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Momajny

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Momajny
Vorlage:Platzhalterbild
Momajny (Polen)
Momajny (Polen)
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Kętrzyn
Gmina: Barciany
Geographische Lage: 54° 19′ N, 21° 15′ OKoordinaten: 54° 18′ 48″ N, 21° 15′ 14″ O
 {{#coordinates:54,313333|21,253889|primary
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Einwohner: 120 (2011)
Postleitzahl: 11-410<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2022, S. 804 (Memento vom 26. Oktober 2022 im Internet Archive) (polnisch) (PDF; 7,4 MB)</ref>
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NKE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Michałkowo/DW 591PiskorzeSkandawa
GarbnoNowy Dwór Momajński → Momajny
Rutka → Momajny
Eisenbahn: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig
Verwaltung (Stand: 2008)
Dorfschulze: Elżbieta Samsel<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.barciany.plWebsite der Gmina Barciany, Sołectwo Momajny (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )</ref>
Datei:2015-09 Momajny 01.jpg
Momajny (2015)

Momajny ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Dorf in Polen in der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es bildet ein Schulzenamt (Sołectwo) in der Landgemeinde Barciany (Barten) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg).

Geographische Lage

Momajny liegt im Nordosten Polens. Die polnische Staatsgrenze zur russischen Oblast Kaliningrad liegt etwa zwei Kilometer nördlich von Momajny. Benachbarte Dörfer sind im Norden Rutka (Rauttersfelde), im Osten Maciejki (Blumenthal) und im Süden Skandawa (Skandau).

Geschichte

Ortsgeschichte

Wann Momehnen<ref>Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Momehnen</ref> angelegt wurde, ist nicht sicher. Bereits 1373 wird in Marschalksdorf eine Kirche erwähnt. Zwischen 1374 und 1379 wurde das Dorf neu lokalisiert. Zur Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert wurde eine neue Kirche errichtet. Vor 1785 hieß der Ort Momeyn.

Am 8. Dezember 1811 brannte die Kirche ab. Ihr Wiederaufbau erfolgte zwischen 1818 und 1821.

Am 9. April 1874 wurde Momehnen Amtsdorf und namensgebend für einen Amtsbezirk<ref name="Jehke">Rolf Jehke, Amtsbezirk Momehnen</ref> im Kreis Gerdauen im Regierungsbezirk Königsberg in der preußischen Provinz Ostpreußen. Gehörten anfangs acht Dörfer dazu, waren es am Ende noch drei.

Während des Zweiten Weltkrieges befand sich hier ein Außenlager des Stalag I-A für sowjetische Kriegsgefangene. Im Januar 1945 nahm die Rote Armee die Gegend ein und als Folge des Krieges wurde die Gegend Teil Polens. Momehnen erhielt die polnische Namensform „Momajny“.

1970 gab es hier eine achtklassige Grundschule, eine Bibliothek sowie ein Kino mit 30 Sitzplätzen. Nach der Auflösung der Gromadas wurde das Schulzenamt (sołectwo) Momajny Teil der Gmina Skandawa (Skandau), nach deren Auflösung ab 1977 Teil der Gmina Barciany (Barten) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Einwohnerzahlen

Datei:2015-09 Momajny 13.jpg
Dorfidyll in Momajny

Im 18. Jahrhundert gab es 30 Wohngebäude in Momehnen. Nachfolgend die graphische Darstellung der Einwohnerentwicklung.<ref> Für 1910: Der Landkreis Gerdauen im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. April 2023; abgerufen am 30. September 2025.
Für 1933: Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de
Für Mai 1939: Das Kirchspiel Momehnen, abgerufen am 7. Aug. 2008
Für 1970: Swat 1978, S. 209
Für 2011: Wieś Momajny w liczbach</ref>

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Amtsbezirk Momehnen (1874–1945)

Zum Amtsbezirk Momehnen gehörten folgende Orte, die sowohl auf heute polnischem (PL) als auch auf heute russischem (RUS) Staatsgebiet liegen, vielleicht auch im Grenzgebiet, wo sie heute nicht mehr existieren:<ref name="Jehke"/>

