DB Cargo
| DB Cargo AG
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | DB-Logo-data.svg | |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 2009 (als DB Schenker Rail) |
| Sitz | Mainz, Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Leitung | Bernhard Osburg (Vorstandsvorsitzender) |
| Mitarbeiterzahl | 29.483 (Vollzeitpersonale)<ref name="Zahlen2024">Deutsche Bahn, Daten & Fakten 2024. (PDF (927 KB)) 31. Dezember 2024, abgerufen am 2. November 2025.</ref> |
| Umsatz | 5,4 Mrd. Euro<ref name="Zahlen2024" /> |
| Branche | Transport, Logistik |
| Website | dbcargo.com |
| Stand: 31. Dezember 2024 | |
DB Cargo (zwischenzeitlich auch Railion oder DB Schenker Rail genannt) ist ein internationales Transport- und Logistikunternehmen mit Satzungssitz in Mainz und einem weiteren Verwaltungssitz in Frankfurt am Main.<ref>Ralf Heidenreich: DB Cargo will Talfahrt stoppen und 2020 wieder wachsen. In: Wiesbadener Kurier. 27. Juli 2018, abgerufen am 13. Januar 2020.</ref><ref name=":1">Maike Hessedenz: DB Cargo wieder vereint in Mainz. In: Allgemeine Zeitung. 20. März 2020, S. 9.</ref> Die Unternehmensgründung geht auf die zweite Stufe der in den 1990er Jahren beschlossenen Bahnreform in Deutschland zurück. Heute bündelt DB Cargo alle nationalen und internationalen Aktivitäten der Deutschen Bahn im Schienengüterverkehr.<ref>Integrierter Bericht 2019. (PDF) Deutschland braucht eine starke Schiene. Deutsche Bahn, S. 188/189, abgerufen am 15. April 2020.</ref> Zu den Leistungen des Unternehmens zählen sowohl der Ganzzug- als auch der Einzelwagenverkehr.<ref>Intramodaler Wettbewerb im Schienengüterverkehr. In: Forschungsinformationssystem. 13. März 2019, abgerufen am 14. Januar 2020.</ref> Gemessen an der Zahl der gefahrenen Kilometer ist DB Cargo führend in Deutschland und Europa, obwohl die Transportleistung seit Jahren rückläufig ist.<ref>Christian Ebner: Deutsche Bahn: Transportleistung der DB Cargo seit Jahren rückläufig. In: Aachener Zeitung. 2. Juni 2019, abgerufen am 15. April 2020.</ref><ref>Timon Heinrici: Die stärksten Wettbewerber der DB im Güterverkehr. In: Deutsche Verkehrs-Zeitung (DVZ). 15. Oktober 2019, abgerufen am 10. Januar 2020.</ref>
Geschichte
Anfänge in der Bahnreform
Ende der 1990er Jahre wurde das operative Geschäft der beiden deutschen Staatsbahnen (Deutsche Bundesbahn und Deutsche Reichsbahn) in fünf rechtlich selbstständige Aktiengesellschaften verlagert.<ref>Dieter Kuckelkorn: Bahn-Aufsichtsrat beschließt Holding-Struktur. In: Börsen-Zeitung. 6. Dezember 1997, S. 9.</ref> Diese Maßnahme war Teil der zweiten Stufe der Bahnreform.<ref>Zweite Stufe der Bahnreform. In: Eisenbahn-Revue International. Nr. 1/2, 1998, ISSN 1421-2811, S. 2.</ref><ref>Deutsche Bahn AG: Aufsichtsrat beschließt Ausgliederungen. Bahnreform wird weiter planmäßig umgesetzt. In: Handelsblatt. 5. Dezember 1997, S. 17.</ref> Vor diesem Hintergrund rief man 1997 zunächst eine Vorläufergesellschaft ins Leben,<ref>Bahnreform geht weiter. Erst eine GmbH für den Güterverkehr. In: Handelsblatt. 4. Dezember 1996, S. 17.</ref> die eine Umwandlung des öffentlich-rechtlich organisierten Schienengüterverkehrs in ein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen erleichtern sollte,<ref>Güterverkehr: Neuorganisation setzt auf Eigenverantwortung. DB Cargo macht sich fit für die Selbstständigkeit. In: Handelsblatt. 22. April 1996, S. 15.</ref> bevor man zum 1. Januar 1999 schließlich die DB Cargo AG gründete.<ref>Deutsche Bahn AG: Ab 1999 nur noch Holding. Bahnreform geht in die zweite Runde. In: Handelsblatt. 11. Dezember 1996, S. 23.</ref> Ihre Zentrale wurde in Mainz errichtet.<ref>DB Cargo weiht Zentrale in Mainz ein. Eine der fünf Bahn AGs. In: Der Tagesspiegel. 9. Mai 1998, S. 19.</ref>
Europäische Expansion
DB Cargo war zunächst rein auf deutsche Aktivitäten ausgerichtet. Die Konzernmutter Deutsche Bahn wollte Milliarden in ihre Tochtergesellschaft investieren, um die Position im Markt für Transport und Logistik zu verbessern.<ref>Bahn will Milliarden in Güterverkehr investieren. In: Handelsblatt. 31. Oktober 1996, S. 23.</ref> Da sich der Wettbewerb mit anderen europäischen Anbietern zusehends verschärfte,<ref>Niels Boeing: Europas Güterbahnen spüren den Wettbewerb. Fusion soll DB Cargo und NS Cargo im künftigen EU-Transportmarkt Vorsprung sichern. In: Die Tageszeitung. 25. Juni 1998, S. 9.</ref> kündigten die Deutsche Bahn (DB) und die Niederländische Staatsbahn (Nederlandse Spoorwegen, NS) im Jahr 1998 die Zusammenlegung ihrer Schienengüterverkehre an.<ref>Dieter Kuckelkorn: Deutsche und niederländische Bahn fusionieren ihre Cargo-Sparten. In: Börsen-Zeitung. 24. Juni 1998, S. 1.</ref>
