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Domenico Valentino

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Domenico Valentino Vorlage:SportPicto
Daten
Geburtsname Domenico Valentino
Geburtstag 17. Mai 1984
Geburtsort Marcianise
Nationalität ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italienisch
Gewichtsklasse Leichtgewicht
Stil Linksauslage
Größe 1,73 m
Kampfstatistik als Profiboxer
Kämpfe 14
Siege 11
K.-o.-Siege 1
Niederlagen 3
Profil in der BoxRec-Datenbank
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 3 × Bronzemedaille
Militärweltspiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Mittelmeerspiele 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
EU-Meisterschaften 3 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
 IBA-Weltmeisterschaften
Bronze 2005 Mianyang Leichtgewicht
Silber 2007 Chicago Leichtgewicht
Gold 2009 Mailand Leichtgewicht
Bronze 2011 Baku Leichtgewicht
Bronze 2013 Almaty Leichtgewicht
 Militärweltspiele
Gold 2003 Catania Federgewicht
Europameisterschaften
Bronze 2004 Pula Leichtgewicht
Silber 2011 Ankara Leichtgewicht
 Mittelmeerspiele
Gold 2005 Almería Leichtgewicht
Gold 2009 Pescara Leichtgewicht
EU-Meisterschaften
Gold 2004 Madrid Leichtgewicht
Gold 2005 Cagliari Leichtgewicht
Gold 2006 Pécs Leichtgewicht
Bronze 2007 Dublin Leichtgewicht

Domenico Valentino (* 17. Mai 1984 in Marcianise bei Caserta) ist ein ehemaliger italienischer Profiboxer im Leichtgewicht. Bei den Amateuren war er unter anderem dreifacher Gewinner von EU-Meisterschaften, zweimaliger Gewinner der Mittelmeerspiele, sowie Weltmeister und Weltboxer des Jahres (AIBA). Darüber hinaus war er Teilnehmer der Olympischen Spiele 2004 in Athen (5. Platz), 2008 in Peking (9. Platz) und 2012 in London (5. Platz).

Amateurkarriere

Valentino begann mit dem Boxsport im Club Medaglia d'oro in Marcianise, wo er von Raffaele Munno trainiert wurde. 2005 trat er der Polizeisportgruppe Fiamme Oro unter der Leitung von Giulio Coletta und Michele Caldarella bei.<ref>Domenico Valentino - Polizia di Stato</ref> Er war Teilnehmer der Junioren-Weltmeisterschaft 2002 in Santiago de Cuba<ref>World Junior Championships 2012</ref> und wurde bei den Erwachsenen in den Jahren von 2003 bis 2007 fünfmal in Folge Italienischer Meister im Leichtgewicht, wobei er im Anschluss an keinen nationalen Meisterschaften mehr teilnahm, um sich auf internationale Wettkämpfe vorzubereiten.<ref>Italian National Championships</ref> Er gewann jeweils Gold bei den EU-Meisterschaften 2004 in Madrid, 2005 in Cagliari und 2006 in Pécs, sowie Bronze 2007 in Dublin, wobei ihm unter anderem Siege gegen Selçuk Aydın (2×), Frankie Gavin, Miklós Varga und Eric Donovan gelangen.<ref>European Union Championships 2004</ref><ref>European Union Championships 2005</ref><ref>European Union Championships 2006</ref><ref>European Union Championships 2007</ref> Weiters gewann er jeweils die Mittelmeerspiele 2005 in Almería und 2009 in Pescara, wobei er unter anderem Selçuk Aydın, Yakup Kılıç und Filip Palić besiegte.<ref>Mediterranean Games 2005</ref><ref>Mediterranean Games 2009</ref>

Bis zu seinem Wechsel in den Polizeisportverein war er als Sportsoldat auch Teilnehmer bei Militärwettkämpfen, wobei er 2003 mit einem Finalsieg gegen Alexei Tischtschenko die Militärweltspiele in Catania gewinnen konnte.<ref>World Military Games</ref> Bei der Militärweltmeisterschaft 2004 in Fort Huachuca verlor er im Viertelfinale gegen Serik Säpijew.<ref>World Military Championships 2004</ref>

