Zum Inhalt springen

Domagoj Duvnjak

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 6. März 2026 um 20:32 Uhr durch imported>Rudermeister (akt. Bild).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Domagoj Duvnjak
Domagoj Duvnjak
Domagoj Duvnjak mit dem THW Kiel (2026)
Spielerinformationen
Spitzname „Dule“
Geburtstag 1. Juni 1988 (38 Jahre)
Geburtsort Đakovo, Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikDatei:Flag of Yugoslavia (1946–1992).svg Jugoslawien
Staatsbürgerschaft KroateDatei:Flag of Croatia.svg kroatisch
Körpergröße 1,98 m
Spielposition Rückraum Mitte
Rückraum links
Wurfhand rechts
Vereinsinformationen
Verein THW Kiel THW Kiel
Trikotnummer 4
Vertrag bis 30. Juni 2027
Vereinslaufbahn
von – bis Verein
0000–2006 KroatienDatei:Flag of Croatia.svg RK Đakovo
2006–2009 KroatienDatei:Flag of Croatia.svg RK Zagreb
2009–2014 DeutschlandDeutschland HSV Hamburg
2014– DeutschlandDeutschland THW Kiel
Nationalmannschaft
Debüt am 13. Januar 2006<ref>Duvnjak: Hvala onima koji su dali život za Hrvatsku. Bez njih ni mi ne bismo bili ovdje. In: tportal.hr. 2. Februar 2025, abgerufen am 3. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>DHB-Team verliert Abschlussspiel des Vierländer-Turnieres. In: thw-handball.de. 16. Januar 2006, abgerufen am 3. Februar 2025.</ref>
gegen UngarnDatei:Flag of Hungary.svg Ungarn
  Spiele (Tore)
KroatienDatei:Flag of Croatia.svg Kroatien 272 (796)<ref>29th IHF World Championship 2025: Team Roster Croatia. In: ihf.info. Abgerufen am 3. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Stand: 3. Februar 2025

Domagoj Duvnjak (* 1. Juni 1988 in Đakovo, SR Kroatien, SFR Jugoslawien) ist ein kroatischer Handballspieler, der als Rückraumspieler meist in der Mittelposition eingesetzt wird. Er wurde zum Welthandballer des Jahres 2013 gewählt.

Karriere

Verein

Datei:Domagoj Duvnjak 05.jpg
Domagoj Duvnjak in einem Bundesliga-Spiel

Duvnjak begann das Handballspielen in seinem Geburtsort bei RK Đakovo, bei dem er im Alter von 16 Jahren erstmals in der höchsten kroatischen Liga eingesetzt wurde.<ref>www.abendblatt.de: Domagoj Duvnjak über „die schönste Woche meines Lebens“, abgerufen am 29. Mai 2014</ref> Ab der Saison 2006/07 spielte er beim kroatischen Club RK Zagreb. In seiner ersten Saison gewann Domagoj Duvnjak Meisterschaft und Pokal. Es folgten auch Spieleinsätze in der EHF-Champions-League-Saison 2007/08. Ab der Saison 2009/10 spielte er für den Bundesligisten HSV Hamburg. Ursprünglich sollte Duvnjak erst ab der Saison 2011/12 nach Hamburg wechseln.<ref>handball-world.com: Domagoj Duvnjak wechselt 2011 zum HSV Handball, abgerufen am 1. Mai 2017</ref> Doch der HSV Hamburg zahlte eine Ablöse, um den Spielmacher vorzeitig aus seinem Vertrag in Zagreb zu lösen. Durch diese Transaktion war er der bis dahin teuerste Handballspieler der Welt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Handball player Domagoj Duvnjak to transfer to HSV (Memento vom 1. Juli 2014 im Internet Archive)</ref>

Datei:Domagoj Duvnjak 01.jpg
Domagoj Duvnjak in seiner ersten Saison mit dem HSV Hamburg im Jahre 2009

Mit dem HSV Hamburg gewann er kurz nach seinem Wechsel den DHB-Supercup, am Ende seiner ersten Saison den DHB-Pokal sowie 2011 die Deutsche Meisterschaft und 2013 die EHF Champions League.