DB Cargo und NS Cargo erzielten gemeinsam einen Umsatz von rund 6,9 Milliarden Deutsche Mark und hatten 50.000 Mitarbeiter.<ref>Bahn-Cargo-Fusion mit Holländern ist perfekt. In: Frankfurter Neue Presse. 24. Juni 1998, S. 2.</ref> Es handelte sich um die erste grenzüberschreitende Bahnfusion, an der die Deutsche Bahn mit 94 % weiterhin eine Mehrheit hielt.<ref>Michael Machatschke: Erste europäische Bahnfusion: Deutsche und Niederländer schließen Gütertransport auf der Schiene zusammen. In: Die Welt. 23. Juni 1999, S. 23.</ref> Für das neue Unternehmen wurde eine Finanzholding errichtet,<ref>Fusion aus Fahrplan gestrichen. Deutsch-holländische Güterbahn kommt nicht auf die Schiene. In: Frankfurter Rundschau. 1. März 2000, S. 16.</ref> die zum 1. Januar 2000 unter dem Namen Railion ihren Geschäftsbetrieb aufnahm.<ref>Ralf Heidenreich: Bahn setzt auf Railion GmbH. Mainzer Transportunternehmen soll mehr Güter auf die Schiene bringen. In: Allgemeine Zeitung. 17. September 1999.</ref>
Internationalisierung
Railion legte den Grundstein<ref>Güterverkehr: Bahn legt Grundstein für europäische Transportfirma. Deutsche gehen mit Niederländern zusammen – Verbund offen für weitere Partner. In: Mitteldeutsche Zeitung. 23. Juni 1999.</ref> für die Errichtung eines führenden europäischen Transport- und Logistikunternehmens,<ref>Deutsche und niederländische Bahn gehen zusammen. Europäisches Transport- und Logistikunternehmen wird gegründet. In: Der Tagesspiegel. 19. Juni 1999, S. 18.</ref> das von Beginn an offen für weitere Partner war.<ref>Deutsch-niederländische Güterverkehrs-Fusion: Rail Cargo Europe sucht noch Partner. In: Handelsblatt. 23. Juni 1999, S. 14.</ref> Während die Europäische Kommission und das Europäische Parlament die Konkurrenz der Anbieter fördern wollte, setzten diese auf Kooperationen.<ref>Eberhard Krummheuer: Bahnen wollen Kooperation statt Konkurrenz. In: Handelsblatt. 27. November 2000, S. 15.</ref> 2001 brachte die Dänische Staatsbahn (Danske Statsbaner, DSB) als dritter Partner ihren Schienengüterverkehr in das Joint Venture ein und erhielt dafür rund 2 % an Railion, wodurch der Anteil der Deutschen Bahn auf 92 % sank.<ref>DB steigt bei dänischer Güterbahn ein. Sparte künftig unter Dach der Holding Railion – Dänen erhalten Anteile. In: Berliner Morgenpost. 15. Dezember 2000, S. 10.</ref>
Die Zusammenarbeit von DB, NS und DSB war ein wesentlicher Teil der langfristigen Strategie der Deutschen Bahn zur Expansion im europäischen Ausland.<ref>Deutsche Bahn: Mehdorn auf Einkaufstour. In: Wirtschaftswoche. Telebörse. 14. Dezember 2000, S. 14.</ref> Diese erstreckte sich nicht nur auf Staatsbahnen, sondern auch den Erwerb privater Konkurrenten, etwa in Italien (2004)<ref>Christian Gaertner: Deutsche Bahn baut Frachtgeschäft in Italien aus. Railion soll mehr Güter auf die Schiene holen. In: Die Welt. 3. Mai 2005, S. 15.</ref>, der Schweiz (2007)<ref>Stephanie Lahrtz: Deutsche Güterbahn expandiert in Schweiz. Eigener Wagenladungsverkehr durch Erwerb einer Schweizer Firma. In: Neue Zürcher Zeitung. 14. Juni 2007, S. 16.</ref> und Polen (2009)<ref>Nikolaus Doll: Expansion im Güterverkehr nach Polen. In: Die Welt. 30. Januar 2009, S. 13.</ref>. Dazu kamen zahlreiche kleinere Akquisitionen, beispielsweise die Transport- und Logistikaktivitäten des RAG-Konzerns.<ref>Annette Becker: RAG verkauft Logistik an Stinnes-Tochter Railion. In: Börsen-Zeitung. 18. Januar 2005, S. 10.</ref> Dort, wo wie in Schweden eine Übernahme verwehrt blieb,<ref>Railion scheitert bei Übernahme von Green Cargo. In: Verkehrsrundschau. 24. März 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juli 2020; abgerufen am 8. Januar 2020.</ref> setzte man auf Kooperationen.<ref>Eberhard Krummheuer: Railion und Green Cargo kooperieren. Neue Allianz statt Übernahme: Schweden soll aus der Randlage befreit werden. In: Handelsblatt. 2. November 2005, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref> Ende der 2000er Jahre konnte Railion so nicht nur Verbindungen von Norden nach Süden anbieten,<ref>Werner Balsen: Railion schafft sich Standbein in der Schweiz. Verbund der deutschen Güterbahn reicht jetzt nahtlos von Dänemark bis Norditalien. In: Frankfurter Rundschau. 15. Mai 2007, S. 10.</ref> sondern auch die Achse von Westen nach Osten zuverlässig bedienen.<ref>Ulf Brychcy: Deutsche Bahn blickt nach Osteuropa. Logistikvorstand prüft Einstieg im Zuge der Privatisierung von Güterbahnen. Tochter Railion beschleunigt Expansion. In: Financial Times Deutschland. 15. Mai 2007, S. 7.</ref>
