Zum Inhalt springen

Robson Conceição

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Robson Conceição Vorlage:SportPicto
Datei:Robson Conceição conquista medalha de ouro no ringue (28957439671).jpg
Daten
Geburtsname Robson Donato Conceição
Geburtstag 25. Oktober 1988
Geburtsort Salvador da Bahia
Nationalität BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Brasilianisch
Gewichtsklasse Superfedergewicht
Stil Linksauslage
Größe 1,71 m
Kampfstatistik als Profiboxer
Kämpfe 24
Siege 19
K.-o.-Siege 9
Niederlagen 3
Unentschieden 1
Keine Wertung 1
Robson Conceição
Medaillenspiegel

Boxen Boxen

BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Brasilien
Olympische Sommerspiele
Gold 2016 Leichtgewicht
Weltmeisterschaften
Silber 2013 Leichtgewicht
Bronze 2015 Leichtgewicht
Panamerikaspiele
Gold 2011 Leichtgewicht
Panamerikameisterschaften
Gold 2009 Federgewicht
Gold 2013 Leichtgewicht
Gold 2015 Leichtgewicht
Militärweltspiele
Gold 2011 Leichtgewicht

Robson Donato Conceição (* 25. Oktober 1988 in Salvador da Bahia) ist ein brasilianischer Profiboxer und ehemaliger WBC-Weltmeister im Superfedergewicht. Als Amateur war er unter anderem 2016 Olympiasieger im Leichtgewicht.

Amateurkarriere

Der 1,75 m große Linksausleger wurde 2005 Brasilianischer Meister im Fliegengewicht (-51 kg), 2009 Brasilianischer Meister im Federgewicht (-57 kg) und 2012 Brasilianischer Meister im Leichtgewicht.<ref>Übersicht der Brasilianischen Meisterschaften</ref>

2008 nahm Conceição an den amerikanischen Olympiaqualifikationsturnieren in Port of Spain und Guatemala-Stadt teil, wobei er im ersten Turnier im Halbfinale an Idel Torriente scheiterte, aber im zweiten Turnier den ersten Platz belegte und sich damit für die Olympischen Spiele 2008 in Peking qualifizierte. Bei den Olympischen Spielen scheiterte Conceição bereits im ersten Kampf an Li Yang (4:12).<ref>American Olympic Qualifications, Port of Spain</ref><ref>American Olympic Qualifications, Guatemala City</ref><ref>Olympic Games 2008</ref>

2009 nahm Conceição erstmals an den Amerikanischen Meisterschaften teil und errang nach Siegen gegen Ivan Onate, Claudio Marrero und Óscar Valdez die Goldmedaille im Federgewicht. Bei den Weltmeisterschaften im selben Jahr verlor er bereits im ersten Kampf gegen Yasniel Toledo.<ref>Panamerican Championships 2009</ref><ref>World Championships 2009</ref>

Bei den Militärweltmeisterschaften 2010 startete Conceição erstmals im Leichtgewicht, scheiterte jedoch im ersten Kampf an Tommy Roque.<ref>CISM Championships 2010</ref>

2011 gewann Conceição bei den Panamerikanischen Spielen nach Siegen über Wellington Arias, Toka Kahn-Clary und Angel Suarez, sowie einer Finalniederlage gegen Lázaro Álvarez die Silbermedaille. Im selben Jahr gewann er auch die Militärweltspiele in Rio de Janeiro.<ref>Panamerican Games 2011</ref><ref>World Military Games 2011</ref>

Bei den Weltmeisterschaften 2011 erreichte Conceição nach Siegen gegen Michał Chudecki und Martin Ward das Achtelfinale, welches er gegen den späteren Weltmeister Wassyl Lomatschenko knapp verlor. Mit diesem 9. Platz qualifizierte sich Conceição für die Olympischen Spiele 2012 in London. Hier traf er in der ersten Runde auf den Schotten Josh Taylor, gegen welchen er mit 9:13 verlor.<ref>World Championships 2011</ref><ref>Olympic Games 2012</ref>

2013 gewann Conceição die Amerikanischen Meisterschaften in Santiago de Chile. Im selben Jahr errang er auch die Silbermedaille der Weltmeisterschaften in Almaty. Auf dem Weg ins Finale gewann er u. a. gegen Dordschnjambuugiin Otgondalai und Domenico Valentino, ehe er gegen Lázaro Álvarez ausschied. Im Jahr darauf gewann er die Südamerikaspiele in Santiago de Chile.<ref>Panamerican Championships 2013</ref><ref>World Championships 2013</ref><ref>South American Games 2014</ref>

