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Arabella Kiesbauer

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Datei:Arabella Kiesbauer 2022 BHO-0877.jpg
Arabella Kiesbauer (2022)

Arabella Kiesbauer (bürgerlich Cosima Arabella-Asereba Eblinger, * 8. April 1969 in Wien) ist eine deutsche Fernsehmoderatorin. Bekannt wurde sie mit der Talkshow Arabella, die von 1994 bis 2004 auf ProSieben ausgestrahlt wurde. Kiesbauer lebt und arbeitet in Österreich.

Leben

Arabella Kiesbauer wurde als Tochter der deutschen Theaterschauspielerin Hannelore Kiesbauer und des ghanaischen Maschinenbauingenieurs Sammy Ammissah († 1999)<ref name="spon 2017-07-01">Hasnain Kazim: Talkshow-Moderatorin: Was wurde aus Arabella Kiesbauer? In: spiegel.de. 1. Juli 2017, abgerufen am 30. Mai 2022.</ref> geboren und wuchs bei ihrer Großmutter in Wien auf.<ref name="spon 2017-07-01" /> Nach der Matura am Lycée Français de Vienne<ref>Dieses Quartett moderiert den ESC: Arabella Kiesbauer. In: DiePresse.com. 19. Dezember 2014, abgerufen am 30. Mai 2022: „Als Absolventin des Lycée Français de Vienne spricht die ehemalige "Starmania"-Moderatorin Französisch.“</ref> studierte sie Publizistik und Theaterwissenschaft. Sie schloss ihr Studium mit einer Diplomarbeit über das Thema Der historische Roman Thomas Beckets im Theater von Jean Anouilh, T. S. Eliot und Christopher Fry ab.<ref>Arabella Kiesbauer. In: orf.at. Abgerufen am 30. Mai 2022.</ref>

Kiesbauer führte sieben Jahre lang eine Beziehung mit dem gleichaltrigen Maler und Fotografen Fred Schuler. Seit November 2004 ist sie mit dem Wiener Personalberatungsunternehmer Florens Eblinger verheiratet. Das Paar hat eine Tochter (* 2007) und einen Sohn (* 2010)<ref>Woman: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Arabella Kiesbauer und Florens Eblinger sind wieder Eltern geworden! (Memento vom 30. September 2012 im Internet Archive), 21. Dezember 2010.</ref> und lebt in Wien.<ref name="spon 2017-07-01" /> Sie nahm den Familiennamen ihres Mannes an; öffentlich tritt sie weiterhin als Arabella Kiesbauer auf.<ref>Arabella Kiesbauer: Mein Ehe-Geheimnis. In: Woman.at, 17. Februar 2005.</ref><ref name="ots"/>

Karriere

Ihre Fernsehkarriere begann sie als Moderatorin der ORF-Jugendsendung X-Large von 1987 bis 1993.<ref name="web.de" /> Als der 1991 aus den USA zurückgekehrte ProSieben-Chefredakteur Jörg van Hooven den damaligen Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzenden des Senders Georg Kofler anstieß, eine Talkshow wie die US-amerikanische The Phil Donahue Show anzubieten, wurde Kiesbauer – so Kofler – aufgrund ihres „Temperaments, Ausstrahlung und rhetorischen Spontanität“ Wunschmoderatorin des Projekts. Kiesbauer wurde während des Vorstellungsgesprächs gefragt, ob sie auch Hochdeutsch sprechen könne, was sie entschieden bejahte, obwohl sie die Frage verwunderte, da sie der Meinung war, das Gespräch bereits in Hochdeutsch zu führen.<ref>Die Talkshow Doku, ProSieben, 22. Oktober 2024, 20:15</ref> Für den Privatsender war sie zunächst als Ansagerin tätig und u. a. auch für das Magazin Rund um Hollywood.<ref name="web.de">Arabella Kiesbauer. In: web.de. Abgerufen am 30. Mai 2022.</ref>

1994 startete auf ProSieben ihre werktägliche Talkshow Arabella.<ref>Arabella. In: fernsehserien.de. Abgerufen am 30. Mai 2022.</ref> Im selben Jahr veröffentlichte sie auch eine CD mit dem Titel Number One.<ref>Number One. In: musik-sammler.de. Abgerufen am 30. Mai 2022.</ref>

Kiesbauer spielte eine maßgebliche Rolle als Vertreterin des Sendeformats der „lauten“ Nachmittagstalkshow, das die Zuschauer polarisiert. 1994 wurde sie für die unkonventionelle Talkshow, die – statt Prominente – Durchschnittsmenschen als Gäste hatte, mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet.<ref>Betr.: Bayrischer Fernsehpreis an Arabella Kiesbauer. In: taz.de. 25. Oktober 1994, abgerufen am 30. Mai 2022.</ref> Vom bayerischen CSU-Politiker Edmund Stoiber wurde die Talkshow Arabella später wegen ihrer „niveaulosen, minderwertigen, primitiven und unmenschlichen Darstellung“ kritisiert.<ref name="spon 2017-07-01" />