Ungeachtet dessen belastete der harte Wettbewerb die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens.<ref>Gütersparte der Bahn in Bedrängnis. Railion-Sanierung stockt wegen harter Konkurrenz. In: Der Tagesspiegel. 6. Mai 2005, S. 19.</ref> Die Deutsche Bahn reagierte mit einem Sparkurs,<ref>Claudia Wanner: Bahn verordnet Tochter Railion harten Sparkurs. Kosten der Güterverkehrssparte sollen bis zu 20 Prozent sinken. In: Financial Times Deutschland. 1. Juni 2005, S. 6.</ref> was die Situation bei Railion zunächst verbesserte.<ref>Güterbahn Railion rollt Richtung Profit. In: Handelsblatt. 28. April 2005, S. 17.</ref> 2010 galt die Krise des Schienengüterverkehrs zunächst als weitgehend gelöst.<ref>Birger Nicolai: Deutsche Bahn: Güterverkehr lässt die Krise hinter sich. In: Die Welt. 31. Oktober 2010, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref>
Verzahnung von Schiene und Straße
2003 übertrug die Deutsche Bahn ihren Anteil an Railion auf Stinnes (später DB Mobility Logistics). Nach der erfolgten Übernahme des bis dato börsennotierten Logistikers Stinnes einschließlich der Spedition Schenker wurden die Zuständigkeiten im DB-Konzern neu geordnet.<ref>Eberhard Krummheuer: Bahn-Konzern am Ziel. Stinnes vor Abschied von der Börse. In: Handelsblatt. 18. Februar 2003, S. 13.</ref> In der Folge entwickelten sich DB Cargo, NS Cargo und andere Railion-Unternehmen zu reinen Transporteuren, während Stinnes und Schenker zentrale Aufgaben im Schienengüterverkehr wie den Vertrieb übernahmen.<ref>Jürgen H. Wintermann: Stinnes übernimmt die Logistik bei der Deutschen Bahn. In: Die Welt. 4. Juli 2002, S. 13.</ref> Durch die Bündelung sämtlicher Transport- und Logistikgeschäfte wollte die Deutsche Bahn auch im Güterverkehr wachsen.<ref>Bahn will mit Stinnes im Güterverkehr kräftig wachsen. In: Die Welt. 6. September 2003, S. 13.</ref> Der Außenauftritt wurde entsprechend angepasst, sodass DB Cargo fortan als Railion Deutschland firmierte.<ref>Bahntochter wird umfirmiert: Aus DB Cargo wird Railion Deutschland. In: Handelsblatt. 11. September 2003.</ref>
Der Konzern strebte generell eine bessere Abdeckung der gesamten Transportkette über alle Verkehrsmittel und Verkehrswege an.<ref>Eberhard Krummheuer: Deutsche Bahn und Stinnes: Logistiker sollen die Güterbahn retten. In: Handelsblatt. 1. Juli 2002, S. 9.</ref> In den folgenden Jahren führte dies jedoch vor allem zu einer Verlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße.<ref>Eberhard Krummheuer: Inside Railion: Mit Volldampf nach Europa. In: Handelsblatt. 17. August 2007, S. 12.</ref> Dadurch entstand das Bedürfnis, speziell den Transport über Schienen und Straßen besser zu verknüpfen, nicht zuletzt durch weitere Zukäufe.<ref>Eberhard Krummheuer: Deutsche Bahn übernimmt weitere Güterbahn. Konzern steigt bei norditalienischer Nord-Cargo ein – Transporte über Schienen und Straßen sollen mehr verknüpft werden. In: Handelsblatt. 17. September 2008, S. 18.</ref> 2009 gab die Deutsche Bahn die Marke Railion auf und fasste ihren gesamten Schienengüterverkehr unter dem Namen DB Schenker Rail zusammen. An der Organisationsstruktur änderte sich zunächst nichts.<ref>Güterverkehr: Deutsche Bahn gibt Marke Railion auf. In: Handelsblatt. 7. Dezember 2007, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref> In den Medien wurde über einen Börsengang der neu formierten Sparte DB Schenker spekuliert.<ref>Ulf Brychcy: Bahn lockt Anleger mit Logistik. In: Financial Times Deutschland. 26. Mai 2008, S. 6.</ref>
Sanierung des Unternehmens
In den 2010er Jahren brach das Geschäft von DB Schenker Rail signifikant ein.<ref>Birger Nicolai: Güterverkehr der Bahn bricht um ein Viertel ein. Logistik-Vorstand Rausch erwartet Verlust bei DB Schenker Rail. Neue Aufträge im Ausland. In: Die Welt. 4. Januar 2010, S. 13.</ref> Ein wesentlicher Grund hierfür war die Abkühlung der Konjunktur nach der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise. Das Unternehmen reagierte hierauf zunächst mit einer flexibleren Preisstruktur.<ref>Nikolaus Doll: Bahn plant Sparpreis-Ticket im Güterverkehr. In: Die Welt. 23. März 2016, S. 10.</ref> Die Kombination ganzer Züge für Großkunden mit Buchungen einzelner Wagen sollte perspektivisch zu einem festen Fahrplan führen, der die Auslastung steigern würde.<ref>Christian Schlesiger: DB Schenker Rail: Harte Zeiten für die Bahn. In: Wirtschaftswoche. 29. April 2013, S. 8.</ref> Außerdem war die Schließung von Güterbahnhöfen zur Reduzierung der Fixkosten im Gespräch,<ref>Streichliste: Bahn erwägt Schließung vieler Güterbahnhöfe. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 15. März 2016, abgerufen am 8. Juni 2020.</ref> ebenso wie ein Abbau von Stellen.<ref>Sanierung: Deutsche Bahn streicht 2100 Stellen im Güterverkehr. In: Der Spiegel. 23. März 2016, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref>
