Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. April 2026 um 11:19 Uhr durch imported>TaxonBot(Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Das Party.San Metal Open Air ist ein jährlich im August in Thüringen stattfindendes Extrem-Metal-Festival. In den ersten Jahren wurde es vom Party.San Tiefengruben e. V. veranstaltet, seitdem von der Party San GmbH mit Sitz in Weimar. Die musikalische Ausrichtung liegt bei Black-, Thrash-, Heavy-, Doom- und Death Metal sowie Grindcore. Von 1996 bis 2010 fand das Festival auf dem Segelflugplatz Bad Berka, südlich von Erfurt, statt. Aufgrund des schwierigen Untergrunds entschied sich der Veranstalter, das Festival ab 2011 auf dem Flugplatz Obermehler-Schlotheim im Nordwesten Thüringens, zwischen Mühlhausen und Sondershausen, stattfinden zu lassen.
Geschichte
Das Festival wurde 1996 zum ersten Mal durchgeführt. Der von den Veranstaltern ursprünglich geplante Termin im August wurde jedoch vom Land Thüringen untersagt, so dass zuerst nur eine private Feier organisiert wurde. Das eigentliche Festival fand später am zweiten Septemberwochenende an zwei Tagen mit elf Bands statt. Dabei traten in den ersten Jahren vor allem regionale Bands auf. Unter anderem die Vorläuferbands der thüringischen Metalcore-Band Heaven Shall Burn. 1998 trat mit den Apokalyptischen Reitern erstmals eine heute vor allem national bekannte Genre-Band auf, 1999 mit Amon Amarth erstmals eine heute international bekannte Band.<ref name="party-san.de">party-san.de: offizielle Webseite – History (abgerufen am 20. Juli 2015)</ref> Zwischen 1997 und 1999 wechselte der Termin für das Festival zwischen Juli und Ende August. Seit 2000 findet das Festival jedoch immer am zweiten Augustwochenende statt. Während sich zu den ersten Festivals noch weniger als 1.000 Besucher einfanden, stiegen die Zuschauerzahlen mit jedem Jahr kontinuierlich an. In den letzten Jahren wurde das Festival von bis zu 8.500 Fans besucht,<ref name="powermetal.de">powermetal.de: Party.San Metal Open Air 2014 – Schlotheim (abgerufen am 19. Juli 2015)</ref> im Jahr 2006 stammten 1.500 davon laut Angaben der Veranstalter aus dem Ausland.<ref name="hell-is-open-2006">hell-is-open.de: Party.San Festival-Bericht 2006 – Bad Berka (abgerufen am 3. August 2008)</ref>
In den Jahren seines Bestehens war das Party.San oft von extremen Wetterereignissen wie Sturm oder Starkregen betroffen, so zum Beispiel im Jahr 2002, als Regengüsse und Gewitter auftraten,<ref>powermetal.de: Party.San Open Air – Bad Berka (abgerufen am 25. Juli 2015)</ref> ebenso 2004, als sich während des Festivals ein Unwetter entlud und Regen das Gelände in Schlammflächen verwandelte. Starker Wind beschädigte Zelte und Bühnenabdeckung.<ref>hell-is-open.de: Festivalbericht zum Party.San Open Air 2004 (abgerufen am 25. Juli 2015)</ref> Ebenfalls starker Regen fiel in den Jahren 2007 und 2010 teilweise schon vor dem Festivalbeginn und verwandelte das Gelände in schlammige Flächen. Das Party.San 2010 stand wegen der Folgen des Wetters fast vor der Absage.<ref>hell-is-open.de: Festivalbericht zum Party.San Open Air 2007 (abgerufen am 25. Juli 2015)</ref><ref>4metal.de: @1@2Vorlage:Toter Link/www.metal4.deParty.San Open Air 2010 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive(T))Vorlage:Toter Link/archivebot (abgerufen am 25. Juli 2015)</ref> Der ursprüngliche Veranstaltungsort, der Segelflugplatz Bad Berka, verfügt nur über eine Graslandebahn. Die Folgen für den Camping-Untergrund nach starkem Regen waren somit ein Grund für die Verlegung des Festivals auf den Flugplatz Obermehler-Schlotheim, wo das Party.San seit 2011 stattfindet. In Obermehler-Schlotheim wird zu großen Teilen die asphaltierte Landebahn als Festivalgelände benutzt. Das betrifft vor allem den Teil, der für die Festival-Logistik benötigt wird. Das restliche Festivalgelände inklusive Campingground befindet sich auf begrüntem, geschredderten Betongrund mit hervorragenden Sickereigenschaften.<ref>Manuel Stein: Festivalmania. Ein gemeinsamer Nenner. Party.San und Wacken Open Air. In: Legacy Ausgabe 108, Seite 26 ff., 30. April 2017.</ref>
Im Jahr 2018 musste das Festival wegen eines Staubsturms am Donnerstag für rund eine Stunde unterbrochen werden.<ref>Metal mit Sturm: Tausende feiern beim „Party.San Open Air“. In: Thüringer Allgemeine. 13. August 2018, abgerufen am 30. August 2018.</ref> 2020 und 2021 wurde das Festival auf Grund der Corona-Pandemie abgesagt. Als Ersatz fand am 24. und 25. September 2021 auf dem Gelände des ehemaligen Uhrenwerk Weimar ein kleines Festival mit 666 Teilnehmenden statt, das unter der Bezeichnung Party.San Herbstoffensive seitdem jedes Jahr im September ausgerichtet wird.