Datei:Domagoj Duvnjak 2 20151122.jpg
Domagoj Duvnjak im Trikot des THW Kiel (2015)

Zur Saison 2014/15 wechselte er zum THW Kiel,<ref>handball-world.news: Hamburg muss in Zukunft umbauen: Duvnjak geht, Canellas kommt vom 17. Juni 2013, abgerufen am 17. Juni 2013</ref> mit dem er 2015, 2020, 2021 und 2023 die Meisterschaft, 2020 die EHF Champions League, 2017, 2019, 2022 und 2025 den DHB-Pokal sowie 2019 den EHF-Pokal gewann. 2020 wurde er, zum zweiten Mal nach 2013, zum MVP der deutschen Bundesliga gewählt.

Nationalmannschaft

Bereits im Alter von 17 Jahren gab Domagoj Duvnjak sein Debüt in der kroatischen Nationalmannschaft gegen Ungarn (33:30) beim Vierländer-Turnier am 13. Januar 2006 in Poreč.<ref>Rukomet: Hrvatska-Mađarska 33-30 (17-18). In: jutarnji.hr. 13. Januar 2006, abgerufen am 3. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei der Europameisterschaft 2008 wurde Duvnjak mit der Nationalmannschaft Vize-Europameister. Auch bei der Weltmeisterschaft 2009 und der Europameisterschaft 2010 belegte er mit seinem Team den zweiten Platz.

Bei der Europameisterschaft 2012 konnte er die Bronzemedaille in Empfang nehmen, genauso wie bei den Olympischen Spielen 2012 in London. Bei der Weltmeisterschaft 2013 erreichte er mit Kroatien erneut den dritten Rang und wurde in das Allstar-Team berufen. Weiterhin nahm er an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro teil. Bei der Europameisterschaft 2020 holte er mit seinem Team die Silbermedaille und wurde zum wertvollsten Spieler (MVP) des Turniers ernannt.

Am 6. November 2021 übertraf Duvnjak mit seinem 720. Treffer den bisherigen Rekord von Mirza Džomba und ist seitdem Rekordtorschütze der kroatischen Nationalmannschaft. Am 14. Januar 2024 egalisierte er mit seinem 246. Länderspiel den Rekord von Igor Vori für die meisten Einsätze in der kroatischen Nationalmannschaft. Zwei Tage darauf wurde er mit seinem 247. Einsatz alleiniger Rekordhalter. Anfang Januar 2025 gab er bekannt, nach der Weltmeisterschaft 2025, die unter anderem in seiner Heimat Kroatien stattfand, seine Karriere in der Nationalmannschaft beenden zu wollen.<ref>Handball: Duvnjak kündigt Ende im Nationalteam an. Abgerufen am 9. Januar 2025.</ref> Duvnjak verletzte sich früh im Turnier an der Wade und wurde in der Folge nur selten eingesetzt. Er gewann dort seine fünfte Silbermedaille.<ref>Dänemark verteidigt WM-Titel mit souveränem Erfolg über Kroatien. In: Der Spiegel. 2. Februar 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 3. Februar 2025]).</ref> Im Finale gegen Dänemark bestritt er sein 272. und letztes Länderspiel und durfte in den letzten Sekunden sein 796. Länderspieltor erzielen.<ref>IHF World Championship 2025: Cumulative Statistics Croatia. (PDF) In: ihf.info. Abgerufen am 3. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Erfolge

  • Champions-League-Sieger 2013 und 2020
  • Deutscher Meister 2011, 2015, 2020, 2021 und 2023
  • DHB-Pokalsieger 2010, 2017, 2019, 2022 und 2025
  • DHB-Supercup-Sieger 2009, 2010, 2014, 2020, 2021, 2022, 2023
  • EHF-Pokalsieger 2019
  • Kroatischer Meister 2007–2009
  • Kroatischer Pokalsieger 2007–2009
  • Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2012
  • Vize-Weltmeister 2009 und 2025
  • Vize-Europameister 2008, 2010 und 2020
  • Jugend-Europameister 2006

Auszeichnungen

Bundesligabilanz

Saison Verein Spielklasse Spiele Tore 7-Meter Feldtore
2009/10 HSV Hamburg Bundesliga 34 110 1 109
2010/11 HSV Hamburg Bundesliga 33 089 0 089
2011/12 HSV Hamburg Bundesliga 34 112 0 112
2012/13 HSV Hamburg Bundesliga 33 155 0 155
2013/14 HSV Hamburg Bundesliga 33 166 0 166
2014/15 THW Kiel Bundesliga 35 134 0 134
2015/16 THW Kiel Bundesliga 30 149 0 149
2016/17 THW Kiel Bundesliga 23 095 0 095
2017/18 THW Kiel Bundesliga 17 028 0 028
2018/19 THW Kiel Bundesliga 34 108 0 108
2019/20 THW Kiel Bundesliga 24 065 0 065
2020/21 THW Kiel Bundesliga 37 130 0 130
2021/22 THW Kiel Bundesliga 34 110 0 110
2022/23 THW Kiel Bundesliga 34 68 0 68
2023/24 THW Kiel Bundesliga 34 59 0 59
2024/25 THW Kiel Bundesliga 30 90 0 90
2009–2025 gesamt Bundesliga 499 1.668 1 1.667

