Adelmannssitz
Adelmannssitz Gemeinde Petersaurach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(56)&title=Adelmannssitz 49° 20′ N, 10° 42′ O
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| Höhe: | 373 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 56 (31. Dez. 2022)<ref name=Petersaurach>Infrastruktur > Einwohnerzahlen. In: petersaurach.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91580 | |||||
| Vorwahl: | 09802 | |||||
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Adelmannssitz (fränkisch: Gsähs<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 35. Dort folgendermaßen transkribiert: „gsǟs“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Petersaurach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Adelmannssitz liegt in der Gemarkung Vestenberg.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt in einem kleinen Tal, in dem der Rippbach als linker Zufluss in den Haselbach mündet. Im Norden liegt die Flur Mühlleiten, 0,7 km südöstlich erhebt sich der Boxberg (429 m ü. NHN). Die Kreisstraße AN 10 führt zur B 14 bei Wicklesgreuth (1,7 km südlich) bzw. an Wustendorf vorbei zur Staatsstraße 2246 bei Neubruck (1,5 km nordwestlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Vestenberg (0,7 km südwestlich) und nach Großhaslach (2,5 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1443 als „Adelmannsgeseß“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet Zu dem Wohnsitz des Edelmanns. Die Herren von Vestenberg waren bereits im 15. Jahrhundert Grundherren im Ort.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 35.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Adelmannssitz zehn Anwesen (1 Mühle, 5 Gütlein, 3 Leerhäuser, 1 Halbleerhaus). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Vogtamt Vestenberg. Neben den Anwesen gab es kommunale Gebäude (Haus, Brechhaus).<ref name="J827">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 827.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Adelmannssiz. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 15 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 1, Sp. 12.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J1012">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 1012 f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Adelmannssitz dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Vestenberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Vestenberg zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 961.</ref> Diese wurde am 1. Mai 1978 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Petersaurach eingegliedert.<ref name="J1012"/><ref>Petersaurach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. Februar 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 17 (Mühl- und Wohngebäude): zweigeschossiger Massivbau mit Mansarddach, Rechteckportal mit Mühlrad-Wappen bezeichnet „1790“ und „1871“<ref>Denkmalliste für Petersaurach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Maria (Großhaslach) gepfarrt, seit 1578 ist die Pfarrei St. Laurentius (Vestenberg) zuständig.<ref name="J827"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt, seit 1992 ist die Pfarrei St. Franziskus (Neuendettelsau) zuständig.<ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 13. März 2023.</ref>
Wanderwege
Durch Adelmannssitz verläuft der Fernwanderweg Rangau-Querweg.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Adelmannssiz. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 12 (Digitalisat).
- Vorlage:Dallhammer Petersaurach
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 35–36.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 81.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Vorlage:Landgericht Ansbach 1809
Weblinks
- Infrastruktur > Ortsteile - Adelmannssitz. In: petersaurach.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Adelmannssitz in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Adelmannssitz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Adelmannssitz | Altendettelsau | Frohnhof | Gleizendorf | Großhaslach | Gütlershof | Külbingen | Langenheim | Langenloh | Neumühle | Petersaurach | Schafhof | Steinbach | Vestenberg | Wicklesgreuth | Ziegendorf
Sonstige Wohnplätze: Obere Mühle | Straßenmühle | Untermühle | Weiherhof | Wicklesgreuth-Bahnhof