Triebendorf (Heilsbronn)
Triebendorf Stadt Heilsbronn
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(65)&title=Triebendorf 49° 18′ N, 10° 51′ O
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| Höhe: | 413 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 65 (31. Dez. 2020)<ref name="Heilsbronn">Stadt > Stadtprotrait > Zahlen & Fakten. In: heilsbronn.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91560 | |||||
| Vorwahl: | 09872 | |||||
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Triebendorf (fränkisch: Driam-dorf<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 182. Dort folgendermaßen transkribiert: „driəmdorf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Heilsbronn im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Triebendorf liegt in der Gemarkung Weißenbronn.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt am Triebenbach, einem linken Zufluss der Aurach. Unmittelbar westlich des Ortes mündet der Steinbach als rechter Zufluss in den Triebenbach. Der Ort ist von den Fluren Häslesfeld (südwestl.), Sandbuck (nördl.), Kohlgrubfeld (nordöstl.) und Sommerbuck (östl.) umgeben. Im Süden liegt das Waldgebiet Breite Büsche und 0,5 km östlich die Kohlgrubhölzer. Die Kreisstraße AN 17 führt nach Weißenbronn (2,7 km nordwestlich) bzw. nach Wollersdorf (1,8 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Kitschendorf (2,5 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der früheste Beleg, der eindeutig Triebendorf bezeichnet („Dribendorff“), stammt aus dem Jahr 1531. Bei den Belegen von 1316 und 1412 kann nicht geklärt werden, ob damit Triebendorf oder das sich in der Nähe befindliche Markttriebendorf gemeint ist. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Tribo, der als Gründer des Ortes anzunehmen ist.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 182.</ref> Laut E. Dohms soll der Ort jedoch schon im 13. Jahrhundert bestanden haben. Von 1405 an bis ins frühe 19. Jahrhundert besaß das St.-Klara-Kloster zu Nürnberg die meisten Höfe in Triebendorf. Im Jahre 1529 werden vier Untertansfamilien im Ort angegeben, die der Hauptmannschaft Hergersbach der Reichsstadt Nürnberg unterstanden.<ref>Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6, S. 347. </ref>
Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Windsbach aus dem Jahr 1608 wurden für Triebendorf fünf Mannschaften verzeichnet: die drei Bauern und zwei Köbler hatten die Reichsstadt Nürnberg als Grundherrn. Außerdem gab es noch ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/1, 8. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 733.</ref> Durch die Pest und den Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort schwer geschädigt. Im Jahre 1655 waren Höfe und Äcker noch verödet.<ref>E. Dohms: Wollersdorf und benachbarte Ortschaften, S. 55.</ref>
In der Amtsbeschreibung des Pflegamtes Lichtenau aus dem Jahr 1748 wurden für den Ort fünf Untertansfamilien angegeben, die alle der Hauptmannschaft Hergersbach des Pflegamts unterstanden.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 746.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Triebendorf sechs Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das St.-Klara-Klosteramt der Reichsstadt Nürnberg. Grundherren waren das St.-Klara-Klosteramt (1 Hof, 1 Dreiviertelhof, 2 Halbhöfe, 1 Gut) und der Nürnberger Eigenherr von Muffel (1 Gut).<ref name="J916">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 916.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Trübendorf. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 408 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 591 f.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.<ref name="J1014">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1014.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Triebendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weißenbronn und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Weißenbronn zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref> Am 1. Mai 1978 wurde diese Gemeinde im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Heilsbronn eingegliedert.<ref name="J1014"/><ref>Heilsbronn > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. Juli 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Triebendorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Michael (Weißenbronn) gepfarrt.<ref name="J916"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 12. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Trübendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 591–592 (Digitalisat).
- Erwin Dohms: Wollersdorf und benachbarte Ortschaften. Heilsbronn 1982.
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 182.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Stadt > Stadtprotrait > Ortsteile > Triebendorf. In: heilsbronn.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Triebendorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Triebendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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