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Katja Hessel

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Katja Hessel (2023)

Katja Hessel (* 5. Mai 1972 in Nürnberg) ist eine deutsche Politikerin der FDP. Sie war von 2017 bis März 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages und war von 2021 bis 2024 Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen. Von November 2023 bis Juni 2025 war sie zusammen mit Martin Hagen Vorsitzende der FDP Bayern.

Von 2008 bis 2013 war sie Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie und vertrat ihre Partei als Abgeordnete im Bayerischen Landtag.

Leben

Herkunft, Ausbildung und beruflicher Werdegang

Katja Hessel wurde 1972 in Nürnberg geboren. Von 1977 bis 1982 besuchte sie die Grundschule Georg-Ledebour-Str. in Nürnberg und legte 1991 das Abitur am Johannes-Scharrer-Gymnasium Nürnberg ab.<ref>Deutscher Bundestag – Katja Hessel. Abgerufen am 3. September 2020.</ref> Anschließend studierte sie bis 1996 Rechtswissenschaften in Erlangen. 1996 legte sie ihre erste, 1998 ihre zweite juristische Staatsprüfung ab. Ab 1999 arbeitete sie als Rechtsanwältin in eigener Kanzlei, im selben Jahr trat sie in die FDP ein. 2002 wurde Hessel als Steuerberaterin tätig.

Politische Karriere

Ebenfalls 2002 wurde Hessel zur Schatzmeisterin des Bezirksverbandes Mittelfranken ihrer Partei gewählt. Von 1999 bis 2006 war sie Ortsvorsitzende des Ortsverbandes Feucht der Liberalen und zugleich bis 2007 Mitglied des Kreisvorstandes Nürnberger Land. Im Kreistag des Nürnberger Lands saß sie von 2002 bis 2007 als Abgeordnete.

Nach einem Umzug wechselte sie 2007 in den Kreisvorstand der FDP Nürnberg. Im gleichen Jahr erfolgte die Wahl ins Präsidium des bayerischen FDP-Landesverbandes. Bei der Landtagswahl 2008 in Bayern errang sie ein Mandat im Landtag; ihre Partei ging eine Regierungskoalition mit der CSU ein. Hessel wurde am 30. Oktober 2008 Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie unter Martin Zeil und ließ ihre Zulassung als Rechtsanwältin ruhen.

Nachdem der FDP bei den Wahlen 2013 der Wiedereinzug in den Landtag nicht gelungen war, schied Hessel aus dem Landtag und aus der Staatsregierung aus. Von Januar 2014 bis Oktober 2018 war sie als Nachfolgerin von Jörg Rohde Vorsitzende des FDP-Bezirksverbands Mittelfranken.<ref>FDP-Mittelfranken: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bezirksvorstand (Memento vom 21. Juli 2015 im Internet Archive), abgerufen am 28. Oktober 2015.</ref> Im Mai 2018 wurde sie Vorsitzende des FDP-Kreisverbandes Nürnberg.<ref>Pressemitteilung: Neuer Vorstand. Abgerufen am 3. September 2020.</ref> Seit April 2019 ist Hessel Mitglied des Bundesvorstandes der Freien Demokraten und seit November 2019 stellvertretende Vorsitzende der FDP Bayern.<ref>Wahlergebnisse des 70. Bundesparteitages. In: fdp.de. Freie Demokratische Partei, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Mai 2019; abgerufen am 14. September 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fdp.de</ref><ref>FDP Bayern geht gestärkt in die Kommunalwahlen 2020. Abgerufen am 3. September 2020.</ref>

Am 15. Oktober 2016 wurde Katja Hessel zur Spitzenkandidatin der FDP-Mittelfranken für die Bundestagswahl 2017 gewählt und stellt sich zudem im Wahlkreis 244 (Nürnberg Nord) als Direktkandidatin zur Wahl. Bei der Wahl wurde sie über die Landesliste in den Bundestag gewählt. Sie war im 19. Deutschen Bundestag ordentliches Mitglied im Finanzausschuss und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur.<ref>Abgeordnetenseite. In: Seite des deutschen Bundestages. Abgerufen am 14. September 2019.</ref> Am 12. Februar 2020 wurde sie vom Finanzausschuss als Nachfolgerin von Bettina Stark-Watzinger zur Vorsitzenden gewählt.<ref>Deutscher Bundestag – Finanzausschuss. Abgerufen am 15. April 2020.</ref> Am 20. August 2019 wurde Hessel erneut als Direktkandidatin zur Bundestagswahl für den Wahlkreis 244 (Nürnberg Nord) aufgestellt.

Hessel ist stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Parlamentariergruppe.

Bei der Bundestagswahl 2021 wurde sie über die Landesliste erneut in den Deutschen Bundestag gewählt. Am 8. Dezember 2021 wurde sie von Bundesfinanzminister Christian Lindner zur Parlamentarischen Staatssekretärin ernannt.<ref>admin: Christian Lindner ist Bundesminister der Finanzen – Bundesfinanzministerium – Ministerium. Abgerufen am 8. Dezember 2021.</ref> Aufgrund des Auseinanderbrechens der Ampelkoalition wurde ihr zuständiger Bundesminister Lindner von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 7. November 2024 entlassen, womit auch ihre Amtszeit als Parlamentarische Staatssekretärin endete.

