Zum Inhalt springen

Isserstedt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. November 2025 um 10:34 Uhr durch imported>Wivoelke (typo).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Isserstedt
Stadt Jena
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(843)&title=Isserstedt 50° 58′ N, 11° 31′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(843) 50° 57′ 38″ N, 11° 31′ 17″ O
 {{#coordinates:50,960555555556|11,521388888889|primary
dim=10000 globe= name=Isserstedt region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 324 m ü. NN
Fläche: 6,85 km²<ref name="DF" />
Einwohner: 843 (31. Dez. 2024) HW<ref name="DF">Ortsteil Isserstedt. In: Webauftritt. Stadt Jena, abgerufen im November 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1994
Postleitzahl: 07751
Vorwahl: 036425
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Isserstedt ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Jena in Thüringen.

Geografie

Isserstedt liegt auf der Ilm-Saale-Platte im nordwestlichen Stadtgebiet von Jena. Im Ort kreuzen sich die B 7 zwischen Jena und Weimar und die L 1060 zwischen Großschwabhausen und Apolda. Das Stadtzentrum Jena liegt ca. 7 km entfernt. Nach Weimar sind es 14 km und zur Kreisstadt Apolda 7,5 km. Die nächste Autobahn ist die A 4 8,5 km südlich.

Benachbarte Jenaer Ortsteile sind Vierzehnheiligen im Nordosten, Lützeroda im Osten sowie Münchenroda und Remderoda im Süden. Zudem schließen sich die Stadt Bad Sulza im Norden und die Gemeinde Großschwabhausen im Westen an die Isserstedter Gemarkung an, die dem Landkreis Weimarer Land angehören.

Das zu Isserstedt gehörende Gebiet liegt im nordwestlichen Bereich auf den fruchtbaren Höhen der Ilm-Saale-Platte. Im Südosten liegt das bewaldete Mühltal mit seinen Nebentälern. Im unteren Ortsteil entspringt ein Oberlauf der Leutra, die in Luftlinie etwa 6 km weiter südöstlich in die Saale mündet. Die höchste Erhebung liegt bei 353 m ü. NN östlich der Holzecke.

Geschichte

Isserstedt wurde bereits im 8. und 9. Jahrhundert n. Chr. erwähnt. Im 18. bis 19. Jahrhundert wurde in Isserstedt in Verbindung mit der Textilherstellung in Apolda das Handwerk des Strumpfwirkens betrieben. Die Gemeinde Isserstedt wurde 1994 mit weiteren umliegenden Dörfern nach Jena eingemeindet.

Burgstelle

Einst bildeten Isserstedt, Kötschau und Remderoda eine eigene Vogtei mit einem Schloss der Herren von Isserstedt. Die Besitzer dieser ehemaligen Wasserburg Isserstedt wurden erstmals 1174 genannt und noch bis ins 16. Jahrhundert erwähnt. Im Jahre 1272 verkaufte Berthold von Isserstedt dem Kloster Kapellendorf 200 Acker Holz für 80 Mark. Im Jahr 1333 gaben sie ihre Stammburg in Isserstedt auf. Zu Zeiten des Sächsischen Bruderkriegs (1446 bis 1451) war das Schloss im Besitz des Burchard Vitzthum von Roßla. 1452 wurde es nach Beendigung des Bruderkrieges gemeinsam mit dem benachbarten Dorf Lützendorf (heute Vierzehnheiligen) zerstört und den Einwohnern überlassen<ref name="Köhler">Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze, Jenzig-Verlag, Jena 2003, ISBN 3-910141-56-0.</ref><ref name="Ignasiak">Detlef Ignasiak: An der Saale und im Holzland – Ein kulturhistorischer Führer durch die Umgebung der Universitätsstadt Jena, quartus-Verlag, Jena 1997, ISBN 3-931505-17-0.</ref><ref name="Taschenbuch">Jonathan Carl Zenker: Historisch-topographisches Taschenbuch von Jena und seiner Umgebung besonders in naturwissenschaftlicher u. medicinischer Beziehung. Mit dem Plane von Jena und einem geognostischen Profile. Frommann, Jena 1836, S. 150, urn:nbn:de:urmel-bb8ac9b6-50f1-4be2-837f-ffb929a105e63.</ref>.

Am südöstlichen Rand von Isserstedt befinden sich die Überreste der mittelalterlichen Burganlage. Von der Burg ist ein Ruinenhügel mit umlaufenden Wall- und Grabenresten erkennbar geblieben. Hier liegt auch das Naturschutzgebiet Isserstedter Holz mit einer Größe von 118,4 ha, das 1961 ausgewiesen wurde. Es ist nahezu flächenidentisch mit einem ehemaligen Truppenübungsplatz an gleicher Stelle. Es ist ein Teil des Landschaftsschutzgebietes Mittleres Saaletal.

Entwicklung der Einwohnerzahl

Jahr Einwohner<ref name="DF" />
1995 721
1996 820
1997 865
1998 852
1999 864
2000 868
Jahr Einwohner<ref name="DF" />
2001 862
2002 852
2003 851
2004 857
2005 840
2006 852
Jahr Einwohner<ref name="DF" />
2010 833
2011 829
2012 839
2013 849
2014 850
2015 861
Jahr Einwohner<ref name="DF" />
2016 847
2017 838
2018 834
2019 834

Siehe auch

Denkmäler

  • Denkmal im Ort zur Erinnerung an den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71
  • Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs und
  • Denkstein für die Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkriegs vor der Kirche

Wirtschaft

Größter Arbeitgeber in Isserstedt ist ein 1992 eröffnetes SB-Warenhaus der Globus SB-Warenhaus Holding, das erste seiner Art in den neuen Bundesländern.

Ab 2024 ist eine Erweiterung des Zeiss-Standorts Jena auf Flächen in Isserstedt geplant.<ref>ZEISS plant Flächenkauf für moderne Produktion in Jena. Abgerufen am 8. April 2024.</ref>

Weblinks

Commons: Isserstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Ammerbach | Burgau | Closewitz | Cospeda | Drackendorf | Göschwitz | Ilmnitz | Isserstedt | Jena-Nord | Jena-Süd | Jena-West | Jena-Zentrum | Jenaprießnitz / Wogau | Kernberge | Krippendorf | Kunitz / Laasan | Leutra | Lichtenhain | Lobeda-Altstadt | Löbstedt | Lützeroda | Maua | Münchenroda / Remderoda | Neulobeda | Vierzehnheiligen | Wenigenjena | Winzerla | Wöllnitz | Ziegenhain | Zwätzen Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein