Neudeck (Uebigau-Wahrenbrück)
Neudeck Stadt Uebigau-Wahrenbrück
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(67)&title=Neudeck 51° 38′ N, 13° 17′ O
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| Einwohner: | 67 (2019)[Ohne Beleg] | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1957 | |||||
| Eingemeindet nach: | Bahnsdorf | |||||
| Postleitzahl: | 04895 | |||||
| Vorwahl: | 035365 | |||||
Neudeck ist ein Ortsteil der Gemeinde Uebigau-Wahrenbrück im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Der Ort liegt etwa 6 km nördlich von Uebigau rechtsseitig der Schwarzen Elster. Derzeit leben hier 72 Einwohner.<ref>Stadt-Homepage von Uebigau-Wahrenbrück</ref>
Geschichte
Der Ort wurde urkundlich erstmals 1212 als Besitz des Ritters Thietholdi de Nidecke erwähnt.<ref name="in Brandenburg, Landkreis Elbe-Elster Band 7.1">Denkmale in Brandenburg, Landkreis Elbe-Elster Band 7.1</ref><ref name="HB" />
Am 1. Januar 1957 erfolgte eine Eingemeindung der bis dahin selbstständigen Gemeinde in das benachbarte Bahnsdorf.<ref name="Gemeinden1994">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
Am 31. Dezember 2001 wurden Wahrenbrück und die Stadt Uebigau mit den Gemeinden Bahnsdorf, Drasdo sowie Wiederau zusammengeschlossen und in Uebigau-Wahrenbrück umbenannt.<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis 2005 für Brandenburg S. 37 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Online als PDF-Datei ( des Vorlage:IconExternal vom 17. Juni 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref>
Bevölkerungsentwicklung
| Einwohnerentwicklung von Neudeck von 1875 bis 1950<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis 2005 für Brandenburg <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Online als PDF-Datei ( des Vorlage:IconExternal vom 17. Juni 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> | ||||
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| Jahr | Einwohner | Jahr | Einwohner | |
| 1875 | 118 | 1939 | 109 | |
| 1890 | 120 | 1946 | 143 | |
| 1910 | 130 | 1950 | 168 | |
| 1925 | 155 | 2016 | 73<ref>"Informationsbroschüre für Einwohner und Gäste" herausgegeben vom Amt Uebigau-Wahrenbrück.</ref> | |
| 1933 | 103 | 2019 | 67<ref>"Informationsbroschüre für Einwohner und Gäste" herausgegeben vom Amt Uebigau-Wahrenbrück.</ref> | |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Schloss
Der zweigeschossige Hauptflügel des Renaissanceschlosses wurde 1521 durch einen Herrn von Brandenstein errichtet. Bis 1615 blieb das Schloss im Besitz der Familie von Brandenstein, die im Mittelalter eine der wohlhabendsten Familien dieser Gegend war, und kam anschließend an die Familie von Schleinitz. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde ein großer Treppenturm angebaut, 1687 kam es zum Verkauf an Johann Patow aus Mallenchen. Barocke Formen erhielt das Gebäude nach Umbauarbeiten im Jahr 1711.<ref>„Die Schwarze Elster“ (heimatkundliche Schriftenreihe), 1930</ref><ref>„Die Schwarze Elster“ (heimatkundliche Schriftenreihe), 1914</ref><ref name="AmtFalkenberg_S12">„Amt Falkenberg/Uebigau mit seinen Gemeinden“. 1. Auflage. Stadtbuchverlag W+I GmbH und Co.KG Zeuthen, 1996, S. 12 (Broschüre).</ref><ref name="HB" />
1763 gelangte das Schloss in den Besitz von Hartmann von Landwuest und ging zu einem Herrn von Trebra. Von diesem wiederum kaufte 1819 Graf Heinrich von Blumenthal das Schloss für 19000 Taler. Nach dessen Tod im Jahre 1830 kam das Gut in bürgerliche Hände. Von 1904 bis 1905 erfolgte eine umfassende Erneuerung durch Viktor Lettre. Letzter Besitzer vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs war der Rasierklingenfabrikant Otto Roth.
Nach dem Krieg beherbergte Schloss Neudeck bis 1999<ref name="Uebigau">Stadt Uebigau-Wahrenbrück: Neudeck. Abgerufen am 20. März 2016.</ref> eine Polizeischule. Im Jahre 2002 wurde das Schloss veräußert und anschließend vom Käufer zur Pacht ausgeschrieben<ref>Schloss Neudeck zu verpachten. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. März 2005; abgerufen am 20. März 2016.</ref>, blieb jedoch sich selbst überlassen und verfiel immer mehr<ref>Bernd Brzezinsky: Schloss Neudeck. In: Burgen und Stadtmauern in Europa. Abgerufen am 20. März 2016: „Bei meinem ersten Besuch 2008 war das Areal weitraeumig abgesperrt, das Schloss stand leer, Schlosshof und Park waren durch Straeucher ueberwuchert, der beginnende Verfall an einigen Stellen bereits sichtbar.“</ref>.