Name (bis 1945) Name (nach 1945) Staat Bemerkungen
Arnsdorf (Gemeinde) Smeloje RUS
Arnsdorf (Gut) RUS 1912 in die Landgemeinde Arnsdorf eingegliedert
Gerkiehnen Gierkiny PL 1931 in den Amtsbezirk Dietrichsdorf umgegliedert
Groß Schellenberg Ogarewo RUS 1928 in die Landgemeinde Schellenberg eingegliedert
Klein Schellenberg Stanislawskoje RUS 1928 in die Landgemeinde Schellenberg eingegliedert
Momehnen Momajny PL
Neuhof-Momehnen Nowy Dwór Momajński PL 1928 nach Momehnen eingemeindet
Rauttersfelde Rutka PL 1928 in die Landgemeinde Schellenberg eingegliedert
ab 1877: Ludwigsburg Stanislawskoje RUS 1928 in die Landgemeinde Schellenberg eingegliedert
ab 1883: Ludwigshöhe Piskorze PL 1928 nach Momehnen eingemeindet
ab 1928: Blumenthal Maciejki PL 1928 aus dem Amtsbezirk Kanoten nach Momehnen eingemeindet

Am 1. Januar 1945 bildeten nur noch die Gemeinden Arnsdorf, Momehnen und Schellenberg den Amtsbezirk Momehnen.

Kirche

Kirchengebäude

Datei:2015-09 Momajny 10 Kościół.jpg
Die Kirche in Momajny

Der aus dem 14. Jahrhundert stammende Bau hatte keinen Choraufbau. Im Jahre 1811 brannte das Gotteshaus bis auf die Zwei-Meter-Ringmauer nieder. Die Kirche wurde ab 1818 wieder aufgebaut und 1821 eingeweiht.

Kirchengemeinde

Die Kirche Momehnen<ref>Kirchspiel Momehnen</ref> erhielt 1373 die Handfeste. Der erste Pfarrer wurde 1383 ernannt. Das schon in vorreformatorischer Zeit bestehende Kirchspiel erstreckte sich südwestlich der einstigen und heute auf russischem Staatsgebiet gelegenen Kreisstadt Gerdauen (russisch: Schelesnodoroschny). Es gehörte damals zum Archipresbyterat Schippenbeil (heute polnisch: Sępopol).

Die Reformation erhielt relativ früh Einzug. Über vier Jahrhunderte war Mohmenen ein evangelisches Pfarrdorf. Mit seinen zuletzt 1320 Gemeindegliedern gehörte es bis 1945 zum Kirchenkreis Gerdauen innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union.

Heute lebt in Momajny eine überwiegend römisch-katholische Bevölkerung. Hier hat sich nach 1945 die Pfarrei Świętego Piotra Apostola ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) eingerichtet,<ref>Parafia Momajny im Erzbistum Ermland</ref> die zum Dekanat Kętrzyn II – Północy Wschód (Rastenburg II Nordost) im Erzbistum Ermland der Katholischen Kirche in Polen gehört. Filialgemeinden bestehen in Frączkowo (Fritzendorf) und Skandawa (Skandau).

Hier lebende evangelische Kirchenglieder gehören zur Pfarrgemeinde in Kętrzyn (Rastenburg) mit der Filialgemeinde Barciany (Barten) innerhalb der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr

Straße

Datei:2009-07 Momajny 1.jpg
Bushaltestelle am Kirchplatz in Momajny

Richtung Norden führt von Momajny eine Straße nach Rutka (Rauttersfelde) und endet dort an der Staatsgrenze zum russischen Oblast Kaliningrad (bis 1945 verlief sie weiter bis zur Reichsstraße 131 – heute russische Fernstraße 27A-083 (ex A196) – nahe Gerdauen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))). Ein Grenzübergang besteht nicht. In südlicher Richtung führt eine Straße nach Skandawa (Skandau), in westlicher Richtung nach Garbno (Laggarben) und in östlicher Richtung durch Maciejki (Blumenthal) und nach drei Kilometern zur Woiwodschaftsstraße 591 (einstige Reichsstraße 141I) bei Michałkowo (Langmichels).

Schiene

Das Dorf verfügt über keinen eigenen Bahnanschluss. Die nächste Bahnstation befindet sich im etwa 20 Kilometer südwestlich gelegenen Korsze (Korschen). Von dort bietet die PKP Direktverbindungen nach Olsztyn (Allenstein) und Posen an.

