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Wielewo (Barciany)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wielewo
Vorlage:Platzhalterbild
Wielewo (Polen)
Wielewo (Polen)
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Kętrzyn
Gmina: Barciany
Geographische Lage: 54° 18′ N, 21° 17′ OKoordinaten: 54° 17′ 40″ N, 21° 17′ 2″ O
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Einwohner: 59 (31. Dez. 2010<ref name="GUS2010" />)
Postleitzahl: 11-410<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2022, S. 1462 (Memento vom 26. Oktober 2022 im Internet Archive) (polnisch) (PDF; 7,4 MB)</ref>
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NKE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Aptynty/DW 591Frączkowo
Eisenbahn: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig

Wielewo ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Dorf in Polen in der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Das Dorf ist Teil des Schulzenamtes (sołectwo) Aptynty in der Landgemeinde Barciany (Barten) und gehört zum Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg).

Geografische Lage

Wielewo liegt im Norden Polens, etwa vier Kilometer südlich der Staatsgrenze zum russischen Oblast Kaliningrad im historischen Ostpreußen.

Geschichte

Datei:2009-07 Wielewo 1.jpg
Landwirtschaftliches Gebäude in Wielewo
Datei:Rittergut Willkamm Sammlung Duncker.jpg
Rittergut Willkamm um 1860, Sammlung Alexander Duncker
Datei:Pałac w Wielewie 1.jpg
Das ehemalige Gutshaus Willkamm
Datei:2009-07 Wielewo 4.jpg
Gutshaus und Teich im Jahre 2009

Der Ursprung des heutigen Wielewo liegt vermutlich in einer Schenkung an Hinrik Brunsert aus der pruzzischen Familie von Bronsart. Dieser erhielt 12 Hufe des späteren Rittergutes Willkam geschenkt.<ref name="opn" /> Nach anderen Quellen<ref name="Swat" /> erfolgte die Lokalisation 1409 nach Kulmer Recht. 1474 erhielt der Söldner Niclas von Rautter das Gut vom Deutschen Orden verliehen. Dessen Nachfolger lebten bis 1945 in Willkam.<ref name="opn" />

Im Jahr 1785 gab es im Ort zehn Wohngebäude,<ref name="Swat" /> 1933 lebten 587, 1939 515 Menschen in Willkamm.<ref name="vwg" />

Von 1874 bis 1945 war Willkamm Amtsdorf und damit namensgebend für einen Amtsbezirk, der zum Kreis Gerdauen im Regierungsbezirk Königsberg in der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.<ref> Rolf Jehke: Amtsbezirk Willkamm. territorial.de</ref> Zum Amtsbezirk gehörte nur ein Dorf: Willkamm.

1945, am Ende des Zweiten Weltkrieges, marschierte die Rote Armee in die Gegend ein. Als Folge des Krieges wurde Willkam als „Wielewo“ Teil der Volksrepublik Polen. 1970 lebten im Ort 156 Menschen, welchen ein Kinosaal mit 45 Plätzen zur Verfügung stand. 1973 wurde das Dorf Teil des Schulzenamtes Momajny (Momehnen) in der Gemeinde Skandawa (Skandau), ab 1977 Gemeinde Barciany.<ref name="Swat" />

Gut Willkamm

Im Dorf befindet sich der 1797 errichtete Landsitz der Familie von Rautter. Das Gebäude ist einstöckig und heute dem Verfall ausgesetzt. Die Fenster waren sehr tief und reichten fast bis auf den Boden. In der Mitte der Gartenseite befindet sich ein runder Vorbau. 1925 wurden nach Plänen des Baumeisters Gemmel aus Gerdauen die Flügel angebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg war hier zuerst Militär untergebracht, später wurde das Gebäude von einer landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (Państwowe Gospodarstwo Rolne, PGR) genutzt.<ref name="opn" />

Kirche

Bis 1945 war Willkamm in die evangelische Kirche Molthainen<ref>Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens. Band 3: Dokumente. Göttingen 1968, S. 458.</ref> (1938 bis 1945 Molteinen, polnisch Mołtajny) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die römisch-katholische Kirche Insterburg<ref>Willkamm, Wielewo im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref> (heute {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt. Heute gehört Wielewo zur katholischen Pfarrei St. Anna Mołtajny im jetzigen Erzbistum Ermland sowie zur evangelischen Kirchengemeinde Barciany, einer Filialgemeinde der Johanneskirche Kętrzyn in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr

Straße

Das Dorf Wielewo liegt an keiner größeren Straße. Über eine Nebenstraße kann in östlicher Richtung nach etwa einem Kilometer bei Aptynty (Aftinten) die Woiwodschaftsstraße 591 (frühere deutsche Reichsstraße 141) erreicht werden.

Schienen

Der Ort verfügt über keinen regulären Bahnanschluss. Der nächste Bahnhof befindet sich 16 Kilometer südlich in Korsze (Korschen), wo es Direktverbindungen nach Olsztyn (Allenstein) und Posen sowie Ełk (Lyck) und Białystok gibt.

