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RENFE-Baureihe 120

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Baureihe 120/121
Zug der Baureihe 120 im Bahnhof San Sebastián
Zug der Baureihe 120 im Bahnhof San Sebastián
Zug der Baureihe 120 im Bahnhof San Sebastián
Nummerierung: 120 601–612
120 351–366
121 001–029
Anzahl: 57 (BR 120: 28, BR 121: 29)
Hersteller: Alstom, CAF
Baujahr(e): 2006–2010
Achsfolge: (1A)(A1)+(1A)(A1)+(1A)(A1)+(1A)(A1)
Spurweite: 1435/1668 mm
Länge über Kupplung: 107 m
Drehzapfenabstand: 19 m
Drehgestellachsstand: 2,8 m
Raddurchmesser: 850 mm
Leermasse: 225 t
Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h (3 kV=)
250 km/h (25 kV, 50 Hz~)
Stundenleistung: 2,7 MW (3 kV)
4 MW (25 kV)
Anfahrzugkraft: 150 kN
Stromsystem: 3 kV=
25 kV, 50 Hz~
Fahrmotoren: 8
Antrieb: Kardanwelle
Kupplungstyp: Scharfenberg
Zugbeeinflussung: ASFA, ERTMS
Sitzplätze: 237 (120)
281 (121)
Fußbodenhöhe: 1300 mm
Klasse(n): 2

Als Baureihe 120 bezeichnet die spanische Eisenbahngesellschaft Renfe eine Serie von 28 umspurbaren Hochgeschwindigkeits-Triebwagenzügen. Die vierteiligen Züge verkehren als Zuggattung Alvia auf Verbindungen, die sowohl normalspurige Neubaustrecken, wie auch bestehende Breitspurstrecken benutzen.

Die Fahrzeuge wurden von CAF und Alstom geliefert.

Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h bei einer Fahrdrahtspannung von 25 kV und 220 km/h unter 3 kV. Durch das BRAVA-System von CAF ist ein Umspuren zwischen iberischer Breit- und Regelspur in etwa einer Minute möglich. Acht der sechzehn Achsen sind angetrieben. Die Züge verfügen über 156 Sitzplätze in der zweiten sowie 81 in der ersten Klasse.<ref name="railway-gazette-2006-373" />

Geschichte

Im Mai 2001 bestellten die RENFE 20 Triebzüge für den schnellen Regionalverkehr. Die für 250 bis 270 km/h ausgelegten Züge sollten aus vier Wagen bestehen und 237 Fahrgästen Platz bieten. Sie sollten ab 2003 ausgeliefert werden und anschließend im Regionalverkehr bis 250 km zwischen Madrid, Guadalajara, Saragossa und Lleida sowie zwischen Barcelona und Lleida eingesetzt werden. Der Auftrag, der auch die Instandhaltung für 14 Jahre mit einschloss, wurde für 440 Millionen Euro an Alstom (Anteil von 270 Millionen Euro) und CAF vergeben.<ref name="eri-2001-324">Meldung „Alaris“ für Spanien. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 7/2001, ISSN 1421-2811, S. 324.</ref>

Die Züge wurden am 17. Mai 2006 in Dienst gestellt und verkehrten zuerst auf der Neubaustrecke Madrid–Barcelona.<ref name="railway-gazette-2006-373" /> Die Reisezeit zwischen Madrid und Barcelona verkürzte sich, mit einem etwa einminütigen Umspuren in Puigverd de Lleida, auf vier Stunden und 15 Minuten.<ref name="railway-gazette-2006-373">Alvia cuts Madrid -- Barcelona to 4 h 15 min. In: Railway Gazette International. 162, Nr. 7, 2006, ISSN 0373-5346, S. 373</ref>

Der Einsatz der Züge endete zwischen Madrid und Barcelona mit der Eröffnung der durchgehenden regelspurigen Hochgeschwindigkeitsstrecke im Frühjahr 2008. Die Züge werden seitdem u. a. in den folgenden Relationen eingesetzt:

  • Barcelona-Valencia-Sevilla
  • Barcelona-Zaragoza-Bilbao/San Sebastián
  • Madrid–Valencia–Gandía
  • Madrid–Valladolid–Bilbao/Irún
  • Madrid–Guadalajara–Logroño/Pamplona

Derzeit ist ein großer Teil der Einheiten der Baureihe 121 in Redondela (Galicien) beheimatet. Sie verkehren zwischen Ourense, Santiago de Compostela, A Coruña und Vigo.<ref>https://www.listadotren.es/motor/series.php?id=372</ref>

Baureihe 121

Renfe bestellte im Jahr 2004 weitere 29 Züge, die als Reihe 121 geführt werden. Die wichtigsten Unterschiede zur Reihe 120 sind der Wegfall der ersten Klasse und der Cafeteria, wodurch sich die Sitzplatzkapazität von 237 auf 281 erhöht. Die ersten Züge der Serie 121 nahmen im Januar 2009 den Dienst auf.<ref>En servicio comercial desde hoy el primer tren de la serie 121, 26. Januar 2009 auf Via Libre (spanisch)</ref>

Zwischenfälle

Beim Eisenbahnunfall von Adamuz am 18. Januar 2026 stieß der Triebzug 120 361 (auf der Fahrt als Alvia 2384) mit einem in das Lichtraumprofil ragenden Wagen eines entgleisten Zuges im benachbarten Gleis zusammen. Es kamen mindestens 41 Menschen ums Leben, 150 weitere wurden verletzt, davon 39 schwer.<ref>Julia Macher, ARD-Studio Madrid: Mindestens 39 Tote nach schwerem Zugunglück in Spanien. Abgerufen am 19. Januar 2026.</ref><ref>El País: Última hora y reacciones tras el accidente de tren en Adamuz, Córdoba, en directo | La Guardia Civil pide inmovilizar el vagón 6 del Iryo, el primero en descarrilar. 20. Januar 2026, abgerufen am 20. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bei ersten Untersuchungen am Unfallort wurde ein gebrochenes Gleisstück gefunden.<ref>Reuters: Exclusive: Investigators find broken joint on track at Spanish rail crash site, source says. Abgerufen am 20. Januar 2026.</ref>

Siehe auch

Die Baureihe 130 wird ebenfalls als Alvia eingesetzt.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />