlicher Bedarf)
  • B 28n: Rottenburg am Neckar – Tübingen (modifiziert, zweistreifig, vordringlicher Bedarf)

Der Bedarfsplan des Fünften Gesetzes zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes vom 4. Oktober 2004<ref>Bundesgesetzblatt Jg. 2004, Teil I, S. 2574</ref> brachte im Hinblick auf die A 84 keine Neuaufnahme. Die Bundesstraßenneubauvorhaben waren nahezu durchgängig gegenüber der alten A 84-Planung modifiziert. Es wurden noch ins Auge gefasst:

Kurzbezeichnung Abschnitt Ausbau Stand
B 28a Schopfloch – Grünmettstetten zweistreifig vordringlicher Bedarf
B 28a Grünmettstetten – westlich Horb zweistreifig weiterer Bedarf
B 28a OU Horb zweistreifig vordringlicher Bedarf
B 28a OU Ergenzingen zweistreifig vordringlicher Bedarf
B 28n östlich Rottenburg am Neckar – Tübingen zweistreifig vordringlicher Bedarf

Weblinks

Einzelnachweise

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<templatestyles src="FN/styles.css" />*frühere Planung: Nummer wurde später anders vergeben
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