Sowohl östlich als auch westlich des Ortes verlaufen Bahngleise, welche heute kaum mehr genutzt werden. Ursprünglich bildeten sie eine Verbindung zwischen Gerdauen (russisch Железнодорожный= Schelesnodoroschny) im Norden und Korsze im Süden, heute erweitert um die PKP-Bahnstrecke Anielin Gradowo–Wielewo (–Schelesnodoroschny), die zwischen 1951 und 1956 gebaut und an der Wielewo eine Güterbahnstation im Rahmen der Umladeregion Skandawa wurde. Die Bahnstation liegt nördlich des Dorfes<ref>Geographische Lage der Bahnstation Wielewo

 {{#coordinates:54,310556|21,287222|
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   |name=Bahnstation Wielewo
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  }}</ref> und ist seit 2000 nicht mehr in Betrieb.

Luft

Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der Flughafen Kaliningrad, der sich etwa 80 Kilometer nordwestlich auf russischem Hoheitsgebiet befindet. Der nächste internationale Flughafen auf polnischem Staatsgebiet ist der etwa 185 Kilometer westlich befindliche Lech-Wałęsa-Flughafen Danzig.

Persönlichkeiten

Aus dem Ort gebürtig

Mit dem Ort verbunden

  • Niclas von Rautter (15. Jahrhundert), Ritter des Deutschen Ordens, Hauptmann zu Gerdauen, Gutsbesitzer von Willkamm

Literatur

  • Tadeusz Swat: Dzieje Wsi. In: Aniela Bałanda u. a.: Kętrzyn. Z dziejów miasta i okolic. Pojezierze, Olsztyn 1978, S. 237 (Seria monografii miast Warmii i Mazur).
  • Vorlage:SammlungDunckerGrafik

Weblinks

Commons: Wielewo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="GUS2010"> Portret miejscowości statystycznych w gminie Barciany (powiat kętrzyński, województwo warmińsko-mazurskie) w 2010 r. Główny Urząd Statystyczny; stat.gov.pl (MS Excel). </ref> <ref name="opn"> Das Gut in Willkamm. ostpreussen.net, 18. November 2004. </ref> <ref name="Swat"> Tadeusz Swat: Dzieje Wsi in Kętrzyn: Z dziejów miasta i okolic. Olsztyn 1978, S. 237. </ref> <ref name="vwg"> Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de </ref> </references>

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Amtssitz: Barciany (Barten)

Ortschaften/Schulzenämter: Aptynty (Aftinten) | Asuny (Assaunen) | Barciany (Barten) | Bobrowo (Bieberstein) | Drogosze (Dönhofstädt) | Frączkowo (Fritzendorf) | Gęsie Góry (Sansgarben) | Gęsiki (Meistersfelde) | Krelikiejmy (Kröligkeim) | Modgarby (Modgarben) | Mołtajny (Molthainen/Molteinen) | Momajny (Momehnen) | Ogródki (Baumgarten) | Podławki (Podlacken) | Radosze (Freudenberg) | Rodele (Rodehlen) | Silginy (Sillginnen) | Skandawa (Skandau) | Skierki (Wehlack) | Solkieniki (Solknick) | Suchawa (Sausgörken) | Wilkowo Małe (Klein Wolfsdorf) | Winda (Wenden)

Andere Ortschaften: Arklity (Arklitten) | Błędowo (Blandau) | Cacki (Schätzelshöfchen) | Czaczek (Schätzels) | Dębiany (Dombehnen) | Dobrzykowo (Dawerwalde) | Duje (Doyen (Dugen)) | Garbnik (Garbnick) | Garbno (Laggarben) | Gęsiniec Wielki | Glinka (Friedrichswiese) | Główczyno (Egloffstein) | Górki (Berg) | Gradowo (Althagel) | Gumniska (Silzkeim) | Kąpławki (Kamplack) | Kiemławki Małe (Klein Kemlack) | Kiemławki Wielkie (Groß Kemlack) | Kolwiny (Kolbiehnen) | Kotki (Krausen) | Krymławki (Krimlack) | Krzeczewo (Sonnenburg) | Kudwiny (Kudwinnen) | Kurkławki (Korklack) | Maciejki (Blumenthal) | Markławka (Marklack) | Markuzy (Markhausen) | Michałkowo (Langmichels) | Moruny (Maraunen) | Niedziałki (Fünfhuben) | Niedziały (Elisenthal) | Nowy Dwór Momajński (Neuhof-Momehnen) | Pastwiska (Milchbude) | Pieszewo (Petermanns) | Piskorze (Ludwigshöhe) | Rowy (Rawlack) | Ruta (Rauttershof) | Rutka (Rauttersfelde) | Rzymek (Romberg) | Skandawa (Osada) | Skoczewo (Hermannshof) | Staniszewo (Albertinhausen) | Stary Dwór Barciański (Althof Barten) | Święty Kamień (Heiligenstein) | Szaty Wielkie (Groß Schatten) | Taborzec (Taberwiese) | Wielewo (Willkamm) | Zalewska Góra

Untergegangene Orte: Anielin (Angelika) | Bogusławki (Groß Bogslack) | Borszyny (Borschenen) | Gościeradowo (Friedenau) | Kanoty (Kanoten) | Koskajmy (Koskeim) | Nowe Borszyny (Neu Borschenen) | Oleszka (Friedrichshof) | Plinkajmy (Köllmisch Plienkeim) | Plinkajmy Małe (Adlig Plienkeim) | Radoski Dwór (Freudenbergswalde) | Siwoszewo (Schiffus) | Sławosze (Henriettenfeld) | Wargity (Wargitten) | Wilkowo Wielkie (Groß Wolfsdorf) | Wypęk (Weypoth) | Zalesie (Ernsthof)
sowie: Damerau (kein polnischer Name bekannt)

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