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Wogau (Jena)

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Wogau
Stadt Jena
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(799)&title=Wogau 50° 56′ N, 11° 39′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(799) 50° 55′ 57″ N, 11° 39′ 30″ O
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Höhe: 221 m ü. NN
Fläche: 1,69 km²<ref name="Gindex" />
Einwohner: ca. 799 (2011)<ref name="Gindex">Gemarkung Wogau, Stadt Jena. In: GEOindex. Abgerufen im November 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 473 Einwohner/km²
Eingemeindung: 17. Februar 1965
Eingemeindet nach: Jena
Postleitzahl: 07751
Vorwahl: 03641
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Datei:Denkmal 750Jahre.jpg
Gedenkstein zur ersten urkundlichen Erwähnung

Wogau ist ein Ort der kreisfreien Stadt Jena in Thüringen und gehört zum Ortsteil Jenaprießnitz/Wogau, der zum 31. Dezember 2024 1080 Einwohner hatte.<ref name="DF">Ortsteil Jenaprießnitz/Wogau. In: Webauftritt. Stadt Jena, abgerufen im November 2025.</ref>

Geografie

Wogau liegt im Gembdental, durch das der Gembdenbach fließt. Die Gemarkungsgrenze von Wogau liegt etwa 600 m östlich der Ortslage und ist zugleich Ostgrenze von Jena zum Saale-Holzland-Kreis mit der Nachbargemeinde Großlöbichau. Nördlich des Dorfes verläuft die B 7 zwischen Jena und Bürgel am Fuße des etwa 380 m hohen Höhenzug des Jenzig. Nächstliegende Ansiedlungen sind außer Großlöbichau im Osten Jenaprießnitz, ein weiterer Ortsteil von Jena, im Süden und Wenigenjena, ebenfalls Jenaer Stadtteil, im Westen (etwa 2,5 km Entfernung).

Datei:Jenzig 2022 02.jpg
Blick vom Jenzig auf Wogau und Jenaprießnitz

Geschichte

Vor 1810 gab es in Wogau ein Klostergut, später ein Freihof und Rittergut, dem der größte Teil der Flur Wogaus gehörte, allerdings nicht die Mühle nebst Grundbesitz. Dieses adlige Gut gehörte zum Besitz des Klosters Bürgel und kam nach dessen Auflösung im Zuge der Reformation im Jahr 1526 zum ernestinischen Amt Bürgel.<ref>Johann Ernst Fabri: Geographie für alle Stände. Teil I, Band 4, Leipzig 1793. Beschreibung des Amtes Bürgel vor 1815, S. 43f.</ref> Dieses gehörte aufgrund mehrerer Teilungen zu verschiedenen Ernestinischen Herzogtümern.

Bis zum Anfang des Dreißigjährigen Krieges gibt es kaum Nachweise zur Ortsgeschichte. Während des Krieges war der Geheime Rat und Oberaufseher zu Jena, Bernhard Pflugk zum Posterstein, Besitzer des Gutes. 1683 vergab Herzog Johann Wilhelm der Familie Pflugk wegen der um das Land erworbenen Verdienste die Schankgerechtigkeit für Wenigenjena. Im Schenkungsbrief vom 5. November 1683 heißt es: Für ihn [Bernhard], seine Erben, Nachkommen und Inhaber des Gutes zu Wogau erb- und eigentümlich. Pflugk übertrug das Rittergut im Jahre 1695 an die damals noch minderjährigen Barone von Meusebach.<ref>Historisches von den Herren von Meusebach. In: meusebach.de. Abgerufen am 25. April 2021.</ref> 1697 erwarb es der Leutnant Friedrich Wilhelm von Rudolph, der es 1703 auf seine Söhne Christian Friedrich und Georg Wilhelm übertrug. Das Rittergut ging gegen Ende des 18. Jahrhunderts an die Gebrüder von Schauroth. 1810 traten sie es ab an die herzogliche Kammer zu Weimar gegen eine jährliche Leibrente von 400 Talern. Sie traten gleichzeitig auch die Schankgerechtigkeit für Wenigenjena ab. Nachdem die herzogliche Kammer im Jahre 1810 das Rittergut an die Gemeinde Wogau für 8000 Taler verkauft hatte, wurde das Gut parzelliert und von den einzelnen ansässigen Familien erstanden. Heute sind diese Höfe in den Umrissen zum größten Teil erhalten, aber durch Zukauf von Hofstätten und Grundbesitz gegenüber der damaligen Parzellierung sehr abweichend.<ref>Website des Ortsteilrates Jenaprießnitz-Wogau. Abgerufen am 25. April 2021.</ref>

Ab 1815 war Wogau Teil des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach und dort zunächst dem Amt Jena zugehörig<ref>Beschreibung des Amtes Jena nach 1815 im „Staatshandbuch des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach für das Jahr 1827“, S. 131 f.</ref>. Nach 1850 wurde es dem Verwaltungsbezirk Weimar II (später Verwaltungsbezirk Apolda) angegliedert<ref>II. Verwaltungsbezirk (Apolda). Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. August 2022; abgerufen am 28. Februar 2026.</ref>. 1920 kam der Ort zum Land Thüringen. Heute erinnern noch Straßennamen wie Am Klosterhof und Am Krautgarten an das frühere Klostergut. 1965 wurde Wogau nach Jenaprießnitz und 1994 nach Jena eingemeindet.

Literatur

Fridtjof Dossin / Gerhard Jahreis (Hrsg.): Die Chronik von Jenaprießnitz und Wogau. Jena: DominoPlus 2023.

Weblinks

Commons: Wogau – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />

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