Vor dem Hintergrund dieser Situation gründete sich der Förderverein Schloss Neudeck, dem es gelang, eine Rücknahme der gescheiterten Privatisierung zu erreichen. 2010 schloss der Verein einen Überlassungsvertrag mit dem Land Brandenburg, um eine Revitalisierung des Schlosses vorantreiben zu können. Im August 2015 entschied das Land jedoch, keine Mittel in das Schloss zu investieren.<ref name="Uebigau" /> Parallel dazu sollten wegen des schlechten Zustands der Bausubstanz keine weiteren Veranstaltungen in Schloss Neudeck mehr zugelassen werden. Unter diesen Umständen sah der Förderverein keine Perspektive für das Schloss mehr und beschloss im März 2016 seine Liquidation. Diese erstreckt sich auch auf den Besitzüberlassungsvertrag mit dem Land Brandenburg. Konsequenz ist die Räumung des Gebäudes.<ref>Förderverein Schloss Neudeck wirft nun doch das Handtuch. In: Lausitzer Rundschau, Regionalausgabe Elsterwerda, 19. März 2016, S. 15: „Inzwischen leert sich das Schloss. Leihgaben gehen zurück an ihre Besitzer, die Ausstellungen an das Kreismuseum, Dokumente in das Kreisarchiv. Materielles, was dann noch übrig ist, soll zum Verkauf angeboten werden: am 9. April von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr.“</ref> Es dürfte nun wieder zum Verkauf stehen.
Elsterbrücke
Die denkmalgeschützte Drei-Bogen-Betonbrücke aus dem Jahr 1905 befindet sich zwischen Neudeck und Kleinrössen. Die Brücke stellt ein Denkmal des frühen Betonbaus der vorletzten Jahrhundertwende dar.
Ein Schild an der Brücke berichtet: „Diese Brücke wurde 1945 durch eine mutige Tat des Bauern Otto Nicklisch vor der Zerstörung gerettet.“<ref>Artikel im Blickpunkt vom 22. Oktober 2005: „100 Jahre Elsterbrücke – Erinnerung und Hoffnung Bogenbrücke steht unter Denkmalschutz“ auf der Homepage des Landesjugendring Brandenburg (Online als PDF-Datei (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot)</ref><ref>Denkmalliste des Landes Brandenburg – Landkreis Elbe-Elster vom 31. Dezember 2022. 31. Dezember 2022, abgerufen am 2. Mai 2024.</ref><ref name="AmtFalkenberg_S9">„Amt Falkenberg/Uebigau mit seinen Gemeinden“. 1. Auflage. Stadtbuchverlag W+I GmbH und Co.KG Zeuthen, 1996, S. 9 (Broschüre).</ref>
Die Brücke war ab 1995 aus Sicherheitsgründen nicht mehr zu Benutzen. Direkt daneben wurde eine Behelfsbrücke aus Stahl aufgebaut, die die Überquerung der Schwarzen Elster ermöglichte. Seit der Sanierung im Jahr 2018 ist die alte Bogenbrücke wieder befahrbar.<ref>"Informationsbroschüre für Einwohner und Gäste", herausgegeben vom Amt Uebigau-Wahrenbrück.</ref>
Kriegerdenkmale
Nördlich von Bahnsdorf befindet sich an der Bundesstraße 101 das Kriegerdenkmal am Bahnsdorfer Berg. Das mit einem höhlenartigen Innenraum gestaltete und mit Inschriften versehene wuchtige Denkmal wurde 1908 eingeweiht. Es soll an die in den Einigungskriegen 1864, 1866 und 1870/71 gefallenen Einwohner aus Neudeck, Bahnsdorf und Wiederau erinnern. Das Denkmal ist inzwischen stark einsturzgefährdet.<ref>Rettung für Bahnsdorfer Kriegerdenkmal in Sicht?, Lausitzer Rundschau, Regionalausgabe Herzberg (Elster), 4. Januar 2007</ref><ref>Private Homepage zum Kriegerdenkmal am Bahnsdorfer Berg mit Bildern und alten Ansichten</ref>
Ein weiteres Kriegerdenkmal für die Gefallenen dieser drei Orte befindet sich unmittelbar neben der spätmittelalterlichen Feldsteinkirche in Wiederau. Es soll an die beiden Weltkriege erinnern und wurde zuletzt 2005 saniert.<ref>Das Kriegerdenkmal Wiederau im Onlineprojekt Gefallenendenkmäler</ref><ref>Wiederauer haben ihr Denkmal flott gemacht, Lausitzer Rundschau, Regionalausgabe Herzberg, 12. November 2005</ref> Siehe Hauptartikel: Kriegerdenkmal Wiederau
Personen
- Albert von Blumenthal (1797–1869), preußischer Generalleutnant, Domherr zu Halberstadt und Ehrenritter des Johanniterordens
Einzelnachweise
<references> <ref name="HB">Autorenkollektiv des MUG Brandenburg e. V.: Heimatbuch Landkreis Elbe-Elster. Herzberg 1996, S. 81.</ref> </references>
Weblinks
Bahnsdorf | Beiersdorf | Beutersitz | Bomsdorf | Bönitz | Domsdorf | Drasdo | Kauxdorf | Langennaundorf | Marxdorf | München | Neudeck | Prestewitz | Rothstein | Saxdorf | Uebigau | Wahrenbrück | Wiederau | Wildgrube | Winkel | Zinsdorf
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- Geographie (Uebigau-Wahrenbrück)
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- Ersterwähnung 1212
- Gemeindeauflösung 1957