Datei:Arabella Kiesbauer, MiA-Awards 2009.jpg
Arabella Kiesbauer moderiert die MiA-Awards, Wien 2009

Im Juli 1995 war Kiesbauer auf dem Cover und in der deutschen Ausgabe des Playboy zu sehen.<ref name="spon 2017-07-01" /> Von 2002 bis 2009 moderierte sie die ORF-Castingshow Starmania.<ref>Porträt: Arabella Kiesbauer. In: Starmania. orf.at, 27. Februar 2022, abgerufen am 30. Mai 2022.</ref>

Kiesbauer moderierte im Jahr 2003 das Finale von Popstars – Das Duell auf ProSieben.<ref>TV-News: "Popstars" geht in die Endrunde. In: quotenmeter.de. 29. Oktober 2003, abgerufen am 30. Mai 2022.</ref> Außerdem war sie im Jahr 2003 Jurymitglied der Schweizer Castingshow MusicStar.<ref>«MusicStar»: Expertenrunde mit Arabella Kiesbauer. In: kleinreport.ch. 28. Oktober 2003, abgerufen am 30. Mai 2022.</ref>

Die Fernsehshow Comeback – Die große Chance moderierte Kiesbauer im Jahr 2004.<ref name="quotenmeter Richter">Christian Richter: Der Fernsehfriedhof: «Comeback – Die große Chance». In: quotenmeter.de. 19. März 2009, abgerufen am 1. April 2022.</ref> Nach der Einstellung der Sendung Arabella im Jahr 2004 war sie als Moderatorin für die neue Sendung Das Geständnis vorgesehen. Aufgrund von Differenzen über das inhaltliche Konzept beendete der Sender im gleichen Jahr die Zusammenarbeit mit Kiesbauer.<ref>Markus Schlegel: Kündigung: ProSieben wirft Arabella Kiesbauer raus. In: stern.de. 4. Juni 2004, abgerufen am 30. Mai 2022.</ref> Im selben Jahr unterschrieb sie einen Vertrag, welcher sie zur mehrfachen Moderation des Wiener Opernballs verpflichtete.<ref>Thomas Lückerath: Arabella Kiesbauer will weiter talken. In: DWDL.de. 15. Juli 2004, abgerufen am 5. Juni 2022.</ref> 2004 wurde sie als österreichische Modebotschafterin des Schweizer Unternehmens Vögele Shoes tätig.<ref>Vögele-Shoes: Arabella wird Modebotschafterin von Vögele-Shoes. In: presseportal.ch. 12. August 2004, abgerufen am 30. Mai 2022.</ref>

Ab dem 17. Januar 2006 moderierte sie auf N24 wöchentlich dienstags um 23.30 Uhr die Sendung Talk ohne Show, in welcher sie mit Gästen über gesellschaftspolitische Themen sprach. Ende des Jahres beendete Kiesbauer nach insgesamt 40 Folgen die Sendung aus persönlichen Gründen.<ref>Thomas Lückerath: N24 verlängert Vertrag mit Arabella Kiesbauer. In: DWDL.de. 14. März 2006, abgerufen am 12. Dezember 2022.</ref><ref>Jochen Voß: Kein "Talk ohne Show" mehr: Arabella geht. In: DWDL.de. 6. Dezember 2006, abgerufen am 29. März 2023.</ref>

2012 feierte Kiesbauer mit einer Vorberichterstattung des Life Balls nach einer längeren Pause ihr TV-Comeback, 2013 war sie dafür ebenfalls wieder im Einsatz. 2012 bis 2014 sowie 2019 moderierte sie den Kiddy Contest auf PULS 4. Seit Mai 2014 moderiert sie seit der elften Staffel die österreichische Ausgabe der Doku-Soap Bauer sucht Frau beim Sender ATV.<ref>Österreichische Inka Bause: Arabella Kiesbauer moderiert „Bauer sucht Frau“ bei ATV, kress.de vom 7. Januar 2014, abgerufen am 10. Januar 2014</ref> Gemeinsam mit Mirjam Weichselbraun und Alice Tumler moderierte sie die drei Shows des Eurovision Song Contest 2015 in der Wiener Stadthalle.

Im Januar 2021 wurde vom ORF bekanntgegeben, dass Kiesbauer erneut die Castingshow Starmania moderieren werde.<ref>Kultfaktor pur: Arabella Kiesbauer moderiert „Starmania 21“. Abgerufen am 12. Januar 2021.</ref> Im Januar 2025 wurde bekannt, dass Kiesbauer die Moderation der Reality-Sendung Kampf der Realitystars – Schiffbruch am Traumstrand übernehmen wird.<ref>Alexander Krei: Arabella Kiesbauer moderiert „Kampf der Realitystars“. In: DWDL.de. 10. Januar 2025, abgerufen am 10. Januar 2025.</ref> Seit Herbst 2025 moderiert Kiesbauer, als Nachfolgerin von Willi Gabalier, die Fernsehsendung Bares für Rares Österreich auf den Sendern Puls 4 und Joyn.<ref>TV-Altwarenhit „Bares für Rares“: Arabella Kiesbauer ist die neue Trödelqueen. Abgerufen am 7. August 2025.</ref>

Moderierte Sendungen

Datei:20150520 ESC 2015 Moderatorinnen 3112.jpg
Kiesbauer moderiert mit ihren Kolleginnen den ESC 2015 in Wien

Sie arbeitet auch als Moderatorin bei Betriebsfeiern, Benefiz- und Messeveranstaltungen.

Alben

  • 1994: Number one

Filmografie

Literatur

Bücher

  • Mein Erfolgs-Programm (1998 Egmont VGS Verlagsgesellschaft mbH, Köln) ISBN 3-8025-1360-6
  • Nobody is perfect (2001 Lübbe) ISBN 3-404-14246-2
  • Mein afrikanisches Herz (mit Christian Nusser, September 2007 Pendo Verlag GmbH) ISBN 3-86612-132-6

Sonstiges

Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Arabella Kiesbauer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1956: Lohengrin Filipello | 1957: Anaid Iplicjian | 1958: Hannie Lips | 1959: Jacqueline Joubert | 1960: Katie Boyle | 1961: Jacqueline Joubert | 1962: Mireille Delannoy | 1963: Katie Boyle | 1964: Lotte Wæver | 1965: Renata Mauro | 1966: Josiane Shen | 1967: Erica Vaal | 1968: Katie Boyle | 1969: Laurita Valenzuela | 1970: Willy Dobbe | 1971: Bernadette Ní Ghallchóir | 1972: Moira Shearer | 1973: Helga Guitton | 1974: Katie Boyle | 1975: Karin Falck | 1976: Corry Brokken | 1977: Angela Rippon | 1978: Denise Fabre & Léon Zitrone | 1979: Jardena Arasi & Daniel Pe’er | 1980: Marlous Fluitsma | 1981: Doireann Ní Bhriain | 1982: Jan Leeming | 1983: Marlène Charell | 1984: Désirée Nosbusch | 1985: Lill Lindfors | 1986: Åse Kleveland | 1987: Viktor Lazlo | 1988: Michelle Rocca & Pat Kenny | 1989: Lolita Morena & Jacques Deschenaux | 1990: Helga Vlahović & Oliver Mlakar | 1991: Gigliola Cinquetti & Toto Cutugno | 1992: Lydia Capolicchio & Harald Treutiger | 1993: Fionnuala Sweeney | 1994: Cynthia Ní Mhurchú & Gerry Ryan | 1995: Mary Kennedy | 1996: Ingvild Bryn & Morten Harket | 1997: Carrie Crowley & Ronan Keating | 1998: Ulrika Jonsson & Terry Wogan | 1999: Dafna Dekel, Sigal Shachmon & Yigal Ravid | 2000: Kattis Ahlström & Anders Lundin | 2001: Natasja Crone & Søren Pilmark | 2002: Annely Peebo & Marko Matvere | 2003: Marie N & Renārs Kaupers | 2004: Meltem Cumbul & Korhan Abay | 2005: Marija Jefrossynina & Pawlo Schylko | 2006: Maria Menounos & Sakis Rouvas | 2007: Jaana Pelkonen, Mikko Leppilampi & Krisse Salminen (Greenroom) | 2008: Jovana Janković & Željko Joksimović | 2009: Alsou & Ivan Urgant (Finale); Natalja Wodjanowa & Andrei Malachow (Semifinale) | 2010: Nadia Hasnaoui, Erik Solbakken & Haddy N’jie | 2011: Anke Engelke, Stefan Raab & Judith Rakers | 2012: Eldar Qasımov, Leyla Əliyeva & Nərgiz Birk-Petersen | 2013: Petra Mede & Eric Saade (Greenroom im Finale) | 2014: Lise Rønne, Nikolaj Koppel & Pilou Asbæk | 2015: Alice Tumler, Arabella Kiesbauer, Mirjam Weichselbraun & Conchita Wurst (Greenroom) | 2016: Petra Mede & Måns Zelmerlöw | 2017: Wolodymyr Ostaptschuk, Oleksandr Skitschko & Timur Miroschnytschenko | 2018: Filomena Cautela, Sílvia Alberto, Daniela Ruah & Catarina Furtado | 2019: Bar Refaeli, Erez Tal, Assi Azar & Lucy Ayoub | 2020: Chantal Janzen, Jan Smit & Edsilia Rombley | 2021: Chantal Janzen, Edsilia Rombley, Jan Smit & Nikkie de Jager | 2022: Mika, Laura Pausini & Alessandro Cattelan | 2023: Julija Sanina, Alesha Dixon, Hannah Waddingham & Graham Norton (Finale) | 2024: Petra Mede & Malin Åkerman | 2025: Hazel Brugger, Michelle Hunziker (Finale) & Sandra Studer | 2026: Michael Ostrowski & Victoria Swarovski Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein