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Seesaibling

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Seesaibling
Datei:Salvelinus umbla IMG 5130.jpg

Seesaibling (Salvelinus umbla)

Systematik
Überkohorte: Clupeocephala
Kohorte: Euteleosteomorpha
Ordnung: Lachsartige (Salmoniformes)
Familie: Lachsfische (Salmonidae)
Gattung: Saiblinge (Salvelinus)
Art: Seesaibling
Wissenschaftlicher Name
Salvelinus umbla
(Linnaeus, 1758)

Der Seesaibling (Salvelinus umbla), auch Rotforelle genannt, ist eine Fischart aus der Familie der Lachsfische (Salmonidae), die in zahlreichen Seen in den Alpen und ihrem nördlichen und südlichen Vorland verbreitet ist.<ref name="IUCN" />

Merkmale

Seesaiblinge werden 40 bis 75 Zentimeter lang, in kleinen Alpenseen leben aber kleinwüchsige Formen, die als Schwarzreuter oder Schwarzreiter bezeichnet werden. Die Flanken sind grünlich braun mit rötlichen Flecken, der Bauch ist gelblich bis rötlich orange, die Flossen sind rot bis orange mit weißen Rändern. Durch diesen weißen Vorderrand können Seesaiblinge leicht von den Forellen (Salmo trutta) unterschieden werden. Die Schnauze ist konisch. Das Maul ist endständig bis leicht unterständig. Der Unterkiefer wird bei geschlossenem Maul nicht vom Oberkiefer umfasst. Seesaiblinge haben 25 bis 31 Kiemenreusenstrahlen. Die Schuppen sind sehr klein.<ref name="Fishbase umbla" />

Datei:Schwarzreiter Schwarzreuter Salvelinus alpinus.JPG
Eine Kümmerform des Seesaiblings (Schwarzreuter). Zum Größenvergleich: Die sichtbare Länge des Klappmesser-Holzgriffs im Bild beträgt rund neun Zentimeter.

Lebensraum und Lebensweise

Seesaiblinge kommen in hoch gelegenen, relativ tiefen und kalten Gewässern vor und ernähren sich von Krebstieren, Insekten und benthischer Fauna. Einige Individuen passen sich morphologisch an eine piscivore Ernährungsweise an und fressen dann vor allem kleine Fische wie Elritzen. Die kleinwüchsigen Kümmerformen fressen Plankton. Seesaiblinge laichen auf Kiesel- und Steinböden in Tiefen von 30 bis 120 Metern.<ref name="Fishbase umbla" />

Systematik

Seine erste wissenschaftliche Bezeichnung erhielt der Seesaibling 1758 durch den schwedischen Naturforscher Carl von Linné (Salmo umbla). Die Gattung der Saiblinge (Salvelinus) wurde 1836 durch den schottischen Zoologen John Richardson eingeführt. Lange Zeit galten der Seesaibling und der arktische, zirkumpolar verbreitete Wandersaibling (Salvelinus alpinus) als konspezifische Arten und die Bezeichnung Salvelinus alpinus galt auch für die Saiblinge des Alpenraums. Erst 2009 wurde durch die Ichthyologen Maurice Kottelat und Jörg Freyhof die Bezeichnung Salvelinus umbla für die Saiblinge des Alpenraums bestätigt, da Louis Agassiz, der erste Revisor dieser Fische, den Namen Salvelinus umbla verwendete.<ref name="Kottelat&Freyhof" /> Heute werden Seesaibling und Wandersaibling als zwei unterschiedliche Arten angesehen.<ref name="Fishbase umbla" /><ref name="Fishbase alpinus" />

Der Seesaibling als Speisefisch

Eine kulinarische Besonderheit ist der Schwarzreuter oder Schwarzreiter. Dies sind kleinwüchsige Seesaiblinge aus Bergseen, die – auf Holzstöckchen aufgespießt und über Buchenholz geräuchert – bereits im Mittelalter in ganz Mitteleuropa als Delikatesse geschätzt wurden. Im Kanton Zug (Schweiz) wird der Seesaibling „Zuger Rötel“ genannt und genießt als Delikatesse einen hohen Stellenwert.

Der Elsässer Saibling ist eine Kreuzung zwischen Seesaibling und Bachsaibling und findet in Fischzucht und Gastronomie Verwendung.

Trivia

Der Seesaibling war in Österreich Fisch des Jahres 2005 und 2017; in der Schweiz war er Fisch des Jahres 2012.

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="Fishbase alpinus">Salvelinus alpinus auf Fishbase.org (englisch)</ref> <ref name="Fishbase umbla">Salvelinus umbla auf Fishbase.org (englisch)</ref> <ref name="IUCN">[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2008. Eingestellt von: J. Freyhof, M. Kottelat, 2008. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Kottelat&Freyhof"> M. Kottelat & J. Freyhof: Notes on the taxonomy and nomenclature of some European freshwater fishes. Ichthyological Exploration of Freshwaters 20 (1): 75-90, 2009 PDF bei Researchgate</ref> </references>

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