Betzmannsdorf
Betzmannsdorf Stadt Heilsbronn
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(44)&title=Betzmannsdorf 49° 20′ N, 10° 50′ O
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dim=10000 | globe= | name=Betzmannsdorf | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 391 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 44 (31. Dez. 2020)<ref name="Heilsbronn">Stadt > Stadtprotrait > Zahlen & Fakten. In: heilsbronn.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91560 | |||||
| Vorwahl: | 09872 | |||||
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Betzmannsdorf (fränkisch: Betsmas-dorf<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 49. Dort folgendermaßen transkribiert: „betsməsdorf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Heilsbronn im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Betzmannsdorf liegt in der Gemarkung Weißenbronn.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch den Weiler fließt das Weißenbronner Bächlein, ein rechter Zufluss der Schwabach. Südöstlich liegt das Waldgebiet Hölle. Durch den Ort verläuft die Kreisstraße AN 29, die nach Weißenbronn (0,7 km westlich) bzw. nach Göddeldorf (2,3 km nordöstlich) führt.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1132 als „Pecemannesdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet Zum Dorf des Bezeman. Laut dieser Urkunde erhielt das Kloster Heilsbronn bei seiner Gründung von Bischof Otto von Eichstätt u. a. Besitzungen in Betzmannsdorf.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 49.</ref> Betzmannsdorf ist damit das älteste urkundlich erwähnte Dorf der Kirchengemeinde Weißenbronn. Wahrscheinlich war Betzmannsdorf eine Schäferei des Klosters.
Im 16-Punkte-Bericht des Klosteramts Heilsbronn aus dem Jahr 1608 werden für Betzmannsdorf 2 Mannschaften verzeichnet: die 2 Bauern hatten das Klosterverwalteramt Heilsbronn als Grundherrn. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/2, 6. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 736.</ref> Im Dreißigjährigen Krieg wurden die zwei Höfe, aus denen der Weiler bestand, zwar nicht eingeäschert, jedoch verödeten sie und fielen deshalb an das Kloster zurück.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 125 f.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Betzmannsdorf 2 Anwesen. Das Hochgericht übte das Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus. Die beiden Höfe hatten das Klosterverwalteramt Heilsbronn als Grundherrn.<ref name="J838">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 838.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Bezmannsdorf. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 404 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 337 f.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.<ref name="J1014">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1014.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Betzmannsdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weißenbronn und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Weißenbronn zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref> Am 1. Mai 1978 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Heilsbronn eingemeindet.<ref name="J1014"/><ref>Heilsbronn > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. Juli 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 1 (Ehemaliger Klosterhof von Heilsbronn): Einfassung durch Bruchsteinmauer; Toreinfahrt mit drei Sandsteinpfosten und Kugelaufsätzen, 18. Jahrhundert. Wohnhaus- und Stallgebäude, eingeschossiger Bau, vielleicht noch des 16. Jahrhunderts mit dreigeschossigem Giebel, Krangaube und Dachgauben. Wohl etwa gleichzeitige ehemalige Schafscheune zweigeschossig mit Fachwerkobergeschoss, Satteldach, Krangaube und Dachgauben.<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Heilsbronn (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 3: eingeschossige Fachwerkscheune, 18./19. Jahrhundert, mit dreigeschossigem Giebel<ref name="Denkmalliste"/>
- Eine Scheune aus Betzmannsdorf befindet sich im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim.
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- ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 2: eingeschossiger Bau, 16./17. Jahrhundert, mit dreigeschossigem Fachwerkgiebel<ref name="F83">G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 83. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Haus Nr. 4: eingeschossige Fachwerkscheune, 16./17. Jahrhundert, mit Satteldach<ref name="F83" />
Einwohnerentwicklung
Religion
Betzmannsdorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Michael (Weißenbronn) gepfarrt.<ref name="J838"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 12. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Belzmannsdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 337–338 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Betzmannsdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 375 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 49.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 83.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 125–126 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblinks
- Stadt > Stadtprotrait > Ortsteile > Betzmannsdorf. In: heilsbronn.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Betzmannsdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Betzmannsdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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