Positionierung gegen politischen Extremismus
Das Party.San Metal Open Air steht seit Beginn gegen jegliche politische Unterwanderung der Metalszene, weswegen zum Beispiel im Jahr 2007 die Band Taake nach dem Hakenkreuz-Skandal im Essener Club Turock ausgeladen wurde.<ref name="metal.de" /> Metal.de hebt die Eingangskontrollen als Maßnahme gegen Aufnäher oder T-Shirts von NSBM-Bands hervor.<ref name="metal.de" /> Trotz dieser Maßnahmen wurden Mitglieder der Band Watain beim Zeigen des Hitlergrußes und Tragen von T-Shirts der NSBM-Band Absurd nach ihrem Auftritt auf dem Party.San Metal Open Air 2006 gesehen.<ref>powermetal.de: Konzertbericht: Party.San Open Air – Bad Berka 2009 (abgerufen am 21. Juli 2015)</ref><ref>fightfascism: „Under the Black Sun“-Festival mit extrem rechten Musikgruppen. Abgerufen am 13. November 2009.</ref> Trotzdem spielte sie 2010 erneut dort. Im Jahr 2012 wurde die finnische Black-Metal-Band Sargeist wieder ausgeladen, nachdem deren Mitglieder sich weigerten, Vorwürfe zu rechtsradikaler Gesinnung der Band zu entkräften.<ref>powermetal.de: Party.San 2012: SARGEIST sind vom Billing gestrichen (abgerufen am 25. Juli 2015)</ref> Ebenfalls trat 2013 die Band Carpathian Forest auf, deren Sänger Roger „Nattefrost“ Rasmussen die Vermischung von „Rassen“ ablehnt, sich aber selbst trotzdem nicht als Rassist sieht.<ref>painkillermag.com: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Carpathian Forest for Painkiller Mag #7 (Memento vom 13. Dezember 2004 im Internet Archive) (abgerufen am 27. Juli 2015)</ref>
In den FAQ auf der Seite des Veranstalters wird darauf hingewiesen, dass das Tragen von Symbolik von NS- und NSBM-Bands sowie Abspielen derartiger Musik auf dem Festivalgelände zum sofortigen Ausschluss vom Festival führt.<ref>party-san.de: offizielle Webseite – FAQ (abgerufen am 16. September 2025)</ref>
Häufig auftretende Bands
Im Laufe der Jahre sind einige Bands zu wiederkehrenden Gästen des Festivals geworden.
Mit sechs Auftritten sind folgende Bands vertreten:
Einige Bands haben ihre Auftritte beim Party.San dazu genutzt, um komplette Live-CD oder -DVD aufzunehmen oder Teile von Compilations mit Aufnahmen ihrer Auftritte beim Festival auszustatten. Dazu gehören:
The Crown – 14 Years Of No Tomorrow, Auftritt 2002, Veröffentlichung 2005 (3 DVD)
Cannibal Corpse – Centuries Of Torment – The First 20 Years, Auftritt 2005, Veröffentlichung 2008 (3 DVD)
Kataklysm – Live in Deutschland. The Devastation Begins, Auftritt 2006, Veröffentlichung 2008 (CD + DVD)