Bei den Gewerkschaften stießen die Maßnahmen auf harsche Kritik.<ref>Dieter Fockenbrock: DB Cargo: Eisenbahner mobilisieren die Politik. In: Handelsblatt. 7. Juni 2016, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref> Sie forderten einen sofortigen Stopp des Sparkurses.<ref>Kritik an Management der Güterbahn. Streit um den Umbau bei Bahn-Tochter DB Cargo. In: Der Tagesspiegel. 8. Juli 2017, S. 10.</ref> Mitunter war sogar von Missmanagement die Rede.<ref>Christian Schlesiger: Stellenabbau bei DB Schenker Rail: Das Versagen des Managements. In: Wirtschaftswoche. 29. Oktober 2015, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref> Nach mehrmonatigen Verhandlungen einigten sich der DB-Konzern und der Betriebsrat schließlich im Jahr 2017 auf ein Sanierungsprogramm für DB Cargo,<ref>Bahn-Tochter DB Cargo: Konzern und Betriebsrat einigen sich auf Sanierungsplan. In: Handelsblatt. 14. Februar 2007, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref> das auf pauschale Stellenstreichungen verzichtete.<ref name=":0">DB Cargo: Güterbahn entschärft Sanierungskurs. In: Wirtschaftswoche. 15. Juni 2016, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref> Stattdessen war ein schrittweiser Abbau von Arbeitsplätzen über den Zeitraum mehrerer Jahre vorgesehen.<ref>Nikolaus Doll: Bahn löst Bremse im Güterverkehr. In: Die Welt. 14. Februar 2007, S. 9.</ref> Insgesamt sollte der Güterverkehr aber wachsen.<ref name=":0" />
Die Konzentration des Unternehmens auf das Kerngeschäft im Schienengüterverkehr führte zu einer erneuten Umfirmierung im Jahr 2016 in DB Cargo AG. Seitdem tragen die wichtigsten nationalen und internationalen Tochtergesellschaften wieder diesen Namen.<ref>DB Schenker Rail heißt jetzt DB Cargo. In: Verkehrsrundschau. 2. März 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juli 2020; abgerufen am 8. Januar 2020.</ref> DB Cargo und DB Schenker sind nun gleichberechtigte Schwestergesellschaften innerhalb des Systemverbunds Bahn.<ref name=":1" />
Aktuellere Entwicklungen
Medien berichteten, in den 2000er und 2010er Jahren habe sich die Flotte von DB Cargo nahezu halbiert.<ref>Stefan Paravicini: DB Cargo kommt nicht auf Touren. In: Börsen-Zeitung. 24. Dezember 2019, S. 8.</ref> Die verbleibenden Lokomotiven wurden zunehmend durch Multisystem-Modelle ersetzt, die auch für den internationalen Betrieb einsetzbar sind.<ref>DB Cargo und Siemens Mobility schließen Rahmenvertrag. In: Bahn Manager. 18. Januar 2019, abgerufen am 10. Januar 2020.</ref> Der Waggonbestand wurde mit Flüsterbremsen ausgerüstet,<ref>Peter Thomas: Gegen Lärm von Güterzügen: Mit Flüsterbremse und Schallschutzwand. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 28. April 2019, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref> um das Rollgeräusch von Güterzügen zu halbieren.<ref>Flüsterbremse. Allianz Pro Schiene, abgerufen am 11. Mai 2020.</ref> Zudem setzte man auf neue Telematik und Sensorik,<ref>Ralf Lanzinger: Komplette Wagenflotte von DB Cargo: Bis 2020 mit intelligenter Sensorik und Telematik. In: Eurotransport. 28. August 2019, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref> um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.<ref>Digitalisierung macht DB Cargo wettbewerbsfähiger. In: Deutsche Verkehrs-Zeitung (DVZ). 1. September 2019, abgerufen am 10. Januar 2020.</ref> DB Cargo beteiligte sich beispielsweise am Forschungsprojekt „Innovativer Güterwagen“ des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (2016–2019).<ref>Forschungsprojekt „Innovativer Güterwagen“. Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), abgerufen am 15. April 2020.</ref> Generell wurden die Wagen von DB Cargo in den letzten Jahren zwar älter, aber auch zunehmend größer, sodass sie mehr Ware fassen können.<ref>Deutsche Bahn: Die Güterwagen werden immer älter. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 10. Mai 2020, abgerufen am 11. Mai 2020.</ref>