Luft

Der geographisch nächste internationale Flughafen ist der Flughafen Kaliningrad, der sich etwa 75 Kilometer nordwestlich, auf russischem Hoheitsgebiet befindet – außerhalb der Europäischen Union. Der nächste internationale Flughafen auf polnischem Staatsgebiet ist der etwa 180 Kilometer westlich gelegene Lech-Wałęsa-Flughafen Danzig.

Persönlichkeit des Ortes

Aus dem Ort gebürtig

  • Fritz Schröder (* 4. Oktober 1915 in Momehnen; † 5. Juli 2001 in Neuenhagen bei Berlin), deutscher Politiker (SED), stellvertretender Minister für Staatssicherheit der DDR († 2001)

Literatur

  • Tadeusz Swat: Dzieje Wsi. In: Aniela Bałanda u. a.: Kętrzyn. Z dziejów miasta i okolic. Pojezierze, Olsztyn 1978, S. 209 (Seria monografii miast Warmii i Mazur).

Weblinks

Commons: Momajny – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Amtssitz: Barciany (Barten)

Ortschaften/Schulzenämter: Aptynty (Aftinten) | Asuny (Assaunen) | Barciany (Barten) | Bobrowo (Bieberstein) | Drogosze (Dönhofstädt) | Frączkowo (Fritzendorf) | Gęsie Góry (Sansgarben) | Gęsiki (Meistersfelde) | Krelikiejmy (Kröligkeim) | Modgarby (Modgarben) | Mołtajny (Molthainen/Molteinen) | Momajny (Momehnen) | Ogródki (Baumgarten) | Podławki (Podlacken) | Radosze (Freudenberg) | Rodele (Rodehlen) | Silginy (Sillginnen) | Skandawa (Skandau) | Skierki (Wehlack) | Solkieniki (Solknick) | Suchawa (Sausgörken) | Wilkowo Małe (Klein Wolfsdorf) | Winda (Wenden)

Andere Ortschaften: Arklity (Arklitten) | Błędowo (Blandau) | Cacki (Schätzelshöfchen) | Czaczek (Schätzels) | Dębiany (Dombehnen) | Dobrzykowo (Dawerwalde) | Duje (Doyen (Dugen)) | Garbnik (Garbnick) | Garbno (Laggarben) | Gęsiniec Wielki | Glinka (Friedrichswiese) | Główczyno (Egloffstein) | Górki (Berg) | Gradowo (Althagel) | Gumniska (Silzkeim) | Kąpławki (Kamplack) | Kiemławki Małe (Klein Kemlack) | Kiemławki Wielkie (Groß Kemlack) | Kolwiny (Kolbiehnen) | Kotki (Krausen) | Krymławki (Krimlack) | Krzeczewo (Sonnenburg) | Kudwiny (Kudwinnen) | Kurkławki (Korklack) | Maciejki (Blumenthal) | Markławka (Marklack) | Markuzy (Markhausen) | Michałkowo (Langmichels) | Moruny (Maraunen) | Niedziałki (Fünfhuben) | Niedziały (Elisenthal) | Nowy Dwór Momajński (Neuhof-Momehnen) | Pastwiska (Milchbude) | Pieszewo (Petermanns) | Piskorze (Ludwigshöhe) | Rowy (Rawlack) | Ruta (Rauttershof) | Rutka (Rauttersfelde) | Rzymek (Romberg) | Skandawa (Osada) | Skoczewo (Hermannshof) | Staniszewo (Albertinhausen) | Stary Dwór Barciański (Althof Barten) | Święty Kamień (Heiligenstein) | Szaty Wielkie (Groß Schatten) | Taborzec (Taberwiese) | Wielewo (Willkamm) | Zalewska Góra

Untergegangene Orte: Anielin (Angelika) | Bogusławki (Groß Bogslack) | Borszyny (Borschenen) | Gościeradowo (Friedenau) | Kanoty (Kanoten) | Koskajmy (Koskeim) | Nowe Borszyny (Neu Borschenen) | Oleszka (Friedrichshof) | Plinkajmy (Köllmisch Plienkeim) | Plinkajmy Małe (Adlig Plienkeim) | Radoski Dwór (Freudenbergswalde) | Siwoszewo (Schiffus) | Sławosze (Henriettenfeld) | Wargity (Wargitten) | Wilkowo Wielkie (Groß Wolfsdorf) | Wypęk (Weypoth) | Zalesie (Ernsthof)
sowie: Damerau (kein polnischer Name bekannt)

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