Bei der Europameisterschaft (EM) 2004 in Pula gewann er nach einer Niederlage im Halbfinale gegen Selçuk Aydın eine Bronzemedaille<ref>European Championships 2004</ref> und startete bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen; nach einem Freilos und einem Sieg gegen Mohammad Asheri, verlor er im Viertelfinale gegen Serik Jeleuow.<ref>Olympic Games 2004</ref> Bei der Weltmeisterschaft (WM) 2005 in Mianyang gewann er eine Bronzemedaille nach einer Halbfinalniederlage gegen Ramal Amanov.<ref>World Championships 2005</ref> Bei der EM 2006 in Plowdiw schied er in der Vorrunde gegen Oleksandr Kljutschko aus, den er bei der WM noch besiegt hatte.<ref>European Championships 2006</ref>

2007 drang er bei der WM in Chicago unter anderem mit Siegen gegen Eric Donovan, Hratschik Jawachjan und Kim Song-guk bis in das Finale vor, wo er gegen Frankie Gavin unterlag.<ref>World Championships 2007</ref> Als Vize-Weltmeister startete er dann bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking und besiegte Tahar Tamsamani, ehe er im Achtelfinale gegen Yordenis Ugás ausschied.<ref>Olympic Games 2008</ref>

Seinen größten Erfolg erzielte er dann bei der WM 2009 in Mailand, als er mit Siegen gegen Suraka al-Waaily, Han Soon-chul, Idel Torriente, Koba Pchakadse und José Pedraza die Goldmedaille gewinnen konnte.<ref>World Championships 2009</ref> Für diesen Erfolg wurde er vom Amateurweltverband AIBA im Dezember 2009 bei den „Best of the Year Awards“ in Baku zum Boxer des Jahres gewählt.<ref>Pugilato: Domenico Valentino è il pugile dell'anno 2009</ref>

Nachdem er bei der EM 2010 in Moskau noch im Achtelfinale gegen Thomas Stalker ausgeschieden war<ref>European Championships 2010</ref>, erreichte er bei der EM 2011 in Ankara unter anderem mit Siegen gegen Josh Taylor und Wolodymyr Matwijtschuk das Finale, wo er knapp mit 17:17+ gegen Fatih Keleş unterlag.<ref>European Championships 2011</ref> Bei der WM 2011 in Baku gewann er nach einer Halbfinalniederlage gegen Wassyl Lomatschenko erneut eine Bronzemedaille<ref>World Championships 2011</ref> und konnte daraufhin an den Olympischen Spielen 2012 in London teilnehmen, wo er nach einem Freilos und einem Sieg gegen Josh Taylor, im Viertelfinale gegen Evaldas Petrauskas ausschied.<ref>Olympic Games 2012</ref>

Bei der WM 2013 in Almaty gewann er nach einer Niederlage im Halbfinale gegen Robson Conceição wieder Bronze<ref>World Championships 2013</ref> und reihte sich mit dem Gewinn dieser inzwischen fünften Medaille in die Liste der erfolgreichsten Teilnehmer bei Boxweltmeisterschaften ein.<ref>The AIBA World Boxing Championships’ most successful boxers of all time</ref> Bei der EM 2015 in Samokow siegte er gegen Wasgen Safarjanz, verlor dann jedoch durch verletzungsbedingten Kampfabbruch gegen Joseph Cordina.<ref>European Championships 2015</ref> Bei der WM 2015 in Doha unterlag er im Achtelfinale gegen Dordschnjambuugiin Otgondalai.<ref>World Championships 2015</ref>