Da ein Großteil der Fracht nach wie vor auf der Straße transportiert wird,<ref>Thomas Wüpper: DB Cargo: Warum der Güterverkehr die größte Baustelle der Bahn ist. In: Der Tagesspiegel. 27. Januar 2019, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref> kam DB Cargo zuletzt mehr Aufmerksamkeit zu, weil der Schienengüterverkehr entscheidend für das Erreichen der Klimaziele ist.<ref>Thomas Wüpper: Deutsche Bahn: DB Cargo soll aus der Krise fahren. In: Der Tagesspiegel. 20. Juni 2019, S. 16.</ref> Vor diesem Hintergrund strebt die deutsche Bundesregierung auf Grundlage der Einschätzung von Experten eine Verlagerung von Millionen Lkw-Fahrten an,<ref>Thomas Wüpper: Zukunft des Güterverkehrs: Regierung sucht Perspektiven für DB Cargo. In: Stuttgarter Zeitung. 11. September 2019, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref> die in den letzten Jahren kaum vorangekommen war.<ref>Matthias Arnold: DB Cargo: Die Schiene kommt kaum zum Zuge. In: Deutsche Welle. 26. Dezember 2019, abgerufen am 10. Januar 2020.</ref> Hierfür soll nicht zuletzt die Produktivität der Lokführer schrittweise optimiert werden.<ref>Christian Schlesiger: Deutsche Bahn: Lokführer fahren zu selten Zug. In: Wirtschaftswoche. 12. Juli 2019, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref> Die aktuellen Veränderungen bei DB Cargo sind Teil der 2019 vorgestellten Strategie zur Stärkung der Deutschen Bahn in ihrer Gesamtheit.<ref>Deutsche Bahn stellt Strategie für Stärkung der Schiene vor. In: Verkehrsrundschau. 19. Juni 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juli 2020; abgerufen am 8. Januar 2020.</ref>
Der weltweite Ausbruch der Corona-Pandemie erschwerte die grenzüberschreitende Logistik aufgrund von Beschränkungen im Personen- und Warenverkehr. Als Reaktion darauf schuf DB Cargo zusätzliche Kapazitäten, um insbesondere den Transport von Lebensmitteln und Hygieneprodukten zu gewährleisten.<ref>Regina Weinrich: DB Cargo fährt: Transporte über Grenzen. In: Eurotransport. 20. März 2020, abgerufen am 15. April 2020.</ref> Sondertransporte wie der „Pasta-Express“ aus Italien wurden öffentlich thematisiert.<ref>Dieter Fockenbrock: DB Cargo: Pasta-Express aus Italien. In: Handelsblatt. 20. März 2020, S. 25.</ref>
Die EU-Kommission verhängte im April 2021 eine Geldbuße von 48,3 Millionen Euro gegen die Deutsche Bahn wegen wiederholter Kartellbildung im Güterverkehr.<ref name="ei-2021-05-77">Hohe Buße für DB wegen Güterverkehrskartell. In: Der Eisenbahningenieur. Band 72, Nr. 5, Mai 2021, ISSN 0013-2810, S. 77.</ref> Die Bahn hatte sich bei Kundenanfragen im grenzüberschreitenden Güterverkehr mit der ÖBB und der SNCB abgestimmt.<ref>Deutsche Bahn muss wegen Kartellabsprachen Millionenstrafe zahlen. In: Zeit Online. 20. April 2021, abgerufen am 29. Dezember 2021.</ref>
Die Verluste (EBIT) von DB Cargo haben sich 2024 gegenüber dem Vorjahr um 140 Mio. Euro auf −357 Mio. Euro reduziert.<ref name="Zahlen2024" /> Eine Trendwende zeichnet sich damit jedoch kurzfristig noch nicht ab, da der Einzelwagenverkehr immer noch defizitär ist. Ende Oktober 2025 gab der Aufsichtsrat des DB-Konzerns bekannt, dass eine einvernehmliche Trennung von Sigrid Nikutta als Vorständin für Güterverkehr der Deutschen Bahn AG und Vorstandsvorsitzende der DB Cargo AG zum Jahresende erfolgen sollte.<ref>Neuaufstellung im DB-Vorstand perfekt. Deutsche Bahn AG, 30. Oktober 2025, abgerufen am 4. November 2025.</ref> Bereits zum 15. November 2025 übernahm Bernhard Osburg, zuletzt bis 2024 Vorstandsvorsitzender von Thyssenkrupp Steel Europe, Nikuttas Positionen.<ref>Neuaufstellung im DB-Vorstand perfekt. Deutsche Bahn, 30. Oktober 2025, abgerufen am 5. November 2025.</ref>
Im Februar 2026 gab DB Cargo-Chef Bernhard Osburg bekannt, dass 6.200 der 14.000 Vollzeitstellen wegfallen sollen.<ref>Neuer DB-Cargo-Chef kürzt Stellen drastisch. Abgerufen am 19. Februar 2026.</ref>
Organisationsstruktur
Geschäftszweck
Als Dachgesellschaft des Unternehmens fungiert die DB Cargo AG, eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Ihr Gegenstand erstreckt sich auf Eisenbahn- und Straßenverkehrsleistungen zur Beförderung von Gütern aller Art sowie die Beschaffung und den Betrieb von stationären und mobilen Beförderungsmitteln wie Lokomotiven, Triebwagen, Waggons und anderen Behältnissen. Auch verwandte Dienstleistungen sind in der Satzung vorgesehen. Die Gesellschaft ist zu allen Aktivitäten berechtigt, die dem bezeichneten Geschäftszweck unmittelbar oder mittelbar dienlich erscheinen. Dies schließt die Gründung und Führung sowie den Erwerb dritter Unternehmen ein.<ref>DB Cargo AG. In: Unternehmensregister. Bundesanzeiger Verlag, abgerufen am 8. Januar 2020 (Amtsgericht Mainz, HRB 7498).</ref>
