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Fritz Schiesser

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Fritz Schiesser

Fridolin «Fritz» Schiesser<ref>«Dass der Name Fridolin verschwindet, macht mich traurig». In: Südostschweiz. 14. September 2021, abgerufen am 27. April 2026.</ref> (* 23. April 1954 in Haslen; heimatberechtigt in Haslen und Linthal) ist ein Schweizer Politiker (FDP) und Jurist. Von 2008 bis 2019 präsidierte er den ETH-Rat.

Schiesser gehörte vom 5. Juni 1990 bis zum 31. Dezember 2007 dem Ständerat für den Kanton Glarus an. 2003/2004 war er Ständeratspräsident. 2007 wurde er für die Periode 2008–2011 zum Präsidenten des ETH-Rats, des strategischen Führungsorgans des ETH-Bereichs, gewählt und trat deshalb auf Ende 2007 als Ständerat zurück.<ref>Fritz Schiesser auf dem Weg an die Spitze des ETH-Rats. In: Neue Zürcher Zeitung. 24. November 2007.</ref> Er wurde 2011<ref>ETH-Rat mit drei neuen Mitgliedern. admin.ch, 23. November 2011.</ref> und 2015 für je weitere vier Jahre im Amt bestätigt.<ref>Bundesrat wählt drei neue Mitglieder in den ETH-Rat. In: admin.ch. 6. Juli 2016.</ref>

Schiesser gehörte von 1985 bis 2009 dem Landrat des Kantons Glarus an.<ref>Hans Rudolf Forrer: Rücktritt von Landrat Dr. Fritz Schiesser. In: glarus24.ch. 24. Juni 2009.</ref> Er ist von Beruf Rechtsanwalt und Notar.<ref>Dr. iur. Fritz Schiesser auf der Website der Anwaltskanzlei RHS&P (Archiv).</ref> Von 2019 bis 2022 war er Präsident der Sandoz−Familienstiftung, die vom waadtländischen Pully aus ein grosses Vermögen verwaltet.<ref>Simon Marti, Georg Humbel: Der ehemalige Ständeratspräsident Fritz Schiesser sass zwei Monate in U-Haft. Am Anfang der tragischen Geschichte steht ein Liebesbetrug, Website nzz.ch (30. August 2025, abgerufen am 1. April 2026)</ref><ref>Georg Humbel, Simon Marti, Daniel Friedli: Eine schrecklich nette Familie: Der bizarre Streit um die Milliarden der Sandoz-Erben. Der spektakuläre Kriminalfall um den ehemaligen Ständeratspräsidenten Fritz Schiesser wirft ein Schlaglicht auf die diskrete, aber enorm reiche Familienstiftung der Sandoz-Erben., Website nzz.ch (6. September 2025, abgerufen am 1. April 2026)</ref>

Am 3. Juni 2025 wurde Schiesser wegen mutmasslicher Mittäterschaft bei einem Erpressungsversuch gegenüber der Sandoz−Familienstiftung zwei Monate in Untersuchungshaft genommen.<ref name="zweiMonate"/><ref>Simone Steiner: Internet-Scam: Ex-Ständeratspräsident Fritz Schiesser sass in U-Haft. In: tagesanzeiger.ch. 31. August 2025, abgerufen am 25. April 2026.</ref> Schiesser sei – wie andere Männer vor ihm – emotional abhängig von einem «Meisterschwindler» gewesen, so der Tages-Anzeiger, in dessen Recherchen<ref>Der Meisterschwindler, Tages-Anzeiger Recherche-Serie in 6 Teilen</ref> Schiesser als Opfer bezeichnet wird.<ref>Steven Heidegger: Meisterschwindler «liebt» Polit-Millionär</ref> Die Waadtländische Staatsanwaltschaft hielt demgegenüber eine Mittäterschaft für möglich.<ref name="zweiMonate">Der Meisterschwindler fällt – und reisst seine Opfer mit in den Abgrund, Tages-Anzeiger, 24. April 2026</ref> Schiesser hatte in sechs Jahren dem Schwindler fast sein gesamtes Vermögen als Darlehen gewährt; nach dem Verkauf seiner beiden Häuser in Haslen und im Tessin belief sich das vermeintliche Darlehen auf über sieben Millionen Franken.<ref name="zweiMonate"/>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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