Im April 2016 startete er beim europäischen Olympia-Qualifikationsturnier in Samsun, wo er Enrico Lacruz und Dorin Bucşă besiegte, aufgrund einer Augenbrauenverletzung jedoch keine medizinische Freigabe für den entscheidenden Viertelfinalkampf gegen Joseph Cordina erhielt.<ref>European Olympic Qualifier 2016</ref><ref>Boxe, preolimpico europeo 2016: Domenico Valentino fermato dai medici, non sarà sul ring</ref> Er nahm daraufhin noch im Juni 2016 am Olympia-Qualifikationsturnier in Baku teil; nach einem Sieg gegen Miklós Varga, verlor er anschließend gegen Anwar Junussow.<ref>World Olympic Qualifier 2016</ref>

WSB und APB

Ab November 2010 boxte er in der neu eingeführten und als Mannschafts-Weltmeisterschaft ausgetragenen World Series of Boxing (WSB), wobei er in der Saison 2011/12 mit seinem Team Italia Thunder den WSB-Titel gewinnen konnte. Insgesamt gewann er in der WSB 12 von 16 Kämpfen, darunter gegen Josh Taylor, David Joyce, Reda Benbaziz und Albert Selimow. Eine seiner Niederlagen erlitt er gegen Wassyl Lomatschenko.<ref>DOLCE & GABBANA MILANO THUNDER. Presentazione Team 2011-2012.</ref><ref>WSB 2012: Sul ring olimpico di Londra Milano Thunder diventa Campione</ref>

Im Juli 2012 trat er der neu etablierten AIBA-Profiliga „APB“ bei<ref>Italian Olympic boxers Clemente Russo & Domenico Valentino sign 5-year deals with pro league</ref> und gewann zweimal gegen Artur Bril, verlor jedoch gegen David Joyce, Dmitri Poljanski und zweimal gegen Charly Suarez.<ref>Domenico VALENTINO - Sport & Note</ref>

Profikarriere

Domenico Valentino bestritt sein Profidebüt im Mai 2017 und gewann fünf Kämpfe in Folge, ehe er am 14. September 2018 den Italienischen Meistertitel im Leichtgewicht gegen Benoit Manno gewann.<ref>Domenico Valentino è il nuovo Campione Italiano Pro dei Leggeri</ref> Nach zwei weiteren Siegen, darunter einer Titelverteidigung gegen Ciprian Albert<ref>A Grumello del Monte Domenico Valentino si conferma campione ai punti</ref>, boxte er am 25. Oktober 2019 um den EBU-Europameistertitel im Leichtgewicht, wobei er nach Punkten gegen Francesco Patera unterlag.<ref>Francesco Patera Beats Domenico Valentino, Retains EBU Title</ref>

In seinen folgenden vier Kämpfen ging er dreimal als Sieger hervor; beim Kampf um die IBF-Intercontinental Championship im Leichtgewicht verlor er im September 2020 durch K. o. gegen Mohamed Khalladi.<ref>Khalladi conquista il Titolo Int. IBF Leggeri</ref>

Seinen letzten Kampf bestritt er am 13. Mai 2022 im Alter von 37 Jahren und verlor dabei nach Punkten gegen den elf Jahre jüngeren Polen Jan Lodzik.<ref>Polski pięściarz wygrywa z byłym mistrzem świata</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1974: Wassili Solomin | 1978: Andeh Davidson | 1982: Ángel Herrera | 1986: Adolfo Horta | 1989: Julio González | 1991: Marco Rudolph | 1993: Damián Austin | 1995: Leonard Doroftei | 1997: Alexander Maletin | 1999: Mario Kindelán | 2001: Mario Kindelán | 2003: Mario Kindelán | 2005: Yordenis Ugás | 2007: Frankie Gavin | 2009: Domenico Valentino | 2011: Wassyl Lomatschenko | 2013: Lázaro Álvarez | 2015: Lázaro Álvarez | 2017: Sofiane Oumiha | 2021: Sofiane Oumiha | 2023: Sofiane Oumiha | 2025: Wsewolod Schumkow Vorlage:Klappleiste/Ende