Mit einem Finalsieg gegen Lázaro Álvarez gewann er auch die Amerikanischen Meisterschaften 2015 in Venezuela. Bei den Weltmeisterschaften im selben Jahr schlug er Adlan Abduraschidow und Joseph Cordina, bevor er im Halbfinale an Albert Selimow scheiterte und eine Bronzemedaille gewann. Bei den Olympischen Spielen 2016 gewann er die Goldmedaille mit Siegen gegen Anwar Junussow (TKO), Xurshid Tojiboyev (3:0), Lázaro Álvarez (3:0) und Sofiane Oumiha (3:0).<ref>Panamerican Championships 2015</ref><ref>World Championships 2015</ref><ref>Olympic Games 2016</ref>

Insgesamt bestritt er 420 Kämpfe und gewann 405 davon.

Profikarriere

Nach den Olympischen Spielen 2016 wurde er Profi beim US-amerikanischen Promoter Top Rank.<ref>Robson Conceiçāo, gold medalist from Brazil, signs with Top Rank</ref> Sein Debüt gewann er am 5. November 2016 in Las Vegas gegen Clay Burns.

Nach 16 Siegen in Folge boxte er am 10. September 2021 gegen Óscar Valdez um den WBC-Weltmeistertitel im Superfedergewicht, verlor jedoch umstritten nach Punkten, obwohl er laut CompuBox mit 141 Treffern von 576 Schlägen, gegenüber 83 Treffern von 390 Schlägen durch Valdez, davon 103 zu 64 Wirkungstreffern, die deutlich höhere Schlagfrequenz und Trefferzahl vorweisen konnte. Der Fernsehsender ESPN hatte Conceição sogar als Sieger des Kampfes auf seinen Punktzetteln.<ref>Oscar Valdez overcomes controversy, sluggish start to beat Robson Conceicao via unanimous decision</ref>

Seinen nächsten WM-Kampf, um die Titel der WBC und WBO im Superfedergewicht, verlor er am 23. September 2022 einstimmig nach Punkten gegen Shakur Stevenson.<ref>Klarer Punktsieg: Shakur Stevenson dominiert Robson Conceicao</ref> Am 16. November 2023 boxte er um den WBO-Weltmeistertitel im Superfedergewicht, wobei er ein Unentschieden gegen Emanuel Navarrete erreichte.<ref>Emanuel Navarrete, Robson Conceicao fight to majority draw</ref>

Bei seinem vierten Anlauf, sich einen WM-Titel im Superfedergewicht zu sichern, gewann er am 6. Juli 2024 per Mehrheitsentscheidung nach Punkten gegen den WBC-Weltmeister O’Shanique Foster.<ref>Robson Conceicao wins controversial upset</ref> In seiner ersten Titelverteidigung, einem Rückkampf gegen Foster, verlor er durch Punktentscheidung.<ref>Foster Re-Gains the WBC Super-Featherweight Crown</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Harry Spanjer | 1908: Vereinigtes Konigreich 1801[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Frederick Grace | 1920: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Samuel Mosberg | 1924: Danemark[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Hans Nielsen | 1928: Italien 1861Datei:Flag of Italy (1861-1946).svg Carlo Orlandi | 1932: Sudafrika 1928Datei:Flag of South Africa (1928-1982).svg Lawrence Stevens | 1936: Ungarn 1918Datei:Flag of Hungary (1915-1918, 1919-1946).svg Imre Harangi | 1948: Sudafrika 1928Datei:Flag of South Africa (1928-1982).svg Gerald Dreyer | 1952: Vorlage:ITA-1946 Aureliano Bolognesi | 1956: Vereinigtes Konigreich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Richard McTaggart | 1960: Polen 1944 Kazimierz Paździor | 1964: Polen 1944 Józef Grudzień | 1968: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ronnie Harris | 1972: Polen 1944 Jan Szczepański | 1976: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Howard Davis | 1980: Kuba[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Ángel Herrera | 1984: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Pernell Whitaker | 1988: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Andreas Zülow | 1992: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Óscar de la Hoya | 1996: AlgerienDatei:Flag of Algeria.svg Hocine Soltani | 2000: Kuba[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Mario Kindelán | 2004: Kuba[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Mario Kindelán | 2008: RusslandRussland Alexei Tischtschenko | 2012: UkraineUkraine Wassyl Lomatschenko | 2016: BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Robson Conceição | 2020: Kuba[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Andy Cruz Gómez

Liste der Olympiasieger im Boxen

Vorlage:Klappleiste/Ende