Eigentümer
Die Deutsche Bahn AG hat mit Übertragung der Aktiva und Passiva ihres ehemaligen Geschäftsbereichs Ladungsverkehr im Wege der Ausgliederung durch Neugründung sämtliche Aktien der Gesellschaft übernommen, ist also einzige Aktionärin der DB Cargo AG. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen Mutter- und Tochtergesellschaft. Die DB Cargo AG wird im Konzernabschluss der Deutschen Bahn konsolidiert. Die Deutsche Bahn AG wiederum befindet sich zu 100 % im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland.<ref>Deutsche Bahn AG. Bundesministerium der Finanzen (BMF), abgerufen am 8. Januar 2020.</ref>
Management
Vorstand
Der Vorstand der DB Cargo AG besteht aus mindestens zwei Personen, von denen eine für personelle und soziale Angelegenheiten der Arbeitnehmer zuständig ist (Arbeitsdirektor). Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat über die Zahl der Mitglieder des Vorstands und dessen Zusammensetzung. Derzeit besteht das Gremium aus Bernhard Osburg (Vorsitzender des Vorstands), Tanja Fuchs (Personal), Ralf Günter Kloß (Kombinierter Verkehr), Martina Niemann (Finanzen und Controlling) und Pierre Timmermans (Bahnlogistik).<ref>Starke Köpfe für eine starke Schiene. DB Cargo AG, 2025, abgerufen am 2. Januar 2025.</ref> Mit 60 % beziehungsweise aktuell nach dem Ausscheiden von Frau Nikutta noch 40 % liegt der Frauenanteil bei DB-Cargo weit über dem Durchschnitt von 25,5 % in den Vorständen der DAX-Unternehmen.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der DB Cargo AG besteht aus 20 Personen. Er ist paritätisch mit Vertretern der Aktionäre und der Arbeitnehmer besetzt, die nach den Vorschriften des Aktien- beziehungsweise des Mitbestimmungsgesetzes gewählt werden. 2024 bestand der Aufsichtsrat aus zwölf Männern und acht Frauen. Aufsichtsratsvorsitzender war Richard Lutz, damaliger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, stellvertretende Vorsitzende ist Cosima Ingenschay, Vorstandsmitglied der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG).<ref>DB Cargo AG. Geschäftsbericht 2024. S. 39 f., abgerufen am 27. Oktober 2025.</ref>
Gesellschaften
Vorlage:Hinweisbaustein DB Cargo gliedert sein Geschäft in drei Regionen für Deutschland und Zentraleuropa sowie West- und Osteuropa. Die deutsche DB Cargo AG übernimmt hierbei sowohl operative Leistungen des Schienengüterverkehrs in Deutschland als auch zentrale Funktionen wie Produktion, Vertrieb, Finanzen und Personal für die gesamte Unternehmensgruppe DB Cargo.<ref>Firmenprofil. DB Cargo, abgerufen am 15. April 2020.</ref>
2010 beteiligte sich die Deutsche Bahn mit ihrer Tochtergesellschaft DB Schenker Rail (heute DB Cargo) und anderen Bahnen an der europäischen Xrail-Allianz.<ref>DB Schenker Rail engagiert sich in Xrail-Allianz. In: CHE-Manager. 19. Februar 2020, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref> Ihr Ziel war und ist es bis heute, den Einzelwagenverkehr, also Güterzüge mit Waggons verschiedener Kunden, im Vergleich zum Lkw konkurrenzfähig zu machen.<ref>Leo Klimm: Güterbahnen gründen Allianz gegen Lkw. Deutsche Bahn und Partner wollen Verluste eindämmen. In: Financial Times Deutschland. 19. Februar 2010, S. 6.</ref> Außerdem soll Xrail für mehr Kundenfreundlichkeit, Effizienz und Pünktlichkeit im grenzüberschreitenden Verkehr sorgen,<ref>Güterverkehr auf der Bahn soll wettbewerbsfähiger werden. In: Verkehrsrundschau. 18. Februar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juli 2020; abgerufen am 20. Januar 2020.</ref> etwa durch das gemeinsame Buchungssystem Xrail Capacity Booking (XCB).<ref>Ilona Jüngst: Internationale Transporte einfacher buchen: X-Rail bietet neues Buchungssystem. In: Eurotransport. 5. Juni 2019, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref>
Schienengüterverkehr
Innerhalb des DB-Konzerns werden DB Cargo im Wesentlichen folgende Tochter- beziehungsweise Schwestergesellschaften zugeordnet, die unmittelbar im Schienengüterverkehr aktiv sind:
- DB Cargo Belgium, Antwerpen, Belgien<ref>DB Cargo Belgium bvba. In: Kruispuntbank van Ondernemingen. Abgerufen am 8. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- DB Cargo Bulgaria, Karlowo, Bulgarien
