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Clobazam

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Strukturformel
Datei:Clobazam 200.svg
Allgemeines
Freiname Clobazam
Andere Namen

7-Chlor-1,5-dihydro-1-methyl-5-phenyl-1,5-benzodiazepin-2,4(3H)-dion (IUPAC)

Summenformel C16H13ClN2O2
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 244-908-7
ECHA-InfoCard 100.040.810
PubChem 2789
ChemSpider 2687
DrugBank DB00349
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code

N05BA09

Wirkstoffklasse

Benzodiazepine

Eigenschaften
Molare Masse 300,74 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Sigma" />

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser
1 g·l−1 bei 20 °C<ref name="Sigma" />

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma" />
Datei:GHS-pictogram-exclam.svg

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​336​‐​412
P: 261​‐​264​‐​270​‐​271​‐​273​‐​301+312<ref name="Sigma" />
Toxikologische Daten

580 mg·kg−1 (LD50Mausoral)<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).Vorlage:Sigma-Aldrich/Name nicht angegeben</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Clobazam (Handelsname Frisium; Hersteller: Sanofi-Aventis) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Benzodiazepine. Er wird in der Behandlung von Spannungs-, Erregungs- und Angstzuständen sowie zur Behandlung von Anfallsleiden (Antiepileptikum, Antikonvulsivum) eingesetzt.

Klinische Angaben

Anwendungsgebiete

Clobazam ist zugelassen als<ref name="FI_Frisium">Sanofi-Aventis: Fachinformation Frisium (Deutschland). Stand: März 2017.</ref>

Gegenanzeigen

Clobazam darf nicht angewendet werden bei:<ref name="FI_Frisium" />

Clobazam darf nur unter besonderer Nutzen-Risiko-Abwägung und mit ggf. reduzierter Dosis gegeben werden bei:<ref name="FI_Frisium" />

Entwicklung und Vermarktung

Clobazam wurde in den späten 1960er Jahren bei dem italienischen Unternehmen Laboratori Farmaceutici Maestretti in Mailand synthetisiert<ref>S. Rossi, O. Pirola, R. Maggi: Sintesi di 1,2,4,5-tetraidro-2,4-dicheto-3H-l,5 benzodiazepine. In: Chim Ind. 51, 1969, S. 479–483.</ref> und später bei Hoechst zum Arzneimittel entwickelt. Es wurde seit Mitte/Ende der 1970er Jahre in vielen Ländern in den Handel gebracht, zunächst als Beruhigungsmittel und Anxiolytikum und später auch als Antikonvulsivum.

Rechtslage in Deutschland

Clobazam unterliegt der Gesetzgebung des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Hier ist es in die Anlage III (verkehrsfähige und verschreibungsfähige Betäubungsmittel) aufgenommen worden; ausgenommen sind Zubereitungen, die pro abgeteilter Form (Tablette, Zäpfchen, Ampulle) nicht mehr als 20 mg des Wirkstoffes und keine weiteren Betäubungsmittel enthalten. Bis zu dieser Dosis ist der Wirkstoff nur verschreibungspflichtig.

Handelsnamen

Frisium (D, A), Urbanyl (CH)<ref>Arzneimitteldatenbanken der Zulassungsbehörden (BfArM / PEI / BVL, AGES, swissmedic), Stand Oktober 2019.</ref>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein