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Bomsdorf (Uebigau-Wahrenbrück)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bomsdorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(51)&title=Bomsdorf 51° 37′ N, 13° 18′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(51) 51° 36′ 48″ N, 13° 17′ 34″ O
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Höhe: 83 m ü. NHN
Fläche: 1,4 km²
Einwohner: 51 (2025)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 22. März 1970
Eingemeindet nach: Uebigau
Postleitzahl: 04938
Vorwahl: 035365

Bomsdorf ist ein 51 Einwohner zählender Ortsteil der Stadt Uebigau-Wahrenbrück im südbrandenburgischen Landkreis Elbe-Elster. Er befindet sich etwa zwei Kilometer nördlich des Stadtzentrums unmittelbar linksseitig der Schwarzen Elster im Landschaftsschutzgebiet Elsteraue zwischen Herzberg und Uebigau.

Geschichte

Datei:Nebelsieck Greischel 1910 (Kreiskarte) München IMG 7359.JPG
Bomsdorf auf einer geschichtlichen Karte des Kreises Liebenwerda (1910).
Datei:Bomsdorf (Uebigau-Wahrenbrück) - Ortseingang Süd.JPG
Ortseingang Süd (2015)

Ortsgeschichte

Der Ort wurde 1314 erstmals urkundlich als villa Bochemanzdorf erwähnt. Spätere Schreibweisen waren 1384 Bomstorph, 1422 (den hamer) Bomsdorff, 1445 Bomstorff, 1505 Bomsdorff. Die Originalurkunde der Ersterwähnung im Torgauer Betverzeichniss ging im Zweiten Weltkrieg verloren. Jedoch ist der ursprüngliche Ortsname vermutlich Bochemallsdorf gewesen. Dieser slawische Name erklärt sich durch die Wurzeln bog- (Gott) und mil- (lieb, teuer). Somit bedeutet der Name etwa so viel wie Gottliebssdorf.<ref name="Die Ortsnamen des Kreises Bad Liebenwerda">Die Ortsnamen des Kreises Bad Liebenwerda Emilia Crome, Akademie-Verlag Berlin, 1968</ref>

Bis 1406 gab es im Ort eine Hammermühle.<ref name="UeW">"Informationsbroschüre für Einwohner und Gäste" herausgegeben vom Amt Uebigau-Wahrenbrück.</ref> Die, bis 1800 zum Rittergut Wiederau gehörende, Wassermühle wurde im Zuge der Elsterregulierung 1852 eingezogen.<ref name="UeW" />

Im Jahre 1556 legte eine Feuersbrunst einen Großteil des Ortes in Schutt und Asche. Von den damals vorhandenen dreizehn Anwesen brannten neun ab.<ref name="Fitzkow 1937"/> 1589 lebten 13 begüterte männliche Personen mit ihren Familien im Ort, davon waren zwölf Gärtner und einer Häusner. Alle Bewohner mussten ihre Zinsen, Steuern und Abgaben unmittelbar dem kursächsischen Amt Liebenwerda entrichten.<ref name="Fitzkow 1937"/> Das Dorf wurde 1637 wie viele Orte in der Umgebung während des Dreißigjährigen Krieges weitgehend dem Erdboden gleichgemacht. Die Not war in der Folgezeit so groß, dass die vom Liebenwerdaer Amtmann trotzdem eingeforderten Steuern trotz Androhung von Strafen letztlich nicht eingetrieben werden konnten.<ref name="Fitzkow 1937"/>

1835 zählte das Dorf zusammen mit Neuhaus 19 Wohnhäuser und 95 Einwohner. An Vieh wurden 15 Pferde, 101 Stück Rindvieh und 2 Schweine gezählt.<ref>„Übersicht der Bevölkerung und des Viehstandes im Jahre 1835“ in „Die Schwarze Elster-Unsere Heimat in Wort und Bild“. Nr. 596. Bad Liebenwerda 1985, S. 8–10.</ref>

1871 eröffnete, am südlichen Ortseingang das „Gasthaus Bomsdorf“. 1921 wurde es an die heutige Betreiberfamilie verkauft und seither in fünfter Generation weitergeführt.<ref>Gasthaus Bomsdorf: Geschichte Gasthaus Bomsdorf. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 8. März 2019.@1@2Vorlage:Toter Link/www.gasthaus-bomsdorf.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Am 22. März 1970 erfolgte die Eingemeindung des Ortes in das benachbarte Uebigau.<ref>Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt</ref>

Am 31. Dezember 2001 wurden Uebigau und die Stadt Wahrenbrück mit den Gemeinden Bahnsdorf, Drasdo sowie Wiederau zusammengeschlossen.<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis 2005 für Brandenburg S. 37 (Online als PDF-Datei)</ref>

Bevölkerungsentwicklung

Einwohnerentwicklung von Bomsdorf von 1875 bis 2025<ref>Historisches Gemeindeverzeichnis 2005 für Brandenburg (Online als PDF-Datei)</ref>
Jahr Einwohner
1875 198
1890 103
1910 100
1925 100
1933 94
1939 84
1946 117
Jahr Einwohner
1950 119
1964 93
2016 56<ref name="UeW" />
2019 59<ref name="UeW" />
2020 57
2025 51<ref>Stadt Uebigau-Wahrenbrück: Ortsteile -Bomsdorf. Abgerufen am 28. Mai 2025.</ref>

Bomsdorf ist, wie viele ländliche Gemeinden und Orte in Brandenburg, vom Bevölkerungsrückgang betroffen.<ref>Regionale Bevölkerungsentwicklung in Brandenburg. Abgerufen am 28. Mai 2025.</ref>

Verkehr

Nach Bomsdorf verkehren werktags außer samstags Busse der Linie 577<ref>Fahrpläne. In: VerkehrsManagement Elbe-Elster. Abgerufen am 27. Mai 2025.</ref> Bad Liebenwerda - Falkenberg/Elster des Verkehrsmanagements Elbe-Elster. Mit dieser überwiegend auf den Schülerverkehr abgestimmten Linie bestehen direkte Verbindungen zu den Bahnhöfen Falkenberg (Elster) und Bad Liebenwerda.

Die Entfernung zur Bundesstraße 101 im benachbarten Langennaundorf beträgt etwa sechs Kilometer.

Bomsdorf ist südlich über die Verlängerung der Herzberger Str. in Uebigau mit dem Auto zu erreichen. Früher führte eine Holzbrücke über die Schwarze Elster, welche in den 60er oder 70er Jahren ersatzlos abgerissen wurde. 2008 wurde im Stadtparlament für die Einrichtung einer Fähre, an stelle der alten Brücke, geworben.<ref>Per Floß über die Schwarze Elster von Bomsdorf nach Wiederau? In: Lausitzer Rundschau. 2. Mai 2008, abgerufen am 15. Juni 2020.</ref> Dieser Vorschlag wurde nicht umgesetzt. Durch den Wegfall der Brücke wurde Bomsdorf, für den Autoverkehr, zu einem Sackgassendorf.

Über den Elsterdamm führen die Elsterradtour<ref>Elsterradtour, Radwandern Lausitz. Abgerufen am 15. Juni 2020.</ref> und der Schwarze-Elster-Radweg.<ref>Schwarze-Elster Radweg, Radwandern Lausitz. Abgerufen am 15. Juni 2020.</ref>

Weblinks

  • Bomsdorf auf www.uebigau-wahrenbrueck.de

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="Fitzkow 1937">M. Karl Fitzkow: Bomsdorf. In: Die Schwarze Elster. Nr. 532, 1937 (kostenlose heimatkundliche Beilage zum Liebenwerdaer Kreisblatt).</ref> </references>

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