- DB Cargo Czechia, Ostrava, Tschechien<ref>DB Cargo Czechia s.r.o. In: Veřejný rejstřík a Sbírka listin. Ministerstvo spravedlnosti České republiky, abgerufen am 8. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- DB Cargo Scandinavia, Taastrup, Dänemark<ref>DB Cargo Danmark Services A/S. In: CVR, det Centrale Virksomhedsregister. Abgerufen am 8. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- DB Cargo Eurasia GmbH, Berlin, Deutschland (ehemals Trans-Eurasia Logistics)<ref>DB Cargo Eurasia GmbH. In: Unternehmensregister. Bundesanzeiger Verlag, abgerufen am 31. Januar 2020.</ref>
- DB Cargo Hungária, Győr, Ungarn<ref>DB Cargo Hungária Kft. In: Minisztérium Céginformációs és az Elektronikus Cégeljárásban. Abgerufen am 8. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- DB Cargo Iberia Rail Logistics, Madrid, Spanien (ehemals Transfesa Logistics S.A.)<ref>Name: DB Cargo Iberia Rail Logistics SA · Satzung · Website. In: northdata.de. 23. März 2026, abgerufen am 9. April 2026.</ref>
- DB Cargo Italia, Novate Milanese, Italien (ehemals SFM Strade Ferrate del Mediterraneo)<ref>DB Cargo Italia S.r.l. In: Registro Imprese. Camera di Commercio, abgerufen am 8. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- DB Cargo Nederland, Utrecht, Niederlande (ehemals NS Cargo)<ref>DB Cargo Nederland N.V. In: Kamer van Koophandel (KVK). Abgerufen am 8. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- DB Cargo Polska, Zabrze, Polen (ehemals PCC Rail)<ref>DB Cargo Polska S.A. In: Biuletyn Informacji Publicznej. Ministerstwo Sprawiedliwości, abgerufen am 8. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Deutsche Bahn Cargo Romania, Timisoara, Rumänien<ref>Deutsche Bahn Cargo Romania SRL. In: Oficiul Național al Registrului Comerțului. Ministerul Justiției, abgerufen am 8. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- DB Cargo Russija, Moskau, Russland
- DB Cargo Schweiz, Basel, Schweiz (ehemals BRS Brunner Railway Services)<ref>DB Cargo Schweiz GmbH. In: Zentraler Firmenindex. Abgerufen am 8. Januar 2020.</ref>
- DB Cargo UK, Doncaster, Vereinigtes Königreich<ref>DB Cargo (UK) Ltd. In: Companies House. Abgerufen am 8. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- DB Cargo France, Paris, Frankreich<ref>Euro Cargo Rail SASU. In: Infogreffe. Abgerufen am 8. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Aus Euro Cargo Rail (ECR) wird DB Cargo France. Abgerufen am 20. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- RBH Logistics (ehemals RAG Bahn und Hafen GmbH), Gladbeck
Dienstleistungsunternehmen
Dazu kommen weitere Unternehmen, die besondere Aufgaben etwa im Vertrieb, dem Transport von Gefahrgut sowie der Kombination von Verkehrsströmen übernehmen:
- DB Cargo BTT
- DB Cargo Logistics
- DB Intermodal Services
- TFG Transfracht
- Transa Spedition
Leistungen
Leistungskatalog
Der Leistungskatalog von DB Cargo umfasst verschiedenste Basis-, Zusatz- und Sonderleistungen.<ref>Leistungskatalog 2020. (PDF) DB Cargo, 27. November 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juli 2020; abgerufen am 15. April 2020.</ref> Zu den Kernprodukten zählen insbesondere Ganzzug- und der Einzelwagenverkehr,<ref>Schienentransporte: Viel Zug für große und kleine Mengen. DB Cargo, abgerufen am 15. April 2020.</ref> die Kombination von Schiene und Straße sowie CO2-freie Transporte, etwa für Audi.<ref>Audi fährt mit DB Cargo deutschlandweit CO2-frei. In: Umweltdialog. 11. September 2017, abgerufen am 10. Januar 2020.</ref> Letztere spielen eine immer größere Rolle, da die Schiene im Vergleich zu anderen Verkehrsträgern aktuell den niedrigsten CO2-Ausstoß verzeichnet und zugleich in den letzten Jahren (1995–2015) die größten Einsparungen vorzuweisen hatte.<ref>Umweltvorteil Schiene. (PDF) DB Cargo, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juli 2020; abgerufen am 15. März 2020.</ref>
Darüber hinaus bietet das Unternehmen diverse Branchenlösungen unter anderem für die chemische Industrie sowie den Holz- und Baustoffhandel.<ref>Branchen / Chemie. DB Cargo, abgerufen am 15. April 2020.</ref><ref>Branchen / Holz. DB Cargo, abgerufen am 15. April 2020.</ref><ref>Branchen / Baustoffe. DB Cargo, abgerufen am 15. April 2020.</ref> Auch auf internationaler Ebene ist DB Cargo aktiv. Dies betrifft insbesondere den Verkehr zwischen Europa und Asien,<ref>DB Cargo: Zehn Jahre „China-Verkehre“ – neue Vertriebseinheit „DB Cargo Eurasia“. In: Eurailpress. 8. Oktober 2018, abgerufen am 10. Januar 2020.</ref> wo das Unternehmen über ein großes Netzwerk verfügt.<ref>Sebastian Reimann: Alexander Doll: „Wir haben in Asien eines der größten Netze.“ In: Deutsche Verkehrs-Zeitung (DVZ). 14. Mai 2019, abgerufen am 10. Januar 2020 (Interview).</ref> Das Leistungsspektrum umfasst auch verwandte Dienstleistungen wie die Vermietung und den Verkauf von Lokomotiven und Waggons.<ref>Deutsche Bahn will mit Lok- und Waggonverkauf rote Zahlen verhindern. In: Wirtschaftswoche. 19. Dezember 2019, abgerufen am 10. Januar 2020.</ref>
Kennzahlen
Im Geschäftsjahr 2018 beförderte DB Cargo mit 2.686 Triebfahrzeugen und 82.895 Güterwagen<ref>Sina Fröhndrich, Uwe Höft: Güterwagen bei der DB gehören teilweise zum Schrotthändler. Deutschlandfunk, 2. Januar 2020, abgerufen am 8. Oktober 2020.</ref> mehr als 255 Millionen Tonnen Güter. Hierbei wird geleastes oder gemietetes Material mitgerechnet. Das Unternehmen bediente rund 4.200 Gleisanschlüsse von Kunden in Deutschland, Dänemark, Italien, den Niederlanden und der Schweiz.<ref>Zahlen und Fakten. DB Cargo, abgerufen am 15. April 2020.</ref> Das in Deutschland befahrene Streckennetz war 33.000 Kilometer lang, auf denen DB Cargo nach Berechnungen des Bundesamtes für Güterverkehr eine Pünktlichkeit von durchschnittlich 72,9 % erreichte.<ref>Jahresbericht 2018. (PDF) Bundesamt für Güterverkehr (BAG), S. 31, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juli 2020; abgerufen am 8. Januar 2020.</ref>
2020 verkehrten auf der Strecke zwischen China und Europa 12.000 Züge von DB Cargo mit insgesamt 200.000 Containern – 3000 Züge mehr als im Jahr 2019.<ref>VerkehrsRundschau: Schienengüterverkehr über die neue Seidenstraße boomt im Corona-Jahr. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Januar 2021; abgerufen am 11. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Kritik
Das Unternehmen erwirtschaftet Verluste.<ref>Güterverkehr: Bahn-Tochter DB Cargo steigert Verluste. In: Der Spiegel. 23. Oktober 2019, abgerufen am 10. Januar 2020.</ref> Kritiker werfen der Deutschen Bahn vor, die erforderliche Instandhaltung und Modernisierung der Infrastruktur von DB Cargo vernachlässigt zu haben. Dies sei etwa am vergleichsweise hohen Durchschnittsalter von Lokomotiven und Wagen zu erkennen.<ref>Anja Krüger: Güterverkehr der Deutschen Bahn: Die Lage ist desaströs. In: Die Tageszeitung. 26. November 2019, abgerufen am 10. Januar 2020.</ref> Auf Kritik des Bundesrechnungshofs an fehlenden Investitionen reagierte das Bundesministerium für Verkehr im Jahr 2019 mit dem Argument, DB Cargo und andere Sparten hätten ihr Potenzial derzeit nicht voll ausgeschöpft.<ref>Bundesrechnungshof: Der Bahn fehlen drei Milliarden Euro. In: Tagesschau. 13. September 2019, abgerufen am 10. Januar 2020.</ref>
Die Europäische Kommission bemängelt den Ausgleich anhaltender Verluste von DB Cargo durch den DB-Konzern und leitete 2022 ein Verfahren wegen Wettbewerbsverzerrung ein. DB Cargo will infolgedessen Geschäftsteile auslagern.<ref>Josefine Fokuhl: Bahn-Tochter steckt tief in den roten Zahlen. In: handelsblatt.com. 15. Februar 2024, abgerufen am 20. Februar 2024.</ref><ref name="n-tv-2024-02-14">DB Cargo muss Zerschlagung befürchten. In: n-tv.de. 14. Februar 2024, abgerufen am 19. Februar 2024.</ref> Laut Medienberichten vom August 2024 soll der bisherige Verlustausgleich beendet werden. Eine Entscheidung in dem noch laufenden Vertragsverletzungsverfahren der EU wird für Oktober 2024 erwartet. Laut Angaben des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr sei auch deshalb ein „umfassendes Transformationsprogramm“ aufgesetzt worden, das auch mit Blick auf das laufende Beihilfeverfahren nun „konsequent“ umgesetzt werden solle.<ref>EU kappt Verlustausgleich als Rettungsanker für DB Cargo. In: faz.net. 22. August 2024, abgerufen am 24. August 2024.</ref>
Der Einzelwagenverkehr wird mit rund 300 Millionen Euro öffentlichen Mitteln pro Jahr bezuschusst.<ref name="n-tv-2024-02-14" /> Ein Gutachten empfahl 2019, das Geschäft zu subventionieren oder zu schrumpfen, um im Wettbewerb mit Lkw-Transporten bestehen zu können.<ref>Christian Schlesiger: Gutachten zu DB Cargo: Einzelwagenverkehr muss subventioniert oder geschrumpft werden. In: Wirtschaftswoche. 2. August 2019, abgerufen am 10. Januar 2020.</ref>
Weblinks
- Literatur von und über DB Cargo im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- dbcargo.com
- DB Cargo AG bei deutschebahn.com
Einzelnachweise
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Koordinaten: 49° 59′ 40,9″ N, 8° 16′ 51,3″ O
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