Quelle: Spielerprofil bei der Handball-Bundesliga<ref>daikin-hbl.de: Domagoj Duvnjak unter "Statistik", abgerufen am 1. Juli 2025.</ref>

Privates

Domagoj Duvnjaks Vater Ivan spielte beim RK Medveščak Zagreb Handball und wurde später Handballtrainer.<ref>This is me: Domagoj Duvnjak. In: eurohandball.com. 26. April 2022, abgerufen am 22. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auch seine Mutter, seine beiden Onkel und seine Cousins waren im Sport aktiv. Duvnjak ist verheiratet und hat drei Kinder. Seine Schwester ist mit dem kroatischen Handballer Marko Kopljar verheiratet.<ref>Kiel vs. Flensburg: Darum hat Domagoj Duvnjak im Familienduell bessere Karten als Marko Kopljar. In: kn-online.de. 22. März 2025, abgerufen am 22. März 2025.</ref>

Weblinks

Commons: Domagoj Duvnjak – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Frauen

Svetlana Dašić-Kitić (1988) | Kim Hyun-mee (1989) | Jasna Kolar-Merdan (1990) | Mia Hermansson-Högdahl (1994) | Erzsébet Kocsis (1995) | Lim O-kyeong (1996) | Anja Andersen (1997) | Trine Haltvik (1998) | Ausra Fridrikas (1999) | Bojana Radulovics (2000) | Cecilie Leganger (2001) | Zhai Chao (2002) | Bojana Radulovics (2003) | Anita Kulcsár (2004) | Anita Görbicz (2005) | Nadine Krause (2006) | Gro Hammerseng-Edin (2007) | Linn-Kristin Riegelhuth Koren (2008) | Allison Pineau (2009) | Cristina Neagu (2010) | Heidi Løke (2011) | Alexandra do Nascimento (2012) | Andrea Lekić (2013) | Eduarda Amorim (2014) | Cristina Neagu (2015) | Cristina Neagu (2016) | Cristina Neagu (2018) | Stine Bredal Oftedal (2019) | Sandra Toft (2021) | Henny Reistad (2023) | Henny Reistad (2024) | Henny Reistad (2025)

Juniorinnen

Léna Grandveau (2023) | Petra Simon (2024) | Viola Leuchter (2025)

Männer

Veselin Vujović (1988) | Kang Jae-won (1989) | Magnus Wislander (1990) | Talant Dujshebaev (1994) | Jackson Richardson (1995) | Talant Dujshebaev (1996) | Stéphane Stoecklin (1997) | Daniel Stephan (1998) | Rafael Guijosa (1999) | Dragan Škrbić (2000) | Yoon Kyung-shin (2001) | Bertrand Gille (2002) | Ivano Balić (2003) | Henning Fritz (2004) | Arpad Šterbik (2005) | Ivano Balić (2006) | Nikola Karabatić (2007) | Thierry Omeyer (2008) | Sławomir Szmal (2009) | Filip Jícha (2010) | Mikkel Hansen (2011) | Daniel Narcisse (2012) | Domagoj Duvnjak (2013) | Nikola Karabatić (2014) | Mikkel Hansen (2015) | Nikola Karabatić (2016) | Mikkel Hansen (2018) | Niklas Landin Jacobsen (2019) | Niklas Landin Jacobsen (2021) | Mathias Gidsel (2023) | Mathias Gidsel (2024) | Mathias Gidsel (2025)

Junioren

Elias Ellefsen á Skipagøtu (2023) | Renārs Uščins (2024) | Francisco Costa (2025)

Bester Spieler aller Zeiten: Gheorghe Gruia (1992), Ivano Balić und Svetlana Dašić-Kitić (2010)
Welthandballer des 20. Jahrhunderts: Magnus Wislander und Sinajida Turtschyna
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende