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Langennaundorf

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Langennaundorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(247)&title=Langennaundorf 51° 36′ N, 13° 21′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(247) 51° 36′ 17″ N, 13° 20′ 30″ O
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Höhe: 88 m
Fläche: 8,65 km²<ref>Größe der Gemarkungsfläche (Stand: 1995) aus Autorenkollektiv des MUG Brandenburg e. V.: Heimatbuch Landkreis Elbe-Elster. Herzberg 1996, S. 117.</ref>
Einwohner: 247 (2019)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 31. Dezember 1998
Eingemeindet nach: Uebigau
Postleitzahl: 04938
Vorwahl: 035365
Datei:Langennaundorf.JPG
Die Kirche in Langennaundorf
Datei:Nebelsieck Greischel 1910 (Kreiskarte) Langennaundorf IMG 7362.JPG
Langennaundorf auf einer geschichtlichen Karte des Kreises Liebenwerda (1910).
Datei:Kilometer101 6.jpg
Gedenkstätte Langennaundorf am Bahnkilometer 101,6

Langennaundorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Uebigau-Wahrenbrück im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg.

Geographische Lage

Langennaundorf liegt am Kreuzungspunkt der B 101 zwischen Berlin und Dresden und der L 60 zwischen Finsterwalde und Falkenberg/Elster. Als ein typisches Angerdorf ist es geprägt durch die zahlreichen Angerwege und die mit rotem und gelbem Klinker besetzten Bauernhöfe.

Geschichte

Die Ortschaft wurde 1303 erstmals urkundlich als Nuwendorf erwähnt.<ref name="in Brandenburg, Landkreis Elbe-Elster Band 7.1" >Denkmale in Brandenburg, Landkreis Elbe-Elster Band 7.1.</ref> Hier führte eine ehemalige Handelsstraße (Salzstraße) von Halle (Saale)-Leipzig-Torgau kommend nach Breslau.

Das Dorf unterstand bis zur Reformation dem Zisterzienser-Kloster Dobrilugk.<ref name="in Brandenburg, Landkreis Elbe-Elster Band 7.1" /> Langennaundorf war durch Ackerbau und Viehzucht geprägt. 1835 zählte das Dorf 47 Wohnhäuser mit 234 Einwohnern. An Vieh wurden 47 Pferde, 248 Stück Rindvieh und 19 Schweine gezählt.<ref>„Übersicht der Bevölkerung und des Viehstandes im Jahre 1835“ in „Die Schwarze Elster-Unsere Heimat in Wort und Bild“. Nr. 596. Bad Liebenwerda 1985, S. 8 bis 10.</ref>

Erst durch den beginnenden Bergbau im Braunkohletagebau-Gebiet Wildgrube/Tröbitz/Domsdorf fanden die Einwohner eine weitere Erwerbsmöglichkeit.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs war Langennaundorf Station des Verlorenen Zuges, der im April 1945 ca. 2500 jüdische Häftlinge vom KZ Bergen-Belsen ins KZ Theresienstadt bringen sollte. Der Zug hielt in der Nähe von Langennaundorf bei Kilometer 101,6, da die Weiterfahrt aufgrund der zerstörten Brücke über die Schwarze Elster nicht möglich war. Er musste umkehren und strandete schließlich am 23. April in Tröbitz. Heute erinnert ein Gedenkstein an die Opfer.

Am 31. Dezember 1998 wurde Langennaundorf in die Stadt Uebigau eingemeindet.<ref name="Historisches Gemeindeverzeichnis 2005 Brandenburg/Uckermark" >Historisches Gemeindeverzeichnis 2005 für Brandenburg – Landkreis Uckermark (Online als PDF-Datei)</ref>

Bevölkerungsentwicklung

Einwohnerentwicklung von Langennaundorf<ref name="Historisches Gemeindeverzeichnis 2005 Brandenburg/Uckermark" />
Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1835 234 1939 378 1985 352 1994 334
1875 300 1946 526 1989 343 1995 339
1890 330 1950 546 1990 343 1996 331
1910 350 1964 403 1991 349 1997 339
1925 378 1971 397 1992 349 2016 264<ref>"Informationsbroschüre für Einwohner und Gäste", herausgegeben vom Amt Uebigau-Wahrenbrück.</ref>
1933 382 1981 373 1993 337 2019 247<ref>"Informationsbroschüre für Einwohner und Gäste" herausgegeben vom Amt Uebigau-Wahrenbrück.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Old Pfarramt Langennaundorf.JPG
Pfarrhaus

Bauwerke und Gedenkstätten

→ Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Uebigau-Wahrenbrück

Vereinsleben und regelmäßige Veranstaltungen

Alljährlich wird am 22. April an der Gedenkstätte am Bahnkilometer 101,6 der Opfer des „Verlorenen Zuges“ mit einer Gedenkfeier gedacht. Im Juni findet jedes Jahr das „Dorf- und Kinderfest“ statt.

Ortsansässige Vereine sind unter anderem die örtliche Freiwillige Feuerwehr sowie ein Kleingärtnerverein.<ref name="Amt Falkenberg/Uebigau mit seinen Gemeinden" >„Amt Falkenberg/Uebigau mit seinen Gemeinden“. 1. Auflage. Stadtbuchverlag W+I GmbH und Co.KG Zeuthen, 1996, S. 15 bis 16 (Broschüre).</ref>

Literatur

  • Erika Arlt: Die jüdischen Gedenkstätten Tröbitz, Wildgrube, Langennaundorf und Schilda im Landkreis Elbe-Elster. Herzberg 2000.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Langennaundorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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