Am 11. November 2023 wurde sie in Amberg gemeinsam mit Martin Hagen zur Vorsitzenden der FDP Bayern gewählt. Ohne Gegenkandidaten erhielt sie 213 von 395 abgegebenen Stimmen.<ref>Regina Kirschner: Hagen übersteht Kampfabstimmung – Bayern-FDP mit Doppelspitze. In: www.br.de. 11. November 2023, abgerufen am 13. Februar 2024.</ref> Beim Landesparteitag am 28. Juni 2025 kandidierte sie nicht erneut für den Landesvorsitz.<ref>Michael Ruoff zum neuen FDP-Landesvorsitzenden gewählt. In: sueddeutsche.de. 28. Juni 2025, abgerufen am 28. Juni 2025.</ref>

Katja Hessel spricht am Rednerpult im Bundesrat
Katja Hessel im Bundesrat (2022)

Politik

In Hessels Zeit als Ausschussvorsitzende fiel der Bilanzskandal um die Firma Wirecard. Sie leitete zwei Sondersitzungen des Finanzausschusses und die Befragungen der Minister Olaf Scholz und Peter Altmaier, wie auch die von Finanzstaatssekretär Jörg Kukies und dem Chef der BaFin, Felix Hufeld. Nachdem dieser sich in der ersten Sondersitzung in widersprüchlichen Aussagen<ref>Christian Ramthun: Wirecard-Skandal: Scholz hält (noch) an BaFin-Chef Hufeld fest. Abgerufen am 3. September 2020.</ref> verstrickte, warf Hessel ihm vor, die Abgeordneten belogen zu haben und forderte ihn zum Rücktritt auf.<ref>Tobias Kisling: Wirecard-Skandal: Was der Untersuchungsausschuss bringen soll. 1. September 2020, abgerufen am 3. September 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 1. September 2020 entschieden sich die Grünen im Bundestag, nach den Sondersitzungen einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss einzusetzen und somit den Forderungen der FDP mit Katja Hessel und der Linkspartei zu folgen.<ref>Bundestag: Untersuchungsausschuss zu Wirecard kommt. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 3. September 2020]).</ref>

Zudem setzt sich Hessel für Tourismuspolitik ein, Verkehrspolitik und Ehrenamt. Ein Motorrettungsboot (IRB) der DLRG Nürnberg ist nach ihr benannt.<ref>News | DLRG Kreisverband Nürnberg-Roth-Schwabach e. V. Abgerufen am 21. Februar 2021.</ref>

Privates

Katja Hessel ist verheiratet und evangelischer Konfession.<ref>Deutscher Bundestag – Biografien. Abgerufen am 27. Juni 2020.</ref>

Literatur

  • Andreas Holzapfel (Hrsg.): Bayerischer Landtag. 16. Wahlperiode. Volkshandbuch. 3. Auflage. Neue Darmstädter Verlagsanstalt, Rheinbreitbach 2011, ISBN 978-3-87576-698-1.

Weblinks

Commons: Katja Hessel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Thomas Dehler (1946–1956) | Albrecht Haas (1956–1964) | Klaus Dehler (1964–1967) | Dietrich Bahner (1967–1970) | Josef Ertl (1971–1983) | Manfred Brunner (1983–1989) | Josef Grünbeck (1989–1991) | Max Stadler (1991–1998) | Hermann K. Stützer (1998–2000) | Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (2000–2013) | Albert Duin (2013–2017) | Daniel Föst (2017–2021) | Martin Hagen (2021–2025) | Katja Hessel (2023–2025) | Michael Ruoff (2025–2026) | Matthias Fischbach (seit 2026)

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Präsidium

Vorsitzender: Christian Dürr 

Stellvertretende Vorsitzende: Wolfgang Kubicki | Svenja Hahn | Henning Höne | Schatzmeister: Michael Georg Link 

Gewählte Beisitzer im Präsidium: Florian Toncar | Lydia Hüskens | Susanne Seehofer 

Generalsekretärin: Nicole Büttner | Bundesgeschäftsführerin: Maria Wandel 

Vertreterin der Fraktion im Europaparlament: Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Ehrenvorsitzender: Hermann Otto Solms 

Beratende Mitglieder des Präsidiums: Karl-Heinz Paqué | Hans-Ulrich Rülke | Steffen Saebisch 

Weiterer Bundesvorstand

Gewählte Mitglieder des Bundesvorstands: Judith Skudelny | Katja Hessel | Daniela Kluckert | Zyon Braun | Thore Schäck | Finn Ole Ritter | Thorsten Lieb | Gero Pickert | Konstantin Kuhle | Moritz Körner | Steven Wink | Angelika Hießerich-Peter | Torsten Herbst | Andreas Silbersack | Christopher Vogt | Linda Teuteberg | Otto Fricke | Jens Teutrine | Maria Westphal | Johannes Vogel | Wiebke Knell | Anja Schulz | Ria Schröder | Jens Brandenburg | Frank Schäffler | Franziska Brandmann | Muhanad Al-Halak | Alexander Müller | Maren Jasper-Winter | David Dietz | Marko Miholic | Helmer Krane | Marie-Florence Mahwera

Ombudsmitglied: Christopher Gohl

Beratende Mitglieder des Bundesvorstands: Nemir Ali | Manfred R. Eisenbach | Frank Hoffmeister | Michael Kauch | Benjamin Kurtz | Jacqueline Krüger | Detlef Parr | Mario Burow

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